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Gerüst oder Hebebühne?

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  1. #1
    altetante
    Gast

    Gerüst oder Hebebühne?

    Hi,

    hab grade beim Handwerksbetrieb angerufen. Ich möchte die Markise, welche meine Whgs-Vorbesitzer glorreicherweise an der Wohnzimmer-Dachgaube im 2.Stock angebracht haben, abmontieren lassen. Die hängt schon in Fetzen. Dafür soll ein Rolladen oder Jalousie her.

    Problem ist hierbei die plöde Lage im 2. Stock + Gaube. Drunter sind noch zwei kleine Balkone der anderen Wohnungen, die stehen aber auch nicht weiter als vll. 60cm unterm Dachvorsprung raus. Von innen wird das Ganze wohl nicht möglich sein.

    Jetzt meinte die Dame am Tel. sie würden sich das ansehen, ob man mit einer langen Leiter arbeiten könne (halte ich für lebensmüde) oder so eine Hebebühne bräuchte. Die würde dann aber schon gleich so 300-400 Euro kosten, je nachdem...

    Da ich am gleichen Raum um die Hausecke rum noch einen alten Balkon mit viel zu niedrigem Geländer habe, welches man auch mal ersetzen sollte:
    was denkt Ihr, könnte sich da ein gemietetes Gerüst lohnen? Das müsste man entweder entsprechend groß um die Hausecke aufbauen oder einmal auf- und ab für die Markise und nochmal auf und ab für den Balkon.
    Dabei dürfte allerdings die Fassade nicht angebohrt werden. Und unterm Balkon wiederum ist eine Kellertreppe...

    Kann mir hier jemand grob sagen, was denn so ein Gerüst für vll. eine Woche kosten könnte? Auf- und Abbau wahrscheinlich 90% oder so...
    Oder wäre eine Hebebühne für notfalls zwei Tage in jedem Fall besser? Wenn die Chance bestünde, dass ich Geländer und Markise usw. an einem Tag koordinieren könnte, dann wäre ein selber mieten und zur Verfügung stellen vll. machbar.

    Gruß
    altetante
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  2. Gerüst oder Hebebühne?

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  3. #2

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    Hubarbeitsbühne zur Demontage der Markise würde ich nicht machen.
    Weil:
    - 2 Monteure + Werkzeugkiste (je nach Art der Bühne) meistens schon das Limit sind
    - eine plötzliche Lastzunahme, die bei der Montage entstehen kann
    eine Hubarbeitsbühne gehörig ins Wanken bringen kann
    - Montagearbeiten mit PSA (Schutzgurt) aus dem Bühnenkorb nicht so einfach sind.
    - je nach Bühne, UVV, Vermieter, Hersteller nur "leichte Tätigkeiten" erlaubt sind
    - auf einer ausgefahrenen Bühne oft nicht genug Horizontaldruck
    beim Bohren/Schrauben mit Akkuschrauber, etc. aufgebracht werden kann.
    - möglicherweise Kellerlichtschächte, Abdeckungen, weicher Boden, usw. usf.
    einen Mehraufwand für eine sichere Standfläche der Hubarbeitsbühne erfordern.
    (z.B. bei Scherenbühnen).
    - bei Bühnen mit ausfahrbaren Armen kann die zusätzliche Last das Gewichtslimit
    bei ausgefahrenem Korb überschreiten, schlimmstenfalls kippt alles um.
    Wenn überhaupt Bühne, dann lass die von den Monteuren mieten ! Dann ist alles deren Risiko - jeder Schaden, jede Fehlfunktion, die Auswahl der falschen Bühne, Transportrisiken, Unfallverhütungsmaßnahmen, persönliche Schutzausrüstung, Einhaltung der BGI 720, BGR 500, usw.

    Mit dem Gerüst hast Du auch gleich eine Absturzsicherung für den Zeitraum, in dem das Geländer abmontiert ist. Pass auf, dass am Gerüst einen Freigabeschein des Erstellers befestigt wird. Falls das Anbohren der Fassade nicht möglich ist, benötigt das Gerüst eine Schrägabstützung. Für die Kellertreppe gibt es Gitterträger mit größeren Spannweiten.
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  4. #3
    altetante
    Gast
    Oha, danke das is schonmal sehr ausführlich. Und eindeutig.
    Jo, weicher Boden könnte wirklich ein Problem sein. Ist ja alles zum Garten raus und nur Wiese. Und eben überall irgendwas im Weg, das man vll. mit Gerüst immerhin halbwegs überbauen könnte. Die unter mir würden sich freuen, mitten im Sommer so'n Zeug um den Balkon Egal, wird scho.

    Hat vielleicht jemand noch einen groben Anhaltspunkt, was so ein Gerüst kosten könnte? Oder ist das regional einfach zu unterschiedlich? Das müssten rein von der Länge der Hauswand und Gaube her so ca. 8m Gerüst sein, Höhe bis UK. 2. Stock mit Hochparterre.
    Hab hier paar Beiträge gefunden, wo die Rede von m² ist. Was meint man damit? Die Fläche, wenn man draufguckt oder die Standfläche?

    Weil, falls ich tatsächlich in zwei Jahren meine Wunsch-Dachgaube bauen lasse, dann könnte man gleich die ganze restliche Fassade neben der Gaube mit eingerüsten und alles gleichzeitig machen. Incl. Fassade mal reinigen oder so...
    Also falls das Gerüst einfach unverhältnismäßig teuer wäre im Vergleich zu Rolladen und Geländer. Muss die Markise halt noch so lange da hängen bleiben. :-(
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  5. #4

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    Zitat Zitat von altetante Beitrag anzeigen
    Hab hier paar Beiträge gefunden, wo die Rede von m² ist. Was meint man damit? Die Fläche, wenn man draufguckt oder die Standfläche?
    Standfläche wäre gut. Da könnte man den Kölner Dom für ein paar Euro mit einem Gerüst versehen.

    Vereinfacht kannst Du mit Länge x Höhe rechnen. Bei der oberen Etage bedenken, dass dies auch Arbeitshöhe ist, auch wenn es dort nur Geländerpfosten gibt.
    Achtung, nicht die Fassadenfläche zählt, sondern die Gerüstfläche (Arbeitsfläche). Das wird gerne mal verwechselt.

    Mietpreise anfragen, meist sind es min. 4 Wochen Standzeit die man pauschal bezahlt. Zusätzliche "Wochen" kosten dann extra. Das muss man mit dem Gerüstverleih besprechen.
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  6. #5
    altetante
    Gast
    Ok, danke. Dann muss ich wohl ggf. mal nach Gerüstverleih hier googln. Kein Plan, mit sowas noch nie zu tun gehabt...

    Vorausgesetzt, die Markisenbauer sind nicht an sensationeller Leiter-Akrobatik in luft'ger Höh interessiert.
    Könnte ja Bierbänke aufstellen und Eintritt nehmen
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  7. #6

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    Zitat Zitat von altetante Beitrag anzeigen
    Ok, danke. Dann muss ich wohl ggf. mal nach Gerüstverleih hier googln. Kein Plan, mit sowas noch nie zu tun gehabt...
    Ein gutes Gerüst (sprich ordentlich aufgebaut) ist Gold wert. Keine Ahnung was die Gerüstbauer bei Euch verlangen, da muss man einfach mit den Leuten reden. Es kommt auch darauf an ob die extra wegen 10m2 anrücken müssen, oder ob sie 200m2 aufstellen können. Die haben das schnell aufgebaut und Du kannst sicher sein, dass es nicht gleich wieder umfällt.
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  8. #7

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    Es gibt Sekuranten, an denen könnte man sich nach Installation anseilen, die Markise könnte man mit einem Seilaufzug lastenfreundlich nach unten befördern. Fangnetz an der Traufe wäre auch eine Möglichkeit so man denn vernünftig auf der Dachfläche laufen kann. Muss man sich nur n Kopp machen wie das Ding nach unten kommt. Wobei, runterkommen tut alles was oben ist irgendwann mal.
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  9. #8
    altetante
    Gast
    ...na das runterkommen wäre kein Problem. Mit kräftig Schwung einfach runter schmeißen und danach das Loch in der Wiese wieder auffüllen...
    Aber wer weiß, womöglich taugt das Gestell noch irgendwie zur Weiterverwendung am vorh. Balkon mit neuem Stoff. Also dann doch lieber schonend. :-)
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  10. #9

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    Schon mal über den Einsatz von einem Hubsteiger auf LKW-Fahrgestell nachgedacht ?
    Diese gibt es auch in versch.Lastklassen.

    Ob das billiger wird wie die Erstellung von einem Gerüst müßte man rechnen.

    Gruß Helge 2
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  11. #10
    altetante
    Gast
    LKW-Fahrgestell? Also das Ding sollte schon irgendwie in den Garten passen und da auch nicht allzuviel kaputt machen. Es gäbe nur eine Seite am Haus, wo ein halbinoffizieller Stellplatz hinter einer Garage direkt an den Garten grenzt, ohne Zaun. Aber ob man da mit sowas überhaupt übers Nachbargrundstück usw. reinzirkeln kann, ohne dass hinterher alles Matsch ist?

    Hmm, also das Gerüst scheint mir eine gute Option zu sein, je nach Kosten.

    Unsere WDVS Fassade dürfte jetzt so etwa 10 Jahre alt sein und vor allem auf der Nortdseite langsam schmutzig. Bin am Überlegen, ob man sowas nicht bei der Gelegenheit vielleicht wenigstens teilweise sauber machen könnte.

    Geht sowas in Eigenregie mit Schrubber oder ggf. Hochdruckreiniger? Oder muss das immer ein Fachbetrieb übernehmen + dann irgendwie nachstriechen oder so? Für Letzteres wäre wohl eher kein Geld da oder bei den anderen Eigentümern nicht unbedingt die Einsicht, dass man das schon machen sollte... Aber wenn ich die Fassade schrubbe, könnte ggf. eine Beteiligung für's Gerüst mit rausspringen.
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  12. #11
    Elopant
    Gast
    Ich würde auch einrüsten lassen und die Arbeiten an der Markiese mit den Geländerarbeiten verbinden. Die mir bekannten Hubarbeitsbühnen ( egal ob Anhänger oder Lkw ) sind nicht für zusätzlichen Lastentransport ausgelegt. Gerüstpreise sind regional jedoch sehr unterschiedlich. Einfach vor Ort mal mit einem Gerüstbauer sprechen.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von altetante Beitrag anzeigen
    Geht sowas in Eigenregie mit Schrubber oder ggf. Hochdruckreiniger?
    Vorausgesetzt man bringt etwas Gefühl für die Arbeit mit und kann mit den Maschinen umgehen. Wer natürlich mit 200bar und Dreckfräse in 5cm Abstand auf die Fassade los geht, muss sich nicht wundern wenn nach der Tortur nichts mehr vom Putz übrig ist.
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  14. #13

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    Danach neu Streichen wäre aber in jedem Fall sinnvoll, oder?
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  16. #14
    altetante
    Gast
    Naja, ich denke, wenn ich vorsichtig einfach mit einem herkömmlichen Bodenschrubber (die gute alte Bürste) und Gartenschlauch das Ganze säubere, würde nicht viel kaputt gehen. Die Fassade sieht ja noch recht gut aus, bis auf paar schmutzige Stellen.
    Hochdruckreiniger wäre ich auch eher vorsichtig, ginge aber natürlich schneller. Habs schon an der Kellertreppe probiert, die hats immer so richtig nötig...

    Ist die Frage, ob diese "Wartung" in Sachen Langlebigkeit überhaupt was bringt, oder ob sich Schimmelei/Vergammeln usw. ohnehin nicht aufhalten lässt und das nur eine Schönheitsreparatur wäre. Aber gegen abwaschen an sich spricht also nichts?

    Steichen ja, wäre schön, ich kann dieses kaum erkennbare Hellblau nicht mehr sehen...
    Ich kann ja auch gut INNEN streichen, aber ob ich das von außen auch so schön hinbekomm, weiß ich net. Gibt nichts Schlimmeres, als eine fleckige Fassade und man ist selber schuld... Außerdem muss man ja dann das ganze Haus streichen, also auch alles komplett eingerüsten. Wäre also eher eine Sache für dann, wenn ich vll. meine Gaube baue, in zwei Jahren. Mal sehn.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    Danach neu Streichen wäre aber in jedem Fall sinnvoll, oder?
    Hängt vom Zustand der Fassade ab. Ist der Anstrich noch in Ordnung, dann wüsste ich jetzt keinen Grund warum man die Fassade neu streichen sollte (außer die Farbe gefällt nicht). Nach 10 Jahren wäre es gut möglich, dass eine Reinigung ausreicht. Das kann aus der Ferne niemand beurteilen.

    Bei einem Fassadenanstrich geht man von Instandhaltungsintervallen von 10-15 Jahren aus, Lebensdauer ca. 30 Jahre. Es gibt auch Empfehlungen den Anstrich nach 10 Jahren zu erneuern, aber ich wüsste jetzt nicht, warum ich einen intakten Anstrich erneuern sollte nur weil 10 Jahre vorüber sind. Deswegen ist es in meinen Augen wichtig, dass man zuerst einmal den Zustand der Fassade begutachtet.
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