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Dehnungsfugen Bodenplatte

Diskutiere Dehnungsfugen Bodenplatte im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Dehnungsfugen Bodenplatte

    Hallo Leute,


    ich plane derzeit eine Lagerhalle als erweiterung meines Betriebsgeländes.
    Es wird eine Stahlhalle in 12,5 x 24,5m.

    Die Halle wird auf die Bodenplatte aufgedübelt.

    Als Oberflächenvergütung werde ich die Bodenplatte wie in meinem derzeitigem
    Lager per Flügelglätter vergüten lassen.

    Nun stellt sich mir die Frage, ob bei den oben genannten Maßen der Bodenplatte
    Dehnungsfugen von nöten sind, um einer möglichen Rissbildung vorzubeugen?

    Die Bodenplatte wird per Betonkernaktivierung beheizt, daher es wird sich um eine
    gedämmte Platte handeln.


    Gruß
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  2. Dehnungsfugen Bodenplatte

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  3. #2

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    Bodenplatten in Industriehallen sind ein spezielles Thema:
    Wir bauen das recht oft und auch mittlerweile viele mit Betonkernaktivierung.

    Ich würde hier klar Firmen empfehlen, die das komplett anbieten.
    Da gibt es dann ein Stück Bodenplatte ab OK Schotter.
    Bewehrung legen die Firmen selber aus und lassen sich im Werk einen eigenen Beton anmischen.

    Bei der Größe wird es zu 99% keine Fugen geben, solange die Fläche frei ist (keine Stützen in der Mitte)

    Wenn die Platte ein Statiker rechnet und du ihm sagst, dass du keine Risse möchtest, wird er dir mehr Bewehrung reinlegen, wie diese Spezialfirmen. So meine Erfahrung.

    Ist halt auch immer die Frage wie groß so ein Riss sein darf um toleriert zu werden.

    Da du die Halle aber auf die Bodenplatte stellst, wird der Beton unter freier Luft gegossen und du musst das ganze wenn du Pech hast in der prallen Sonne glätten. Eine ordentliche Nachbehandlung ist da auch schwierig.
    Generell aber immer viel Wasser drauf nach dem glätten und mit Folie abdecken
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die randbedingungen klingen erstmal nicht schlecht, aber
    mit gewalt kann man alles falsch machen, deshalb sag ich
    nur, frag das den objekt- und den tragwerksplaner.
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  5. #4
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    Die Planungsphase beginnt langsam aber sicher,
    wenn alles glatt geht möchte ich gerne kommendes Jahr im Mai anfangen.

    Lt. Herstellerfirma der Stahlhalle sind keine Stützen o.a. in der Mitte notwendig,
    daher die Halle ist Freitragend.

    Die Pläne bezüglich der Baueingabe werden gerade vom Architekten erstellt, da ich aber
    Perfektionist bin denke ich natürlich bereits über die jeweiligen Ausführungen nach, und
    versuche bereits vor beginn zu optimieren.

    Danke schon mal für dein Antwort Andybaut, ohne Fugen wäre mir das ganze natürlich deutlich lieber

    In zwei Wochen treffe ich mich mit meinem Stahlbetonbauer (hat ebenfalls die arbeiten an meinem Haus / bisherigem Lager getätig)
    und werde mit ihm die Angelegenheit mal im vorraus besprechen. Sobald dann die erforderliche Statik geklärt ist geht
    es wohl langsam an´s eingemachte, daher festes Angebot sowie die Vergabe.

    Ich wollte gern noch heuer anfangen, bei der Auftragslage in unsrer Region leider nicht machbar

    Gruß
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Thermograf Beitrag anzeigen
    Die Halle wird auf die Bodenplatte aufgedübelt.
    Aus reinem Interesse: Wie sieht bei der Konstruktion der Sockel aus?

    Gruß,
    Sebastian
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  7. #6
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    Lt. Hallenhersteller wird ein Anschlussprofil auf die Bodenplatte aufgebracht,
    die Sandwichpaneelen schließen damit dann ab.

    Ein Sockel ist nicht notwendig.
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  8. #7

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    Dann kann das Wasser, das links reinläuft, wenigstens rechts wieder ablaufen!
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  9. #8

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    das verhindert silikon in massen

    dusw
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  10. #9

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  11. #10

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    Lagerhalle
    Mit Gabelstaplerverkehr?
    Dann würde ich doch noch mal über Sockel nachdenken, falls ein anderer Anfahrschutz vor und neben den Stützen nicht in das Platz-Konzept passt. Und selbst Handhubwagen können in den Paneelen schicke Dellen verursachen.
    Spritzwasser, Dreck, Tausalze...
    Denk' ich an Dauerhaftigkeit - denk' ich an Sockel.
    Sockel mit Fundament kann man dann auch gut thermisch von der Bodenplatte trennen.
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  12. #11
    Lebski
    Gast
    Ich kann auch nur ein Streifenfundament / Frostschürze empfehlen.

    Industrieböden macht man in geschlossenen Hallen, das System ist bei Ausführung sehr Empfindlich gegen Witterungseinflüsse. Die FBH macht das nicht besser.

    Persönlich würde ich eine Fuge in der Mitte schneiden lassen und versiegeln. Dort kommt wegen der Längen/Breitenabmessung sonst fast sicher ein Riss.


    Übrigens, Industriebodenbauer werden sicher einen Einfluss auf die Rezeptur des Betons nehmen. Aber trotzdem nutzt man Beton nach Eigenschaften, keinen Rezepturbeton.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Thermograf Beitrag anzeigen
    Lt. Hallenhersteller wird ein Anschlussprofil auf die Bodenplatte aufgebracht,
    die Sandwichpaneelen schließen damit dann ab.

    Ein Sockel ist nicht notwendig.
    Hab ich mir fast schon gedacht, kann man zwar machen aber gibt eben viele Nachteile die schon genannt wurden:

    - die Abdichtung ist schwierig
    - Spritz- und Anfahrschutz fehlen (die Bleche haben nur 0,6 mm, neuerdings werden nochmal 50 Cent den qm gespart und nur noch 0,5 mm verwendet), da reicht wie von Holger angesprochen der Hubwagen und das heisst meistens mit der Delle leben oder die Wand öffnen, bei verdeckter Befestigung die ganze Wandseite inkl. Kantteile
    - In der Halle hast du den Befestigungswinkel inkl. der Schraubenspitzen
    - Die Fußplatten der Stützen inkl. Ankerbolzen sind zu sehen, bei Höhendifferenzen in der Bodenplatte evtl. auch noch Unterlegmaterial

    Ich würde ein gedämmtes Streifenfundament machen, für den Sockel kann man Sandwich Betonfertigteile mit integrierter Dämmung und HTU Schiene nehmen, die gehen schnell und sehen sauber aus, außer dem Verschließen der Stoßfugen muss man nichts mehr machen. Die Bodenplatte würde ich auf jeden Fall einschneiden lassen die Risse werden kommen und dann lieber kontrolliert... normalerweise schneiden wir im Rastermaß der Stützen, bei dir also 6x6 Meter Felder.

    Gruß,
    Sebastian
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    viele schöne ideen, die mit der vom hallenbauer
    initiierten tragwerksidee der bodenplatte nicht
    korrelieren ..
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Persönlich würde ich eine Fuge in der Mitte schneiden lassen und versiegeln. Dort kommt wegen der Längen/Breitenabmessung sonst fast sicher ein Riss.
    Übrigens, Industriebodenbauer werden sicher einen Einfluss auf die Rezeptur des Betons nehmen. Aber trotzdem nutzt man Beton nach Eigenschaften, keinen Rezepturbeton.
    Das sind wirklich noch Längen die Rissefrei hergestellt werden können.
    Klar ist ein Rechteck immer ungünstiger als ein Quadrat, aber die Größe ist überschaubar.
    Voraussetzung ist aber ein Industriebodenbauer. Hier wird auch der Untergrund entsprechend glatt abgezogen,
    damit sich die Betonplatte beim schwinden nicht verzahnen kann.

    Ich kenne natürlich nicht alle Industriebodenbauer. Ich kann aber sagen, dass bei unseren Projekten ein Mitarbeiter der Firma zum Betonwerk geht, dort seine Mischung ordert und Material des Industriebodenherstellers zugefügt wird.
    Da ich nicht sagen kann, was in den Säcken ist, kann das natürlich auch alles eine große Show sein.
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  17. #15
    Lebski
    Gast
    Es kann auch sein, dass es nicht Rissfrei herzustellen ist. Wir reden von einem Beton mit thermischen Belastungen durch die FBH.
    Wozu sollte man das Risiko eingehen, wenn es doch Fugen gibt? Der Aufwand steht in keinem Verhältniss zum Nutzen.

    Was der Mitarbeiter des Industriebodenbauers im Betonwerk macht, ist das Zugeben von Stathlfasern bei einem Beton mit Stahlfasern. Davon war bisher nicht die Rede. Ich will hier gar nicht so tief in die Materie einsteigen, als Architekt würde ich mich aber entweder etwas genauer informieren, oder weniger dazu schreiben.
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