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  1. #1

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    Flachdach: Terrase, Dämmung und Co.

    Hallo zusammen,

    wir möchten das Flachdach unseres Anbaus sanieren und dämmen lassen. Das Dach wird als Terrasse genutzt und die Höhe des Terrassenaufbaus ist aufgrund der Terrassentür stark begrenzt. Insgesamt maximal 20cm, wobei ich weniger besser fände, damit die Stufe von innen nach außen nicht so groß wird. Auf den Belag vom Dachdecker möchten wir in Eigenregie eine Holzterrasse aufbringen. Nun kommen für uns nach ein paar Angeboten 2 Dachdecker in Frage und ich wollte hier kurz nachfragen, ob der vorgeschlagene Aufbau in Ordnung ist.

    Angebot 1:

    - Bituminösen Voranstrich 300gr/m2
    - Dampfsperre Bahnentyp G200 S4 + AL01
    - Dämmung: 120mm XPS WLG 035
    - EVALON-V Dachbahn mit Vlieskaschierung 2,2 mm dick lose verlegen. Nähte und Stöße mit Heißluft verschweissen

    Bautenschutzmatten und Holzterrasse wären dann uns überlassen. Insgesamt hat der Dachdecker einen sehr guten Eindruck gemacht, alles gut erklärt und auch den Anschluss an die Gaube und die Fensteranhebung mit uns durchgesprochen. Fragen wurden geklärt und ich hatte das Gefühl nicht mit einem Verkäufer zu sprechen.

    Angebot 2:

    - Bituminösen Voranstrich
    - Dampfsperre V60 S4 AL o1
    - Dämmung: 100mm WLS 024 PGV von Linitherm (konnte ich nicht im Netz finden)
    - Soprema Flam Stick 25 SI Duo
    - G200 S 4 talkumiert
    - PV 200 PYE S 5 grün beschiefert
    - Perlkies mit Waschbetonplatten (obwohl wir explizit, um Holzterrasse gebeten hatten)

    War nett, ist aber eher als Verkäufer aufgetreten.

    Was meint ihr? Wie steht es, um die Aufbauten?

    Habe unsere Frage bereits in einem anderen Forum gepostet. Wollte aber auch hier Fragen, da hier scheinbar mehr Dachexperten mitmischen.

    Dort habe ich noch folgenden Vorschlag bekommen:
    Boden
    300er Schutz Vlies
    Abdichtung EPDM Folie
    XPS Dämmung - Styrodur 3035 CS / Styrodur 4000 CS
    ISOVER AquaDefense UKD
    Aufständerung für Bodenbelag - Stelzlager bei Plattenbelägen oder Unterbau für Holzterrasse

    Die Idee hinter einer nahtlosen EPDM Folie (z.B. HERTALAN EASY COVER) leuchtet mir jedenfalls ein.

    Hätte, aber wenn XPS in Frage kommt lieber etwas, das besser dämmt, also z.B. Jackodur Plus 300 Standard XPS fürs Umkehrdach mit λD=0,027W/(mK).

    Danke für Eure Hilfe!

    Viele Grüße
    Ben
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  2. Flachdach: Terrase, Dämmung und Co.

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Vorschlag aus dem Forum und den 2ten sind jetzt nicht der Bringer. Beim 2ten ist eine Lage doppelt gemoppelt, ich kenne die Soprema nicht aber ich vermute es handelt sich um eine KSK-Bahn die grundsätzlich auf der Wärmedämmung als erste Abdichtungslage fungiert so wie zur Drampfdurckausgleichsschicht. Umkehrdach mit EPDM finde ich jetzt persönlich für übertrieben, lose verlegte Dämmplatten unterhalb einem Holzdeck finde ich jetzt auch nicht sonderlich geil.

    Aufbau 1 ist schon gut, wobei mir da was den Windsog angeht noch Kopfzerbrechen bereitet. Reicht das Eigengewicht der Terrasse aus? Zur Terrasse ist ja nichts genaueres definiert und ich vermute auch nicht, dass hier für den Windsog entsprechende Nachweise vom DD geführt werden. Damit du weißt, welche Last da zwingen raufgehört. Hier wäre ein verklebter Aufbau sinnvoller oder aber eben KEINE lose Verlegung der Abdichtung. Weiter wundert mich, dass die DD sich hier Haftungstechnisch von Dir nicht befreien lassen. Nichts für Ungut aber ich sehe hier gerade was die Anschlusshöhen angeht Probleme wenn nicht vorher der Aufbau der Terrasse feststeht und der DD weiß welche Fertigfußbodenhöhe hier nachher anliegt. Das ist wichtig, sonst zieht er die Anschlusshöhe nur von der Abdichtung, mit einem weiteren Aufbau wird dass hier dann nicht mehr passen.

    In Folge dessen, bin ich mir nicht bewusst ob Du fachlich im Stande bist eine fachgerechte Terrasse auszuführen.
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  4. #3

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    Ich find ein gut gemachtes Schweißbahndach mit guten Anschlüssen besser... Reparaturfreundlicher und unempfindlicher.
    Wobei ich selber lieber die Foliendächer ausführe
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  5. #4
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    Danke für die Rückmeldungen!

    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    In Folge dessen, bin ich mir nicht bewusst ob Du fachlich im Stande bist eine fachgerechte Terrasse auszuführen.
    Ich mir auch nicht Aber man lernt ja nicht aus. Meine naive Vorstellung war bisher, dass eine Unterkonstruktion aus Holz + darauf verlegte Terrassendielen nicht so schwer umzusetzen sein kann...

    Insgesamt denke ich auch, dass man das was du angesprochen hast, mit dem Dachdecker abstimmen kann. Der Dachdecker von Angebot 1 hat zumindest einen sehr sachlichen Eindruck gemacht und daher denke ich, dass er darauf eingehen wird. Und resignieren, weil ich keine Ahnung von der Materie habe geht nicht... Schließlich MUSS das Dach gemacht werde, es kann ja nicht so bleiben wie es derzeit ist
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  6. #5

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    Der Profi nimmt keine Holz UK sondern ALU UK, Vorteil nix verdreht sich, Nachteil weniger Gewicht und dann wären wir wieder beim Windsog - siehe dazu auch HPF's Beitrag. Da du aber auf eine Sonderkonstruktion an deiner Tür abzielst (schwellenloser Eingang auf die Terrasse) habe ich ganz stark die Befürchtung das hier mehr gemurkst wird als richtig gebaut Das ist nämlich nur mit erhöhten Anforderungen zu erfüllen, was Kostspielig und Aufwendig ist.

    Es braucht keine Abstimmung sondern eine Detailplanung von allen Anschlüssen und ganz besonders der Tür. Wie viel Gefälle wird das Dach überhaupt haben?
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Aufbau 1 ist schon gut, wobei mir da was den Windsog angeht noch Kopfzerbrechen bereitet. ... Hier wäre ein verklebter Aufbau sinnvoller oder aber eben KEINE lose Verlegung der Abdichtung.
    Also im Angebot steht, dass die Dämmung geklebt wird, nur die Evalon-V wird lose darauf verlegt. Darauf dann Bautenschutzmatten, Unterkonstruktion Terrasse und dann die Dielen.
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  8. #7

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    Verkleben der Dämmung macht ja auch Sinn, zwecks Lagenverband untereinander, gerade bei Punktuelle Auflast. Die lose Abdichtung darf man eben nur, wenn die Auflast passt. Dazu muss man den Windsog definieren der anliegen könnte um zu wissen ob das Terrassendeck genügt. Wenn, dann ist ja alles gut, wenn nicht ,mechanische Befestigung der Abdichtung - oder eben gleich Schweißbahndach. Das mag aber nicht jeder gerne Verarbeiten. Wir hier im Norden kennen nix anderes, wir hier oben schauen eher doof, wenn du uns mit Kunststoffbahnen ankommst
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Der Profi nimmt keine Holz UK sondern ALU UK, Vorteil nix verdreht sich, Nachteil weniger Gewicht und dann wären wir wieder beim Windsog - siehe dazu auch HPF's Beitrag. Da du aber auf eine Sonderkonstruktion an deiner Tür abzielst (schwellenloser Eingang auf die Terrasse) habe ich ganz stark die Befürchtung das hier mehr gemurkst wird als richtig gebaut Das ist nämlich nur mit erhöhten Anforderungen zu erfüllen, was Kostspielig und Aufwendig ist.

    Es braucht keine Abstimmung sondern eine Detailplanung von allen Anschlüssen und ganz besonders der Tür. Wie viel Gefälle wird das Dach überhaupt haben?
    Zur Zeit ist es schwellenlos. Nach der Dämmung wird es eine Schwelle nach Innen geben. Man muss also von innen über eine Stufe nach außen. Wie würdest du es denn richtig bauen? Eine andere Wahl habe ich meiner Meinung nach aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht. Konkret ist geplant (auch im Angebot enthalten) die Gaube freizulegen, um das Fenster-Element inkl. Terrassentür nach oben zu versetzen. Randbohlen, Windfeder, Wand- und Attikaanschlüsse, Eckausbildung, Mauerabdeckung, und Gulli sind auch konkret im Angebot aufgeführt. Zum Gefälle kann ich nichts sagen, da werde ich noch nachhaken. Wie viel sollten es denn sein bei 6x5m Dach?
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Verkleben der Dämmung macht ja auch Sinn, zwecks Lagenverband untereinander, gerade bei Punktuelle Auflast. Die lose Abdichtung darf man eben nur, wenn die Auflast passt. Dazu muss man den Windsog definieren der anliegen könnte um zu wissen ob das Terrassendeck genügt. Wenn, dann ist ja alles gut, wenn nicht ,mechanische Befestigung der Abdichtung - oder eben gleich Schweißbahndach. Das mag aber nicht jeder gerne Verarbeiten. Wir hier im Norden kennen nix anderes, wir hier oben schauen eher doof, wenn du uns mit Kunststoffbahnen ankommst
    Also die Terrasse ist von Norden durch das Satteldach und Osten durch den Anbau des Nachbarn geschützt. Wind hält sich bei uns in Grenzen würde ich sagen... Gut, wg. Windsog werde ich dann auch nochmals nachfragen.
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  11. #10
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    Achso und anstelle des XPS hätte ich eigentlich lieber PU der WLG 023/024. Gibt es da etwas auszusetzen im Vergleich zum XPS?
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  12. #11

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    Innen interessiert nicht, es geht um außen. So wie es in der DIN 18195 steht oder im Regelwerk der Dachdecker. Sei mir nicht böse aber eine Online-Anleitung werde ich persönlich nicht verfassen. Du kannst dich aber drauf einstellen, dass evtl. einen Innendichtung, eine besondere Tür und eine Rinne vor der Tür für den Schwellen losen Eingang erforderlich wären.

    Fenster und Türen hoch ist schon mal gut, wenn es konstruktiv umsetzbar ist. Wenn die dann noch zwischen 10-15cm über dem Terrassenbelag liegen ist es noch besser. Zur Ausführung will ich mich nicht auslassen, da ich Kunststoffbahnen zu selten verarbeite. Wäre es ein Scheißbahndach würde ich dich spätestens mit der Windfeder vom Hof jagen Aber bei Kunststoff ist das glaube ich nicht so tragisch, da das bestimmt Verbundbleche sein werden.
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  13. #12

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    Hier hat es dank "Niklas" ein Flachdach verweht, was mangelhaft befestigt worde. Ich glaube man täuscht sich da gerne mal was Wind für eine Energie hat. Spästens wenn du mal auf dem Dach standest, wenn es windet weißt du es Ebenso würde ich mich nicht drauf verlassen, dass unser Wetter immer konstant bleiben wird. Es genügt ja schon, wenn die Anschlüsse aus den Blechen reißen, dann läuft dir die Brühe ins Haus.

    EPS hat weniger Druckbeständigkeit als XPS, wäre bei einem Schweißbahndach aber erforderlich. Da ist XPS verboten.
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Innen interessiert nicht, es geht um außen. So wie es in der DIN 18195 steht oder im Regelwerk der Dachdecker. Sei mir nicht böse aber eine Online-Anleitung werde ich persönlich nicht verfassen.
    Bin ich nicht Ich bin ja froh, dass mir überhaupt weitergeholfen wird

    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Fenster und Türen hoch ist schon mal gut, wenn es konstruktiv umsetzbar ist. Wenn die dann noch zwischen 10-15cm über dem Terrassenbelag liegen ist es noch besser.
    Wenn ich mal überschlage:
    4 mm Bitumen-Schweißbahn
    + 120 mm Dämmung
    + 2,2 mm Dachabdichtungsbahn
    + 50 mm Terrassenkonstruktion
    = 176,2 mm

    Geplant ist die Tür 25-30cm nach oben zu versetzen. Das heißt, dass da ja genug Luft wäre.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    EPS hat weniger Druckbeständigkeit als XPS, wäre bei einem Schweißbahndach aber erforderlich. Da ist XPS verboten.
    Wenn kein XPS, dann wollen wir lieber Pur/Pir-Hartschaum mit besserer Wärmedämmung als EPS.
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  17. #15
    planfix
    Gast
    die Gaube freizulegen, um das Fenster-Element inkl. Terrassentür nach oben zu versetzen.
    liest sich gut!
    Geplant ist die Tür 25-30cm nach oben zu versetzen. Das heißt, dass da ja genug Luft wäre.
    denk an die wandanschüsse!
    DIN 18195 steht oder im Regelwerk der Dachdecker. ...eine Rinne vor der Tür für den Schwellen losen Eingang erforderlich
    denk an die wandanschüsse! alles kan, nix muß! ist wie beim lotto
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