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Schalldämmung einer Beton Decke im Altbau

Diskutiere Schalldämmung einer Beton Decke im Altbau im Forum Bauphysik allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Schalldämmung einer Beton Decke im Altbau

    Hallo,
    ich brauche eine gute Schalldämmung für meine Decke!Ich Höre den Mieter über mir wenn dieser sich nur am Telefon unterhält.
    Ich überlege nun die Decke abzuhängen und suche geeignetes Dämm Material
    in ca. 40mm stärke.An die Decke will ich Latten montieren,dämmen und Gipskartonplatten montieren.
    Es gibt von Isover die Akustic SSP1 und SSP2.Sind diese zu empfehlen
    oder gibt es andere Preiswerte Lösungen?

    mfg
    ciguli
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  2. Schalldämmung einer Beton Decke im Altbau

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Es geht um Luftschall. Ursache ist da häufig, daß Deckendurchbrüche nicht ordentlich verschlossen ( vergossen sind ). Haben Sie danach schon mal geforscht? Alte Kamine, Installations- und Lüftungsschächte!

    Abgehängte Decke bringt relativ wenig und gar nichts, wenn sie nicht mindestens 10 cm abgehängt wird und doppelt beplankt wird. Außerdem sollte die Unterkonstruktion nicht starr mit der Decke verbunden werden.

    Wenn Sie nicht viel Geld umsonst aus dem Fenster schmeißen wollen, sollten sie vorher die Wohnungstrenndecke von einem Schallgutachter beurteilen lassen. Der wird 2-3 Schallmessungen durchführen und kann dann die Schwachpunkte aufzeigen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Kosten rund 1.500,00 EUR. Vorher 2 - 3 Angebote einholen von einem Schallmeßinstitut. Die abgehängte Decke wird ein Vielfaches hiervon kosten. Der Aufwand ist womöglich für die " Katz ", wenn die Mangelursachen vorher nicht geklärt werden. Die einzubringende Dämmung ist also noch eher das " geringste " Problem. Wichtiger ist ein vorher festgelegtes Sanierungskonzept.
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  4. #3

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    Ergänzung..

    ..zu Eric´s Ausführungen, wo eigentlich alles gesagt ist.
    wir hatten in einem Altbau ein ähnliches Problem mit Schallschutzproblemen aus der oberen Wohnung.
    Es wurde ohne vorherige Überlegung meines damaligen Bürochefs (war sein Mietshaus) eine emfa-Decke entkoppelt unter die Kaiser-Betondecke abgehängt. Die hat auch richtig Geld gekostet. Das Ergebnis in Bezug auf Schalldämpfung war enttäuschend schlecht, weil niemand vorher daran gedacht hat, das der Körperschall über die flankierenden Wände an der abgehängten Decke vorbei in die untere Wohnung gelangte.
    Ursache: fehlende Trittschalldämmung in der oberen Altbauwohnung
    Lösung: beim nächsten Mieterwechsel in der Wohnung oben Boden aufnehmen, Trittschall einbauen, Oberboden neu verlegen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    @Eric
    Bei mir sind alte Kamine vorhanden die nicht genutzt werden.Die könnte
    ich noch mit Steinwolle oder ähnlichem nach oben hin zustopfen.Ich habe
    erst vor drei Tagen meinen Estrich bekommen.Tapiziert ist halt noch nicht..
    daher kein Problem.
    Durch den Estrich ist die Decke leider nicht mehr alzu hoch.
    Die neue Deckenhöhe hab ich zwar noch nicht gemessen aber 10cm abhängen
    ist auf jeden fall nicht drin.

    @Harald
    Die Mieterin oben hat einen Betonfussboden ohne Trittschalldämmung,das stimmt.
    Mein haupt Problem ist eigentlich der Luftschall.
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  6. #5
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    Nach der neuen Schilderung wird alles noch viel schwieriger.

    MIWO in alte Kaminzüge bringt wenig. Ich habe alle nicht mehr benötigten Kaminzüge auf Empfehlung eines Gutachters geschoßweise mit Schüttung verfüllt und zubetoniert.

    Wenns eine ETW sein sollte > Zustimmung aller Miteigentümer erforderlich, egal was Du an den alten Kaminzügen machst!!!!!

    Bei einer Kaiserdecke ohne Trittschalldämmung kann ich mir nicht vorstellen, daß keine Trittschallbelästigung von der Wohnung oberdrüber vorliegt. Es sei denn, diese Wohnung hätte einen hochfloriegen Teppich mit hohem Trittschallverbesserungsmaß > 20 dB. Schwimmender Estrich in der Wohnung obendrüber würde auch den Luftschall deutlich verbessern.Dann allenfalls Mindestschallschutz. Wohnung ohne schwimmenden Estrich ???? Von wann ist die Wohnung ?

    Kaiserdecken ( hab ich auch ) bekommst Du nur mit zusätzlicher abgehängter Decke auf Federbügeln oder Federschienen schalltechnisch in den Griff. Außerdem gibt es inzwischen Metallschienen ohne Befestigung zur Decke. Die werden von Wand zu Wand gespannt ( ich meine, die sind von Knauf ) Verbesserungsmaß hierdurch nach einem mir vorliegenden Gutachten 4- 5 dB.

    Beauftrage einen Gutachter. Alles andere wird nichts.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    der Trittschall von oben ist zu hören aber das Empfinde ich nicht als so
    schlimm.Wenn man sich aber nicht in Ruhe unterhalten kann ohne
    vom anderen Mieter gehört zu werden ist .... .
    Das Haus ist von 1953.Ich habe bei meiner Mieterin vor kurzem einen Loch
    in meine Wohnung gebohrt (Sat) und mir ist beim bohren kein Styropor aufgefallen.
    Was genau ist eine Kaiserdecke?
    Verbesserung von 4-5 db hört sich wie fast gar keine verbesserung an.


    gruß
    ciguli
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  8. #7

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    Zitat Zitat von ciguli
    Verbesserung von 4-5 db hört sich wie fast gar keine verbesserung an.


    gruß
    ciguli


    3 DB sind eine Halbierung oder eine Verdoppelung der Lautstärke (e nachdem, in welche Richtung)


    Gruß Holger
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  9. #8
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    Äh, war ne Verwechslung mit der Kaiserdecke. Die hatte Harald in seinem Beitrag erwähnt.

    Aber gilt auch für schallschutztechnisch bessere ( nackte ) Stahlbetondecken. Bringt also hier nichts, wenn wir die in der DIN 4109 angegebenen dB-Werte für Wohnungstrenndecken durchgehen.

    4 - 5 dB Verbesserungsmaß bringt schon eine ganze Menge, wenn man berücksichtigt, daß sich der Schall in Schritten von 3-4 dB verdoppelt.

    Ein Gutachter müßte messen, welches Schallschutzmaß die Decke hat und kann dann angeben, um wieviel und mit welchen Maßnahmen das derzeit vorhandene Schallschutzmaß verbessert werden kann. In der Regel muß die Decke von unten und oben schallakustisch verbessert werden. Außerdem Schächte gegebenenfalls schließen.
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  10. #9
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    Hab grade was Interessantes gefunden.
    Kennen Sie die Freitragende Decke von Knauf (system D131) ?

    @Eric
    Einen Gutachter zu beauftragen ist mir zu Teuer.

    gruß
    ciguli
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  11. #10
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    Ja, kenn ich und mein ich. Abhanghöhe 10 - 20 cm .

    Sind Sie beratungsresistent? Dann verfahren Sie nach dem Motto: Loslegen, machen und mal sehen was dabei rauskommt! Schlimmstenfalls wars halt " umsonst ".
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  12. #11
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    10-20 cm

    "Beratungsresistent"...Da muss ich im Duden nachschlagen

    Da ich ohnehin alles selber machen werde riskiere ich nur Material und meine
    Arbeitszeit.
    Ganz umsonst wird es wohl nicht werden

    Ich werde wahrscheinlich wie folgt forgehen...
    von oben nach unten
    1.Trittschalldämmung 2-3mm (unter lattung zur entkopplung)
    2.Lattung ca. 40mm
    3.Steinwolle oder sogar Akustic Platten (falls erschwinglich)ca.40mm zwischen Lattung
    4.Gipskartonplatte in 12,5mm

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  13. #12
    Bauexpertenforum
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    Das ist dann " umsonst ".

    Überweisen Sie das Geld für das Material an irgendeinen gemeinnützigen Verein. Da machts dann wenigstens noch einen Sinn!
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  14. #13
    Themenstarter

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    Wie würden Sie vorgehen damit es nicht "umsonst" ist?
    Die Decke kann ich ca 5cm abhängen.
    Haben Sie eine anderen vorschlag (ohne Gutachter)?

    gruß
    ciguli
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Berni
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    Tach ciguli,

    Da gibts keinen anderen Vorschlag. Da muß ein Schallgutachten gemacht werden. Du hast bei der Deckenkonstruktion eine zu geringe Masse, Betondecke schätzungsweise höchstens 12-13 cm Stärke.
    Dazu oberhalb keinen schwimmenden Estrich.
    Die Wände schlucken auch nichts meist auch nur zweischalig-11,5. Auch nicht die Masse vorhanden.
    Nach unten willste auch nicht federnt abhängen.
    Da muß ein Konzept erarbeitet werden.
    Oder schmeiß Dein Geld weg.

    Gruß Berni
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  17. #15

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    Hallo,

    @Eric

    Die werden von Wand zu Wand gespannt ( ich meine, die sind von Knauf ) Verbesserungsmaß hierdurch nach einem mir vorliegenden Gutachten 4- 5 dB.
    Verbesserungsmaß 4-5 dB gegenüber Federabhänger?

    Gruss
    Norbert
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