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Asbest in der Decke?

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  1. #1

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    Asbest in der Decke?

    Hallo,

    ich bin neu hier und werde wohl öfter mal eine Frage stellen, da wir ein Haus aus den 50 igern gekauft haben und nun Renovieren.

    Also, Zimmerdecke rausgerissen. Regips (Rigips?, egal) Platten abgemacht, darunter befanden sich Strohmatten. Die also auch runter und darunter Glaswolle und Säcke. Die Säcke sind aufgeplatzt und darin befindet sich weisse Wolle. Wie Zuckerwatte. Auf den Säcken steht "Silikat". Ich hab gegooglet und festgestellt das es mit Asbest in Verbindung gebracht wird. Da wir im Staub standen bis wir nicht mehr atmen konnten und gehustet haben wie verrückt haben wir natürlich jetzt Angst das es sich um etwas gefährliches handelt.

    Wir haben jetzt Staubmasken. Etwas spät, wir sind blutige Anfänger und etwas naiv vorgegangen. Einfach mit der Axt in die Decke gehämmert und den Mist runter geholt.
    Jetzt liegt der Schutt aus Gips, Wolle und Stroh auf dem Fussboden und türmt sich. Heute Abend soll er raus. Die Möglichkeit über den Balkon besteht, wenn auch beschwerlich, ansonsten durch das Treppenhaus. Den Staub haben wir eh schon im Haus...

    Die Arbeitsklamotten waschen wir nach jedem Arbeitstag, ich hoffe das reicht...

    Kann jemand helfen? Wir müssen noch die Tapeten abkratzen und neuen Boden verlegen. Unsere Angst ist nur das dieses Silikat Asbest sein könnte, oder Asbest haltig
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  2. Asbest in der Decke?

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  3. #2

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    Schöner Auszug aus einem Pfusch-Tagebuch.

    Wo ist jetzt deine Frage? Wie können wir dir helfen?
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  4. #3
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    Danke für die Antwort.

    Meine Frage: Die Säcke in dem die weisse Wolle war, hat die Aufschrift Silikat. Ich habe nachgesehen und die Vermutung das es Asbest haltig ist...kann das sein? Hat jemand diesen Begriff schonmal gehört?
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  5. #4

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    Wie kommst Du darauf, dass die Aufschrift der Säcke tatsächlich etwas mit dem Inhalt zu tun hat?

    ... und, steht sonst nix drauf?
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  6. #5
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    Ich schaue heute Abend nochmal nach, aber ich meine Nein, sonst steht nichts drauf...Wenn man bei Wikipedia Asbest nachsieht kommt man auf Silikat Minerale...das war die Verbindung die ich gezogen habe.

    Jetzt machen mich alle Verrückt, das Haus ist mit Asbest Fasern verseucht, den Schutt darfst du nicht selber weg bringen, denn die Fasern sind dann im Bulli usw...ohne Maske nicht arbeiten (okay, sehe ich ein) und die Klamotten zu waschen würde nicht helfen, denn die Fasern gehen nicht raus...
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  7. #6

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    Vielleicht jemanden holen, der weiss, was er tut? Vielleicht jemanden holen, der erstmal einen brauchbaren Sanierungsplan erarbeitet? Du scheinst dazu nicht in der Lage zu sein. Wieso wurden die Stoffe nicht sortenrein vorsichtig ausgebaut? Jetzt darfst du bei tatsächlicher Asbest-Belastung ALLES als Asbest entsorgen - großes Kino.

    Jetzt wirds teuer ... teuer ... teuer ...
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  8. #7
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    Nun, Gipskarton und Stohmatten waren so aneinander das ich es nicht trennen konnte. Die Wolle zu trennen ist kein Problem.

    Na egal, meine Frage ist wahrscheinlich nicht einfach zu beantworten.
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  9. #8

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    Lass doch einfach mal ein kleines Stück in einem Labor beproben.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Das könnte ich machen. Danke
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  11. #10

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    würde ich in dem Fall auch für sinnvoll halten. Wenn auch Asbest (Chrysotil) meist hier nicht sackweise sondern fertig konfektioniert eingesetzt wurde kann es doch durch dumme Zufälle irgendwie auch dort ins Dach gekommen sein. Erstmal deutet die Beschreibung eher auf alte Glaswolle hin. Aber auch die wäre mit Vorsicht zu genießen (Schutzkleidung, entsprechende Entsorgung). Husten würde man da auf jeden Fall auch.
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  12. #11
    Stolzenberg
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    Meine Fußnägel rollen sich auf... - Vergiss das mit den Tapeten und dem Boden erst einmal. Labor ist definitv anzuraten, aber bitte erst einmal nichts weiteres tun bis der Asbestverdacht entkräftet wurde. Silikatgewebe gibt es, was aber mit Asbest zunächst nichts zu tun hat...

    Was der Inhalt dieses Sackes ist? Ich tippe zunächst einmal auch auf KMF, aber selbst dann lehne ich mich schon zu weit aus dem Fenster. Es gibt einige einfache Indikatoren um einen Asbestverdacht zu erhärten, aber ob Du Dich an die betreffenden Wahrnehmungen noch erinnern kannst ist fraglich. Erste Frage wäre hier immer ob sich die Haut nach Kontakt fettig anfühlte ohne fettig zu sein. Mit dieser Antwort solltest Du anfangen und danach etwas zur genaueren Struktur und Farbe sagen. Zuckerwatte ist langfaserig und sehr grob. Dies spricht zunächst für etwas Entspannung bezüglich Asbest.

    Dennoch solltest Du die Bautätigkeiten zunächst einstellen und einen unbefugten Zugang verhindern.
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  13. #12
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    Danke für die Einschätzung.

    Unsere Haut fühlt sich nach der Arbeit nicht fettig an, sondern Stumpf. Trocken, so das man die Haut unbedingt eincremen möchte. Gehustet haben wir weil der Raum eine Staubwolke war. Jetzt haben wir Masken mit Ventilen.

    Zuckerwatte beschreibt es allerdings genau. So fühlt es sich auch an. Ich habe heute den Schutt zum Recyclinghof gefahren und einen "Fachmann" einen Blick drauf werfen lassen, der hat nur "Quatsch" gesagt. " Das ist doch nicht Asbesthaltig"...ab in Container 5. Sollte das Asbesthaltig sein muss es extra entsorgt werden. Glaswolle wird wie Asbest entsorgt, die muss ich gut Verpacken und dann in spezielle Behältnisse auf dem Recyclinghof geben.
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  14. #13
    Stolzenberg
    Gast
    Dann brauche ich Dir bezüglich der "Zuckerwatte" ja auch nichts mehr zu erklären. Und Deinem Entsorger gebe ich zumindest in einem Punkt recht: Glaswolle im üblichen Sprachgebrauch war es tatsächlich nicht!

    PS: Wenn ich etwas wissen will frage ich auch immer die Leute vom Recyclinghof. Wegen meiner äußerst detaillierten und fachkundigen Rückfragen bin ich dort sogar bekannt...
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  16. #14
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    So, ich habe weitere Info´s.

    Sauerkrautplatten haben wir abgetragen, die sind nicht Asbesthaltig. Die Wolle, Glaswolle etc. muss raus, aber Panik brauchen wir da nicht zu bekommen. Luftdicht verpacken und über den Balkon nach unten, dann ab zur Entsorgungsstelle. Natürlich mit Masken und versuchen möglichst wenig Staub aufzuwirbeln.

    Das Labor möchte vom Putz eine Probe. Die kostet knapp 100 €. Das werde ich machen lassen, denn die Expertin hat mir erklärt das seit ein paar Jahren in Putz und Anstrichen Asbest gefunden wurde und da eine Gefahr lauert, da wir den Putz ja abmachen wollen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von sonicx1977 Beitrag anzeigen
    denn die Expertin hat mir erklärt das seit ein paar Jahren in Putz und Anstrichen Asbest gefunden wurde und da eine Gefahr lauert, da wir den Putz ja abmachen wollen.
    Die soll sich mal nicht wichtiger machen, wie sie ist.

    Es gibt etwa 10 Farbtypen in denen teils sehr kleine Mengen an Asbest nachgewiesen wurde.
    Das Meiste davon in dickschichtigen Bitumenbeschichtungen (Inertoltypen)

    Das Zeug hast Du bestimmt nicht im Innenraum.

    Und wenn man jeden "normalen" Putz im Innenbereich erst analysieren sollte, dürfte kein Mensch mehr unbeschwert arbeiten.

    Das heißt nicht Augen zu und durch, sondern bei allen feinen Stäuben eine Maske aufsetzen - aber nicht gleich in Panik ausbrechen.
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