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  1. #1

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    Steigleitungen mit Sand zuschütten?

    Hallo Experten,

    in einer Wand sind drei Steigleitungen Unterputz verlegt: zwei Heizungsleitungen und eine Kaltwasserleitung. Die Leitungen übertragen Geräusche (Knarzen und neulich Knacken einer altersschwachen Pumpe) aus dem Heizungsraum. Die Geräusche sind im Zimmer viel deutlicher zu hören als an der Quelle im Heizungsraum. Die Wand wurde aufgestemmt. Die beiden Heizungsleitungen hatten großflächigen Kontakt zur Wand, waren in Mörtel und Putz eingebettet. Die Kaltwasserleitung (die hat vermutlich geknarzt) war auch reichlich mit Mörtel und Putz bekleckert. Nun sind alle drei Leitungen freigelegt, die Geräuschkulisse ist fast die gleiche, vielleicht weil der Schacht offen ist.
    Der Trockenbauer schlägt vor, den Schacht mit Sand zu zuschütten. Die Idee hört sich gut an. Zwei Fragen dazu habe ich:

    1. Hat jemand Erfahrungen mit einem mit Sand gefüllten Versorgungsschacht (ca. 25 x 12 cm)? Wie gut ist der Sand gegen Geräuschübertragung? Gibt es was besseres?

    2. Der Trockenbauer will den Schacht mit Gipskarton verschlissen und zuspachteln. Ich schätze in den Schacht muss man > 60kg Sand kippen. Sand ist zwar nicht Wasser, aber unten kommt wohl gewisser Druck auf die GK Platte. Es ist ohnehin ein Problem die GK Platte zu befestigen (der Schacht ist eingezwängt zwischen Ecke und Türzarge). Mit wie viel Druck aus dem Schacht her auf die Abdeckung kommt und ob eine GK Platte dies aushält?

    Vielen Dank
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  2. Steigleitungen mit Sand zuschütten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    die Idee hört sich Schei**e an.

    0,25*0,12*3,00*2500=225kg

    Die Entkopplung von Rohr und Wand ist dann immer noch nicht gegeben ... alles Raus, zumauern, verputzen ....
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  4. #3

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    Wurde das am 1. April vorgeschlagen?

    Habe mal auf einer Seite zur Gewichtsberechnung von Sand nachgeschaut und dort kam man „nur“ auf rund 120 Kg. Aber das ist auch noch ein ganz schönes Gewicht was nach unten drückt und natürlich auch gegen die Gipskartonplatten. Ich kann mir nicht vorstellen das die schön eben bleiben und sich nicht nach einiger Zeit Ausbeulen. Selbst wenn die Schrauben das aushalten könnte es nicht sein das letztendlich die Platten an der Befestigung brechen? Und übrigens wenn jemand unten in die Gipsplatte ein Loch macht, auch wenn es versehentlich geschieht, wird der Sand schön herausrieseln.

    Somit sagt mir mein Bauchgefühl genau das was Taipan schon in der ersten Zeile geschrieben hat.

    Könnte man um die Rohre nicht Mineralwolle drumherum packen und dann wieder Verputzen?

    Diese Frage richtet sich an die Experten hier im Forum.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von alp123 Beitrag anzeigen
    (Knarzen und neulich Knacken einer altersschwachen Pumpe)
    wie wäre es, als erstes das übel an der wurzel zu fassen und die alte pumpe gegen eine neue auszutauschen. wenn die pumpe bereits laute geräusche abgibt, wird sie demnächst bald fällig sein.

    die leitungen im schacht gehören fachgerecht installiert und entsprechend gedämmt. die sandlösung ist größtmöglicher blödsinn! wie dicht sind schächte, dass da nicht ständig etwas rausrieselt?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für die schnellen Hinweise.

    Die Pumpe samt Röhren sind nicht mir. Der Miteigentümer wartet, bis die Pumpe tot ist und dann wird er - mitten im Winter :-( was machen. Zum Gluck versorgt die Pumpe nur seinen Heitzstrang, die Röhren gehen nur in meiner Wand durch zu seinem Stockwerk.

    Wenn das Rohr jedes Geräusch so gut leitet, würde eine neue Pumpe die Ursache bedingt beseitigen.

    Die Röhren sind sehr schwer zugänglich. Um von allen Seiten dran zu kommen, müsste mindestens die Türzarge weg. An die letzten 30cm unter der Geschossdecke kommt man nur mit abschreckend großen Aufwand dran. Den Schacht zu zumauern wäre mein Wunsch, geht leider nicht, da zwischen Rohr und Tapette nur 3-4cm Platz vorhanden sind, deswegen hat ja jemand vor 30 Jahren mit gestanztem Blech und viel Putz das Problem "gelöst".

    Von unten kann man die Röhren gut abdichten, wird wohl nichts rieseln. So wie ich die Akustik verstehe, je schwerer das Material, desto besser die Schalldämmung. Kann man statt Sand was anderes rein schütten?

    Ist ein Trockenbauer der richtige Fachmann fürs Problem oder soll ich mit Sanitär-Leuten reden?

    Ich hätte Bedenken, Schaum u.ä. zu verwenden. Den Schacht muss ich mit einer dünnen (<2cm) Platte verschlissen. Gibt es was besseres als GK dafür?
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  7. #6
    feelfree
    Gast
    ENTkopplung heisst das Zauberwort. Schweres Material ist da kontraproduktiv!
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    @ feelfree
    Wer macht die zauberhafte Entkopplung? Ich meine welcher Fachmann?
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  10. #8

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    Ein großer Vorteil der Sand-Lösung läge allerdings darin, daß auf diese Weise die Rohre (sofern sie aus Stahl sind, wofür manches spricht) sehr schnell durchkorrodieren werden und dann sowieso komplett erneuert werden müßten...

    Im Ernst:
    Rohre gut in Mineralwolle packen und dann wieder eine Verkleidung (z.B. GKP) davor.
    Evtl. vorhandene Schellen mit Dämmeinlagen versehen!
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