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  1. #1

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    KWL zieht Rauch vom Nachbarkamin - Filter, VOC-Schalter ?

    Wir wohnen in einer DHH und haben eine zentrale Lüftungsanlage. Mitunter roch es im Winter ziemlich rauchig. Manchmal war es allgemeiner Smog, den man überall riechen konnte, wenn man das Fenster aufmacht - oft aber der Kamin des Nachbarn (der glücklicherweise nur gelegentlich anfeuert).
    Beide sind nur etwa 5m entfernt, zwar auf verschieden Dachseiten, aber nah am First und scheinbar auch in Hauptwindrichtung.
    Die Möglichkeiten einer baulichen Veränderung sind gering bzw sehr aufwendig - möglicherweise kann ich den Einlaß noch 1,50m tiefer setzen.

    Welche anderen Möglichkeiten habe ich, zumal der Nachbarkamin ja nicht immer die Quelle ist? Gibt es eine Art Detector, die die Lüftung dann ausschalten könnte? Was ist überhaubt für den Gestank verantwortlich - VOCs?
    Feinstaub- / Aktivkohle-filter? Auch von Luftionisation/Sauerstoffaktivierung hab ich schon gelesen, kenne aber niemand, der das in Betrieb hat.
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  2. KWL zieht Rauch vom Nachbarkamin - Filter, VOC-Schalter ?

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  3. #2
    Stolzenberg
    Gast
    Hier stellen sich zunächst einige Fragen:
    Was war zuerst da, wer hat die KWL geplant, usw....

    Schau zunächst mal in die 1. BImSchV, §19. Passen die Vorgaben zu den örtlichen Gegebenheiten?
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  4. #3
    planfix
    Gast
    von wo zieht die KWL die frischluft? wo ist da was angeordnet?
    kannst du das mal verständlich beschreiben.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Der Kamin (mit dem Haus dran) war zuerst da. $19 war eingehalten, bei Punkt2): ob die Oberkante Esse jetzt 1m über unserem Lüftungeinzug ist ... schwer zu sagen, aber wenn dann ziemlich knapp. Kann ich noch mal nachmessen, schätze auf irgendwas zwischen 0,50 und 1,50m. Das ist wegen der Perspektive von unten schwer zu sagen.

    Zur Beschreibung:
    Doppelhaushälften stehen Giebel an Giebel. Firstausrichtung geht von SSW nach NNO. Das andere Haus im Süden hat den Kamin auf der Ost-Seite, relativ nah am First, etwa 4m von der Hausgrenze entfernt.
    Unsere KWL Zuluft liegt auf der Westseite etwa 1m von der Grenze entfernt. Sind zusammen etwa 5m, der Kamin überragt den First vorschriftsmäßig, während unser Lufteinzugstutzen schätzungsweise auf Firsthöhe enden. Nocheinmal etwa 1,20m weiter nach Norden ist der Luftauslaß unserer KWL.
    Wenn der Wind aus Süden kommt, dann weht es den Rauch nahezu direkt auf unseren Einlaß zu. Bei Nordwind würde unsere Abluft wieder eingesogen.

    Die Fragen zielen alle auf eine Verlegung, was sicherlich Sinn macht. Was platzmäßig gehen könnte, wäre die Zuluft etwa 1,5m tiefer anzusetzen. Wenn man weiter nach Norden kommt, kommt man aber der Abluft näher. Da stellt sich mir aber schon die Frage, ob es günstiger ist, weiter weg vom Kamin zu gehen. Zwar verteilt sich die Luft über größere Entfernung besser, aber der Winkel (von oben nach unten) wird flacher.

    Weil wir aber manchmal auch rauchige Luft ziehen, die aus der allgemeinen Umgebung stammen (es riecht dann auch draußen auf Straßenniveau) ist das allein auch kein Allheilmittel. Daher die Frage, ob jemand schon mal Erfahrung mit anderen Maßnahmen (insbesondere Filtern) gemacht hat - als Zsuatzmaßnahme. Oder aber mittels VOC Sensor (wenn der denn anschlagen würde) die Lüftung ausschaltet.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von maxebaumann Beitrag anzeigen
    Oder aber mittels VOC Sensor (wenn der denn anschlagen würde) die Lüftung ausschaltet.
    Ich persönlich halte es auch für eine Sinnvolle Idee.
    Vielleicht könnte man auch über eine Zeithaltuhr Abend zwischen 20 - 24 Uhr die KWL ausschalten?
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  7. #6
    planfix
    Gast
    ok, frischluft kommt von über dach, das hatte ich bisher nicht.
    ich bin jetzt nicht sicher ob es da nicht vielleicht auch abstände gibt, die man einhalten muß.
    schornsteine müssen ja fenster im radius von 15m um min. 1m überragen. aber das sind eben fenster!
    gibt es einen haustechnikplaner, der die frischluft dort so glorreich angeordenet hat?
    ich geh mal davon aus, daß das so, wie bei dir, mal gar nicht zulässig ist.
    irgendwelche sensoren oder wächter sind dann auch nur ein kompromiß.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    ... haustechnikplaner, der die frischluft dort so glorreich angeordenet hat?
    ich geh mal davon aus, daß das so, wie bei dir, mal gar nicht zulässig ist.....
    Nicht alles ist bis ins Kleinste geregelt.
    Warum sollte eine Außenluftansaugung über Dach unzulässig sein?
    Hinten ist vielleicht der Misthaufen, vorn knattern die Mopeds vorbei und an der Seite ist die Raucherinsel von der Jungen Gemeinde?

    Der Platz ist ganz einfach so zu wählen, dass eine Anlage funktioniert. Ohne die Örtlichkeit genau zu kennen, kann man sich kein Urteil über die Anordnung erlauben.
    Die um sich greifende Unsitte der Luftverpester wird es immer schwerer machen, einen geeigneten Platz zu finden.
    Ich bin richtig froh, mittlerweile im Stadtzentrum zu wohnen, wo solche Stinker nicht genehmigt werden. Vorher in der Stadtrandsiedlung war es oft nicht auszuhalten und am Schlimmsten war es vor Jahren auf dem Dorf, als jeder Bauer seinen Abfall auf dem Hof verbrannt hat.

    Größere Anlagen sind mit Kanalrauchmeldern auszurüsten, die bei Gefahr abschalten. Ob es auch Sensoren mit so hoher Empfindlichkeit gibt, die bereits Nachbars Gestank detektieren weiß ich nicht und ob es dann überhaupt zu vernünftigen Laufzeiten der KWL käme weiß ich auch nicht.
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  9. #8
    planfix
    Gast
    Warum sollte eine Außenluftansaugung über Dach unzulässig sein?
    ich sag ja nicht prinzipiell unzulässig. ich denke eher an abstände zu...kaminen? o.ä..
    da gibts sicherlich auch eine regel, oder norm.
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  10. #9

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    Ich kenne keine diesbezügliche Regel, die mir als verantwortlichem Planer das Denken abnimmt. Dazu sind die Verhältnisse zu unterschiedlich.
    Festgelegt sind m.W. nur Mindestabstände von Emitenten zu Imitenten, nicht umgekehrt. Deshalb ist die Frage, was zuerst da war, und ob der Planer, so es einen gibt, die Gefahr hätte erkennen müssen, so wichtig.
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  11. #10
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    Also ich fasse mal dahingehend zusammen, dass eine Verlegung des Einlasses empfohlen ist. Ob lieber tief und näher am Kamin oder tief und näher an der Abluft ist unklar. Bisher hat noch keiner hier Erfahrung mit Filtern oder ob VOC Sensoren auf Rauch anschlagen.
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  12. #11
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    Hier noch ein Foto:
    Also links Fortluft, mitte Zuluft (oben) darunter Entlüftung (schwer zu erkennen), rechts Nachbarkamin.
    Man könnte Zuluft und Entlüftung tauschen ...
    Name:  Dach2.jpg
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  13. #12

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    Nur Laie.....aber warum nicht Zuluft komplett weit nach Links auf die andere Seite des Daches legen ?

    Sieht aus wie Dachboden (unausgebauter Spitzboden?). Das bedeutet x Meter Rohr verlegen, aber Luft kann doch um Ecken oder ?

    Mit noch mehr Aufwand, Loch in den Giebel (Links) und da Zuluft ansaugen.
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  14. #13

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    Nur zur Erinnerung. Die BimSchV gibt Richtlinien vor an denen man sich orientieren kann (bzw. muss). Kommt es trotz Einhaltung der BimSchV zu einer Geruchsbelästigung, dann wird´s schwierig. Einerseits muss eine Belästigung der Nachbarn weitestgehend vermieden werden, andererseits hat niemand einen Anspruch auf eine völlig "geruchs/gestankfreie" Umgebung. Gerichte werden sich der Einfachheit halber an der Verordnung orientieren, und es dürfte schwer werden, einem Richter darzulegen, dass es trotz Einhaltung der Verordnung zu einer nicht hinnehmbaren Belästigung kommt.

    Du schreibst ja selbst, dass es auch ohne den Schornstein zu einer Geruchsbelästigung kommt. So lange die Luft unserer Umwelt die festgelegten Grenzwerte einhält, hat man keine Möglichkeit dagegen vorzugehen, außer man sucht sich einen anderen Wohnort. Ein Haus hermetisch "abzudichten" ist schwierig. Die KWL müsste zusätzlich mit Aktivkohlefiltern versehen werden, der Aufwand ist nicht zu unterschätzen (auch was die zukünftige Wartung betrifft).

    Menschen die sehr empfindlich gegenüber Gerüchen sind bleiben nur wenig Möglichkeiten.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von maxebaumann Beitrag anzeigen
    Hier noch ein Foto:
    (schwer zu erkennen),...
    Name:  Dach2.jpg
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    Womit ist denn geknipst? Einer selbstgebastelten Lochblendenkamera?

    Wenn der Krematoriumsschornstein bei der Errichtung der KWL schon da war, hat jemand einen Riesenbock geschossen.
    Bei solchen Nachbarn sollte man entweder auf Fremdluftversorgung übergehen oder aber die Außenluftansaugung so weit wie irgend möglich wegverlegen.
    Wenn aber, wie Du schreibst, öfter die ganze Gegend so mieft, dann bleiben nur noch Sauerstoffflaschen.
    Das kann kein Filter und kein Sensor dauerhaft leisten.
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  17. #15
    Stolzenberg
    Gast
    Das Einzige was im privaten Bereich meines Wissens zur Anwendung kommen könnte wäre m.E. die VDI 6022. Der Rest beschränkt sich auf Nichtwohngebäude. - In meiner laienhaften Sichtweise ein klarer Fehler in der Planung. Aber ich berufe mich da auch nur auf den gesunden Menschenverstand...
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