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Freihängender Balkon - nachträglich Gefälle anbringen und abdichten

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  1. #1

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    Freihängender Balkon - nachträglich Gefälle anbringen und abdichten

    Hallo,

    1994 haben wir angebaut und dabei wurden zwei freihängende Balkone erstellt.
    Leider wurde damals vom Estrichleger absolut kein Gefälle berücksichtigt und die darauf gelegten Fliesen hielten nicht lange. Die Fliesen wurden jetzt von uns abgenommen und die Mauerabdichtung aus "Bärenhaut" wurde dabei mit entfernt.
    Wie bekomme ich nun nachträglich ein ordentliches Gefälle auf den Balkon und wie wird die Mauer- und Türseitie am besten auf die schnelle erst einmal abgedichtet?
    Wir wollten eigentlich anstelle von Fliesen etwas schwimmendes wie z.B. Balkondielen etc. drauf machen, aber dafür ist der Untergrund zu hoch.

    Hier einige Infos zum Balkon:
    - 7,20 m2 groß aus Beton
    - Teerbahnen auf Beton verschweist
    - Draufblech aus Kupfer mit Kupferdachrinne
    - ca. 5cm Estrich

    Balkon_490.jpg Balkon_493.jpg Balkon_492.jpg Balkon_500.jpg
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  2. Freihängender Balkon - nachträglich Gefälle anbringen und abdichten

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    den fotos nach zu urteilen wurde nix geplant! das solltest du nachholen (lassen), einschließlich dem blick in die statik unter lastannahmen, um zu prüfen, welche lasten wurden berücksichtigt. dann kann der aufbau festgelegt werden einschließlich der anschlüsse.
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  4. #3

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    Das Problem ist nicht das fehlende Gefälle sondern ein geplanter und durchgeführter Totalschaden. Ein Wunder das dies so lange gehalten hat.
    Der Estrichleger hätte gar nicht mehr Gefälle einbauen dürfen denn der Estrich muss in "annähernd gleicher Schichtstärke" eingebaut werden. Also hätte schon darunter ein funktionierendes Gefälle vor der Abdichtung vorhanden gewesen sein müssen.

    Es fehlt zudem eine Entwässerungsrinne mit Lichtgitterrost an der Türe, die Abdichtungshochführung ist falsch, Die Abdichtung konsequent falsch... usw. usw.

    Hier geht nur "Einmal runter / Einmal neu"
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Halbwissender Beitrag anzeigen
    Hier geht nur "Einmal runter / Einmal neu"
    ...wäre eine gute Gelegenheit, eine standsichere Absturzsicherung zu montieren.
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  6. #5
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    Solche aufbauende Antworten habe ich bereits erwartet
    Ich gehe davon aus, dass die Betonplatte ein Gefälle hat aber der Estrichleger das wieder dummerweise ausgeglichen hat.
    Was kann ich aber jetzt auf die schnelle tun? So ein Estrich ist ja nicht von heute auf morgen mal schnell abgetragen. Ich muss aber die Wand und die Tür vor Regenwasser schützen.
    Ich dachte da an eine Bitumenabdichtung. Ich würde einen Streifen von der Wand herunter auf den Estrich verkleben. Das soll ja auch keine dauerhafte Lösung sein, müsste aber erst einmal reichen. Seht Ihr das auch so?
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  7. #6

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    Waren die doch zuvor auch nicht. Warum also die Hektik und zweimal etwas anfassen? Runtergerissen ist der Murks in 2 Stunden. Hat den Vorteil das die Wasserbelastung an Türe und Sockel erstmal sogar weniger wird.

    Dann "EInmal Neu"
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Halbwissender Beitrag anzeigen
    Es fehlt zudem eine Entwässerungsrinne mit Lichtgitterrost an der Türe, ...
    So eine Entwässerungsrinne haben wir im Hof. Gehört das wirklich auf einen freihängenden Balkon?

    @WerniMB
    ".wäre eine gute Gelegenheit, eine standsichere Absturzsicherung zu montieren. "
    Was meinst Du damit?
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  9. #8

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    Gehört nicht sondern MUSS.
    Zu finden in den "Fachregeln für Abdichtungen (Flachdachrichtlinie).
    ich vermute sogar das es auch mit Gitterrost nicht die notwendigen 5 cm gibt. Restrisiko verbleibt auch dann noch.

    Die sehen auch anders aus als die "normalen" Entwässerungsrinnen.

    http://nullbarriere.de/images/herste...rassentuer.jpg

    Sowas in verschiedenen Arten.
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  10. #9

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    Deine Abdiochtung des Balkons hätte 15 cm über die Wasserebene (FLiesen) hochgezogen werden müssen. Mit Zusatzmaßnahmen wie einer Rinne kann das dann auf 5 cm verringert werden!

    Ich würde auch sagen - alles neu macht der Mai.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Dachbalken Beitrag anzeigen
    @WerniMB
    ".wäre eine gute Gelegenheit, eine standsichere Absturzsicherung zu montieren. "
    Was meinst Du damit?
    Auch ohne Kenntnis der genauen Maße der Stirnplatten und verwendeten Dübel stelle ich nur anhand der Fotos eine hinreichende Befestigung in Frage.

    Wenn die Gesamtkonstruktion über Eck ausreichend steif ist, kann das auch in Ordnung sein. In der Regel sind solche Abmessungen aber nicht in der Lage, die Momente aus der Holmlast (0,5kN/m) zu übertragen.

    ...und Gruß
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  12. #11
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    Zitat Zitat von WerniMB Beitrag anzeigen
    Auch ohne Kenntnis der genauen Maße der Stirnplatten und verwendeten Dübel stelle ich nur anhand der Fotos eine hinreichende Befestigung in Frage.
    Wenn die Gesamtkonstruktion über Eck ausreichend steif ist, kann das auch in Ordnung sein. In der Regel sind solche Abmessungen aber nicht in der Lage, die Momente aus der Holmlast (0,5kN/m) zu übertragen.
    Das wurde 1994 von einem Fachbetrieb ausgeführt!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Dachbalken Beitrag anzeigen
    ...von einem Fachbetrieb ausgeführt!
    das sieht man!
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  14. #13
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    Ich habe noch einmal nachgeschaut und an der Wand geht die Bitumenbahn unter dem Estrich noch ca. 3cm über den Estrich in den Verputz. Das gleiche an der Tür. Da geht die Bitumenbahn bis zum Rahmen hoch und stößt an. Nutzt zwar nichts wollte ich aber nur nocheinmal erwähnt haben.

    Ich werde trotzdem vorsorglich den Bitumenstreifen verlegen, da ich so schnell kein Bauunternehmen bekomme da ich das nicht selbst machen kann. Da muss auch höchstwahrscheinlich ein Gerüst gestellt werden.
    Mit welchen Kosten eines Bauunternehmen (oder macht das ein Dachdecker) muss ich denn mit einem neuen Estrich und korrekte Dichtung Pi x Daumen rechnen. Meine Frau wird sich freuen...: cry
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    WerniMB hat recht, das geländer ist als absturzsicherung nicht zu gebrauchen. das gehört erneuert!
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  17. #15

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    Man nimmst sich einen "Lehmann" (5 oder 10 Kg Hammer), dann haut man mal kräftig auf den Estrich und der Bricht in kleine Teilchen, Stück raus machen, Kuheisen (Brechstange) unter den Estrich schieben und mit dem Hammer von oben rauf. Dann hast du die Fläche mit etwas Schweiß in max. 2 Std. schier. Containerstellung unter dem Balkon vorausgesetzt. Oder weniger Schweiß treibend mit einem potenten Stemmhammer.

    Alles schön sauber machen und dann einen Fachbetrieb zur Abdichtung bestellen. Mit dem musst du dann ein Konzept ausarbeiten. Das könnte in etwa so aussehen:

    Prüfen der Haftung der alten Abdichtung am Beton.
    Gefällebildung mit Schaumglasgranulat und PU-Bindung
    2 lagige hochpolymere Bitumenabdichtung.
    Wandanschluss bestehend aus mechanischer Fixierung, Abdeckprofil (Z-Profil) mit Kombriband und Spenglerschrauben.
    Türanschluss aus Flüssigkunststoff, bitumenverträglich!
    Stahlfeuer verzinkte "Endlos" Rinne
    Holzbelag bestehend aus Dielung und UK. Uk aus Dielenbretter bestehend (minimalster Aufbau) und Auflager aus Bautenschutzmatten. Ggf. Abschottung des Wandanschlusses mittels Verblechung über die Dielungsebene

    Das ist zwar nicht alles optimal, aber dafür sind schon zu viele Tatsachen geschaffen. Es stellt auch nur eine vage Vorgehensweise da und ist kein Fahrplan zur Behebung des Problems. Angesprochene Punkte sind aber relevante Punkte um die man sich Gedanken machen muss. Alternative Sonderkonstruktion des Türbereiches mit allem was da so zugehört. Dann bekommst zwar günstigere Rinnen, mit besserem Ablauf hast aber dafür außen wie innen großes Kino.
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