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  1. #1

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    Laibungsdämmung Detailplanung, Putzanschlüsse

    Guten Tag,

    zur Sanierung unseres 1975 erbauten EFH habe ich bei der Detailplanung noch einige Unstimmigkeiten,
    die mir leider bisher weder Putzer noch Energieberater zufriedenstellend beantworten konnten.
    Deshalb versuche ich es hier im Forum, da ich sehr viele Anregungen für meine Detailplanung auch aus diesem Forum habe.
    Ich habe mir für die Detailplanung sehr viel Zeit genommen, da ich lieber etwas länger plane und dafür aber möglichst nur einmal baue, dafür aber richtig.
    Mein Wissen habe ich größtenteils auch nächtelanger Internet/Forums Recherche und aus den Dokumentationen,
    „Richtlinie Anschlüsse an Fenster und Rollläden bei Putz, WdVs und Trockenbau“ Ausgabe 2010 und
    „Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren“ Ausgabe 2014.
    Die Fenster sind bereits nach gültigen Regeln fachgerecht von mir montiert und nun plane ich im Detail, den Putzanschluss im Bereich der Fensterlaibungen.

    Meine Probleme:
    Da wir das WdVs aus finanziellen Gründen erst min. 1 Jahr später anbringen können/werden, sind die Außenwände bis dahin also nicht gedämmt.
    Die Laibungsdämmung innen muss allerding jetzt schon eingebaut werden, damit die Räume innen fertiggestellt werden können.
    Die Fensterlaibung innen sollte aus Holzfaserdämmstoff sein, weil dieses Material in der Lage ist Raumluftfeuchtigkeit aufzunehmen
    und kontrolliert wieder abzugeben, was ja bei XPS nicht so der Fall ist.
    Ich bin der Meinung, dass die Laibungsdämmung innen den Isothermenverlauf doch etwas positiv beeinflusst,
    gerade wenn außen noch keine Dämmung aufgebracht ist, also auch keine Laibungsdämmung außen.
    Die Fenster sitzen bedingt durch die verwendeten Rollladenkastenstürze (mit statischer Funktion) ziemlich mittig in der Laibung.
    Nun finde ich leider keine passende Lösung für den Innenputz an der Laibung (Position 7), weil ja dort eigentlich mit Armierungsgewebe gearbeitet werden muss,
    aber die verfügbaren Anputzleisten mit Gewebe maximal nur 9 mm breit sind!
    Ich müsste also dann dort die Laibung mit einem Dünnputz versehen und um die Ecke herum zur Wand wahrscheinlich auch,
    weil es ja keine unsymmetrischen Putzecken mit Gewebe gibt?!
    Gleichzeitig müsste ich dort wo die Dämmung über das alte und sehr unregelmäßige Mauerwerk innen herausragt,
    eine Putzausgleichsschicht auftragen (Position 4), damit ich den Armierungsmörtel fachgerecht auftragen kann?!
    Aber man sieht halt bei Position 5, welche Putzstärke eigentlich auf das alte Mauerwerk kommt, teilweise bis 3 – 4 cm Stärke,
    und ich vermute nun, dass die sehr dünne Putzschicht über der Armierung bei Position 4, einen senkrechten Riss in diesem Bereich bekommen könnte,
    dort wo der Übergang vom Dünnputz zum sehr starken Putz übergeht.
    Als Innenputz soll ***** IP 20 Maschinenputz zum Einsatz kommen und im Datenblatt steht eine Mindestputzstärke von 10 mm!
    Eine weitere Frage an die Experten betrifft die Anputzleiste im Außenbereich:
    Sollte man da bei meinem Detailaufbau besser eine bewegliche Variante nehmen, Teleskop, 3D, auch wenn die Fensterflächen unter 2,5 m² beträgt?
    Zu allen Beschreibungen hier sind Bilder vorhanden, ich versuche die mit ins Thema hoch zuladen.

    Für Kritik und Anregungen jeglicher Art wäre ich sehr dankbar!
    Beste Grüße aus Sachsen
    Peter
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  2. Laibungsdämmung Detailplanung, Putzanschlüsse

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die Breite der APU-Leisten ist nicht automatisch die fertige Putzstärke. Wenn ein 9mm Profil gesetzt wird, dann sind diese 9mm komplett am Fensterrahmen befestigt. Die Breite der Schaumfuge plus Breite der APU-Leiste ergibt dann die Putzdicke.
    Achte bei eventuell notwendigen Ausgleichsschichten darauf, dass die Putzstärke in den Leibungen, an den Wänden möglichst einheitlich wird. Wenn es 3 cm werden, dann sollen es in der ganzen Leibung 3 cm sein, wenn 1cm, dann ....
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  4. #3
    Themenstarter

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    Die Hersteller geben aber für Ihre APU Leisten in den Datenblättern alle ziemlich exakt an, wie stark dann die Putzschicht außen nach sein kann/darf.
    Bei APU Leiten mit Gewebe kann ich ja das Gewebe nicht einfach in die Putzschicht legen, sondern muss das Gewebe doch in extra Armierungsspachtel einbringen, oder?
    So habe ich dann also selbst bei einer APU Leiste 11 mm (mit Gewebe) nur eine maximale Putzstärke von 5-6 mm, wenn die Armierungsschicht ach min. 5 mm stark sein sollte?!
    Ich habe halt auch keine APU Leiste mit Gewebe finden können, die so stark ist und auch noch vor die Dämmung gesetzt werden kann, dass man nach der Armierungsschicht noch ca. 1 cm Putz auftragen kann ...
    Bei den meisten APU Leisten die ich gefunden habe, ist der Klebestreifen zum Fenster hin fast genau so breit wie die APU Leiste selbst, der andere Streifen wird ja später abgebrochen und dient nur zum fixieren der Schutzfolie während des Verputzens.
    Wegen der einheitlichen Putzstärke:
    Heißt das also, dass selbst wenn ich die Laibungsdämmung weglassen würde, die Putzschicht in der Laibung aufgrund meines unregelmäßigen Mauerwerkes innen an den Wänden (3 - 4 cm),
    dann in den Laibungen möglichst auch min. 3 cm sein sollte?
    Dann könnte ich ja die Laibungsdämmung sowieso vergessen, trotz meiner extra dafür eingebauten Blendrahmenverbreiterung?
    Dann könnte ja niemand bei einer Altbausanierung innen eine Laibungsdämmung anbringen, zumindest nicht so wie ich das vorhabe ...
    Geändert von allroundpeter (16.04.2015 um 18:31 Uhr) Grund: Rechtsschreibung
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  5. #4
    Themenstarter

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    Beitrag kann bitte gelöscht werden.

    MfG
    allroundpeter
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