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Kies unter die Bodenplatte erforderlich?

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  1. #1

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    Kies unter die Bodenplatte erforderlich?

    Hallo zusammen,

    ich habe ca. 1m Mutterboden auffüllen müssen. Laut Statik ist eine Kiesschicht erforderlich. Ich habe nichts gegen die kapilarbrechende Wirkung des Kies. Mein Architekt meinte, dass wir soviel Mutterboden aufgeschüttet haben, dass dies nunmehr nicht zwingend erforderlich sei und eine reine ?? Noppenbahn ?? ausreichen würde? Zudem führte er an, würde die BP von oben mit Schweißbahnen versehen und es käme noch eine Drainage um die BP herum. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich es trotzdem haben will. Eine BP nur auf Sand und einer Noppenbahn, das macht man doch nicht, oder? Er meinte, dass das gar nicht so selten wäre ohne Keller.

    Wie steht ihr dazu? Ich habe ihm gesagt, dass sie auch nicht schadet.
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  2. Kies unter die Bodenplatte erforderlich?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Younis2005 Beitrag anzeigen
    ich habe ca. 1m Mutterboden auffüllen müssen.


    Nicht Dein Ernst, oder???

    Mutterboden darf weder überbaut werden noch ist sie ein tragfähiger Baugrund, aufgeschüttet schon zweimal nicht!!!!!
    Darauf wäre die Noppenbahn dann auch kein mehr!
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  4. #3

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    Also auf Mutterboden (der richtige Begriff ist Oberboden) kannst du schon gar nichts aufbauen. Der ist überhaupt nicht tragend. Oberbayern muss immer abgeschoben werden, bevor eine bodenplatte aufgebaut wird.

    Vielleicht meinst du ja auch ein anderes Material. Mutterboden in 1m Stärke ist nämlich auch etwas viel. Idr ist die Stärke Ca. 10-30cm.

    Also nochmal von vorne. Für was soll die bodenplatte überhaupt sein. Nein gartenhaus ?
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  5. #4
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    Hallo zusammen,

    sorry, in der Tat, entschuldigt bitte meine laienhaften Fehler. Ich baue ein EFH ohne Unterkellerung. Der Mutterboden wurde abgetragen und seitlich gelagert. Da ich einen Höhenunterscheid zu Straße von über 1m habe, haben wir den erforderlichen Füllboden erworben, verfestigen lassen und warten nunmehr auf die Streifenfundamente. In diesem Zusammenhang habe ich dann auf die Kiesschicht unter der BP bestanden. Mein Architekt meinte, dass das nicht zwingend erforderlich sei, da wir soviel aufgeschüttet hätten. Die BP von unten zu dämmen hält er im Verhältnis Kosten/Nutzen auch für nicht erforderlich. Hmmm?
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  6. #5

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    Hääää????

    Das Du die Funktionen nicht kennst, OK. Ich kenn auch nicht alle §§ des BGB.
    Aber der Kollege sollte die kennen.

    Kiesschicht:
    Kapilarbrechend. Kann ggf eine Abdichtung gegen Feuchte von unten ersparen. Aber nicht bei Wohnräumen über der Bodenplatte!

    Dämmung unter der Sohle:
    a) Gibts einen EnEV-Nachweis. Wenn da Perimeterdämmung kalkuliert ist, dann muss die rein!
    b) kann die Perimeterdämmung die Betonsauberkeitsschicht ersetzen.
    c) spart (nein hätte gespart) sie Aufschütthöhe

    b+c also gegenrechnen.

    Oder ist Dein "Architekt" der BL Deines Superbauunternehmens.
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  7. #6

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    Die "gute alte" und oft geplante "kapillarbrechende Schicht" ist wie R.D. bereits sagte, bei höherwertiger Nutzung und vor allem bei bindigen Böden der größte Schwachsinn den man sich antuen kann.
    Wenn schlecht versickerungsfähige Böden anstehen macht man sich damit einen sinnlosen hydrostatischen Druck UNTER der Bodenplatte.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Kater432 Beitrag anzeigen
    Oberbayern muss immer abgeschoben werden, bevor eine bodenplatte aufgebaut wird.


    das sage denen dort doch mal direkt, am besten abends nach der dritten Maß Bier am Stammtisch!
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Hääää????

    Oder ist Dein "Architekt" der BL Deines Superbauunternehmens.
    Nein, Nein Ralf, er ist mein Interessenvertreter, da vertraue ich ihm. Es wird aufgrund meiner Beharrlichkeit auch so, also mit Kies, ausgeführt. Nur scheiden sich da wohl unter Fachleuten die Geister.
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  10. #9

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    Bei Fachleuten in der Bauwerksabdichtung scheiden sich die Geister bezüglich der Sinnhaftigkeit von kapillarbrechenden Schichten unter Bodenplatten bei höherwertig genutzten Wohnräumen überhaupt nicht
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Younis2005 Beitrag anzeigen
    Nein, Nein Ralf, er ist mein Interessenvertreter, da vertraue ich ihm. Es wird aufgrund meiner Beharrlichkeit auch so, also mit Kies, ausgeführt. Nur scheiden sich da wohl unter Fachleuten die Geister.
    In diesem Fall eigentlich nicht. Siehe #5 und #6
    Ich persönlich bin kein Fachmann, aber sehe es genau so. Ich würde eher machen wie R.D. geschrieben hat a) und b) oder eien Sauberkeitsschicht aus Magerbeton.
    Sandplatte und Noppenbahn ist keine Sauberkeitsschicht.
    Wichtig hier ist auch der Potentialausgleich der von einem Elektriker gemacht werden muss. Wird immer falsch gemacht, besonders in verbindung mit Noppenbahn.

    Ich würde so machen wie dein Architekt sagt und nix selberplanen. Später heist nur: Sie wollten es aber so haben.
    Bodenplatte ist einer der wichtigsten Sachen bei dem Hausbau, weil nach dem betonieren ist alles vorbei und man nix mehr ändern. außer mit viel viel Aufwand.
    Wenn Perimeterdämmung geplant ist und berechnet, dann muss eine rein.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen


    das sage denen dort doch mal direkt..
    die hören schon mit
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  13. #12

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    die hören schon mit
    hallo
    und wie issdes met deme 3. mass, auch schunn erledigt.

    gruss aus de pfalz
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    b) kann die Perimeterdämmung die Betonsauberkeitsschicht ersetzen.
    Dazu hätte ich eine Frage eines namhaften Hersteller grüner XPS-Platten, bezogen auf XPS unter lastabtragenden Gründungsplatten steht in der Zulassung: "Die Extruderschaumplatten sind auf einer Sauberkeitsschicht (z. B. Beton C 8/10) zuverlegen. Der Untergrund muss ausreichend eben sein."

    Dies widerspricht ein wenig Deiner Aussage, oder?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Halbwissender Beitrag anzeigen
    bei bindigen Böden der größte Schwachsinn.
    Was ware die Alternative, wenn dazu auch noch keine Dränung erlaubt ist?
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  17. #15

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    Keller entsprechend wasserdicht anpassen... Dann ist völlig egal, wie viel Wasser da rumschippert
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