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  1. #1

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    EFH und Anzahl der FI

    Folgende Situation:
    Efh, aufgebaut wie in Zweifamilienhaus (Türen zum Treppenhaus, jede Etage eigenes Bad + Küche) mit zwei Eltzählern, einmal für EG, einmal für OG und Etagenunterverteilungen.

    In jeder Etagenunterverteilung nur EIN FI/RCD montiert.

    Ich würde sagen, falsch. Wegen Abgeschlossenheit und eigenem Zähler je Etage wären hier mindestens zwei FI-Kreise je Etage zwingend vorgeschrieben.

    Richtig oder falsch???
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  2. EFH und Anzahl der FI

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zwingend vorgeschrieben? Wo steht das?

    In irgendeiner DIN 15xxxx (ich will sie jetzt nicht raussuchen) steht was, dass Anlagen im fehlerfall nicht komplett ausfallen dürfen. Aber was hat eine DIN für einen rechtlichen Status.

    In Wohnungsneubauten (bzw. elektrische Sanierung) findet man generell nur 1 FI pro Wohneinheit.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    ........ je Etage wären hier mindestens zwei FI-Kreise je Etage zwingend vorgeschrieben.
    Mit welcher Begründung?
    Man könnte theoretisch auch ein komplettes EFH auf einen einzigen FI hängen. Somit in Deinen Fall für jede Etage einen eigenen FI.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann gibt es irgendwo einen Zählerschrank mit 2 Zählern, eigenem SLS, und von jedem Zähler abgehend eine eigene Leitung an eine Unterverteilung in jeder Etage. Dann befindet sich am Eingang zu jeder UV ein FI.

    Was die Anzahl der FI betrifft, so muss man aufpassen, dass man sich nicht zu sehr von den Wünschen der Hersteller leiten lässt. Wenn es nach den Herstellern ginge, würde jedem LS ein eigener FI zugordnet, das bringt ja Geld in die Kasse. Man könnte aber, zumindest theoretisch, eine Kundenanlage auch so bauen, dass man mit 1 FI klar kommt. Sinnvoll wäre das nicht, keine Frage. Ich würde daher folgende Argument prüfen.

    TAB:

    (4) Bei Aufteilung von Stromkreisen ist die Zuordnung von Anschlussstellen für Verbrauchsgeräte zu einem Stromkreis so vorzunehmen, dass durch das automatische Abschalten der diesem Stromkreis zugeordneten Schutzeinrichtung (z. B. Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom- Schutzschalter) im Fehlerfall oder bei notwendiger manueller Abschaltung nur ein Teil der Kundenanlage abgeschaltet wird. Hiermit wird die größtmögliche Verfügbarkeit der elektrischen Anlage für den Anschlussnutzer erreicht.
    Findet sich in ähnlicher Form auch in der 18015.

    Jetzt könnte aber jemand auf die Idee kommen und wie folgt argumentieren.

    Sowohl in den TAB als auch der 18015 ist von "Kundenanlage" die Rede. Kundenanlage ist gem. TAB wie folgt definiert:

    20. Kundenanlage
    Eine Kundenanlage ist die elektrische Anlage nach § 13 und § 14 NAV. Sie ist die Gesamtheit aller elektrischen Betriebsmittel hinter der Übergabestelle mit Ausnahme der Messeinrichtung und dient der Versorgung der Anschlussnutzer.
    d.h. EG und OG gehören gemeinsam zu einer einzigen Kundenanlage. Durch je 1 FI in EG und OG ist sichergestellt, dass im Fehlerfall nicht die komplette Kundenanlage abgeschaltet wird, auch wenn dadurch eine komplette Etage ausfällt. Wenn dann vielleicht in jeder Etage Licht- und Steckdosenkreise getrennt geführt sind, und nur die Steckdosenkreise über einen FI laufen, wäre sowieso alles im grünen Bereich.

    Fazit: Die Logik müsste jedem Menschen sagen, dass man mehrere FI verbauen sollte, und zwar nicht erst wenn man per "Norm" dazu gezwungen wird. Geht es aber darum wer letztendlich "Recht" bekommt, dann sieht die Welt anders aus.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von fuchsi Beitrag anzeigen
    In irgendeiner DIN 15xxxx (ich will sie jetzt nicht raussuchen) steht was, dass Anlagen im fehlerfall nicht komplett ausfallen dürfen. Aber was hat eine DIN für einen rechtlichen Status.
    Dazu muss man sich nur mal seinen Vertrag mit dem VNB anschauen, und siehe da, die 18015 ist ganz schnell ganz wichtig. Auch wenn nicht automatisch die komplette 18015 vereinbart wurde, gilt gem. TAB :

    8 Stromkreisverteiler
    (1) Für Stromkreisverteiler gelten DIN VDE 0603-1, DIN EN 60439-3 (VDE 0660-504) und DIN 43871. Für Stromkreisverteiler in Wohngebäuden gilt außerdem DIN 18015-2.
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  6. #5

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    ich würde mal fragen, wer hat was geplant ?
    Ist da etwa diesbzgl. nichts definiert, sondern nur 'mach mal elektro'

    P.S. Wir haben 3 eingebaut bekommen, 1 für EG, 1 für OG und 1 für die Bäder. Echt spitzenmäßige Trennung
    Nach netten Hinweis zur Aussensteckdose haben sie diese zumindest auf die Bäder umgeklemmt. Somit kann keiner aussen mir das EG abschalten.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Folgende Situation:
    Efh, aufgebaut wie in Zweifamilienhaus (Türen zum Treppenhaus, jede Etage eigenes Bad + Küche) mit zwei Eltzählern, einmal für EG, einmal für OG und Etagenunterverteilungen.

    In jeder Etagenunterverteilung nur EIN FI/RCD montiert.

    Ich würde sagen, falsch. Wegen Abgeschlossenheit und eigenem Zähler je Etage wären hier mindestens zwei FI-Kreise je Etage zwingend vorgeschrieben.

    Richtig oder falsch???

    Erste Frage wäre die nach der Netzform, daraus ergibt sich evtl. die Forderung nach einen RCD zur Einhaltung der Abschaltbedingung (TT-Netz, 300mA) und/oder nach RCD zum Schutz vor gefährlichen Körperströmen. (Weitere Forderungen, wie Brandschutz... lassen wir beim neuerrichteten EFH/ZFH mal weg)
    Im (vermutlichen) TN-(C)-S Netz laesst sich die Empfehlung der DIN, das bei Ausfall einer Sicherheitseinrichtung nicht die gesamte elektrische Anlage ausfallen darf, auf mehreren Wegen realisieren. Ein Beispiel wäre konsequente Trennung in Beleuchtungs-, Geräte- und Steckdosenkreise. Dabei werden nur die Stromkreise, für die ein Schutz durch RCD vorgeschrieben ist, über den RCD (30mA) geführt, Beleuchtung und festangeschlossene Geräte werden über LSS abgesichert. Wäre normenkonform und zulässig.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Was die Anzahl der FI betrifft, so muss man aufpassen, dass man sich nicht zu sehr von den Wünschen der Hersteller leiten lässt. Wenn es nach den Herstellern ginge, würde jedem LS ein eigener FI zugordnet, das bringt ja Geld in die Kasse.
    Nicht nur ein FI...schaut man sich den Entwurf zur Änderung der 0100-410 an. Ein "Brandschutzschalter" je Wechselstromkreis bis 16A...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von karo1170 Beitrag anzeigen
    Nicht nur ein FI...schaut man sich den Entwurf zur Änderung der 0100-410 an. Ein "Brandschutzschalter" je Wechselstromkreis bis 16A...
    Na dann kann man endlich wieder Geld drucken .
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  10. #9
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    Geplant? Vermutlich keiner. Ich bin der Besenwagen, der die Reste z´ammekehrt
    Netzform - keine Ahnung VNB-seitig hier in H in der Regel 3 Aussenleiter + PEN, im Haus auf PE + N aufgeteilt.
    Forderung nach 2 FI. Ok, da hab ich zwei Schritte auf einmal gemacht. Zuordnung Steckdosen und Lichtstrom nicht getrennt, also müssen alle Kreise FI-gesichert sein. Da bei einem FI dann aber der gesamte Zählerkreis auswäre, wären entweder eine Trennung Steckdosen von Licht erforderlich oder ein 2. FI. 2. FI preiswerter einzubauen, daher 2. FI.

    Kleiner Hinweis noch. Wer 3* 16 A Automaten (= 48 A je Aussenleiter) über einen 40 A FI laufen lässt (bei 63 A Vorsicherung), der frisst auch kleine Kinder mit Senf! Und baut erst recht keine fachregelkonformen UV!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Kleiner Hinweis noch. Wer 3* 16 A Automaten (= 48 A je Aussenleiter) über einen 40 A FI laufen lässt (bei 63 A Vorsicherung), der frisst auch kleine Kinder mit Senf!
    Hä?
    3 x 16 A sind doch 3 x 16 A je Aussenleiter und keine 48 A. 48 A wäre nur der theoretische Summenstrom über alle drei Phasen (der sich ja aber gegenseitig wieder aufhebt)

    63 A Vorsicherung / 40 A FI / 16 A LS ist doch völlig normal und ok?!
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  12. #11

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    ich denke er meinte 3 16er LS je Außen Leiter.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Genau: 3 Aussenleiter mit je 3*16A LS über 4-poligen FI 40 A 30 mA bei 63 A Vorsicherung.

    Einmal meine ich sogar 4*16A LS auf dem gleichen Aussenleiter über den 40A FI = 63 A
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  14. #13

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    Aber auch das ist doch völlig normal! Ich kann hinter dem 40A FI auch 25 Stk 16 A LS haben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    Aber auch das ist doch völlig normal! Ich kann hinter dem 40A FI auch 25 Stk 16 A LS haben.
    Wie kommst Du auf dieses schmale Brett?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    Aber auch das ist doch völlig normal! Ich kann hinter dem 40A FI auch 25 Stk 16 A LS haben.
    Wenn der 40A RCD mit passender Vorsicherung gegen Überlast geschuetzt ist, ja.

    Ansonsten würde ich bei der Frage, ob man 3x16A an einem Aussenleiter hinter dem RCD belassen kann, nicht ganz so laut aufschreien. Die Beachtung des Auslastungsgrades der einzelnen Stromkreise und die Zugrundelegung eines Gleichzeitigkeitsfaktors bei bekannter Nutzung sind nicht direkt als strafbar, leichtsinnig oder umweltgefährdend einzustufen...
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