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Blankes Ziegeldach (Bj 58) dämmen -nur mit Zwischen-u.Untersparrendämmung,Hinterlüft

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  1. #1

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    Blankes Ziegeldach (Bj 58) dämmen -nur mit Zwischen-u.Untersparrendämmung,Hinterlüft

    Hallo -
    also beim Dach sieht man die blanken unverkleideten Ziegel wie sie auf den Latten liegen. Weil das erst vor 8 Jahren neu gedeckt wurde, und ziemlich dicht ist, denke ich an das:

    eine dünne OSB-Platte als Wasserschutz (ein Sturm wird ja wohl etwas Regen-Wasser reinblasen) an der Dachziegelseite mit ca. 2-3cm Hinterlüftungsspalt (OK? Der Hinterlüftungsspalt ist so mechanisch gesichert vor dem ggf. zu starken Reindrücken der Mineralwolle), nach der dann die Mineralwolle, Dampfbremse, Untersparrendämmung kommt.

    Wegen der krass-heißen infrarotstrahlerhaften Abstrahlung der Dachziegel bei sommerlicher Sonnenbestrahlung befürchte ich eine OSB-Plattendeformation (mit Undichtigkeit?) und frage mich, ob eine aufgetackerte Alufolie auf den OSB-Platten da hilft? Oder gleich statt der OSB-Platten ein dünnes Blech (0,3-0,7mm? wo gibts das?) antackern? Oder konzentriert das am Sparren angetackerte Blech das Wasser zu stark? bzw. verzögerte Trocknung?

    Ich sah es gibt zwar auch wasserabweisende Mineralwolle, aber wegen der Stöße läuft ja wohl trotz Abperlen des Wassers auf der Fläche, das Wasser dort sehr wohl rein - oder auch dort nicht ??

    Bei der OSB-Plattenlösung als Wasserschutz würde Wasser sogar ablaufen - insbrsondere bei verklebter Nut und Feder. Bei überlapptem Blech sowieso.
    Sich selbst was sowas ausdenken ist natürlich immer ein Risiko ... Habe ich einen Denkfehler dabei oder Praxisfaktoren nicht berücksichtigt?
    Wie machten die vielen anderen diese Nacktziegeldachdämmung?

    Fachleute sagen Dachziegel weg, Aufsparrendämmung und Ziegel wieder drauf ist die einzge Lösung. Das wäre mir die Sache nicht wert, da die Dachhöhe sowieso gering ist ud das Dach zeltmäßig bis zum Boden runter geht, also auch die nutzbare Fläche beschränkt.
    Es dient auch eher als Abstellraum oder kurzzeitige Notwohnung, weil ich eher im Ausland bin.
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  2. Blankes Ziegeldach (Bj 58) dämmen -nur mit Zwischen-u.Untersparrendämmung,Hinterlüft

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  3. #2
    Avatar von saarplaner
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    Dein von dir angedachter Aufbau funktioniert in mehrfacher Hinsicht nicht.

    OSB ist in keinster Weise dazu geeignet irgendwie als verkappte Unterdeckung zu funktionieren.

    Bei dir hätte schon vor 8 Jahren bei der Umdeckung der Einbau einer Unterspannbahn, bzw. einer Bahn die als Unterspannung und auch als Unterdeckung geeignet ist, gemacht werden sollen.

    So wird das nicht wirklich was fachgerechtes.

    Generell sollten sich aber mal jemand der Ahnung hat (Energieberater/Architekt/Bauingenieur) die Sache anschauen und sehen was geht. Das wird aber nicht über ein Forum funktionieren, da hier die Örtlichkeit in Augenschein genommen werden muss.
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  4. #3

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    Wie bringst Du die OSB sauber zwischen die Sparren? Anbindung an die Sparren? Was machst Du am Fußpunkt der Sparren? Schon mal an die Wasserdampfdiffusion gedacht?

    Wenn es sich wirklich nur um einen Abstellraum/Notwohnung handelt, dann würde ich hier gar nicht viel unternehmen. Das hat bisher funktioniert, und lässt vermuten, dass es auch in Zukunft funktionieren wird.
    Geht es Dir um die EnEV (Nachrüstpflicht) dann stellt sich die Frage, wieviel Geld Du investieren möchtest. Die richtige Variante wäre, Ziegel und Lattung runter, neue Folie oder Dämmplatten, und dann neu latten und Ziegel wieder drauf. Es gibt auch Bastellösungen bei denen eine diffusionsoffene Unterspannbahn zwischen die Sparren gebastelt wird. Im Prinzip einfach, aber der Teufel steckt im Detail.

    Die Idee mit dem Blech würde ich verwerfen, genau so wie die OSB. Der Aufbau sollte nach außen diffusionsoffen bleiben. Es gibt geeignete Holzfaserplatten zum Beispiel, oder halt doch die USB und darunter dann MiWo als Dämmung. Dieser Aufbau hat aber weniger Masse und ist daher im Sommer anfälliger für ein Aufheizen der Dachräume.
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