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Hausbau in Eigenregie - welche Aufgaben des Architekts verpflichtend?

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  1. #1

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    Hausbau in Eigenregie - welche Aufgaben des Architekts verpflichtend?

    Guten Tag

    Planen einen Hausbau. Ein Standard EFH auf Bodenplatte EG + OG.
    EG Fläche: 11 x 9 m = 99 m2
    OG Fläche: 92 m2 ( abzgl. Treppe )
    Material: Planziegel
    Dach: Sattel, 30 Grad Neigung, Standard-Tonziegel

    Beauftragen einen Dienstleister für die Bodenplatte als Gesamtangebot,
    wie auch Infrastruktur ( Wasser, Kanalanschluss, Elektro, Telefonltg )

    Die Mauern errichten wird mit einem Polier, Maurer und Eigenleistung
    per Rechnung + Baufirma.
    Die Planziegel kaufe ich selber ein ( Beziehungen )

    Die Armierungsdecken bestelle ich auch selber und stütze diese ab, wie auch
    Einschalung, Eisen + Matten verlegen, Binden und Betonierarbeiten.
    Den Zimmermann hat man auch schon kontaktiert, wegen Auftrag wie
    einen Schreiner, welcher die Fenster, Türe, Terrassentüre setzt.

    Der Innenausbau soll in Eigenregie erledigt werden, bis auf
    Abwasser - es eilt nicht, da der Bau erst mal austrocken soll.
    Aussenanlage macht man auch selber.




    ? welche Leistungen kann/darf der Architekt in dem genannten Bauprojekt
    konkret abrechnen? LP3 + LP4, wie auch folgende Bearbeitung für Bauamt,
    Steuer, EnEV.
    Eine Bauförderung wird nicht beantragt. Bau ohne KfW.


    Haben zwei Architekten kontaktiert, bzw. einen Bautechniker, welcher mit einem
    Architekten zusammen arbeitet, wg. der Statik.

    Um Zahlen zu nennen, will der Eine ( Bautechniker in Kooperation mit einem
    Architekten ) rund 3 x 5.000 euro haben.
    Der
    Andere nimmt da deutlich mehr und will rd. 25.000 euro abrechnen, analog rd.
    10.000 euro mehr Geld = Differenz.

    Sind diese Preissprünge im Projektierungsbereich in dieser Höhe die Regel?
    Habe die Abrechnungslisten noch nicht verglichen, aber Einer von Beiden hat
    da wohl schon saubere Zuschlags-Margen am Start?

    Werde mir noch eine dritte Meinung einholen und dann vergleichen

    Frage: K


    ann ich in Eigenregie den Bau wie beschrieben auf ziehen oder gibt es
    da Probleme mit dem Planer/Statiker?

    Den Plan, die Pläne habe ich komplett selber geplant. Die ganzen Ungedenklichkeits-
    Bescheinigungen für die späteren Berechnungen habe ich bereits alle in zwei
    Leizordner abgeheftet, wie auch die Unterlagen für die Heizungsanlage ( incl.
    einem Brenner mit Regenerativer )

    Besten Dank
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  2. Hausbau in Eigenregie - welche Aufgaben des Architekts verpflichtend?

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  3. #2

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    Gegenfrage: welcher Architekt wird sich ohne Not auf so ein Projekt einlassen?????????
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  4. #3
    Baufuchs
    Gast
    wo ist das Problem? Bei LP 4 ist Ende, das Chaos kommt erst danach..
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  5. #4

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    Nur bis LP 4? Dafür wären EUR 25.000 schon beachtlich!
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  6. #5

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    ja, nur bis phase 4 - hochbauplanung und statik - und dann nix wie weg.

    wenn dafür jemand 25.000 € als honorar haben möchte, stecken da gefühlte 10.000 € schmerzensgeld mit drin - bei der konstellation auch notwendig!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Gegenfrage: welcher Architekt wird sich ohne Not auf so ein Projekt einlassen?????????
    Warum?
    weil er am Ende nix verdient?

    Er soll halt die Statik berechnen, den bereits projektierten Plan einreichen, den Eisenplan übergeben wie auch vor der
    Betonierung den Plan abnehmen und den Ringanker + Dachstuhl kontrollieren.
    Nachfolgende Leistungen sauber verrechnen.

    werde mir noch 3.-te + 4.-te Meinungen einholen. Einer wird schon die Statik absegnen?

    ps. darf in Bayern ein Polier mit Befähigung = Statiken absegnen? Oder darf generell nur ein Achitekt die Statik bestätigen. Es handelt
    sich nicht um mehrgeschossiges Haus, sondern um zwei Standard-Etagen mit 4 x Fertigbetondeckenteile, gleichmässig verteilt auf
    alle 4 Quadranten. Nix Besonderes, da Tagesgeschäft von meinem Polier, welcher die letzten 30 Jahre nix Anderes gemacht hatt -
    und dessen Häuser noch stehen
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    wenn dafür jemand 25.000 € als honorar haben möchte, stecken da gefühlte 10.000 € schmerzensgeld mit drin - bei der konstellation auch notwendig!
    Warum notwendig. Zweifeln Sie an der Fachkompetenz meines Poliers und Zimmermannes? Was soll denn an dieser Konstellation denn
    groß notwendig sein?
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  9. #8

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    als architekt und tragwerksplaner muss man die finger von dem ganzen diy lassen. die haftungsrisiken sind viel zu groß. man verdient am meisten an solchen aufträgen, wenn man sie erst gar nicht annimmt.
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  10. #9
    feelfree
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    Zitat Zitat von um12kommtBeton Beitrag anzeigen
    Nix Besonderes, da Tagesgeschäft von meinem Polier, welcher die letzten 30 Jahre nix Anderes gemacht hatt
    Na, dann müsste dein Polier doch auch wissen, wie man die nötigen Genehmigungen ranschafft.
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  11. #10

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    Und denke daran:
    Ein Dienstleister schuldet kein Werk, sondern nur Bemühungen...!
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Um beurteilen zu können, ob 15.000 € oder 25.000 € für die Leistungsphasen wenig oder viel sind, muss man die anrechenbaren Kosten kennen. Wie hoch sind die denn netto?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    ...stecken da gefühlte 10.000 € schmerzensgeld mit drin - bei der konstellation auch notwendig!
    Was sollen immer solche Aussagen? Ich dachte das Niveau dieses Forums soll sich durch die Qualität von anderen Foren abheben. Pustekuchen.

    Auch ein Architekt muss irgendwann mal einsehen, dass er nur ein Dienstleister ist, wie jeder andere Handwerker auch.

    Wenn ich einen Schreiner beauftrage mir einen Schreibtisch zu bauen, dann ist er auch nicht beleidigt, weil er nicht meine ganzen Wohnzimmermöbel neu bauen darf.

    Und wenn ich für jemanden nen Herd anschliessen müsste, dann tu ich das und mopper nicht rum, weil keine neue Unterverteilung bestellt wurde, auch wenn ich die gerne verkaufen würde.

    Und wenn jemand LP 1-4 beauftragt und sonst nichts, dann ist es die Aufgabe des Dienstleisters Architekt genau dies zu tun. Oder gilt beu Euch der Kunde ist König nichts?

    Woher kommen wohl die Ambitionen des TE einen Architekten so weit es geht rauszuhalten? Könnte es daran liegen, dass genau diese abgehobene Einstellung einiger Architekten dazu geführt hat, dass man diesen Berufsstand mittlerweile als Abzocker ansieht?

    Als Architekt hat man halt zwei Möglichkeiten. Man passt sich der neuen Situation an und verdient damit gutes Geld, oder man beruft sich weiterhin auf seinen gottähnlichen Status und geht am Ende unter.

    Zum Glück findet auch in diesem Forum langsam ein Umdenken statt. Und die die die Zeichen der Zeit erkennen werden am Ende profitieren.
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  14. #13

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    Zille - du hast einiges nicht verstanden!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Nein, Zille, hier geht es darum, daß der TE etwas "entworfen" hat, wofür ein anderer (der Architekt) letztendlich die Verantwortung übernehmen soll. Warum sollte er dies wollen. Ist O.K., wenn ich selber plane. Da weiß ich, daß es funktioniert...habe es ja selber entwickelt. Bei einer Fremdplanung soll doch bitte der, der es geplant hat dafür auch die Rübe hinhalten....
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Nein, Zille, hier geht es darum, daß der TE etwas "entworfen" hat, wofür ein anderer (der Architekt) letztendlich die Verantwortung übernehmen soll. Warum sollte er dies wollen.
    Soweit ich doch weis gehört zu LP 1-4 auch die Planung. Wenn der TE nun mit seinen eigenen Plänen um die Ecke kommt, dann würde es doch zur Aufgabe des Architekten gehören diese Vorplanung soweit möglich einzubeziehen, oder irre ich mich da?

    Wenn der TE an der ein oder anderen Stelle Murks gemacht hat, muss man zusammen mit dem Architekten eine Lösung finden, die sowohl der Architekt verantworten kann, als auch den TE zufrieden stellt.

    Das sollte doch machbar sein auch ohne "Schmerzensgeld".

    Vielleicht ist der Plan ja sogar so top, dass es dem Architekten eine Menge Arbeit abnimmt.
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