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  1. #1

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    Heizungsvorlauf durchverbunden: Biete Rohr, suche Sinn

    Hallo liebes Expertenforum,

    ich habe eine Kuriosität zu bieten, die Ihr mir hoffentlich beantworten könnt:

    Ich besitze ein kleines Haus mit drei Wohnungen, BJ 1960. Der Dachboden ist bereits ausgebaut, wird aber gerade renoviert. Dachgaube für die Küche, neue Küche und neue Elektrik.

    Im Zuge dessen soll der Heizkörper versetzt werden. Von der Mitte der seitlichen Wand unters Fenster der Gaube. Das ist insoweit auch kein Problem, als dass die Rohre von Vorlauf und Rücklauf in genau der Ecke aus dem Boden kommen, wo der Heizkörper hin soll. Der Fachmann war da, hat die Rohre getrennt und vorläufig mit einem Gewindestopfen versehen, bis der Heizkörper nach den anderen Renovierungsmaßnahmen angeschlossen werden kann. Den alten Heizkörper hat er bereits abgenommen.

    Bis hierhin verlief alles planmäßig. Allerdings ist auf dem Vorlauf der alten Heizung immer noch Druck drauf, obwohl der Zulauf gekappt ist. Der Handwerker hat also zunächst auch den Zulauf am Heizkörperventil mit einem Gewindestopfen dicht gemacht.

    Nach stundenlangem Suchen, Wände aufklopfen und Kriecherei auf dem Dachboden, haben wir folgendes herausgefunden: Die Vorläufe aller Heizkörper sind miteinander über den Dachboden verbunden! Nur die Vorläufe, nicht aber die Rückläufe.

    Es handelt sich um ein vom Querschnitt her kleineres Rohr, dass an die eigentlichen Zu- und Abläufe der Heizung angeschweißt ist. Auch auf dem Dachboden ist alles verschweißt, Gewindeverbindungen haben wir keine gefunden (und wir haben wirklich alles abgesucht!). Es gab demnach vermutlich nie ein Ausdehnungsgefäß oder ähnliches für die Heizungsanlage auf dem Dachboden.

    Ich würde diese Verbindung, zumindest für den Heizkörper in der Küche, gerne stilllegen. Denn: alle anderen Heizkörper funktionieren ganz normal, obwohl der eine Zulauf in der Küche ja bereits gekappt ist.

    Hat vielleicht jemand schon mal ähnliches gesehen, davon gehört oder im besten Falle eine Erklärung dafür? Darf ich dieses Meisterwerk meines Opas schänden und zerstören oder könnte es wichtig sein?

    Für Anregungen bin ich dankbar, mein Heizungsmonteur ist derzeit auch etwas perplex. 
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  2. Heizungsvorlauf durchverbunden: Biete Rohr, suche Sinn

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  3. #2
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    Die Erklärung ist einfach : Zentrale Entlüftung.
    Kurz vor dem HK-Ventil wird eine 3/8" Leitung abgezweigt, in den Dachtrempel geführt und endeten am offenen Ausdehnungsgefäß (so es das noch gibt, vermutlich eher nicht).

    Problem : Regelmäßig alles unter Putz und nur feststellbar wenn man den Anschlußbereich aufstemmt.
    Funktioniert einwandfrei solange die alten Thermostatventile mit den riesen Öffnungen eingesetzt werden.
    Sobald heutige, voreinstellbare Ventile eingesetzt werden gibts regelmäßig Problemchens, da der Differenzdruck über die Entlüftungsleitungen am Ventil vorbei abgebaut wird.

    Anschlüsse freilegen und die Lüftungsleitungen aus dem Netz nehmen.
    (oder Wärmebildcamera ... )

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
    Themenstarter

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    Theoretisch ja. An die Entlüftung haben wir auch bereits gedacht. Auf dem Dachboden liegen drei Rohre (diese wieder dicker im Durchmesser als die "Durchverbindung", entsprechend der Vorlauf- und Rücklaufrohren), die in Entlüftungskappen enden, den Fachbegriff dafür kenne ich leider nicht.

    Um herauszufinden, ob und wo die seltsame "Durchverbindung" in eines dieser Entlüftungsrohre mündet, müssten wir alle Wände aufreißen. Die entlüftungszuführenden Rohre kommen zwischen Bad und Küche aus der Wand, auf dem Dachboden gibt es keine Verdbindungen zu anderen Rohren.

    Wenn es dich bei der Verbindung 'nur' um den Zugang zur zentralen Entlüftung handelt, könnte ich das Rohr, was ehemals am Küchenheizkörper angeschlossen war, ja ruhigen Gewissens still legen. Konsequenz wäre, dass der Heizstrang, der die Küche versorgt nicht mehr an der zentralen Entlüftung hinge und ich den neuen Küchenheizkörper regelmäßig manuell entlüften muss. Oder übersehe ich etwas?
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Yupp du übersiehst da was ...

    Die Entlüftungsleitungen können auch "unterwegs" zusammengeführt worden sein.
    Es genügt EINE Verbinung um den Differenzdruck der Anlage auf ein unbrauchbares Maß zu eleminieren
    und der/die Heizkörper mit dem/n neuen Thermostatventilen schwächeln ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hm. Ok.

    Für mich macht es so aber immer noch keinen Sinn... Ich versuche die Situation nochmal deutlicher zu beschreiben:

    Die Heizkörper der Dachwohnung werden einzeln versorgt, da in jeder Hausecke einzelne Versorgungsstränge auf und ab gehen. Die Heizkörper sind aber untereinander über den Dachboden verbunden. Von diesem Verbindungsrohr der Heizkörper auf dem Dachboden geht aber keine Verbindung zu einem der Entlüftungsrohre- zumindest nicht auf dem Dachboden.
    Wenn Sie nun sagen, die Entlüftungsleitungen könnten auch unterwegs zusammengeführt worden sein, stimme ich Ihnen zu. Jedoch: entlüften macht doch immer am höchsten Punkt Sinn, oder? Wieso sollte man die Verbindung der Heizkörper, die als Entlüftungszuleitung gedacht ist, erst wieder herunterlaufen lassen, um sie an die Zuleitung der Entlüftung anzuschließen?
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Mir brauchst du die Situation nicht beschreiben ...
    Ich kenne solche Anlagen.

    Thema und Problem ist immer *alles* zu erwischen, was einen beim späteren Funktionieren der Anlage in die Suppe spucken kann.

    Solche Anlagen sind Unikate und pauschale Aussagen können im Detail immer falsch sein ...
    Man muss ggf. suchen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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