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Zwischendeckendämmung - mit Folie oder nicht?

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  1. #1

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    Zwischendeckendämmung - mit Folie oder nicht?

    Sodala, jetzt muss ich meine Fragen auch mal loswerden. Da ich in dieses Forum stets via Google direkt in diversen Threads gelandet bin, kann ich gar nicht sagen ob mein Thema in diesem Subforum richtig platziert ist oder nicht. Ggf. bitte verchieben, danke.

    Ich habe eine Frage zum Thema Dampfsperre/bremse in Zwischendecken. Vorher kurz noch die Ausgangslage umrissen:

    DHH Bj. 1988, 1 Vollgeschoss, d.h. OG, DG und Spitzboden haben bereits mit Dachschrägen; ein hinterlüftetes Satteldach mit 160er Sparren; darauf Unterspannbahn dann doppelte Lattung und Ziegel. OG und DG sind Wohnräume (bzw. sollen es werden), im OG ist auch ein Bad.

    Es wurde nun vollflächig in den Dachschrägen (vom OG bis in den First) eine 140er Steinwolle-Dämmung eingebracht und diese ist (innen) mit einer variablen Klimamembran (Sd 2-5m) versehen worden. An den Wänden wurde ringsherum verklebt, die Klammerstellen wurden ebenfalls übeerklebt. Soweit sollte das alles passen und dicht sein. Auf die Folie kommt dann noch eine dünne Dämmschicht (30mm) und Gipskarton 2-lagig.

    Nun meine Fragen zu den zwei Decken OG->DG und DG-> Spitzboden. Dort sind ebenfalls 160 Balken vorhanden. Die erstere (OG->DG) soll von unten nach oben so aussehen:

    - 2-lagig Gipskarton (Schallschutzplatten)
    - freitragende CW/UW Konstruktion (zur Schall-Entkopplung von den Holzbalken)
    - ???
    - 160mm MiWo Dämmung zwischen den Balken
    - Querlattung (ca. 18mm - Bestand!)
    - 22m Spanplatten (Bestand!)
    - 18mm OSB Platte
    - 30mm Dämmung
    - 2x12,5 Trockenestrich
    - Laminat

    Die andere Decke (DG-> Spitzboden) soll so aussehen



    - 2- lagig Gipskarton
    - Holzunterkonstruktion
    - ???
    - 160mm MiWo Dämmung zwischen den Balken
    - OSB Platten


    Fragen dazu


    1.
    Brauch ich an den ???-„Schichten“ eine Dampfsperre (Sd>100m) oder ist das sogar schädlich?
    Meine Überlegung ging dahin, potenziell auftretenden Wasserdampf in jedem Falle übers das Dach und nicht über die Decken abzuleiten. (Sd 2-5m vs. Sd >100m). Ist das ein Denkfehler oder einfach nur überflüssig? Mir ist schon bewusst, dass es nur bei Temp.gefällen zur Kondensation kommen kann, was in meinem Fall eigentlich passieren sollte. Dennoch die Frage, ist das ggf. schädlich oder nur zuviel des Guten?
    Oder soll ich alternativ nur über dem Bad eine Dampfsperre einziehen um die Decke dort zu schützen?
    Wie steht es dann mit der Dichtigkeit der Konstruktion ohne Folie? Ich möchte Zugluft durch die Decken unbedingt vermeiden...


    2.
    Muss ich im Spitzboden (zwar isoliert aber unbeheizt) Angst haben, dass dort estwas kondensiert was dort nicht soll? Stichwort schimmliger Spitzboden


    Vielen Dank für Eure Ratschläge
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  2. Zwischendeckendämmung - mit Folie oder nicht?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    upps, ein Wort vergessen und keine Korrekturfunktion:
    Es soll heißen: "Mir ist schon bewusst, dass es nur bei Temp.gefällen zur Kondensation kommen kann, was in meinem Fall eigentlich NICHT passieren sollte."
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  4. #3

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    Eine Dampfsperre zwischen OG->DG und DG-> Spitzboden ergibt keinen Sinn.
    Die OSB Platten im Spitzboden würde ich auch sein lassen. Rauspund o.ä. ist hier besser geeignet.

    Ob es im Spitzboden zu Kondensation kommt ist schwer vorherzusagen. Der Spitzboden wird ja nur passiv "beheizt", aber bei entsprechender Dämmung zwischen den Sparren und Vermeidung von Wärmebrücken, sollte überall die Oberflächentemperatur so hoch sein, dass Kondensation vermieden wird.

    Oder soll ich alternativ nur über dem Bad eine Dampfsperre einziehen um die Decke dort zu schützen?
    Ich würde mir eher über das Lüften im Badezimmer ein paar Gedanken machen.

    Wie steht es dann mit der Dichtigkeit der Konstruktion ohne Folie? Ich möchte Zugluft durch die Decken unbedingt vermeiden...
    Woher soll die Zugluft kommen wenn alles "dicht" ist? Ohne einen Druckunterschied hat die Luft im Spitzboden keinen Grund in die darunter liegenden Räume zu strömen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für die Hinweise.

    Was ist der Vorteil von Rauspund gegenüber OSB?

    Die Zugluft könnte (in meiner Phantasie) so entstehen: Im OG und im DG sind die Fenster offen bzw. gekippt. Ich fürchte mich nicht vor Zugluft im Sinne von "da weht ein Wind durchs Haus" sondern eher man sieht nach einiger Zeit Staub aus Steckdosen, Ecken Ritzen kommen. Deshalb hätte ich gerne alles luftdicht verklebt gehabt. Ich lass eich aber gerne eines besseren belehren. Das schlimme ist nur, je mehr man im Netz zu einem Thema liest umso unsicherer wird man... ;-)
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  6. #5

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    Zitat Zitat von bauwilliger Beitrag anzeigen
    Danke für die Hinweise.

    Was ist der Vorteil von Rauspund gegenüber OSB?
    Schau Dir den Wasserdampfdiffusionswiderstand an, dann siehst Du was ich meine.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Themenstarter

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    Jepp, bin fündig geworden. War wieder mal der Fall "erst dumm fragen, dann aber doch selber gegoogled"... ;-)

    Bleibt noch die Zugluft-Frage. Spinn ich mir da nur was zusammen oder besteht das Risiko ohne luftdichte Trennschicht in der Decke?
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  9. #7

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    Zugluft sehe ich nicht als das Problem, da es dafür hohe Druckdifferenzen braucht, und die Decke für sich ja "luftdicht" aufgebaut wird, auch ohne Folie. Ich gehe mal davon aus, dass niemand Löcher große in die Decke bohrt.
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