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  1. #1

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    Baderneuerung - elektrische FBH als Ergänzung zu Radiator

    Hallo ich bin mir nicht sicher ob dieses Forum oder Sanitär - aber versuchen wir es mal:

    Ich plane ein Bad komplett zu erneuern. Alte Fließen raus - neue rein.

    Das Bad hat einen normalen Radiator Heizkörper - die Fließen wohl den damaligen 0.8cm Dicken Standard.

    Jetzt dachte ich vielleicht ist eine elektrische FBH eine angenehme Ergänzung.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich das eine elektrischer Handtuchheizkörper rund 2 KwH pro Tag (mit Temperatur gesteuerten Zeitschaltuhr) verbraucht hat nur um in einer Wohnung die normale FBH zu ergänzen. Emfinde ich für den Nutzen zu viel.

    Die Frage ist sind elek nachgerüstete FBH ähnlich intensiv - wie kann man einen Überblick über den erwarteten Verbrauch bekommen?

    Und muss ich mit einer Erhöhung des Bodennieveus rechnen?

    Danke
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  2. Baderneuerung - elektrische FBH als Ergänzung zu Radiator

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Da eine elektrische FBH exakt einen Wirkungsgrad von 1 hat gilt einfach, dass die aufgenommene Energie der abgegebenen Energie entspricht. Es spielt keine Rolle, ob es ein Heizkörper oder oder eine FBH ist.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von malcadon Beitrag anzeigen

    Die Frage ist sind elek nachgerüstete FBH ähnlich intensiv - wie kann man einen Überblick über den erwarteten Verbrauch bekommen?
    Der Stromverbrauch wird ausschließlich von der Nutzung und der installierten Leistung abhängen. Die installierte Leistung begrenzt den max. Stromverbrauch, und die Nutzung entscheidet darüber wieviel Strom pro Tag letztendlich verbraucht wird.

    Bsp.: Badezimmer mit 5m2 freier Bodenfläche installiert werden 100W/m2 also insgesamt 500W.

    Würde man unterstellen, dass die FBH 24h am Tag nonstop in Betrieb ist, und der Raum die erzeugte Wärme auch benötigt, dann wäre der Stromverbrauch 24h*500W = 12.000Wh = 12kWh
    Der Stromverbrauch kann also niemals höher werden als 12kWh.

    Nun kommt die Nutzung in´s Spiel. Ist die FBH nur 4h am Tag in Betrieb, dann kann sie max. 4h*500W = 2.000Wh = 2kWh an Strom verbrauchen. Liegt die Heizlast niedriger als 500W und hat der Raum bereits eine Grundtemperatur die nur etwas erhöht werden soll, dann wird die FBH während der 4h takten bzw. ihre Leistung regeln. Bei E-FBH wird üblicherweise die erste Variante als Regelung verwendet (takten) da dies einfacher umsetzbar ist.
    Wäre also aufgrund Heizlast oder Grundtemperatur nur wenig Heizenergie erforderlich, dann wäre denkbar, dass die FBH während der 4h Laufzeit nur 2h effektiv "heizt". Somit wäre die Rechnung 2h*500W = 1.000Wh oder 1kWh.

    Nach meiner Erfahrung heizt eine E-FBH bei sporadischer Nutzung während der erste 1-2 Stunden fast konstant durch, denn ein nicht unerheblicher Teil der Energie wird benötigt um den Estrich auf Temperatur zu bringen und nur ein Teil der Energie geht über die Oberfläche in die Raumluft über. Das hängt auch davon ab, wie hoch die spez. installierte Leistung ist, denn auch der Wärmeübergang in den Estrich und in die Raumluft benötigt seine Zeit, und zumindest theoretisch könnte eine E-FBH mehr Leistung (und somit Wärmeenergie) lieferen als der Estrich und die Raumluft just in time aufnehmen können. Dann würde schnell eine Temperaturbegrenzung der FBH einsetzen um ein Überhitzen und zu hohe Oberflächentemperaturen zu vermeiden.

    Fazit: Man kann nicht so einfach auf den zu erwartenden "Stromverbrauch" schließen, da einige "unbekannte" Faktoren mit reinspielen. Ein Stromverbrauch von 2kWh pro Tag bei einem typ. Badezimmer würde mich jetzt aber nicht besonders wundern.

    Und muss ich mit einer Erhöhung des Bodennieveus rechnen?
    Die E-FBH wird im Kleberbett verlegt. Dieses muss eine Mindeststärke haben. Dadurch wird sich der Bodenaufbau geringfügig erhöhen, wir reden hier aber von wenigen Millimetern.
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  5. #4

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    Ohne Rechnerei- Erfahrungswerte:
    Alte Fliesen raus- direkt auf Estrich eingespachtelte FBH: Du heizt Dir einen Wolf.
    Die bessere Lösung ist eine druckfeste Dämmung zwischen Estrich und Fliesen zu bauen, dann werden primär und sehr schnell die Fliesen aufgeheizt, und nicht der Untergrund. Das geht sehr schnell, bereits nach ein paar Minuten hat man das angenehme Wärmegefühl beim Barfußlaufen.
    Diese Lösung ist aber etwas knifflig und auch teuer, da mit einer Entkopplungsmatte gearbeitet werden sollte. Ob die Höhe für eine solche Konstruktion ausreicht ist die nächste Frage.
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