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Asbest im Putz? / PCB im Lack?

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  1. #1

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    Asbest im Putz? / PCB im Lack?

    Hallo zusammen,

    bin hier neu und habe gleich Fragen. :-)

    Ich wohne in einer Wohnung zur Miete (Haus Bj. 1965).

    Verdacht auf Asbest habe ich keinen, da ich aber inzwischen einiges darüber gelesen habe und das Baujahr des Hauses in die Hoch-Zeit von Asbest fällt (die Garagen hier waren auch früher mit Asbestzement gedeckt), hätte ich eine Frage hierzu.

    Wurde früher häufig Asbest in Putze/Spachtelmassen/Farben gemischt, bzw. häufig auch in Privathaushalten?

    Neulich wurde z. B. der Stromkasten im Hausflur ausgetauscht und dazu der Putz außenherum aufgeschlagen sowie ein großes in die Wand und mehrere kleinere Löcher in die Kellerdecke (Beton) geschlagen/gebohrt. Dies hat natürlich dementsprechend alles eingestaubt. Daher würde ich gerne wissen, auch generell für die Zukunft, wie sehr man bei diesen Stoffen darauf achten muss. Einzelne Proben würde ich einschicken, aber sämtliche Putze etc. wären schon sehr kostenintensiv, daher wollte ich mal nach Fakten/Erfahrungen fragen.

    Der Putz im Flur ist ein weißer Rauputz (wohl eingefärbt), kenne mich nicht damit aus, sieht aber wie Münchner Rauputz o. ä. aus, darunter scheint ein glatter Putz/Anstrich zu sein.

    Des Weiteren wollte ich fragen, wie es mit PCB in Lacken, genauer Lacken an Heizkörpern in Privathaushalten aussieht. Wurden sie dort verwendet, wenn ja, eher häufig oder eher nicht so oft?

    Vielen Dank schon mal für Infos!



    Viele Grüße
    Mieter
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  2. Asbest im Putz? / PCB im Lack?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    nein und nein. Asbest im Putz = große Ausnahme und PCB in Lacken auch. Selbst wenn, ist die Chance, dass er noch nicht überstrichen wurde, minimal.
    Wenn die Angst zu groß ist, analytisch abklären.
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  4. #3

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    Seelenverkäufer...?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Wenn Asbest im Putz eine große Außnahme darstellt, warum findet man im Internet dann lauter Bilder von Putzen, in denen Asbest beigemischt wurde und die Hinweise, dass es dort heutzutage immer mehr gefunden wird?

    In Wandfarben wurde Asbest z. B. beigemengt, damit die Farbe besser haftete und nicht so tropfte.

    PCB soll in Lacken als Weichmacher verwendet worden sein.

    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Seelenverkäufer...?
    Warum, bietest Du Deine zum Kauf an? Falsches Forum.

    Viele Grüße
    Mieter
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  6. #5
    Stolzenberg
    Gast
    Die Einschätzung von KATMat trifft im privaten Baubereich trotzdem zu... - Asbesthaltiger Reparaturputz ist mir da eigentlich erst ein einziges Mal untergekommen!

    Und zu den Weichmachern und dem Tropfschutz möchte ich mich ehrlich gesagt lieber nicht äußern. Da wurden wohl einige Dinge durcheinandergewurschtelt!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für die Nachricht. Meinten Sie Reparaturputze oder allgemeine Putze?

    Und was meinten Sie mit dem zusammengewürfelt? Dass PCB als Weichmacher verwendet wurde, habe ich aus mehreren Quellen gelesen.

    KATMat meint, dass sich ein möglicher PCB-belasteter Anstrich ohnehin durch das Überstreichen erledigt. Ich habe mit jemanden von Fresenius gesprochen, der meint, dass ein Überstreichen das PCB aktiviert.

    Hier ein Link, mit Bild von Münchner Rauputz, dem Asbest beigemischt wurde:
    http://www.bzr-institut.de/files/pdf...DI-Vortrag.pdf

    Hier zwei Links, die auch Farbe erwähnen:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/ge...h/7858280.html
    "Damals mengten Handwerker auch gerne bei Putz- oder Malerarbeiten Asbest bei, weil dann die Spachtelmasse oder die Farbe besser hafteten und weniger tropften."

    http://de.wessling-group.com/leistun...best-feinputz/

    Und PCB als Weichmacher in Lacken:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Polychlorierte_Biphenyle

    Viele Grüße
    Mieter
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  8. #7
    Stolzenberg
    Gast
    Zitat Zitat von Mieter Beitrag anzeigen
    Wurde früher häufig Asbest in Putze/Spachtelmassen/Farben gemischt, bzw. häufig auch in Privathaushalten?
    NEIN (siehe KATMat), aber Ausnahmen sind ganz klar die Zier- und Strukturputze. - Im gewerblichen Bereich wahrscheinlicher je höher die Anforderungen an den Brandschutz waren.

    Zitat Zitat von Mieter Beitrag anzeigen
    Daher würde ich gerne wissen, auch generell für die Zukunft, wie sehr man bei diesen Stoffen darauf achten muss. Einzelne Proben würde ich einschicken, aber sämtliche Putze etc. wären schon sehr kostenintensiv, daher wollte ich mal nach Fakten/Erfahrungen fragen.
    Die "üblichen Verdächtigen" erkennt der Fachmann und diesen sollte man bei einem entsprechenden Verdacht dann auch hinzuziehen (siehe KATMat: "Wenn die Angst zu groß ist, analytisch abklären." - Mir fehlt hier am Satzende das LASSEN! Zur Klarstellung: Probenahme nur durch den zugelassenen Fachmann, denn selbst diese Tätigkeit ist zulassungs- und meldepflichtig!!! Ob es dann wirtschaftlich sinnvoll ist die Probe selbst ins Labor zu schicken erscheint mir äußerst fraglich.

    Zitat Zitat von Mieter Beitrag anzeigen
    Der Putz im Flur ist ein weißer Rauputz (wohl eingefärbt), kenne mich nicht damit aus, sieht aber wie Münchner Rauputz o. ä. aus, darunter scheint ein glatter Putz/Anstrich zu sein.
    Deshalb wird hier im Verdachtsfalls bei jeder Baumaßnahme jeweils nur der "Fachmann" helfen können. Dein Vermieter wird es zwar nicht gerne hören, aber prinzipiell bist Du hier im Recht und rechtlich geht es ganz klar um die "Gefährdung Dritter". Schwierig wird es für Dich den Verdacht entsprechend verpflichtend für den Vermieter zu begründen.

    Zitat Zitat von Mieter Beitrag anzeigen
    Des Weiteren wollte ich fragen, wie es mit PCB in Lacken, genauer Lacken an Heizkörpern in Privathaushalten aussieht. Wurden sie dort verwendet, wenn ja, eher häufig oder eher nicht so oft?
    NEIN (siehe KATMat [vermutlich bezogen auf etwas wie "eher unproblematisch"])

    --- letzter Beitrag ---

    Zu Deinen Quellen: JA, all dies gibt es und gerade dies macht die normalerweise langweilige Arbeit eines entsprechenden Sachverständigen interessant. ABER: Nicht alles was es auf dem Baustoffmarkt gab ist auch entsprechend verbreitet. Hier gibt es sogar regionale Unterschiede wie z.B. bei den im Süden verbreiteten Spachtelmassen, welche im Norden nicht so oft anzutreffen sind. Schwierig wird es dann z.B. wenn ein Baugeschäft aus dem Süden im Norden ein Gebäude errichtet hat...

    Trotzdem reden wir bei den meisten "Exoten" im wesentlichen über den gewerblichen Bereich und NICHT über DIE VERBREITUNG IM PRIVATEN WOHNUNGSBAU.

    Stofflich heruntergebrochen wirst Du sowohl Asbest, als auch PCB in Deiner Wohnung haben. Wenn auch nicht unbedingt an den exotischen Stellen. Dies impliziert die Möglichkeit, dass all Deine Vermutungen zutreffen, oder eben auch nicht. Und bezüglich der Putze: Es gibt beide, aber ich meine primär die Reparaturputze da diese deutlich schwerer zu erkennen sind...

    BITTE PRÄZISIERE GEGEBENENFALLS DEN GENAUEREN GRUND DEINER FRAGE! - Hast Du im Putz faserige Strukturen erkannt? Gibt es Probleme mit dem Mietobjekt? Stress mit den Handwerkern? Und warum fragt man nicht bei Ausführung oder besser vor Beginn der Baumaßnahmen? Grund zur Panikmache besteht in der Regel nicht, aber ein bedachtes Vorgehen ist dennoch anzuraten...

    Aktuell wirfst Du alle Kriterien kreuz und quer durcheinander. Es kann hier nichts verallgemeinert werden, denn es geht immer um einzelne Wahrscheinlichkeiten und Gefährdungskriterien welche systematisch abzuprüfen sind. Den Rest klärt dann die Analytik! - Wir können Dir hier nur bezüglich der Wahrscheinlichkeiten weiterhelfen, aber eigentlich ist all dies Aufgabe Deines Vermieters.
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  9. #8
    Stolzenberg
    Gast
    Jetzt zum "zusammengewürfelt":

    In einem Forum können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden, daher die Formulierung "zusammengewürfelt". Du hast jetzt zwei Stoffe betrachtet welche je nach Baustoff und Einsatzbereich niedrige Wahrscheinlichkeiten im privaten Bereich ergeben. Es ist halt in jedem Fall ein zusammengewürfeltes Szenario welches etliche Stoffe und Einbauorte vernachlässigt. - Ist ja auch nicht böse gemeint, aber es ist halt nur eine Sichtweise mit angelegten Scheuklappen. Es resultiert die Gefahr das Wesentliche zu übersehen...
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  11. #9
    Themenstarter

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    Hallo Stolzenberg,

    Strukturputz meinte ich auch in diesem Fall im Besonderen, weil hier viel eingerissen wurde (Feinputz allerdings auch).
    Bei uns wurde vor einigen Wochen der Stromkasten im Keller ausgetauscht, dazu die Wand außenrum aufgeschlagen, sowie ein größeres Loch durch die Wand geschlagen und mehrere Löcher in die Kellerdecke gebohrt, der Keller war dementsprechend eingestaubt.
    Ich habe die Arbeiten nicht ausgeführt, sondern die Vermieter, die im Haus wohnen, haben es veranlasst, also der Elektriker hat dies gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch noch keine Ahnung, dass Asbest auch in Putzen etc. sein könnte.

    Gab es entsprechend asbesthaltige Strukturputze fertig zu kaufen oder wurde das vor Ort beigemischt?

    Bei den entsprechenden Labors steht meist dort, dass man die Proben selbst entnehmen könne?!, abgesehen von der Gefahr, scheint das wohl doch möglich zu sein? Staub von den Arbeiten liegt jedenfalls noch überall rum.

    Die Vermieter sagen, dass im Haus kein Asbest verbaut ist, gebaut haben sie das Haus aber nicht bzw. lassen, sondern gekauft.

    Ehrlich gesagt, hatte ich von Asbest gar keine Ahnung, bin da beim Lesen über etwas anderes drauf gestossen.
    Wir haben auch hinter der Heizung Dämmplatten aus einer Art Styropor, die mit hellem Fliesenkleber o. ä. verklebt sind. Da die Beschichtung unten angeschimmelt ist, müssten diese entfernt werden. Leider wissen die Vermieter nicht, wann dies dorthin kam, müssen Mieter mal gemacht haben. Hatten Asbesthaltige Kleber früher nur eine bestimmte Farbe oder auch hier unsystematisch? Außerdem hat irgendwer wohl die Lackfarbe vom einen Heizkörper auch um den Heizkörper rum an die Wand gemalt, da wollte ich eigentlich auch die Farbe und den Putz etwas abkratzen, wegen des Schimmels.

    Und aufs PCB bin ich dann beim Lesen über Asbest gekommen. :-)
    Wir haben auch Mosaikparkett, welches sich löst und ich keine Ahnung habe, was in dem Kleber drin ist (ist kein schwarzer).

    Ich wollte einfach nur Leute mit Erfahrung fragen, wie hoch das Risiko ist und ob es ratsam ist die Sachen alle beproben zu lassen oder nicht. Danke für Deine ausführliche Antwort.

    Stimmt es Deiner Meinung nach nicht, wie in dem einen Artikel geschrieben wurde, dass Asbest in Wandfarben gemischt wurde, weil sie dann nicht so tropften?

    Viele Grüße und schöne Pfingsten!
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  12. #10
    Stolzenberg
    Gast
    Das Risiko in einem Gebäude dieses Alters Asbest zu finden ist hoch. Dies bedeutet aber nicht, dass das Risiko bei allen Bauelementen oder Baustoffen ebenfalls hoch ist...

    Hier hilft nur ein entsprechend geschulter Fachmann (z.B. Baubiologe) welcher nebenbei bemerkt auch sicherlich preiswerter ist als etliche laienhaft bestimmte Verdachtsflächen und Analysen. An den meisten Einbauorten geht vom Asbest keinerlei Gefährdung aus. Natürlich nur so lange man in diesen Bereichen nicht unsachgemäß "rumwerkelt".

    Asbest besitzt sehr gute Materialkennwerte und war (weil preiswert) ein beliebter Zuschlagstoff in allen möglichen Bauprodukten, daher kann dies sicherlich auch für einzelne Farben oder Malermeister zutreffen.

    An den KANN- oder MÖGLICH-Formulierungen solltest Du erkennen, dass Dir eine klare und zutreffende Aussage hier keiner geben kann und wird. Es gibt zwar ein paar Anhaltspunkte anhand derer man hier als Fachmann vorgeht, aber für einen Laien bewegen sich solche Dinge im Anwendungsbereich des Strafbesetzbuches.

    Vom APUG NRW gibt es einen recht schönen Leitfaden "Gesundheitsbewusst modernisieren" der die wesentlichsten Verdachtsflächen klar benennt, aber natürlich auch nichts über die Exoten sagt. Prinzipiell bleibt es aber immer noch bei der Aussage von KATMat: Die Chance auf Asbest in all Deinen Baustoffen ist gering! Natürlich ist dies eine Angabe der Wahrscheinlichkeit und kein Ausschlusskriterium!
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