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  1. #1

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    Zustimmung zur Abweichung von den aaRdT

    Hi,

    wer muss zustimmen, damit von den aaRdT abgewichen werden kann?
    Folgende Konstellation: Bauherr, GU, Rohbauer. Der Rohbauer hat zur Abdichtung ein Meterial verwendet, das nicht der DIN 18195-4 entspricht. Nun will der Rohbauer von mir die Unterschrift, dass ich mit der Verwendung des Materials einverstanden bin.
    Ist das der normale Weg? Ich hätte erwartet, dass der Rohbauer vom GU die Unterschrift holt und dass sich der GU dann die Unterschrift von mir holt. Schließlich gibt es zwischen mit und dem Rohbauer keinen Vertrag.

    Güße von Oli
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  2. Zustimmung zur Abweichung von den aaRdT

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  3. #2
    Avatar von JSch
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    Zitat Zitat von Mibe25 Beitrag anzeigen
    Ist das der normale Weg? Ich hätte erwartet, dass der Rohbauer vom GU die Unterschrift holt und dass sich der GU dann die Unterschrift von mir holt. Schließlich gibt es zwischen mit und dem Rohbauer keinen Vertrag.
    Ja, sehe ich genau so. Vorsicht Falle.
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  4. #3

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    Wieso zustimmen?

    Der Nachunternehmer macht erstmal dann alles richtig wenn er Bedenken gegen die Ausführung anmeldet. Ansonsten verletzt er Hinweispflichten.

    Eine Bedenkenanmeldung muss natürlich dahin wo sie hingehört nämlich zum Auftraggeber, in dem Fall zum Bauherren. Das ist übrigens auch bei Architekten und Einzelvergabe der einzig richtige Weg. Er kann natürlich (rechtlich perfekt) beide aufklären, Bedenken anmelden und Hinweisen.

    Solch ein Hinweis gehört zu dem der die bedenken verstehen muss. Daher muss nicht nur die Zustimmung erfolgen sondern zuvor eine sprichwörtlich "UMFASSENDE AUFKLÄRUNG" auf alle zu erwartenden Schäden, Mängel und Probleme erfolgen die überhaupt denkbar sind.

    Erst nach einer solchen Aufklärung kann der Zahler der Zeche einschätzen ob er so wie geschildert ausgeführt haben möchte. Belehrt er nur den GU würde doch folgendes passieren:

    GU sagt, machen wir immer so, ist alles toll. Der AG bekommt davon NICHTS mit und wird nicht in diese ihn betreffende Entscheidung einbezogen. So passierts sehr oft fälschlicherweise jeden Tag.
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  5. #4

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    Mein Verständnis vom OP ist aber, dass der Rohbauer schon "Fakten" geschaffen hat und sich das jetzt nachträglich vom Bauherren (unter Umgehung seines direkten Auftraggebers, des GU) freigeben lassen will. Etwas komisch kommt mir das als Laien auch vor.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Mibe25 Beitrag anzeigen
    ..wer muss zustimmen, damit von den aaRdT abgewichen werden kann? ..
    niemand.
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  7. #6

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    Wenn dem so wäre, wäre dies für den Sub nicht befreiend. Der Mangel hätte sich dann bereits am Objekt manifestiert. Nachträglich freizeichnen ohne vorherige Hinweise und Aufklärung ist nicht.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    niemand.


    Oder so, stimmt! Eigentlich besser
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  9. #8

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    Um welches Material handelt es sich denn und was ist die Ausführung mit jenem Material? Unterzeichnen musst du natürlich nicht's.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    niemand.
    schon gar nicht, wenn bereits fakten geschaffen wurden und nicht einmal vorher darüber nachgedacht werden kann.

    ich würde den anlass nehmen und dem auftragnehmer wegen abweichung von den regeln der technik eine mängelanzeige mit fristsetzung und aufforderung zur beseitigung der mängel auffordern.
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  11. #10

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    ...oder mit Vorlage eines Nachweises, dass die Ausführung den ArdT entspricht. Eine DIN Abweichung ist erstmal nicht zwangsläufig eine Abweichung von den aRdT (wenn auch i. d. Regel davon auszugehen ist).

    Hat das Material überhaupt eine Zulassung für den Einsatzzweck?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    ...oder mit Vorlage eines Nachweises, dass die Ausführung den ArdT entspricht. Eine DIN Abweichung ist erstmal nicht zwangsläufig eine Abweichung von den aRdT (wenn auch i. d. Regel davon auszugehen ist).

    Hat das Material überhaupt eine Zulassung für den Einsatzzweck?
    das würde ich nicht machen. wäre taktisch nicht sinnvoll!
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  13. #12

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    Ja, das stimmt. Mängelanzeige mit Fristsetzung und Beseitigungsaufforderung ist schon richtig.
    Die Mängelbeseitigung kann dann natürlich auch in Form eines Nachweises der aRdT erfolgen. So hatte ich eigentlich auch gedacht. sry.
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  14. #13
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    Hi,

    vielen Dank für die Antworten. Vorweg: Es gibt hier im Forum die Diskussion, was GU und was GÜ ist. "Meiner" hat angeblich alles geplant und alle Gewerke fremd vergeben. Sollen wir uns daher auf die Bezeichnung GÜ einigen?

    Ich möchte nun die Nachfrage beantworten:

    Es handelt sich um das Produkt, das am 1.4.2015 vom Hersteller als Neutheit beworben wurde:
    Hersteller: P*I
    Produkt: B_rr_seal Turbo
    Ich hoffe, ich genüge mit dem "*" und den "_" den Vorschriften des Forums.
    Ich frage mich, warum ich hier Versuchskaninchen sein soll. Warum setzt man nicht bewährte Materialien ein, von denen man weiß, dass sie funktionieren?

    Der Keller soll nach DIN 18195-4 abgedichtet werden.

    Der GU sagt ganz sicher nicht: "Machen wir immer so." Denn der GÜ hatte die Abdichtung 5-10cm unter der Geländeoberkante enden lassen . Nachgearbeitet wurde erst, nachdem ich den GÜ darauf hingeweisen hatte, dass die Abdichtung nicht weit genug nach oben geführt ist. Der Materialvorschlag kommt vom Rohbauer, der sich mit dem Hersteller zusammengesetzt hatte, um eine Lösung zu finden. Eine KMB (wie beim Rest des Kellers) wurde deswegen nicht verwendet, weil der GÜ meint, dass man dann mit dem Putz ein Problem bekommt: Dieser würde auf einer KMB nicht haften. Warum man keinen Putzträger zwischen KMB und Putz einsetzen kann, konnte der GÜ nicht beantworten, so dass ich etwas ratlos bin.
    Weiteres Problem sind noch die Dübel der oberen Reihe der Perimeterdämmung, die die KMB perforiert haben. Ich habe deswegen kurz mit dem Rohbauer gesprochen: Der hat keine Information bekommen, wo die Geländeoberkante ist. Ich habe den Rohbauer außerdem gebeten zu klären, ob seine Abweichung der Schichtdicke vom Hersteller "abgesegnet" wird. Die Schichtdicke beträgt zwischen 1 mm und 10 mm, weil Unebenheiten vor dem Abdichten nicht beseitigt wurden.


    @Halbwissender:
    Bevor wir von unterschiedlichen Voraussetzungen aufgehe: Ich dachte immer, dass ich nur gegenüber dem GÜ der AG bin. Der GÜ ist wiederum AG für den Rohbauer, der das Material verwendet hat. Oder bin ich als Bauherr immer der "globale Auftraggeber", also auch Auftraggeber für den Rohbauer?

    @Rechter Winkel:
    Wie prüfe ich die Zulassung? Das Ü-Zeichen ist vorhanden.
    Im Datenblatt steht: "Die Anwendung von PC* Ba__aseal Turbo als Ersatz für eine Polymermodifizierte Bitumendickbeschichtung nach DIN 18195 ist in der geltenden Norm nicht geregelt. Die Anwendung von PC* Ba__aseal ist bauordnunsrechtlich geregelt und zugelassen. Bei Verwendung als Bauwerksabdichtung im Sinne der DIN 18195 hat daher der Verarbeiter den Bauherrn davon in Kenntnis zu setzen und eine schriftliche Bestätigung einzuholen, dass der Auftraggeber mit dem Einsatz des Produkts einverstanden ist."

    Grüße von Oli
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Das wird eine spannende Geschichte. Am Ende ist es ein Zwidder aus vergüteter Dichtschlämme und "Flüssigkunststoff". Grundsätzlich würde ich sagen, dass du das nicht akzeptieren musst. 1. Schichtdicken nicht eingehalten wurden und somit unterhalb des Soll liegen. 2. Du nicht im Vorfeld aufgeklärt wurdest mit allem was dazu gehört - da sehe ich selbst das vom Hersteller entwickelte Zusatzschreiben für ungenügend. Es klärt dich Laien nämlich nicht über mögliche Nachteile, Schäden usw auf. Das hätte dein Rohbauer aber tun müssen, egal ob der Vertrag mit deinem GÜ bestand.

    Wenn du also nicht mitspielen willst, dann wird die Sache ziemlich eindeutig werden. Dazu braucht es dann wohl nur einen guten Fachanwalt.
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  17. #15

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    mibe - noch einmal: du musst solchen sonderkonstruktionen vor der ausführung zustimmen, nicht wenn fakten geschaffen wurden. anstatt irgendwelche zeichen und aufkleber zu suchen, würde ich dem gü eine mängelanzeige überreichen.
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