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  1. #1

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    Außendämmung 10cm ausreichend?

    Hallo,
    ich habe ein Häuschen geerbt. Das Haus hat eine Grundfläche von 8,30x7.70m und eine Höhe mit Satteldach von 9,80m. Haus am Hang über 3 Geschoße, viel Außenfläche zur Wohnraumfläche.

    Das Haus bzw. das Dach wurde vor 10Jahren Neu gedeckt und neue Isolier 2fach Fenster eingebaut. Vergessen wurde bei der Dachdeckerarbeit den Dachvorsprung zu erweitern, derzeit 16cm. Nun denke ich daran das Haus mit einer Wärmedämmung zu versehen. Unbedingt, das Dach wieder teilweise abtragen und den Dachvorsprung erhöhen möchte ich, wenn möglich vermeiden.

    Macht es einen Sinn statt der üblichen 15cm Dämmung nur auf 10cm zu gehen? Welche Art von Dämmung ist nach heutigem Stand der Technik für meinen Fall empfehlenswert?

    mfg
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  2. Außendämmung 10cm ausreichend?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Skalare Beitrag anzeigen
    Macht es einen Sinn statt der üblichen 15cm Dämmung nur auf 10cm zu gehen? Welche Art von Dämmung ist nach heutigem Stand der Technik für meinen Fall empfehlenswert?
    Wie kommst du drauf, dass 15cm üblich sind? Es kann dir von hier aus Keiner sagen, ob die 10cm reichen. Lass das Gebäude bilanzieren und schaue, ob Du bei 140% Referenzgebäude rauskommst ... wenn ja .. reicht's ... wenn nicht ... dann nicht.
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  4. #3

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    Wenn ich Dich richtig verstehe planst Du eine Einzelmaßnahme (Wärmedämmung der Gebäudehülle). Hier solltest Du einen U-Wert von <= 0,2 W/m²K anstreben, sofern Du den Investitionszuschuss in Höhe von 10 % der Kfw nutzen möchtest (zusätzlich wird ein hydraulischer Abgleich notwendig).
    Ich kenne zwar Deine Aussenwand nicht, aber angenommen Du hast eine 25 cm dicke Ziegelwand mit 1400 kg/m³, dann erreichst Du den Wert gerade so mit einer 10 cm dicken Polyurethan Dämmung (Lambda 0,022). Sofern Geld nur eine untergeordnete Rolle bei Deiner Aussenwanddämmung spielt, kannst Du auch Aerogeldämmung oder Vakuum-Isolationspaneele nehmen.
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  5. #4

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    Ein Blick in die EnEv sagt, U-Wert 0,24W/m2K. Je nach Wandaufbau kommt man mit 14cm in WLG035 oder 032 hin. Das müsste man rechnen. Dämmstoffe mit sehr guter WLG sind unverhältnismäßig teuer, deswegen sollte man auch seinen Geldbeutel befragen.

    Kostenmäßig dürfte ein WDVS aus EPS wohl unschlagbar sein, vor allen Dingen wenn man mit Standard-WLG klar kommt. Wer, aus welchen Gründen auch immer, mit EPS so seine Probleme hat, der muss nach Alternativen schauen. MiWo, Holzfaser, da gibt es viele Möglichkeitien.
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  6. #5

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    Da das Haus vermutlich in Baden-Württemberg steht:
    je nachdem kann es auch aus Gründen des EWärmeG notwendig sein, die Dämmung über die Anforderung der EnEV hinaus zu erhöhen.
    Da sollte man sich zumindest mal über die Heizung Gedanken machen und ob diese ggf. ersetzt werden muss und welcher Energieträger genutzt wird.
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  7. #6
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    Wer schreibt eigentlich mir vor was ich tun und lassen muss, wer kontrolliert?

    Eine neue Öl-Heizung ist 1992 eingebaut worden! Bin noch am überlegen diese durch Ölbrennwert oder Gasbrennwert zu ersetzen.
    Gas liegt neuerdings in der Straße vorm Haus.

    Meine Frau möchte unbedingt zusätzlich einen Kaminofen im Wohnzimmer, eventl erweitere ich auf Kaminofen mit Wassertasche.

    Alfons Fischer, habe noch einen Beitrag laufen mit einer Frage an Dich, zu Aerogelgranulat Spezialputz.

    mfg
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Skalare Beitrag anzeigen
    Wer schreibt eigentlich mir vor was ich tun und lassen muss, ....
    Bauordnung, EnEV....ich denke mal, dass Dir bekannt ist, was man unter "Verordnung" versteht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung

    wer kontrolliert?
    Braucht´s immer jemanden der kontrolliert? Dann muss ich wohl an einer roten Ampel nur dann anhalten wenn ein Polizist daneben steht?

    Die Überwachung obliegt den Bundesländern, und wie die das regeln, das weiß wohl noch niemand so richtig. Es gab mal Überlegungen, dass die Schornsteinfeger in Ihrer Aufgabe als beliehene Stelle und Energieberater diese Überwachung sicherstellen sollen, aber davon ist man wohl wieder abgerückt. Ob sich die lokalen Bauämter hier vor den Karren spannen lassen, und wie die das personell machen sollen, das wird man sehen. Vielleicht wird ja in den Landratsämtern eine Abteilung angesiedelt, oder.......
    Wer weiß, vielleicht steht morgen ja der EnEV-Polizist vor Deiner Tür und schaut ob die Heizungsrohre in Deinem Keller gedämmt sind.
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  9. #8

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    Mann sollte den Enev Trend einfach aussitzen. Das geht vorbei.

    Grundsätzlich wäre die Frage zu stellen, ob die Enev überhaupt mit der Verfassung in Einklang zu bringen ist. Ein Zwang für Hauseigentümer fünfstellige Beträge in fragwürdige Dämmmaßnahmen zu investieren halte ich persönlich für Überprüfenswert. Gibt es eigentlich schon Referenzfälle die bis zum obersten deutschen Gericht weitergereicht wurden? Oder war auf Grund der mangelhaften Kontrolldichte dies bis jetzt nicht notwendig?

    Bei den Rohrleitungen hat der Gesetzgeber ja schon den entsprechenden Wirtschaftlichkeitsaspekt berücksichtigt. Gilt dies eigentlich für alle Enev Maßnahmen?

    Meine persönliche Meinung dazu: Wo kein Kläger da kein Richter.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von zille1976 Beitrag anzeigen
    Mann sollte den Enev Trend einfach aussitzen. Das geht vorbei.
    Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Die enev-Ära wird vorübergehen und nahtlos durch eine Verordnung zum nachhaltigen Bauen abgelöst werden. Da wird dann nicht nur der Energieverbrauch während der Nutzungspahse sondern auch der Gesamt-Ressourcenverbauch von der Erstellung bis zum Rückbau einfließen. Die öffentliche Hand ist bereits dabei dies durch DGNB, BNB und Leed zu testen und sich selbst dazu zu verpflichten. Ihr werdet euch dann noch der "einfachen" enev zurücksehnen. Versprochen.
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  11. #10

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    Ach der zille....eine Verordnung ist und bleibt eine Verordnung, und das ist keine deutsche Erfindung sondern die Umsetzung einer EU Richtlinie. Ob einem ein Gesetz oder eine Verordnung passt oder nicht, das spielt keine Rolle. Ich muss mich auch an Gesetze halten die ich für fragwürdig halte. Wenn ich das nicht will dann muss ich halt auswandern. In Afrika gibt es beispielsweise keine EnEV.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ich muss mich auch an Gesetze halten die ich für fragwürdig halte.
    Und wenn morgen ein Gesetz auf den Markt geworfen wird, was das Fahrradfahren verbietet und zwei PKW pro Haushalt zwingend vorschreibt (weil das Kopfverletzungsrisiko beim Radfahren so hoch ist z.B.) gehst du dann auch zum Autohändler deines Vertrauens und bestellst schonmal?

    Das schöne an deutschen Gesetzen ist, dass sie nicht als Gottgegebn hingenommen werden müssen, sondern angezweifelt werden dürfen. Dafür gibt es dann Richter und Urteile(siehe Gesetz zur Vorratsdatenspreicherung).

    Meine Frage war einfach, ob bisher jemand den Weg über die Gerichte gesucht hat um z.B. diesen Fassadendämmzwang, der alleine nachweislich kaum eine Auswirkung auf den Energieverbrauch hat, zu stoppen.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Die öffentliche Hand ist bereits dabei dies durch DGNB...
    DGNB? Das sind doch die, deren Studien zur Wärmedämmung von Gebäudehüllen von der BASF* finanziert werden.

    *) BASF = größter deutscher Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen
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  14. #13

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    Zitat Zitat von zille1976 Beitrag anzeigen
    Meine Frage war einfach, ob bisher jemand den Weg über die Gerichte gesucht hat um z.B. diesen Fassadendämmzwang, der alleine nachweislich kaum eine Auswirkung auf den Energieverbrauch hat, zu stoppen.
    Die Antwort darauf ist: Der BGH hat geurteilt, dass jemand, der ein angebautes Haus abbricht dem Nachbarn die Wärmedämmung anbringen muss. Den Rest kannst Du dir selbst ausmalen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Die Antwort darauf ist: Der BGH hat geurteilt, dass jemand, der ein angebautes Haus abbricht dem Nachbarn die Wärmedämmung anbringen muss. Den Rest kannst Du dir selbst ausmalen.
    Ich glaube nicht, dass man aus so einem Urteil die rechtmäßigkeit der Enev (Investitionszwang für Hauseigentümer) ableiten kann.

    In dem Urteil geht es wohl eher um die Zerstörung des Gesamtbildes durch den Nachbarn. Hätte das Haus nur Aussenputz und Farbe, wäre der Nachbar vermutlich nur zur Erstattung dieser Kosten verpflichtet.
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  17. #15

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    In dem Urteil geht es wohl eher um die Zerstörung des Gesamtbildes durch den Nachbarn. Hätte das Haus nur Aussenputz und Farbe, wäre der Nachbar vermutlich nur zur Erstattung dieser Kosten verpflichtet.
    EnEv gelesen und verstanden? Wenn ja, dann musst du dir über die Rechtsgültigkeit solch einer Verordnung keine Gedanken mehr machen und schon gar nicht mutmaßen was im Falle nötig wäre.
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