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  1. #1

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    Asbest in Gartenhütte

    Hallo,

    ich habe mich eben hier angemeldet und deswegen eine kurze Einleitung: Ich bin Alex, Ende 20 und leider ein totaler Laie was Bauen jeglicher Art angeht. Ich habe vor einiger Zeit ein kleines, abgelegenes, verwildertes Gartengrundstück geerbt auf dem eine kleine Hütte (7 bis 8 m²) steht. Es gibt keinen Bauplan oder sonstige Dokumente, Baujahr vermutlich 1970er, kann aber auch eher gewesen sein. Es gibt dort keinen Strom und kein Wasser.
    Nach dem Todesfall hatte ich weder Zeit noch Nerv, aber jetzt habe ich ein bisschen Zeit und wollte mich endlich dem Grundstück widmen. Als ich davon erzählte, warf ein Bekannter dann das Asbest-Wort in den Raum in Bezug auf das Dach der Hütte. Also suchte ich im Netz nach Infos und dann las ich erstmal wo überall Asbest drinstecken kann. Das war mir ja gar nicht bewusst, dass es auch Asbest-Putz und solche Geschichten gibt...
    Je mehr ich darüber lese, desto unsicherer werde ich. Das Spektrum reicht ja überspitzt von "Einmal Asbest eingeatmet und in 10 Jahren biste tot" zu "Alles halb so wild, ich schniefe Asbest jeden Abend und lebe immer noch".

    Ich habe mal Fotos von der Hütte gemacht. Die Wände scheinen gemauert zu sein und haben innen eine Dämm-Platte davor, die dann verputzt wurde. Die Decke ist nicht gemauert, die rostigen Stahlträger lassen wohl auf Beton schließen?! Jedenfalls blättert die Decke ganz schön ab.

    Was ich eigentlich vorhatte bevor ich mir zu viele Asbest-Gedanken gemacht habe:

    - Tür abkleben, abnehmen und zur Deponie fahren. Denn was immer da für eine Wolle raus kommt, gesund kann es sowieso nicht sein.
    - Kaputte Dachpappe entsorgen und neues System aufbringen.
    - Innen die lose Decke abklopfen, neuen Putz drauf
    - Streichputz auf die Wände
    - Außen auch nochmal Putz drauf, ein paar Holzgitter und dann Efeu/Wilden Wein hochrangeln lassen.

    Natürlich wird in der Hütte niemand auf Dauer wohnen, aber ab und zu darin mal eine Nacht schlafen hatte ich schon angedacht.


    Und jetzt versuche ich mal konkrete Fragen zu stellen:
    Kann ich die Decke bedenkenlos abklopfen oder kann auch dort Asbest im Putz oder im Beton sein? Weil dort würde ja dann am meisten Staub aufgewirbelt.

    Die Wände sehen eigentlich noch gut aus. Bis auf die Kanten an der Tür und am Fenster. In wand_unverputzt.jpg sieht man noch die unverputzen Platten als Draufsicht. Da hat der Putz wohl nicht mehr gereicht. Ich nehme an, dass es die gleichen Platten sind, die man aufgebrochen in wand_verputzt_loch.jpg sieht. Das in der Mitte dürfte vielleicht Styropor sein. Aber was ist das davor und dahinter? Mit den ganzen Spinnenweben ist es schwierig Fasern zuzuordnen.

    Kann ich dieses aufgebrochene Loch an der Kante zur Tür einfach zuspachteln oder ist das keine gute Idee?


    Rechts neben der Hütte ist eine kleine Mauer mit aufgeschütteter Erde, was aber alles schon total abgesackt ist. Zwischen Mauer und der Hütte hängt ein komisches Vlies. Eigentlich sieht es ja aus wie ein ganz normales Vlies, was ich aus dem Baumarkt kenne. Aber ist das vielleicht Asbest? Die Mauer wollte ich nämlich platt machen.

    Sollte ich da insgesamt einen Fachmann hinzuziehen oder ist das dann eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen und ich mache mir zu viele Gedanken? Der Wert des Grundstückes beläuft sich vielleicht auf 3000 Euro. Wobei der Wert ja eigentlich keine Rolle spielt, wenn es um die Gesundheit geht. Aber leider hängt das Geld bei mir nicht wirklich locker.

    Aber jetzt habe ich langsam genug geschrieben, sonst liest es ja keiner

    Würde mich über Antwort jeglicher Art freuen.

    Gruß
    Alex

    wand_unverputzt.jpg wand_verputzt_loch.jpg decke_innen.jpg tuer.jpg vlies_neben_huette.jpg dachpappe.jpg
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  2. Asbest in Gartenhütte

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    Hier sind die zwei Wand-Bilder von oben nochmal hochauflösend. Sonst erkennt man zu wenig.


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  4. #3
    Themenstarter

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    Sorry, da ist etwas mit den Links schief gelaufen und editieren kann ich den Beitrag nicht.
    Hier die sind die richtigen zwei Bilder von der Wand in größerer Auflösung:


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  5. #4

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    Zitat Zitat von Alex00 Beitrag anzeigen
    ... kleines, abgelegenes, verwildertes Gartengrundstück geerbt auf dem eine kleine Hütte (7 bis 8 m²) steht.
    sieht weniger aus wie eine Gartenhütte sondern eher wie ein Bunker zur Aufbewahrung von Sprengstoff oder Munition
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  6. #5
    Stolzenberg
    Gast
    Asbest hast Du in den Dachplatten. Beim Rest ist das Risiko der Optik nach gering und auf Basis der Fotos kann hier eh keine klare Aussage gemacht werden.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Es sieht wirklich aus wie ein Bunker, aber Munition und Sprengstoff habe ich jedenfalls nicht gefunden
    Es waren/sind ein paar alte Gartenmöbel und Leitern drin. Wenn es wirklich mal als Bunker dienen sollte, dann ist das Ding vielleicht sogar noch älter und es war vor der Asbesthochzeit. Wäre ja nicht verkehrt.

    Aber ich werde dann die Dachplatten auf jeden Fall auf Asbest testen lassen. Angenommen da ist Asbest drin, ist dann nicht das gesamte Grundstück kontaminiert? Immerhin verrottet die Dachpappe dort schon seit Jahrzehnten und bröselt vor sich hin. Ist auch schon einiges abgebrochen. Und da alles so zugewachsen ist, ist es auch nicht allzu windig und es weht kaum was weg.

    Müsste man dann die obere Erdschicht im Umkreis der Hütte abtragen oder wie wird sowas gehandhabt?
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  8. #7

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    Asbesthaltige Dachplatten etc. sind völlig unproblematisch (solange man nicht an ihnen herumsägt usf.).
    Man kann und darf sie auch belassen. Oder sie werden vorsichtig abgenommen und entsorgt (d.h. für teuer Geld auf die Deponie geworfen und dort mit etwas Glück nach einem Jahr mit etwas Erde bedeckt...).

    Ob sich das Verlies zum Schlafen sonderlich eignet?
    Wenn es mein Grundstück wäre, würde ich dafür auf oder neben den Bunker eine nette Holzhütte stellen.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Themenstarter

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    Danke für Deine Antwort. Da bin ich schon etwas beruhigter
    Gesägt habe ich zwar nicht daran, aber an den Enden zerbröselt die Dachpappe schon sehr stark.
    dachpappe.jpg

    Im jetzigen Zustand eignet es sich jedenfalls nicht zum Schlafen. Ich würde es schon noch ein bisschen aufhübschen. Aber ich bin prinzipiell auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Und ich hatte angedacht das Grundstück einer Freundin zur Verfügung zu stellen, die sogenannte schwer erziehbare Jugendliche betreut. Die können dort mal ein Wochenende ohne Handy, Strom und fließendes Wasser verbringen und ein bisschen Gemüse anpflanzen und sich selbst ihr Feuerholz hacken. Das erdet ungemein und ist oft besser als jeder Jugendknast. Und deswegen soll das gar nicht so luxuriös werden . Die können ja auch zelten. Wichtig ist nur, dass es gesundheitlich unbedenklich ist. Deswegen werde ich es auch testen lassen.

    Ich dürfte aber ohnehin keine neue Hütte errichten, weil es für das Grundstück keine Bau-Genehmigung gibt. Auch der Bunker hat eigentlich keine Genehmigung.
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  11. #9
    winkel
    Gast
    Tach!
    Beim Lesen ist mir irgendwie aufgefallen, dass hier von zweierlei Dingen geschrieben wird:

    1. Asbesthaltige "Dachplatten": Kennt man auch als "Wellasbestzementplatten". Die sind auf der Außenseite meist rot/ rotbraun, Unterseite zementgrau und zwischen 5 und 10 mm dick. Die Wellasbestzementplatten wurden oft auf eine Unterkonstruktion aus Holz montiert. Beim Abbruch ist Schutzkleidung zu tragen und Staub zu vermeiden... Fachfirmen/ Schadstoffsanierer/ entsprechende Laboratorien wissen das am besten. Der Entsorger wird dir sagen, dass du Bigpacks benötigst, um die Platten zu verpacken und dann entsorgen zu lassen.

    Ich glaube aber du hast ein anderes Dach:

    2. Bitumendach! Du schreibst, dass du Dachpappe drauf hast- die kann auch schadstoffhaltig sein... aber eher PAK und nicht Asbest. PAK- haltige Baustoffe sind halt auch als Sondermüll zu entsorgen, haben aber keine lungengängige fasern, sondern eher schädliche Ausdünstungen.

    In Türen- vor allem Brandschutztüren- kann Asbest enthalten sein.

    Aus der Ferne kann man das alles nicht so recht beurteilen.
    Ich denke, dass im privaten Bereich es ausreicht den örtlichen Entsorger/ Müllabfuhr zu löchern.

    Viel Erfolg!
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