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Streifenfundament in Lehmboden

Diskutiere Streifenfundament in Lehmboden im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Streifenfundament in Lehmboden

    Hallo zusammen,

    für den Bau einer Holzterasse habe ich den Graben für ein Streifenfundament ausgehoben (80cm tief). Der Boden ist eigentlich komplett Lehm. Wenn es trocken ist, ist der Boden steinhart. Gestern hatte es mal wieder stärker geregnet und ich musste kurz raus in den Graben und dort ist mir erstmal richtig bewusst geworden, wie extreme weich und schlammig der Boden wird wenn er feucht/nass ist. Bin mit meinen Gummistiefeln sicherlich 15 oder 20cm eingesunken. Nun habe ich etwas sorge wegen meinem Streifenfundament. Also ob da die Stabilität dann überhaupt noch gegeben ist. oder muss ich den Graben irgendwie vorbereiten bevor ich Beton einfülle. Ich hab geplant eine Schalung zu bauen, weil der Betonstreifen etwas höher sein muss als die Ebene (das nur am Rande). Den Boden verdichten etc. bringt ja nichts weil mit Regen wird er ja direkt wieder weich. Auf der anderen Seite ist ja irgendwann mal Beton drin....also dann würde ja nicht mehr direkt Wasser unter den Betonstreifen können....
    Jemand Ideen und Ratschläge?

    Gruss
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  2. Streifenfundament in Lehmboden

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  3. #2
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    lehmiger Boden ist halt feuchtigkeitsempfindlich, Gründungssohlen müssen vor Nässe geschützt werden, weil sie sonst aufweichen.

    Die Matsche musst du jetzt rausholen und durch tragfähiges Auffüllmaterial ersetzen.

    Gründung auf noch nicht aufgeweichtem Lehmboden ist dagegen unkritisch, soweit Frostfreiheit gesichert.
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  4. #3
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    Hallo Manfred,

    danke für die Antwort. Du schreibst "Gründung auf noch nicht aufgeweichtem Lehmboden ist dagegen unkritisch".
    Bedeutet das, ich warte einfach paar trockene Tage ab (dann ist der Boden ja wieder hart) und dann betoniert ich einfach und gut ist? Weil dann kann ich ja die "Matsche" auch drin lassen, wird ja alles wieder hart wenn trocken...

    Gruss
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  5. #4

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    Einmal durchgeweichter Lehm wird 1. nicht sooo schnell wieder trocken und 2. ist dessen Struktur zerstört, so dass sich die Tragfähigkeit nicht wieder regeneriert (zumindest nicht in Zeiträumen, in denen Menschen normalerweise denken).
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  6. #5
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    wie Taipan
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hmm....aber wie soll ich das denn machen. Wenn ich jetzt meine Schalung bau, dann komm ich nicht mehr so ohne Weiteres auf den "Grund" des Grabens. Also selbst wenn ich jetzt die Matsche raus hol, bis ich die gesamte Schalung gebaut habe vergehen 3-4 Wochen, bis dahin regnet es ja höchstwahrscheinlich wieder. Dann ist die nächste Schicht wieder Matsche...
    Und was heisst "nicht in Zeiträumen, in denen Menschen denken" => braucht der Lehmboden 20 Jahre bis er wieder seine Struktur hat? Wie gesagt, die Oberfläche (also nebem dem Graben - ist ja auch Lehm) ist auch matschig wenns regnet, aber nach 2 Tagen sonnenschein ist das wieder so hart, dass man mit keiner normalen Schaufel durch kommt....
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  8. #7
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    Matsche muss raus!

    und Gräben kann man gegen Tagwasser schützen, Planen wurden bereits erfunden
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  9. #8

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    Ganz einfach - ein Tag, zwei Mann, drei Arbeiten
    1) Matschepampe raus.
    2) Schalung einbauen
    3) Betonieren.
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  10. #9

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    Matschepampe lässt sich nicht verdichten. Vielleicht ist das Zeug in 5000 Jahren wieder tragfähig, viel vorher nicht.

    Ich würde in 2 Abschnitten betonieren:
    1. Schalung raus, Pampe raus, Gräben sofort betonieren bis kurz unter die Oberfläche
    2. einschalen, Rest betonieren

    Ob die 80 cm Tiefe als frostfreie Tiefe ausreichen, ist auch zweifelhaft. Frag mal wenigstens bei einem Baugrundgutachter in Deiner Nähe nach, wo er die frostfreie Tiefe ansetzen würde. Ich habe mal ein Baugrundgutachten aus dem Thüringer Wald gelesen, da war die frostfreie Tiefe bei 1,40 m!
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  11. #10
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    Hallo,

    ehrlich gesagt gefällt mir der Vorschlag von Thomas bisher am besten. Es ist zwar leicht gesagt, 2 Mann 1 Tag alles easy aber das ist ein Streifen von 25 Meter, nicht linear sondern teils verwinkelt....ich bezweifel, dass man das alles mal eben so schnell hinbekommt. Auch mit einer Plane abdecken ist nicht so einfach.....der Graben liegt innerhalb eines leichten Gefälle vom Hause weg, wenn es da regnet, läuft es direkt weg vom Haus (was ja gut ist) in den Graben hinein. Das bekommt man mal eben mit einer Plane nicht so dicht, dass da kein Wasser mehr rein läuft.

    Aber zurück zum Vorschlag von Thomas.
    - Schalung raus muss nicht weil hab ich noch nicht angefangen
    - Pampe raus => wie merke ich, wieviel Pampe raus muss, weil wenn es jetzt 2 Tage nicht regnet (und erst dann kann ich ja weiter dran schaffen, bzw. eben kurz vor dem Betoniertermin), dann ist die Pampe ja wieder hart. Also wie erkenne ich Lehmboden, dessen Struktur nicht mehr in Ordnung ist (wie oben erwähnt)
    - wenn ich zweistufig betoniere, also zuerst den Graben ohne Schalung und anschliessend oben drauf eine Schalung, verbinden sich die zwei Betonschichten dann vernünftig? Oder gibts da irgendwelche Mittel als Zwischenschicht?

    Gruss & Danke für Eure Hilfe.
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  12. #11

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    Wo der gewachsene Boden anfängt, ist eigentlich zu merken. Mehr ist aus der Ferne nicht zu sagen. Ob der Boden wirklich Lehm ist? Wenn ja, fest, Konsistenz? Oder Ton, Schluff, Konsistenz, das alles spielt eine Rolle. Warum sollten sich die Schichten "vernünftig" verbinden? Für Druckkräfte reicht es, für Zugkräfte muss Bewehrung rein. Was "vernünftig" ist bestimmen die Anforderungen. Sollen da noch Geländer verankert werden, muss der Anschluss "vernünftig" sein.

    Eine Onlinestatik wird es aber hier nicht geben.
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  13. #12
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    Also von "gewachsenem" Boden kann keine Rede sein. Als das Haus gebaut wurde, hat man ungefähr 2 Meter Material aufgeschüttet (mit primär lehmigen Boden wie es scheint) um mit der Gartenfläche auf Niveau zu kommen, da das Haus eben etwas höher liegt als die Strasse (leichter "Hang"). Und nun werd ich ja sicher nicht 2 Meter tiefe Graben für ein Streifenfundament ausheben bis ich auf gewachsenes Terrain stosse
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Eine Onlinestatik wird es aber hier nicht geben.
    und die Grenzen zur hier nicht erfolgenden DIY-Beratung sind inzwischen auch schon deutlich angekratzt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Na ihr seid mir son Proficlub


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  17. #15
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    wie meinst du denn das?

    Du hast doch hier schon Informationen bekommen, die du vorher noch nicht hattest und die für dich einen hohen Wert haben.

    Oder?
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