Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    allebenutzernam
    Gast

    Wie selbst Estrich schleifen und polieren?

    Hallo Zusammen,

    wir planen einen Sichtestrich in unserem Wohnhaus und wollen die meisten Arbeiten selbst machen. Der Estrich (Zementestrich) wurde schon gelegt und Flügelgeglättet. Wir würden Ihn gerne mit Öl oder Wachs imprägnieren und nun stellen sich uns eine Reihe von Fragen. Um die Oberfläche zu vergüten wurde uns empfohlen den Estrich zu schleifen bzw. zu polieren. Wir wollen keine Terazzooptik sondern eine Betonoptik (also Körner sollen wenn überhaupt nur wenig sichtbar sein).
    - Wie viele Schleifgänge braucht es um die Oberfläche zu vergüten? Mit welchem Korn sollte geschliffen werden? Taugen die Leih-Schleifgeräte aus dem Baumarkt etwas? Diamantschleifscheiben oder Korund-Pappen? 200m^2 Fläche
    - Muss der Boden im Anschluss noch poliert werden? Welchen Aufsatz bzw. welches Korn verwendet man zum polieren?
    - Muss der Boden vor der Wachs- bzw. Ölimpregnierung vorher mit Wasserglas vorbehandelt werden? Ist ein naträgliches Wachs-Imprägnieren nach Wasserglas überhaubt möglich?
    - Was sind die Unterschiede zwischen Wachs und Öl?

    Gibt es generell Einwände gegen das Vorgehen abseits von Ratschlägen es eine Fachfirma machen zu lassen? Was ist beim Handschleifen der Ecken zu beachten?

    Vielen Dank schon mal im Voraus für die Mühen und Arbeit mir meine Fragen zu beantworten.
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  2. Wie selbst Estrich schleifen und polieren?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von allebenutzernam Beitrag anzeigen
    ... Wir wollen keine Terazzooptik sondern eine Betonoptik (also Körner sollen wenn überhaupt nur wenig sichtbar sein). ...
    Wenn Du einmal den Schleifer auch nur ansatzweise aufsetzt, werden die Körner sichtbar sein ...

    Wenn es vernünftig sein soll, würde ich an Deiner Stellen den Ehrgeiz zügeln und eine Fachfirma ranholen.
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  4. #3
    Lebski
    Gast
    Zitat Zitat von allebenutzernam Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    wir planen einen Sichtestrich in unserem Wohnhaus und wollen die meisten Arbeiten selbst machen. Der Estrich (Zementestrich) wurde schon gelegt und Flügelgeglättet. Wir würden Ihn gerne mit Öl oder Wachs imprägnieren und nun stellen sich uns eine Reihe von Fragen. Um die Oberfläche zu vergüten wurde uns empfohlen den Estrich zu schleifen bzw. zu polieren. Wir wollen keine Terazzooptik sondern eine Betonoptik (also Körner sollen wenn überhaupt nur wenig sichtbar sein). In einem solchen Fall wäre ein Härten der Oberfläche mittels Hartstoffeinstreuung im Zuge des Glättens sinnvoll gewesen.
    - Wie viele Schleifgänge braucht es um die Oberfläche zu vergüten? Mehrere, in Abhänigkeit von Ausgangshärte und gewünschtem Poliergrad.
    Mit welchem Korn sollte geschliffen werden? In Abgestuften (s.o.), passenden Körnungen von grob zu fein.
    Taugen die Leih-Schleifgeräte aus dem Baumarkt etwas? Nein
    Diamantschleifscheiben oder Korund-Pappen? Weder noch. Kunststoffgebundene Diamantwerkzeuge. Gibts nicht im Baumarkt, nur beim Maschinenhersteller für deren Geräte
    200m^2 Fläche
    - Muss der Boden im Anschluss noch poliert werden? Welchen Aufsatz bzw. welches Korn verwendet man zum polieren? Schleifen geht ins Polieren über.
    - Muss der Boden vor der Wachs- bzw. Ölimpregnierung vorher mit Wasserglas vorbehandelt werden? Ist ein naträgliches Wachs-Imprägnieren nach Wasserglas überhaubt möglich? Wasserglas ist beim Schleifen möglich und sinnvoll. Kann später beim Polieren geölt und gewachst werden.
    - Was sind die Unterschiede zwischen Wachs und Öl? Öl dringt ein, Wachs ist eher zum polieren

    Gibt es generell Einwände gegen das Vorgehen abseits von Ratschlägen es eine Fachfirma machen zu lassen? Was ist beim Handschleifen der Ecken zu beachten?

    Vielen Dank schon mal im Voraus für die Mühen und Arbeit mir meine Fragen zu beantworten.

    Einwände? Nö. Bei uns dürfen Mitarbeiter frühstens nach 2 Jahren an die Maschinen. Hat so seine Gründe.
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  5. #4

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    12.2009
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    103
    Zitat Zitat von JamesTKirk Beitrag anzeigen
    Wenn Du einmal den Schleifer auch nur ansatzweise aufsetzt, werden die Körner sichtbar sein ...
    Sehe ich hier mit Einschränkung, da die Fläche zuvor Flügelgeglättet wurde. Ich habe selbst schon mal eine Fläche von 80qm mit einem Diamantschleifer bearbeitet die zuvor Flügelgeglättet wurde. Durch das Flügelglätten sammelt sich in der oberen Schicht Zementschlämpe - solange man in diesem Bereich herumschleift, sieht man noch keine Steine.
    Das vorherige Flügelglätten macht es m.E. aber eher schwieriger eine gleichmäßige Optik hinzubekommen, da die oberste Schicht nicht unbedingt überall exakt gleich dick ist. Sobald dann irgendwo Steine sichtbar werden, wird man wohl aus optischen Gründen die gesamte Fläche soweit runterschleifen wollen. Das ist dann auch nicht unbedingt trivial, da der Untergrund dann langsam härter wird.

    Irgendwann braucht man dann Schleifsegmente mit anderer Härte - und Erfahrung.

    Ich würde aber die Ratschläge vom Chef der Enterprise und Lebski unterstreichen: Ich halte es nicht für unmöglich, das selbst zu machen, aber man wird viel Lehrgeld in Form von Diamantsegmenten zahlen. Ich denke zwar, dass ich nach den 80qm das ganz gut hinbekomme - würde mir für meinen Keller auch reichen aber noch nicht im Wohnbereich.

    Ein Tipp noch: Lege doch mal eine lange Richtlatte auf die Fläche - wenn Du hier Ebenheitstoleranzen von mehr als 5 mm hast (weniger würde mich wundern) dürfte es schwierig bis unmöglich sein, sich bei der Schleiferei nicht bis zu den Steinen vorzuarbeiten.
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