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Frage zur Verlegung von Lüftungsrohren in einer Betondecke

Diskutiere Frage zur Verlegung von Lüftungsrohren in einer Betondecke im Forum Baumurks in Wort und Bild auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage zur Verlegung von Lüftungsrohren in einer Betondecke

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage zur Verlegung von Lüftungsrohren einer Lüftungsanlage in einer Betondecke.
    So sah das aus:
    IMG_1315.jpg IMG_1319.jpg L1.jpg

    Da hat der Architekt, als er das gesehen hat, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
    Er ist der Meinung das die Rohre nicht so eng zusammen liegen dürfen da kein Beton zwischen die Rohre laufen kann.
    Auch der Endpunkt (Bild3), wo die Rohre dann wieder aus dem Boden kommen, sieht für mich nicht wirklich gut aus.

    Die Firma die die Rohre verlegt hat sagt nur: Das machen wir immer so....

    Wir haben die Rohre dann neu verlegen lassen und auch am Endpunkt die Position der Rohre verändert.
    So sieht es jetzt aus:
    neu1.jpg L2.jpg

    Die Kosten für das Verlegen der Rohre, so das es einen Abstand zwischen den Rohren gibt, will jetzt natürlich keiner übernehmen.

    Was meint ihr dazu? War das am Anfang schon Ok? Muss ich die Kosten für die Verlegung tragen?
    Ich mein, da geht es jetzt zwar am Ende nur um ca. 400,- Euro, aber haben oder nicht haben...

    Jetzt schon vielen Dank für eure Meinung und/oder Hilfe zu der Geschichte!

    Viele Grüße
    Rainer
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  2. Frage zur Verlegung von Lüftungsrohren in einer Betondecke

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  3. #2

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    Was sagt denn der Tragwerksplaner dazu???
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  4. #3
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    Der Statiker fand das auch nicht OK.
    Die Firma die die Rohre verlegt hat sagt: Das hätte der Statiker einberechnen müssen. Die würden die Rohre immer so verlegen, wenn das nicht OK wäre, dann würden die die Rohre ja immer falsch verlegen.
    Ich weiß da echt nicht weiter... der eine sagt das, der andere das...
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  5. #4

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    Wenn die Rohre IN der Betondecke liegen, muss ddr Statiker das vor seiner Berechnung wissen.
    Wusste er im Vorfeld davon ?
    Eigentlich sollte es eine Planung für die Lüftung geben. Dann könnte der Statiker schauen, was wie in die Decke kann. Mir scheint es so, das er davon nix wusste. Wer plant denn die Lüftungsanlage ?

    Wie dick wird denn die Decke ?
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  6. #5

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    1) Was die Firma "Immer" macht, ist rel. schietegal! Bei Dir haben sie so zu verlegen, wie es bei Deinem Bau erforderlich ist.

    2) Wenn der TWP "not amused" war, dann muss der Dreck da wieder raus.

    3) Entscheidende Frage, wer hat denn da was wie geplant.

    Richtig läufts wie folgt:
    Ihr sagt - will Lüftung
    Planer sagt - brauche Querschnitts- und Trassenplanung.
    Ihr entscheidet, wer diese macht und erteilt einen Auftrag
    Planer Haus und Planer Lüftung setzen sich zusammen und fusseln Ideen aus, wie und wo die Leitungen gelegt werden
    TWP bekommt das, schlägt die Hände überm Kopf zusammen, verhaut die beiden und alle drei machen ein vernünftiges Konzept
    Planer und TWP arbeiten das in ihre Planungen ein
    Firma bekommt LV mit Angabe zur Art der Verlegung
    Firma verlegt nach Planung
    Alle sind glücklich

    Wo bei Euch ist da etwas nicht so gelaufen?

    Jetzt haben alle erstmal ne Menge zu tun, um das geradezubiegen!
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  7. #6

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    Schöne Beschreibung
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  8. #7

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    Hallo,

    das liest sich schon sehr konfus.

    Wer hat das so beauftragt?? ... an deinem Architekt vorbei? ... ist der Architekt noch "im Spiel" ... bezahlst du ihn noch für die aktuellen LP´s???



    ... der Bauschaum ist der Überknaller

    LG
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Rainer33 Beitrag anzeigen
    Die Firma die die Rohre verlegt hat sagt nur: Das machen wir immer so....
    Merke: Auf einer Baustelle wird niemals irgendjemand zugeben, dass er Mist gebaut hat. Ein Hauptteil der Ausbildung besteht darin, Ausreden auswendig zu lernen. "Das machen wir immer so" ist der Klassiker, der geht bereits im 1. Lehrjahr in Fleisch und Blut über.

    Ich frage mich aber, warum die einfach so drauflos werkeln können. Da liegt vermutlich noch mehr im Argen. Üblich wäre, dass die Verlegung der Rohre geplant wird, dass der TWP das berücksichtigt und/oder vorgibt wo und wie die Rohre verlegt werden dürfen. Wer hat jetzt den Schwarzen Peter, und damit den Mehraufwand, an der Backe? Entweder derjenige der die Verlegung nicht oder falsch vorgegeben hat, oder derjenige der falsch ausgeführt hat.
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  10. #9
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    Augenscheinlich: Rohrdurchmesser >10% der statischen Höhe (nicht Deckendicke!) und auch nach dem Nachbessern kein Mindestabstand der Rohre untereinander von s>=3*Rohrdurchmesser.
    Daraus folgt noch immer eine Abminderung der Querkrafttragfähigkeit nach Heft 600. Da kommt vermutlich dennoch nicht viel rum, sollte man aber, je nach Spannweite und Belastung im Auge behalten.
    Die Einleitungsbereiche kann man rechnerisch als Aussparung berücksichtigen. Muss man nur machen.

    Was sie vorher veranstaltet haben kann man nur als ahnungslos oder vollkommen schmerzbefreit einordnen, aber das ist ehrlich gesagt ein häufiges Problem auf Baustellen. Wenn die Geld wollen, hauen Sie denen das Heft 600 um die Ohren. Ansonsten sollte übrigens der Architekt die Fachplaner koordinieren, es gibt ja durchaus die Möglichkeit die Leitungsführung vorher mit dem Tragwerksplaner abzustimmen.


    http://www.beuth.de/de/publikation/e...de-2/164119447
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  11. #10

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    es fehlt der abgestimmte und zur ausführung freigegebene verlegeplan der lüftungsschläuche!

    die änderungskosten dürfen sich jetzt teilen:

    - rohbauer für den rückbau und wiedereinbau der oberen bewehrungslage, er hätte den finger heben müssen, auf den murks hinweisen und weitere arbeiten unterlassen müssen,
    - lüftungsbauer für den rückbau der lüftungsschläuche, entfernen des bauschaums für planlosen aktionismus unter kostenbeteiligung des architekten wegen fehlender plankoordination.
    - der tragwerksplaner, wenn er von der verlegung der schläuche in der decke wusste und auf die erforderlichen konsequenzen nicht hingewiesen hatte,
    - der bauherr zahlt die sowiesokosten für die erstellung der verlegeplanung der lüftungsschläuche.

    vielleicht zahlt die haftpflichtversicherung des architekten auch alles und holt sich den anteil der anderen wieder rein - daran glaube ich jedoch nicht.
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  12. #11
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    Guten Morgen,

    vielen Dank für die ganzen Antworten. Tja, es sieht wohl so aus als ob weder der Lüftungsbauer mit dem Architekten/Tragwerksplaner/Statiker und umgekehrt gesprochen haben... Einen Plan für die Verlegung der Lüftungsrohre gibt es afaik nicht. Es war natürlich von Anfang an klar das wir eine Lüftungsanlage verbauen wollen. Da hätte dann sicher der Architekt einen Plan für die Verlegung anfordern müssen. Aber auch der Lüftungsbauer muss doch wissen das man die Rohre so nicht verlegen kann bzw. vor dem Verlegen mal kurz anfragen wie die Dinger verlegt werden sollen. Ich mein, die machen das doch jeden Tag... die haben einfach die Rohre da verlegt wo noch kein oder wenig Eisen lag.
    In der Summe kommt da sicher eins zum anderen, am Ende sitze ich mit den Kosten.
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  13. #12

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    Was heißt "es war von Anfang an klar, dass wir eine Lüftungsanlage wollen"? Wem war es klar? Habt Ihr das (am besten schriftlich) so kommuniziert? Es scheint ja so zu sein, als ob die Lüftungsplanung gar nicht über den Tisch des Architekten ging..... Ihr seid vermutlich zu einer Lüftungsfirma und habt das direkt an sie vergeben. Dann wäre es Eure Aufgabe gewesen, dem Architekten und TWP zu sagen "Moment Leute, die Lüftungsanlage muss in der Planung berücksichtigt werden.".
    In dem Fall würde ich sagen, dass Du mit den 400€ Kosten noch ganz gut bedient bist. Das hätte auch gewaltig in die Hose gehen können.....
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  14. #13
    Themenstarter

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    Dem Architekten war das klar. Einen Lüftungsplan habe ich aber nicht gesehen...
    Ja, wir haben die Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro zusammen an eine Firma vergeben.
    Den ganzen Rest hat eine andere Firma gemacht. (Rohbau, Dach, etc)
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  16. #14

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    Ich zitiere mal schnell die HOAI Anlage 10 (Grundleistungen im Hochbau)
    LPH 1 Grundlagenermittlung

    a) Klären der Aufgabenstellung auf Grundlage der Vorgaben oder der Bedarfsplanung des Auftraggebers
    b) Ortsbesichtigung
    c) Beraten zum gesamten Leistungs- und Untersuchungsbedarf
    d) Formulieren der Entscheidungshilfen für die Auswahl anderer an der Planung fachlich Beteiligter
    e) Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse
    Es ist also bereits in der LP 1 vom Planer darauf hinzuweisen, dass irgendwer die Leitungen planen muss.

    Der Lüfter muss mit der Lage vor Ort umgehen. Er kann max. noch Bedenken anmelden.

    Also klemm Dir Deinen Planer mal in die Achselbeuge (Schwitzkasten) und mach im klar, was er versaut hat und das er das gefälligst sauber zu lösen hat.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Rainer33 Beitrag anzeigen
    Dem Architekten war das klar. Einen Lüftungsplan habe ich aber nicht gesehen...
    Ja, wir haben die Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro zusammen an eine Firma vergeben.
    Den ganzen Rest hat eine andere Firma gemacht. (Rohbau, Dach, etc)
    Der Architekt ist Eurer? Also von Euch direkt beauftragt? Wenn ich lese "Haus aus einer Hand" und "Haustechnik aus einer anderen Hand", dann ist das zumindest eine ungewöhnliche Konstellation. GU, GÜ, Einzelvergabe mit freiem Architekten?
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