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  1. #1

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    neues Haus 2014 gebaut, voll unterkellert -> Probleme Luftfeuchtigkeit -> Schimmel!!!

    Hallo,

    hiermit möchte ich an die Experten im Forum mein Problem schildern und hoffe ich bekomme von irgendwem eine Lösung die endlich hilft.

    Ich habe mich bereits Wochen im Internet „wund gelesen“ und weiss einfach nicht was ich nun machen soll.

    Habe von 2013 bis Ende 2014 mein Eigenheim mit sehr viel Eigenleistung errichtet. Bis auf den Keller ist auch alles bestens!

    Das Haus ist voll unterkellert. Der Keller ist auch fast bis auf Rasen/Pflasterhöhe angefüllt. An zwei Hausseiten ragt der Keller noch ca. 10-20 cm heraus. Der Rest wird spätestens August noch angefüllt.

    Eckdaten:
    Der Keller hat eine Bruttofläche von ca. 100 m2
    Aufgeteilt in mehrere Räume. Drei Räume haben auch 1 x 1 m Fenster.
    Eine gerade Treppe führt dann ins Erdgeschoss hoch in einem kleinen Durchgangsraum( ca. 6m2 groß ). Die Treppe in den Keller ist aber nicht nochmal separat mit einer Tür getrennt da dort oben es ja nur ein kleiner Raum ist. In diesem Raum ist eine Tür zur Garage und eine Tür zum Flur im EG. In dem Durchgangsraum herrscht meistens eine Temperatur von 20-24 Grad.

    Bodenaufbau im Keller:
    Fliesen
    Estrich ca. 5 cm
    PE Folie
    Bitumbahnen ( Bodenplatte komplett abgeschweißt )
    24 cm Bodenplatte
    10 cm Kiesschicht

    Die Außenwände des Kellers sind mit 36,5 cm Porotonstein gemauert. Außen dann erst verputzt und anschließend mit Bitum-Dickbeschichtung versehen und 5 cm Perimeter Dämmung davor.

    Es wurde keine Dämmung unter der Bodenplatte verbaut und die Außenwände wurden auch nicht dicker als die 5 cm gedämmt. Da es ein kalter Nutzkeller sein sollte.

    Nun das große Problem:

    Alle Außenwänden bekommen gerade nun zur Sommerzeit Stockflecken ( aber auch im Frühjahr hatte ich schon Probleme! ). Es riecht auch moderig in den Räumen.
    Die meisten Stockflecken entstehen unten im Bodenbereich an den Wänden ( ist wohl dort am kältesten ). Aber auch weiter oben kommt schon mal der ein oder andere Fleck. Versuche dies auch immer wieder mit Brennspritus oder ähnlichem zu bekämpfen.

    Ich habe auch sämtliche Foren durchgearbeitet bezüglich Lüftverhalten oder ähnliches. Die Luftfeuchtigkeit ist immer so zwischen 75-80 %. Setzte ich ein Entfeuchter ein, geht es nur kurzfristig runter. Nach ein paar Stunden ist wieder der Spitzenwert erreicht.

    Ich weiss das es auf Dauer nicht hilft zu Lüften und auf Dauer ein Gerät einsetzten bringt auch nichts. Dann bräucht ich in jedem Raum eins und alle müssten immer laufen. Wie man lüften soll usw…habe ich schon alles Wochenlang ausprobiert.
    Es macht nur Arbeit und hilft überhaupt nicht!

    Feuchtigkeit von außen durch die Wände oder Bodenplatte kann ich auch definitiv ausschließen!!! Auch Restbaufeuchte kann es nicht sein!!! Habe bereits mehrere Profi-Entfeuchter eingesetzt wo ich Wannenweise was rausgetragen hab.

    Irgendwie gelangt halt die Feuchtigkeit immer wieder in den Keller und bring alles an zu gammeln.

    Auch mit nachträglich eingebrachten Heizungen funktioniert es nicht. Es wird zwar minimal wärmer in den Räumen, aber es ist auch immer noch genau so feucht.

    Im Keller sind es momentan so 16-18 Grad.

    Wie bekomme ich nun eine geringe Luftfeuchtigkeit hin? Müssen nachträglich die Außenwände von innen gedämmt werden, damit es wärmer wird und sich die Feuchtigkeit nicht absetzten kann? Wird dadurch auch die Luftfeuchtigkeit automatisch reduziert wenn Dämmung an den Wänden klebt?

    Würde es vielleicht funktionieren, wenn ich rund her rum unten an den Außenwänden im Bodenbereich eine Dämmplatte setzen würde? Also vom Boden 50 cm hoch. Wie dick sollte die Platte sein?

    Den Keller von außen wieder aufbaggern und alles komplett neu dämmen ( vorallem dicker ) kann ich mir leider nicht mehr leisten. Dies würde nämlich nicht gerade günstig sein!! Zudem wäre die Bodenplatte von unten dann immer noch nicht gedämmt.

    Leider wusste ich vor Baubeginn nicht, das kalte (nur minimal gedämmte) Keller so viele Probleme bereiten können! Ich kann im Keller nichts einlagern.

    Ich hoffe es kann mir jemand helfen!!!

    VIELEN DANK!
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  2. neues Haus 2014 gebaut, voll unterkellert -> Probleme Luftfeuchtigkeit -> Schimmel!!!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Tja, momentan ist draussen auch das schlimmste Wetter für so einen Keller. Auch Nachts schwül warm und lüften ist kontraproduktiv. Die BoPla nicht zu dämmen war nicht so schlau. Man kann auch auf derBoPla unter dem Estrich dämmen. Du hast vermutlich unten an den Wänden noch weniger. als 16-18 Grad Wandtemp. Da sind die Probleme logisch.
    Auch wenn du es nicht glaubst, nach 6Monaten hast du immer noch Restbaufeuchte im Keller die das Problem verschärft.
    Aktuell kannst du nur entfeuchten und heizen.
    Langfristig würde ich es mit einer gesteuerten Lüftungsanlage probieren die die rLF innen und aussen vergleicht und dann bei Bedarf lüftet. Ein unbeheizter und ungedämmter Keller, wird aber immer nur für einen Kartoffellagerraum taugen. Kleidung oder gar Leder braucht man da nicht lagern.
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  4. #3
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    Hallo,

    danke für deine Antwort! Würde es denn was bringen, wenn ich die Außenwände im Bodenbereich von innen mit Dämmplatten dämmen würde? Zur noch würde ich auch die kompletten Außenwändevon innen bis zur Decke dämmen

    So wird dann noch von den Außenwänden nicht mehr soviel Kälte nach innen geleitet. Oder sehe ich das falsch?
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Maestro1983 Beitrag anzeigen
    ..
    Ich habe mich bereits Wochen im Internet „wund gelesen“..
    an den falschen stellen
    suchefunktion, "kellerlüftung" oder "innendämmung".

    auf bopl-dämmung zu verzichten, war nicht sooo clever, aber
    dafür hast du ja immerhin einen teuren planer eingespart....
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Maestro1983 Beitrag anzeigen
    Im Keller sind es momentan so 16-18 Grad.
    Das ist unter dem Taupunkt, den wir in den letzten Tagen hatten. Wenn schwüle Außenluft auf die Wände trifft, kann sie das Wasser nicht mehr halten und erleichtert sich an den Kellerwänden.

    Entfeuchter haben den Vorteil, dass sie gleichzeitig entfeuchten und andererseits die Raumtemperatur etwas erhöhen.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Das ist unter dem Taupunkt, den wir in den letzten Tagen hatten. Wenn schwüle Außenluft auf die Wände trifft, kann sie das Wasser nicht mehr halten und erleichtert sich an den Kellerwänden.

    Entfeuchter haben den Vorteil, dass sie gleichzeitig entfeuchten und andererseits die Raumtemperatur etwas erhöhen.

    ich kann doch aber nicht dauerhaft, jedes jahr, einige entfeuchter bei mir anschließen. so wollte ich eigentlich nicht meinen keller nutzen 

    könnte denn dann nicht eine kellerdämmung von innen helfen? wenn ich die außenwände von innen dämme? dadurch iwird es bestimmt doch wärmer oder?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Das ist unter dem Taupunkt, den wir in den letzten Tagen hatten.
    und ich wette, die Oberflächen der Wände sind noch kälter, der Fußboden wird wohl auch nur knapp über 10°C liegen. Kritisch sind dann die Raumecken und der Sockelbereich, dort gibt es die kältestens Oberflächen und gleichzeitig den geringsten Luftwechsel. Da sind feuchte Wände vorprogrammiert.

    Lösung: Oberflächentemperatur rauf, Luftfeuchtigkeit runter

    Die Luftfeuchtigkeit kriegt man einfach in den Griff. Kostet halt Entfeuchter und eine Menge Strom. Was sich da über Monate angesammelt hat kriegt man auch nicht über Nacht wieder weg, das dauert. Zudem muss man vermeiden, dass erneut warme/feuchte Luft in den Keller kommt. Lüften kommt also nur in Frage wenn die Bedingungen passen.
    Spannender wird der erste Punkt. Sprengen und ein neues Haus bauen kommt wohl eher nicht in Frage. Also bleibt nur verschiedene Szenarien durchzurechnen, dann eine Lösung ausarbeiten, und letztendlich diese Lösung umzusetzen.
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  9. #8

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    Eine Innendämmung erhöht die Wandtemp. und senkt damit das Kondensationsrisiko. Aber: Die Ausführung ist hoch schadensträchtig...stell dir einfach vor, die Luft kommt hinter die Dämmung und kondensiert an der Wand. Anschlüße an die Fenster etc. Das Bodenproblem bleibt aber und die Kälte kommt von unten...also Boden auch dämmen.
    Aber auch mit gedämmten Wänden und Boden. Ohne Heizung und unpassender Lüftung bleibts auch da kritisch, je nachdem was du da unten lagern willst.
    A und O bleibt die Feuchteabfuhr durch dauerhaft korrektes Lüften wenn draussen die rLF geringer ist als drin.
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  10. #9

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    Es muss davon ausgegangen werden, das noch jede Menge Neubaufeuchte im Gebäude (nicht nur im Keller) ist. Wir sprechen hier über kubikmeterweise Wasser, das raus muss...

    Ich persönlich würde jetzt kurzfristig durch möglichst dichtes Schließen und Entfeuchten der Raumluft (nur so viel wie nötig, um nicht unnötig Strom zu verbraten) versuchen, die Luftfeuchtigkeit auf einigermaßen erträgliches Maß zu senken, um dann den kommenden Winter zu nutzen, um die Kellerfeuchtigkeit nachhaltig zu senken.

    Meine persönliche Erfahrung ist, dass dann Ziegelkeller tendenziell recht trocken sind, sofern nicht irgendwo Wasser rein kommt.

    Der Wärmeschutz der Ziegelaußenwände dürfte für eine Kellernutzung absolut ausreichend sein (geschätzt U<0,5W/m²K). Eine Zusatzdämmung würde ich für rausgeschmissenes Geld halten.
    Blöd ist nur der ungedämmte Boden, der dort quasi dauerhaft für Erdreichtemperatur am Boden führt. Darum kann man wohl für die Zukunft das Risiko von Kondensatbildung am Boden nie ausschließen.
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  11. #10

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    wenn im haus eine lüftungsanlage gibt, würde ich diese zum entfeuchten auch einsetzen. Man könnte auch versuchen die kwl über feuchtigkeitssensoren zu steuern.
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  12. #11

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    hallo
    nur zwei fragen
    1. wie hoch ist denn der grundwasserstand gibts ein bga???
    2. wie wurde die perimeterdämmung eingebaut? vollflächig verspachtelt oder batzen?

    gruss aus de pfalz
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Maestro1983 Beitrag anzeigen
    ich kann doch aber nicht dauerhaft, jedes jahr, einige entfeuchter bei mir anschließen.
    Warum nicht?

    Wie war denn sonst geplant, der Feuchtigkeit Herr zu werden?
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  14. #13

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    Jop - in erster Linie mal so lange bis die Neubaufeuchte raus ist. (kann u. U. schon mal zwei Jahre dauern)

    Danach (wie Zellstoff schon geschrieben hat) mit einem Steuerungssystem (absolute Feuchte) entlüften.
    Ggf. mit Adsorbertrockner nachhelfen. Sollte eigentlich schon funzen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Neubaufeuchte im Keller über zwei jahre? An den heißen tagen wird es ja noch viel schlimmer. Zudem hatte ich ja auch schon profi entfeuchter für zwei Wochen im dauereinsatz. Danach war es auch nur für ein tag gut. Kann sich die warme luft vom durchgangsraum im eg nach unten in den keller drücken? Es führt ja die treppe hoch und oben in dem 6m2 raum ist es immer gut warm. Wenn das der fall wäre, verteilt sich dann diewarme luft im ganzen keller und kondensiert?
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  17. #15

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    Luft Keller 17°C@80% ... Wandoberfläche eines ungedämmten Kellers wahrscheinlich kühler als 14°C --> Tauwasser. Wundert niemanden.

    1. Maßnahme: Luftverbund mit den drüberliegenden Geschossen unterbrechen
    2. Maßnahme: Keller über Lüftung zum richtigen Zeitpunkt entfeuchten und für den Anfang einen Kondensatentfeuchter mit Auffangwanne (zur Kondensatmengenermittlung) einsetzen.
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