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Perimeterdämmung bei drückendem Grundwasser nicht vollflächig verklebt...

Diskutiere Perimeterdämmung bei drückendem Grundwasser nicht vollflächig verklebt... im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Perimeterdämmung bei drückendem Grundwasser nicht vollflächig verklebt...

    Hallo zusammen,

    wegen kritischen Äußerungen generell zu weißen Wannen in einem anderen Forum habe ich hier mal nachgelesen, wie eine solche abgedichtet werden sollte - mehrfach lese ich, dass die Dämmplatten vollflächig verklebt werden müssen. Dies ist bei uns so nicht gemacht worden.
    Grundwasser gibt es ab 1,5m Tiefe...

    Bei uns wurde die Dämmung (100mm) unter der Platte ausgelegt und mit Folienbahnen abgedeckt, auf die dann der Beton kam. Die Platten für die Dämmung der Kellerwände (120mm) wurden jeweils nur gepunktet, an den Ecken und einmal in der Mitte.

    Meine Frage ist jetzt hauptsächlich, ob bei obiger Ausführung der Keller dennoch dicht sein kann - oder es quasi sicher ist, dass Feuchtigkeit eindringt. Gibt es vielleicht besonders dichten Beton? Werden die Dämmplatten durch den "Erddruck" vielleicht schon ausreichend dicht an den Beton gepresst?

    Im Keller soll unter anderem ein Büro, ein Bad und ein zweites Wohnzimmer entstehen - er wird entsprechend mit Fußbodenheizung ausgestattet und an die kontrollierte Wohnraumlüftung angeschlossen.

    Ich hatte wegen ein paar anderen Punkten schon Diskussionen, daher will ich hier jetzt nicht wieder "ein Fass aufmachen", wenn die Gefahr von Feuchtigkeit und den damit verbundenen Nachteilen evtl. überschaubar ist. Kann man die eindringende Feuchtgkeit bereits im Rohbau messen oder geht das wegen der Restfeuchte im Beton nicht (was ich für wahrscheinlich halte)?

    Vielen Dank im Voraus für eure "Ferndiagnosen"!

    Frank
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  2. Perimeterdämmung bei drückendem Grundwasser nicht vollflächig verklebt...

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  3. #2

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    Durch die Dämmung wird der Keller nie dicht, da die Dämmung andere Funktion hat.
    Damit der Keller "dicht" ist, gibt es mehre technische Lösungen, eine davon ist "Weisse Wanne", wo die gesamte Konstruktion wasserundurchlässig ist, aber immer noch nicht wasserdicht.
    Ob dein Keller auch wasserundurchlässig oder als eine "weisse Wanne" ausgeführt wurde, kannst du aus deinen Statikunterlagen entnehmen. Logischerweise würde man bei 1,5m Grundwasser eine weiße Wanne bauern, aber was ich letzte Zeit so sehe, ist es dann nicht mehr selbstverständlich. Vor Allem kostet diese Ausführung etwas mehr.

    viele Grüße
    Werner
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  4. #3
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    Der Text aus dem Leistungsverzeichnis - reicht das zur Einschätzung?:
    "Betonplatte D=25cm in Beton C25/30 einbringen und vollkommen eben abgleichen einschließlich Erstellen des erforderlichen Planums, WU-Beton, wasserundurchlässig, einschließlich Randschalung"
    "wasserundurchlässige Betonwände aus Beton C25/30 WU, Expositionsklasse XC2, XF1 der Kelleraußenwände 36,5cm stark, einschließlich der erforderlixhen Schalung, eben, lot- und fluchtgerecht herstellen, inkl. aller Nebenleistungen"

    Gruß,
    Frank
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  5. #4
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    Wiki meint (zusammenfassend), dass Wasser von außen etwa 7cm in den WU-Beton eindringt und innen aus ca. 8cm Tiefe herauskommt. Bei unserer Boden- und Wandstärke sollte es doch bei fachgerechter Ausführung keine Überschneidung der beiden Zonen geben, ein "feuchter Keller" also ausgeschlossen sein.
    Kann man das so stehen lassen?
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  6. #5

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    Du hast keine Weiße Wanne gekauft, wundere dich also nicht, wenn's reinläuft. Die Dämmung MUSS vollflächig angeklebt werden, damit hinterströmen (und damit Wärmetransport via Grundwasser) verhindert wird.

    Ergo: Komplette Dämmung wieder runter, Kellerbauwerk abdichten entsprechend des Lastfalles im Baugrundgutachten und Dämmung danach vollflächig ankleben. Das alles AUSSCHLIESSLICH mit selbst bezahltem Sachverstand, der nicht nur den Namen trägt.
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  7. #6

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    Der Text aus dem Leistungsverzeichnis - reicht das zur Einschätzung?
    Wenn jetzt noch eine ausreichende Bewehrung (zur Rißbreitenbeschränkung) und geeignete Dichtungen zwischen BoPla und Wänden eingebaut wurden...
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  8. #7

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    Die wurden aber nicht bestellt. Warum sollten die eingebaut worden sein? Die kosten Geld. Und mit viiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel Glück ist der Keller auch SO dicht oder es läuft erst nach 5,2 Jahren rein. Mit Glück halt ... Kalkuliertes Risiko seitens des BU um die Bude noch billiger hinstellen zu können. Es lebe der Geiz. Wohnräume sind das SO auf keinen Fall.
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  9. #8
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    Bevor die Wände gegossen wurden, habe ich eine umlaufende Dichtung gesehen, die wie eine überdimensionierte Gummilippe in der Mitte der künftigen Wand aussah, die ca. 30cm herausschaute - ich hoffe mal, das ist das richtige.
    Der Bauunternehmer hat sich außerdem beschwert, dass in unsere Hütte fast genauso viel Eisen rein musste wie in sein parallel gebautes 7-Parteien-Haus, damit das vernünftig wird - hört sich das nach ausreichender Bewehrung an? Jetzt muss ich in meiner Erinnerung graben...kann 11 oder 12 Tonnen Stahl insgesamt sein?
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  11. #9

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    Könnte also doch eine Weiße Wanne sein. Lass dir vom Statiker+Bauleiter+Baubetrieb GENAU diese schriftlich bestätigen. Dann bleibts beim Dämmung runter und vollflächig wieder drauf.
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  12. #10
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    Ich habe mir heute von den recht unbefangenen Jungs am Bau genau beschreiben lassen, was sie am Keller wie gemacht haben:

    Zuerst wurden auf eine Sauberkeitsschicht die Dämmplatten in 100mm mit Nut und Feder mit Versatz vollflächig ausgelegt, so dass keine Kreuzfugen entstehen. Auf diese Fläche wurde mit großer Überlappung Folie aufgebracht. Darauf dann die Stahlbetonplatte. Der Beton scheint auch ein besonderer gewesen zu sein, da der Polier die Papiere jeder Ladung überprüfen musste - von einem "Zusatz" hat er gesprochen.
    In der Mitte der zukünftigen Wände war die schon beschriebene Gummilippe.

    Die Dämmplatten wurden um den Plattenüberstand herum und bis ca. 0,5m über den höchsten Grundwasserstand vollflächig verklebt - lediglich die oberste Reihe wurde gepunktet (was ich dann beobachtet hatte).

    Weiter wurde am Übergang von der Bodenplatte zur Kellerwand eine Bitumen-Hohlkehle noch unter der Dämmung angebracht, um die Dichtigkeit noch mehr abzusichern.
    Der Chef (BU) hatte anscheinend mal Ärger wegen eines undichten Kellers und wollte "auf Nummer sicher" gehen.

    Hört sich doch gut an, oder?
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