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  1. #1

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    1

    Ausführung Sohle zu dünn

    Liebe Forumsleser,

    wir bauen gerade ein Einfamilienhaus. Das Haus soll zukünftig 2 Vollgeschosse haben. Das Haus soll eine Wohnfläche von 160qm verteilt auf die beiden Etagen bekommen.
    Der Momentane Bautenstand ist wie folgt:

    Es ist ein Ringfundament 80cm tief und eine vollflächig einfachbewährte (im mittleren Bereich zusätzlich auf der Größe von 2 Matten doppelbewährt) Sohle gegossen.
    Streifenfundamente sind nicht vorhanden. Die Sohle liegt auf einer 12 cm Untersohlendammung. Die Innenwände sind auf die Sohle gestellt worden.

    Gebaut wird von einem großen Bauunternehmen. Der Statiker ist beim Bauunternehmen angestellt.

    Kürzlich habe ich bei der Begutachtung des Baufortschritts festgestellt, dass die Sohle nicht wie in der Statik angegebene 15cm sondern nur 13 bis max 14 cm dick ist.
    Gemessen habe ich diese Werte an 4 bis 5 Rohrdurchführungen.

    Natürlich habe ich mit dem Bauleiter der Hausbaufirma darüber gesprochen und mit ihm das ganze mit gleichen Ergebnissen nachgemessen.
    An einer Stelle meinte er zwar das er 14, 8 cm gemessen habe, dies verwundert mich natürlich nicht, da er an dieser Stelle vorher die Dämmung mit Meißel und Hammer bearbeitet hat.


    Natürlich habe ich den Sachverhalt schriftlich an das Hausbauunternehmen geschickt. Nach zwei Tagen habe ich heute mit dem Bauleiter gesprochen. Dieser berichtete mir, dass er gemeinsam mit mir und den Maurern ein Loch bohren möchte um mir zu zeigen, dass die Sohle ausreichend dick ist. Da ich an 4 bis 5 Stellen ja bereits gemessen habe erwarte ich keine anderen Werte. Mir ist nur nicht ganz klar wie in einer solchen Bohrung die Dicke des Betons gemessen werden könnte. Es wird ja vermutlich kein 40mm loch werden...
    Meine einzige Idee wäre den Bohrer bei einer Länge von 14,5 cm zu markieren. Und dann bis zu dieser Stelle zu bohren. Ob der Bohrer dann noch im Beton ist sollte ja leicht zu merken sein...

    Was würdet ihr machen?
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  2. Ausführung Sohle zu dünn

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    hallo
    lass einen bohrkern ziehen, den kannste dann nach dem nachmessen in eine vitrine im wohnzimmer stellen.
    lehrer !!!!!!!!!!!!!!!!!

    gruss aus de pfalz
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Ob 15 oder 13 cm, misst bleibt misst!

    Was würdet ihr machen?
    ich würde den Bauunternehmer auffordern seine Bodenplatte mitzunehmen und mir eine seriöse Firma suchen...
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  5. #4
    feelfree
    Gast
    15cm Bodenplatte, immerhin. So kurz nach dem Krieg sind die Rohstoffe halt noch knapp....
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  6. #5

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    Zitat Zitat von NordenFl Beitrag anzeigen
    Was würdet ihr machen?
    eigenen, fachkompetenten sachverstand besorgen, der rechtzeitig bei der herstellung von murks (mist) einschreiten kann und den unternehmer/mängelverursacher auffordert, die bauteile nach den anerkannten regeln der technik zu erstellen.
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  7. #6

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    Nicht bei jedem Lehrer hat sich dessen Ausbildung bewährt, weder doppelt noch einfach...
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  8. #7

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    Es soll auch Lehrer für Geschichte, Mathe oder Sport geben, nicht deutsche Besserwisser.
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  9. #8

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    Ausführung Sohle zu dünn

    Zitat Zitat von NordenFl Beitrag anzeigen
    Liebe Forumsleser,

    wir bauen gerade ein Einfamilienhaus. Das Haus soll zukünftig 2 Vollgeschosse haben. Das Haus soll eine Wohnfläche von 160qm verteilt auf die beiden Etagen bekommen.
    Der Momentane Bautenstand ist wie folgt:

    Es ist ein Ringfundament 80cm tief und eine vollflächig einfachbewährte (im mittleren Bereich zusätzlich auf der Größe von 2 Matten doppelbewährt) Sohle gegossen.
    Streifenfundamente sind nicht vorhanden. Die Sohle liegt auf einer 12 cm Untersohlendammung. Die Innenwände sind auf die Sohle gestellt worden.

    Gebaut wird von einem großen Bauunternehmen. Der Statiker ist beim Bauunternehmen angestellt.

    Kürzlich habe ich bei der Begutachtung des Baufortschritts festgestellt, dass die Sohle nicht wie in der Statik angegebene 15cm sondern nur 13 bis max 14 cm dick ist.
    Gemessen habe ich diese Werte an 4 bis 5 Rohrdurchführungen.

    Natürlich habe ich mit dem Bauleiter der Hausbaufirma darüber gesprochen und mit ihm das ganze mit gleichen Ergebnissen nachgemessen.
    An einer Stelle meinte er zwar das er 14, 8 cm gemessen habe, dies verwundert mich natürlich nicht, da er an dieser Stelle vorher die Dämmung mit Meißel und Hammer bearbeitet hat.


    Natürlich habe ich den Sachverhalt schriftlich an das Hausbauunternehmen geschickt. Nach zwei Tagen habe ich heute mit dem Bauleiter gesprochen. Dieser berichtete mir, dass er gemeinsam mit mir und den Maurern ein Loch bohren möchte um mir zu zeigen, dass die Sohle ausreichend dick ist. Da ich an 4 bis 5 Stellen ja bereits gemessen habe erwarte ich keine anderen Werte. Mir ist nur nicht ganz klar wie in einer solchen Bohrung die Dicke des Betons gemessen werden könnte. Es wird ja vermutlich kein 40mm loch werden...
    Meine einzige Idee wäre den Bohrer bei einer Länge von 14,5 cm zu markieren. Und dann bis zu dieser Stelle zu bohren. Ob der Bohrer dann noch im Beton ist sollte ja leicht zu merken sein...

    Was würdet ihr machen?

    Ist doch gut, wenn es sich doppelt bewährt hat.

    Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei.
    Duckundwech
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    und dafür brauchtsn fullquote?

    eigene sachverstand beiziehen, insbes. baugrund und
    statik prüfen lassen.
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  11. #10
    JamesTKirk
    Gast
    Die Schichtdicke der Bodenplatte lässt sich recht gut mit Ultraschall über die gesamte Fläche bestimmen. Dann hätte man zerstörungsfrei (!, eine Stelle zum genauen Einteilen der Schalllaufzeit müsste man zerstörend öffnen und nachprüfen) an recht vielen Stellen einen verlässlichen Wert der Plattendicke.
    Zumindest in Hamburg kenne ich jemanden, der sowas machen könnte (und in der Ecke Berlin auch ... ).
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  12. #11

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    Selbst wenn es 15 cm wären - ein EFH mit zwei Geschossen auf einer 15 cm dicken Bodenplatte ohne Fundamente unter den tragenden Innenwänden??
    Liebe Tragwerksplaner - haltet Ihr sowas für rechn. nachweisbar???

    @ TE
    Stell mal Grundrisse & Schnitt (Ohne Daten von Bauherr & Firma) ein.
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  13. #12

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    633
    Nach teilweise viel Blabla oben, doch noch paar sinnvolle Antworten.

    Ob die 15cm knapp sind, wisst ihr Experten wohl besser. Vllt. hat er ja super breite leichte Steine mit ultra hochfestem Beton.
    Ob nun 10% dünner schlimm ist, kann man wohl auch schwer beurteilen.


    Aber die Idee selbst, mit dem Bohrer markieren, die ist gar icht so doof, da können sich hier wohl manche noch was abgucken. Könnte ja fast von einem praktischen Ing./Techniker/Handwerker kommen. Also wäre schon mal bissel Lob angebracht, finde ich.... ob manche Archi so findig wären mit dieser minimal Invasien Idee, wenn man schon der Hausbaufirma misstraut....
    Die Frage ist, wer sucht die Stelle aus und ist das representativ?

    Senkrecht bohren nicht vergessen.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    JamesTKirk
    Gast
    Na, ob ich meine Bodenplatte durchlöchern würde bleibt dahingestellt ...

    Ein Bauteil zu durchbohren ist immer der letzte Notnagel, den man nehmen sollte. Und wie viele Stellen willst Du denn beproben ?? 1, 2, 5, 25, 75 ?? Um eine vernünftige und belastbare Aussage zu bekommen sollten es schon ein paar sein ..
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Selbst wenn es 15 cm wären - ein EFH mit zwei Geschossen auf einer 15 cm dicken Bodenplatte ohne Fundamente unter den tragenden Innenwänden??
    Liebe Tragwerksplaner - haltet Ihr sowas für rechn. nachweisbar???
    In manchen gebrauchten Bundesländern ist wohl die Berechnung von "virtuellen Streifenfundamenten" sehr gebräuchlich (gewesen?). D.h., unter einer 17,5er Wand wird unter Berücksichtigung eines Lastausbreitungswinkels von 45° und einer Plattendicke von 15 cm ein 47,5 cm breites "Streifenfundament" angesetzt. Grundbruch wird durch die 2-lagige Bewehrung verhindert.

    Ich halte sowas für Sparbrötchen für Appetitlose und würde sowas niemals einem Bauherren antun. Aber nach Aussage von ehemaligen Kollegen ist es nicht so selten.

    Ergänzung: Das Ereifern über den Lehrer ist (piep)!
    Geändert von Thomas Traut (09.07.2015 um 17:24 Uhr) Grund: Ergänzung
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