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Negativbeispiel Außenputz?

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  1. #1

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    Negativbeispiel Außenputz?

    Hi zusammen,

    bevor ich endgültig vom Glauben abfalle, wollte ich Euch fragen, ob es eine sinnvolle Rechtfertigung für folgende Ausführung gibt. Ich habe wirklich kaum Ahnung von Putz (habe die Norm DIN EN 13914-1 nur grob überflogen und ein paar Datenblätter von Putzsystemen gelesen), aber ich fürchte, der Putzer hat noch weniger Ahnung als ich.

    Fenster_1.jpg

    und das hier ist höchstens "gut gemeint":

    Fenster_2.jpg

    Braucht man kein Gewebe mehr? Muss man nicht mehr dafür sorgen, dass Wärmebrücken vor dem Verputzen verschlossen werden?

    Die Kelleraußentreppe (Betonkeller, KMB, Sockeldämmplatten) ist auch arm dran, oder?

    Treppe_1.jpg

    und

    Treppe_2.jpg

    Wenn ich den halbleeren Sack auf der Baustelle richtig gelesen habe, dass ist das vielleicht nicht mal Putz, sondern Kleber, um Perimeterdämmung aufzukleben.

    Kann der Übergang von Putz zur Außentreppe überhaupt so jemals fachgerecht hergestellt werden? Zwischen Treppe und Dämmung sind 3cm "Luft". Putz soll mal "ca. 20mm dick" werden. Da läuft das Wasser auf dem Oberputz zwischen Oberputz und Treppe runter, saugt sich dankend in den Unterputz und befreit langfristig die Dämmung wieder vom Putz, oder sehe ich das falsch? An die Stelle, wo man die Putzabdichtung ranmachen müsste, kommt man nicht mehr hin (man kann nicht unter die Treppe). Wegen dem großen Spalt zwischen Stufe und Dämmung wird es meiner Meinung nach auch nicht gelingen, den Putz von Oben mittels Dichtband/Profil auf die Treppen zu führen?

    Wie zum Henker soll man so etwas wieder richten?

    Wenn man den "Putz" wieder runtermacht, um Gewebe an den Materialübergängen einzulegen, die Ausblühungen der Porotonsteine zu entfernen, die Hohlräume an den Rolladenkästen zu beseitigen und die verwitterte Schicht des Fensterschaums zu entfernen: Die "spezielle Struktur" der Dämmoberfläche, die für eine bessere Haftung des Unterputzes sorgt, geht verloren und kann nicht wieder hergestellt werden, oder?

    Die Firma hat nicht mal Skrupel, die Putzsäcke im Freien bei Regen zu lagern. Es sollte mal jemand Abdeckplanen oder sogar Silos erfinden.

    Grüße von Oli
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  2. Negativbeispiel Außenputz?

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  3. #2

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    Sieht für mich nicht nach 'verputzt' aus - ist wohl eher gedacht, um den Untergrund halbwegs so zu gestalten, dass man anschließend verputzen kann...
    Verputzt wurde zumindest bei uns 'am Stück' - d.h. Grundputz komplett in einem Arbeitsgang, und nicht hier und da mal ein bisschen...
    Eventuell sollte man erst mal in Ruhe mit dem Bauleiter oder dem Verputzer reden. Danach kann man sich immer noch aufregen. Es soll ja durchaus auch Handwerker geben, die a) ihr Zeugs verstehen, b) es plausibel erklären, und c) den irritierten Bauherren nicht noch irritierter im Regen stehen lassen. Von dieser Sorte kenne ich einige - leider gibt es auch andere (den bei uns aktiv gewesenen Trockenbauer zähle ich zur Sorte "andere").

    Gruß
    I.
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  4. #3
    feelfree
    Gast
    Ich sehe auch keinen Außenputz.
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  5. #4

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    was ist den vorgesehen ?
    oder kommt da noch Dämmung drauf ?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Nein, Dämmung kommt da nicht mehr drauf.
    Ja, ich könnte den Bauleiter fragen. Allerdings denke ich nicht, dass er mir die Fragen beantworten kann, weil er unter anderem nicht weiß, was eine Putzabdichtung ist. Aber es stimmt: Ich könnte ihn trotzdem fragen.
    Mich irritiert, dass der Putzer an einer einzelnen Gebäudeseite teilweise Gewebe über die Dämmung der Betondecke angebracht hat. So hatte ich das auch erwartet. Als er dann eine halbe Woche später weiter gemacht hat, wurde auf das Gewebe verzichtet.
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  7. #6

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    Bild 1 :
    und was wird mit den Fensterleibungen , da fehlen Abdichtung und Dämmung
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  8. #7
    Themenstarter

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    @baufix: Vielen Dank für Deinen Hinweis.

    Ich bin mir aber nicht sicher, worum es wirklich geht: Aus statischen Gründen ist im Bereich um das Fenster Beton. Auf dem Beton ist Dämmung. Der Bereich zwischen aufgehender Mauer und Fußpfette wird angeblich vor dem Verputzen noch gedämmt.
    Nachdem die Fenster samt Rolladen-Führungsschiene (RFS) eingebaut waren, habe ich die fehlende Abdichtung bemängelt. Die RFS wurden ausgebaut, eine Folie vom Fensterrahmen an das Mauerwerk angebracht, die RFS wieder eingebaut und der Bereich zwischen RFS und Dämmung ausgeschäumt. Die schwarze Folie ist noch zu erkennen. Ah! Jetzt weiß ich, was Du vermutlich meinst: Das schwarze ist die Folie und nicht ungedämmter Beton. Die Fensterlaibung ist im Bereich des Betons mit 6cm Dämmung versehen.
    "Mein" SV hatte vor 3 Monaten, als die Fenster das erste Mal eingebaut wurden, den richtigen Riecher: Er hat gleich gesagt, dass er nicht erkennen kann, ob eine Folie für die Schlagregendichtheit eingebaut wurde, da der Bereich von der RFS und dem Bauschaum verdeckt sein könnte. Nachdem aber nach einem Regen Wasser ins Gebäudeinnere gelangt ist, war klar, dass da etwas fehlt.
    Die Folie wurde entsprechend überprüft: Laut Herstellerdatenblatt ist sie für den Anwendungszweck vorgesehen, überputzbar und diffusionsoffen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Mibe25 Beitrag anzeigen

    ... Der Bereich zwischen aufgehender Mauer und Fußpfette wird angeblich vor dem Verputzen noch gedämmt.
    ....
    wollen wir´s hoffen.

    Ein paar Grundlagen zum einlesen:
    http://www.wienerberger.de/broschuer...mauerwerk.html

    Weitere Vorarbeiten:
    Schienen setzen
    Gewebespachtelung mit hierfür zugelassenem Gewebe und darauf abgestimmter Armierungs-Spachtelmasse
    Dickenausgleich Vorbaukästen
    Vollständiges schließen der Fuge Rolladenführungsschiene-Leibung Mauerwerk, damit kein Putz die Temperaturdehnungen verhindert
    ....
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  10. #9

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    Was ist denn unter dem Fliesenkleber Bild 4? Die Risse erscheinen doch arg groß.
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  11. #10
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    @rechter Winkel: Vielen Dank für die Datei und Deine Anmerkungen zu den Vorarbeiten. Ich bin auf ähnliche Dokumente gestoßen, die allerdings nicht so ausführlich waren. Danke dafür!
    Ich habe allerdings zwei Fragen:
    1. Gewebespachtelung: Ich dachte, dass das, was bisher auf den Bildern ist, die Gewebespachtelung sein soll - nur eben unerklärlicher Weise ohne Gewebe. Oder hat es einen Sinn, was da bisher gemacht wurde?
    2. Was meinst Du mit "Dickenausgleich Vorbaukästen"? Die Rolladenkästen über den Fenstern waren exakt bündig zur Außenwand, oder schaue ich an die falsche Stelle?
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  12. #11

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    das was da angebracht wurde, wird wohl eine Untergrundvorbehandlung sein (Haftbrücke).
    Eine Gewebespachtelung wird auf den ausgehärteten Grundputz aufgetragen.
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  13. #12
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    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    Was ist denn unter dem Fliesenkleber Bild 4? Die Risse erscheinen doch arg groß.
    Unter diesem sind Sockedämmplatten. "Fliesenkleber" ist jetzt hoffentlich nur scherzhaft gemeint, oder?
    Ich dachte eigentlich, dass direkt auf die Platten die Gewebespachtelung kommen sollte, nachdem die Lücken zwischen den Platten gefüllt wurden. Oder irre ich mich hier?
    Für die Risse kann es meiner Meinung nach folgende Gründe geben:
    - Das Material wurde mit Abwasser angemacht, statt mit sauberem Wasser
    - Die Verarbeitung erfolgte bei über 30°C
    - Das Material war nach dem Anbringen ungeschützt der prallen Sonne ausgesetzt
    - Die Lücken der darunterliegenden Dämmung wurden zuvor nicht verschlossen
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  14. #13
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    Zitat Zitat von reezer Beitrag anzeigen
    das was da angebracht wurde, wird wohl eine Untergrundvorbehandlung sein (Haftbrücke).
    Eine Gewebespachtelung wird auf den ausgehärteten Grundputz aufgetragen.
    Gewebespachtelung auf dem Grundputz verstehe ich in dem Bereich wo die Dämmplatten flächig vorhanden sind.
    Aber ich dachte, dass im Bereich der Materialübergänge die Gewebespachtelung "auf dem Rohbau" liegt. Wenn der Grundputz drauf ist, sind die Materialübergänge ja nicht mehr zu erkennen, oder?
    Die Eckarmierung an den Fenstern liegt ebefalls im oberen Bereich des Oberputzes, wenn ich das richtig gelesen habe, oder?
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  16. #14
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  17. #15
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    Gestern habe ich mit dem Putzer gesprochen. Sogar der Bauleiter war da. Ich habe kein gutes Gefühl: Die "Haftbrücke" geht bis 50cm unter geplante Geländeoberkante und ich frage mich, wie das mit der Putzabdichtung funktionieren soll. Welches Material er genommen hat, konnte oder wollte er mir nicht sagen. Er nimmt wohl je nach Gelegenheit unterschiedliche.
    Die Eckbewehrung macht er direkt in den Grundputz. Wenn man den bereitliegenden Säcken glauben darf, ist das ein Leichtputz Typ I. In den Leitlinien für das Verputzen von Mauerwerk steht: "Übliche Leichtputze (Typ I und Typ II) lassen aufgrund ihres Porengefüges einen ausreichenden Verbund zwischen Gewebe und Putz nicht erwarten. Ungeeignete, zu feine Gewebe können sogar zu einer Trennung der Putzschicht unter und über dem Gewebe führen. Für das kraftschlüssige Einbetten eines Gewebes ist daher ein entsprechend polymervergüteter Armierungsmörtel deutlich besser geeignet."
    Lese ich es richtig, dass die Einbettung des Gewebes in einen Armierungsmörtel nur eine unverbindliche Empfehlung ist, und ich es nicht beanstanden kann, wenn das Gewebe direkt in den Grundputz eingebettet wird?
    Wenn ich mir Wohngebiete ansehe, dann scheint es so zu sein, als müsste der Putz von Neubauten nach 10-15 Jahren erneuert werden. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das nicht besser geht
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