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  1. #1

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    Frage Dämmung von Leichtbauwänden

    Hallo zusammen,

    in meiner neuen Wohnung wurden Leichtbauwände montiert. 75 mm Ständerwerk, beidseitig 25 mm beplankt. Wie dick muss denn die Dämmmatte nach dem Stand der Technik in so einer Wand sein. Der Architekt meint 40 mm genügen. Meiner Meinung nach sollte es etwas mehr sein, ich habe auch noch nie eine Wand gesehen, die nicht komplett ausgefüllt war.
    Ich kann in den einschlägigen Normen aber auch keine Anleitung finden, es geht ja immer um Wärme- und Schalldämmwerte. Also anders herum: Was ist denn Stand der Technik für Trennwände innerhalb von Wohnungen, also beispielsweise zwischen Schlaf- und Wohnräumen?

    Wer weiß Bescheid?

    Vielen Dank für die Rdeaktionen.

    Gruß

    Krausini
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  2. Dämmung von Leichtbauwänden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Also anders herum: Was ist denn Stand der Technik für Trennwände innerhalb von Wohnungen, also beispielsweise zwischen Schlaf- und Wohnräumen?
    Du meinst nach den aRdT. Stand der Technik ist kein vertraglicher Standart.

    Ermittlung des geschuldeten Schallschutzes ist, wenn keine ausdrücklichen Vorgaben gemacht wurden und zwar

    - durch exakte Vorgabe von Schalldämmwerten
    - durch die Vorgabe des Wandaufbaus

    schwierig, da er durch Auslegung des Vertrags zu ermitteln ist. Kriterien:

    http://www.sibeth.com/fileadmin/medi...ohnungsbau.pdf

    In Deinem Fall ist der Wandaufbau vertraglich vereinbart worden. Also ist mindestens der Schalldämmwert geschuldet, der sich bei mangelfreier Bauweise Deiner Wand ergeben muß.

    Deine Bauweise:

    75 mm Ständerwerk, ich vermute aus Metallständern
    beidseitig 25 mm beplankt, ich vermute aus Gipskartonplatten 4 x 12,5 mm ( nicht: 2 x 25 mm, wäre eher schlechter )
    40 mm Mineralwolle.

    Das müßte einen hohen Schalldämmwert ergeben. Dickere Dämmung bringt kaum etwas. Entscheidet ist vielmehr, welche Gipskartonplatten verwendet werden.

    Siehe z.B. Testcenter von Rigidur, da kannst Du den sich ergebenden Schalldämmwert je nach Wandaufbau prüfen: Dort " Wand zwischen Wohnräumen " und dann an dem Schieberegler die Gesamtdicke der Trockenbauwand = 125 mm einstellen. Sodann erfährst Du, welchen Schalldämmwert Du je nach Art der Beplankung erreichen kannst. Bei den dort beschreibenen Wandbausystemen geht der Schalldämmwert von 53 - 61 dB:

    http://rigips.testcenter.m-te.de/

    Werden nur unter 53 dB erreicht, wäre es bei vereinbarter oder ausgeführter Rigidur-Bauart in jedem Fall mangelhaft.

    Ab 53 dB käme es darauf an, was die Auslegung des Vertrages hergibt. Tendenz würde eher dahin gehen, dass mindestens der Mittelwert erreicht werden sollte.

    Wenn jetzt z.B. Knauf als Beplankung gewählt/ausgeführt worden ist, müßte man die zu erreichenden Schalldämmwerte bei 125 mm Wandstärke bei Knauf abfragen, z.B. hier:

    https://www.knauf.de/profi/fachkompe.../schallschutz/

    Wie sensibel und schierig das Thema ist, sieht man schon daran, dass man den Schallschutzrechner von Knauf nur und erst starten kann, wenn man den button " Haftungsausschluß, kein Beratungsvertrag " gedrückt hat.

    An die Archis: Alle nachträglichen Diskussionen über den Schallschutz würden sich erübrigen, wenn den Bauherren ( und damit meine ich nicht nur den EFH-Wohnungsbau ) solche Testtools vorgelegt würden und die Bauherren dann selbst entscheiden, welchen Schalldämmwert sie haben wollen. Die einzige Anforderung an den Archi bestünde dann nur noch darin, dass er sicherstellt, dass der beauftragte Unternehmer auch das und zwar mangelfrei baut, was der Bauherr ausgewählt hat ( bei der Qualität der heute am Bau tätigen Unternehmer oftmals schon schwierig genug ).

    Das Testtool von Rigips könnte man noch dadurch verbessern, dass zwischen der Geräuchsentwicklung im Senderaum ( Wohnzimmer ) und Empfangsraum ( hier: Schlafzimmer ) hin und her gesprungen werden kann.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke!
    Und ja, man blickt oft in fassungslos Augenpaare, wenn man Architekten fragt, was denn eigentlich ausgeschrieben ist. Da unterscheiden sich viele nicht so sehr vom Baustellenpersonal.
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