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  1. #1

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    Schallschutz bei einer Betondecke mit Fußbodenheizung

    Hallo,

    bin neu hier und versuche als Laie Informationen vor dem Kauf einer Eigentumswohnung zu bekommen.

    Konkret geht es hierbei um einen Neubau mit Filigrandecken, welche auf Kalksandsteinen mit einer Rohdiche 2,0 aufliegen.

    Die Deckenstärke beträgt d = 18 cm, der Aufbau ca. 20cm, dabei Wärme- und Trittschallplatten ca. 14 cm, darauf dann ca. 6 cm Schwimmestrich mit den Fußbodenheizungsrohren, darauf dann Fliesen.

    Für eine Betondecke mit d = 18 cm konnte ich im Internet ein Rw von 53 dB ermitteln.

    Aber was bringt der Deckenaufbau von 20 cm noch zusätzlich?

    Ein ungefährer Wert als Schätzung wäre schon hilfreich.

    Hintergrund: ich war schon in Neubauten der letzten 15 Jahre, wo man unfaßbar laut Musik hören konnte ohne das in der Wohnung unten drunter etwas zu hören war.
    Allerdings kannte ich nie die baulichen Gegebenheiten, außer das es dickere Deckenaufbauten waren inkl. Fußbodenheizung.

    Wir wollen halt einfach Ruhe haben in so einer Wohnung.
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  2. Schallschutz bei einer Betondecke mit Fußbodenheizung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Konkret
    bringt dich das überhaupt nicht weiter wenn du im Internet irgendwelche Zahlen heraussuchst
    für dich von ausschließlichem Interesse ist der Wert für das betreffende Objekt,und den wirst du nicht im Internet oder im Bauexpertenforum finden können
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  4. #3

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    Zitat Zitat von BodoBaggert Beitrag anzeigen
    Hallo,

    bin neu hier und versuche als Laie Informationen vor dem Kauf einer Eigentumswohnung zu bekommen.

    Konkret geht es hierbei um einen Neubau mit Filigrandecken, welche auf Kalksandsteinen mit einer Rohdiche 2,0 aufliegen.
    Bei einem "Neu"bau müsste es doch entsprechende Daten geben. Ist die Wohnung schon gebaut? Kann man den Schallschutz noch vereinbaren?

    Schallschutz besteht nicht nur aus Bauteilen sondern auch aus deren fachgerechten Planung und Anwendung. Was hilft Dir eine Angabe von 53dB für eine Rohbetondecke, wenn in der Ecke in riesiges Loch ist, durch das der Schall in die nächste Etage kann?
    Du darfst auch nicht nur den Luftschall betrachten, sondern gerade bei einem Boden/Decke ist auch Trittschall ein Thema. Da kommen dann noch Ausführungsdetails hinzu, wie die Entkopplung des Estrich zu den Wänden etc. Sonst nimmt auch hier der Schall einen kurzen Umweg und schon ist der Schallschutz dahin.

    Die Berechnung der Luftschalldämmung eines Aufbaus mit Betondecke, Trittschall-/Wärmedämmung und einem Estrich darauf, ist nicht ganz einfach. Die Dämmlage beispielsweise kann zwar den Trittschall reduzieren, aber für den Luftschall ist sie durchlässig wie ein Sieb. Durch den mehrschichtigen Aufbau kann man mit einfachen Formeln sowieso nicht rechnen (Stichwort: Resonanzen), und erschwerend kommt noch hinzu, dass auf den Estrich sicherlich auch noch ein Bodenbelag kommt.

    d.h. die Luftschalldämmung kann man mit den obigen Daten nicht einmal ansatzweise abschätzen. Das können 60dB sein, aber genau so gut auch nur 40dB. Deswegen wäre es wichtig, dass man beim Kauf einen Schallschutz x vereinbart. So hat man später Werte an denen man sich festhalten kann, und man kann die Einhaltung dieser vertraglichen Vereinbarung jederzeit messtechnisch überprüfen lassen. Ohne detaillierte Vereinbarung wird später interpretiert (was hättest Du erwarten können?) und zuletzt muss vielleicht auch noch ein Richter entscheiden, der üblicherweise in solchen technischen Dingen nicht so bewandert ist.
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Hier ab S.29 als erste Info lesen:

    http://www.isover.de/Portaldata/1/Re...hutz_Teil1.pdf

    In derBaubeschreibung nachlesen, ob dort mindestens der erhöhte Schallschutz für Tritt- und Luftschall nach der DIN 4109, Beiblatt 1 als vertraglich geschuldete Beschaffenheit zugesagt wird. Anderenfalls nachfragen, ob der BT bereit ist, diese Schallschutzqualität im BT-Kaufvertrag als Bau-Soll schriftlich zu fixieren.
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