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  1. #1

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    Idee Leitfaden zur Erhöhung des Submissionsgewinn!

    Hallo,

    Ein Teil des Gewinns eines Generalunternehmer-Auftrages besteht für den GU aus dem sogenannten Submissionsgewinn. Dieser entsteht ja dadurch, dass nach Eingang des GU-Auftrages eine Nachverhandlung der vorliegenden Nachunternehmerangebote bzw. eine Neuausschreibung der Leistungen stattfindet. Da aber der Zeitraum zwischen Auftragseingang und Beginn der Bauarbeiten meist sehr kurz ist, ist eine strukturierte Vorgehensweise im Rahmen der Arbeitsvorbereitung erforderlich, um den Submissionsgewinn zu optimieren.

    Meine Frage wäre daher, ob es einen Leitfaden gibt, der es einem Generalunternehmer ermöglicht, im Zeitraum zwischen Auftragseingang und Beginn der Bauarbeiten seinen Submissionsgewinn zu optimieren? Also dass man darstellen kann, wie sich diese Maßnahmen in die allgemeine Arbeitsvorbereitung eines GU eingliedern lässt.

    Freue mich über jede Anregung und Vorschläge dsbzgl.

    Gruss Hendrik
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  2. Leitfaden zur Erhöhung des Submissionsgewinn!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Am besten läßt sich der Gewinn steigern, wenn man andere unentgeltlich die eigene Arbeit machen läßt - immerhin das hast Du bereits gut erkannt...
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  4. #3
    Stolzenberg
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    Korrektur: Am besten lässt sich der Gewinn steigern wenn man entsprechend viele Nachträge generieren kann. Dies setzt allerdings voraus, dass man in den Fachdisziplinen besser ist als die ausschreibende Stelle. Also liegt der schwarze Peter wieder bei Dir und Deinen Sachverständigen.
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  5. #4
    Baufuchs
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    Am besten lässt sich der Gewinn steigern wenn man entsprechend viele Nachträge generieren kann
    Die steigern aber nicht den Gewinn des GU, sondern den der Sub´s...
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  6. #5

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    Am besten lässt sich der Gewinn steigern wenn man entsprechend viele Nachträge generieren kann
    Die steigern aber nicht den Gewinn des GU, sondern den der Sub´s...
    hallo
    und welcher gu zieht da nicht seinen vorteil draus?

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Zitat Zitat von 1Moedden Beitrag anzeigen
    Ein Teil des Gewinns eines Generalunternehmer-Auftrages besteht für den GU aus dem sogenannten Submissionsgewinn.
    .. da frag`ich mich , ob du der richtige Projektmanager bist .. welchen GU meinst du denn ? den GU der kleine Einfamilienhäuser baut , oder vielleicht einen etwas größeren der die Elbphilharmonie im Auftrag hat
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  8. #7

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    Komische Einstellung, dass nach jeder Submission sofort Nachträge verhandelt werden müssen.

    Habe ich noch bei keiner meiner Ausschreibungen gehabt! Aber gut - ich vergebe auch nicht alles en bloc, sondern mache gewerkeweise Ausschreibungen.
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Mir war der Begriff „Submissionsgewinn“ für die hier angedeutete Methode der Gewinnsteigerung zwar auch nicht bekannt, aber die Vorgehensweise selbst ist bei größeren Projekten gar nicht unüblich.
    In der Regel hat sich der Bieter für diejenigen Gewerke, die er durch Subunternehmer ausführen lassen will, bereits zuvor von seinen Subs Angebote eingeholt, bevor er seinerseits auf dieser Basis sein Gebot abgibt.

    Nach dem Zuschlag steht es ihm natürlich frei, diese Angebote seiner Subs nachzuverhandeln, mithin zu versuchen, die Angebotspreise zu drücken, oder auch durch die Einholung anderer Angebote (sofern er sich hauptvertraglich nicht bereits an die Verwendung bestimmter, namentlich benannter Subs gebunden hat) zu versuchen, die Subunternehmerleistung anderswo billiger zu bekommen.

    Das hat mit etwaigen Nachträgen nichts zu tun. Die Rede ist ja nur von Nachverhandlungen bzw. einer Neuausschreibung der Leistungen. Damit ist somit nur eine etwaige Neuausschreibung der Subunternehmerleistungen durch den GU gemeint.

    Einen Leitfaden dazu ist mir allerdings leider nicht bekannt.
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  10. #9

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    Bedenke: Billiger ist nicht gleich Gewinnsteigernd. Mal abgesehen dass ich das "Nachverhandeln, Ausboten usw." als Geschmacklos betrachte - denn man weiß ja in welcher Größenordnung das stattfindet - finde ich dass das Abwerten der Baubranche über den Preis auch mal ein Ende haben sollte. Nachhaltig kann das nicht sein, nicht für Unternehmensziele wie für die ganzen Branchen.

    Meiner Auffassung nach lässt sich mit einem schlüssigen Konzept und der Weiterentwicklung von Arbeitsprozessen weitaus mehr Einsparen als es das "Geschrei" auf dem Markt kann. Nur dass man am Ende sich nicht den eigenen Markt kaputt macht.

    Was passiert wenn die Preise grundlegend im Keller liegen? Irgendwann geht es nicht mehr tiefer....
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  11. #10

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    Das Bayerische Staatsministerium hat einen Leitfaden dazu herausgegeben. Seite 1 Absatz 3 - weiter muss man eigentlich gar nicht lesen.

    Sehr interessant ist auch der Artikel "Zu wenig Kompetenz" mit der Kernaussage
    Zitat:
    ... Eigentlich brauchen sich die [...] lediglich an die VOB [...] [...] halten. Dort ist ganz klar festgelegt, dass der Wirtschaftlichste den Zuschlag erhält, nicht der Günstigste.
    (max 160 Zeichen Zitatlänge)

    Was hat man als Bauherr/Auftrageber davon, wenn kurz nach Ablauf der Gewährleistung die ersten Mängel auftreten, ggf. sogar mit Folgeschäden? Als Projektmanager muss man sich dann fragen lassen: "Was haste da nur wieder für Handwerker angeschleppt?", oder "Hättste das nicht besser planen können?"

    Das Problem mit den Controllern/Projektmanagern ist, dass sie versuchen Bauleistungen genau so einzukaufen, wie serienmäßig hergestellte Geräte für die sie bei 5 verschiedenen Lieferanten die Preise abfragen und die Auslieferungsbedingungen verhandeln. Das wichtigste ist aber immer die Banf-Nummer.

    Ich persönlich denke, die Qualität und das Nachtragsmanagement bei Bauleistungen könnten verbessert werden, wenn immer der zweitbilligste Anbieter den Zuschlag erhalten würde - ohne dass die Gesamtkosten deutlich steigen würden. Dann wären auch die Anbieter gehalten, nicht auf Teufelkommraus den besten Preis anzubieten, sondern seriös zu kalkulieren. Früher hat der Kalkulator die Angebotsanfragen bekommen und hat kalkuliert. Bei manchen Baumaßnahmen denkt man, dass erst ein Nachtragsmanagement durchgeführt wird - bei schlechten Erfolgsaussichten gar nicht angeboten wird - und erst danach die eigentliche Kalkulation erfolgt.
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  12. #11
    Stolzenberg
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    Zitat Zitat von OLger MD Beitrag anzeigen
    Ich persönlich denke, die Qualität und das Nachtragsmanagement bei Bauleistungen könnten verbessert werden, wenn immer der zweitbilligste Anbieter den Zuschlag erhalten würde - ohne dass die Gesamtkosten deutlich steigen würden. Dann wären auch die Anbieter gehalten, nicht auf Teufelkommraus den besten Preis anzubieten, sondern seriös zu kalkulieren. Früher hat der Kalkulator die Angebotsanfragen bekommen und hat kalkuliert. Bei manchen Baumaßnahmen denkt man, dass erst ein Nachtragsmanagement durchgeführt wird - bei schlechten Erfolgsaussichten gar nicht angeboten wird - und erst danach die eigentliche Kalkulation erfolgt.
    In meinem Bereich würde man die größten Einsparungen durch Konzeptanpassungen bei völlig überzogenen LV's erzielen. Allerdings halten sich diese die Waage mit Ausschreibungen die förmlich um die Erstellung von Nachträgen betteln. Für die Auftraggeber sind beide Versionen unnütz teuer!

    Meiner Meinung nach wäre der Baubranche mehr geholfen wenn ein LV vor Veröffentlichung durch ein zweites Augenpaar validiert würde.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Ein Unternehmenskalkulation für eine Angebotsabgabe kann nur eine Schätzung sein. Erst wenn man weiß, dass man den Auftrag auch bekommt, lohnt es sich, den Detailierungsgrad "der Kalkulation" zu erhöhen und genauere Kosten zu ermitteln bzw. mit seinen Subunternehmen weiter zu verhandeln oder sich andere zu suchen. Der Vorgang an sich, hat ja mit "Ausquetschen" noch nichts zu tun.
    Da kommt es halt auf das Unternehmen an, wie es so vorgeht.
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  15. #13

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    Was hier "Submissionsgewinn" genannt wird ist mir unter der Vokabel "Vergabegewinn" bekannt.

    Und bezüglich 'ausquetschen' stimme ich th_viper zu. Viele Dinge ändern sich in diesem Zeitraum und somit ist es ganz normal hier nochmal teilweise neu auszuschreiben und/ oder nachzuverhandeln.
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