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Bretterboden auf kaltem Spitzboden

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  1. #1

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    Bretterboden auf kaltem Spitzboden

    Hallo,

    mein Haus bewohnt seit 2012, oberste Geschoßdecke Innen nach Außen
    Gipskartonplatte auf Lattung, Dampfsperre, Konterlattung 50x30mm mit Sparren 8x180mm mit in Summe 230mm WLG035 Glaswolle.
    Zangen sind identisch zu den Sparren. Die Mittelpfetten liegen auf den Zangen auf, die Zangen mittig auf einer Wand die
    direkt unter dem Giebel verläuft.

    Nun will ich auf die Zangen eine Konterlattung und Bretter aufbringen lassen.
    Ziel: Lagern von Kleinkram wie Weihnachtsdeko, Blumentöpfe....
    und Mittig auf den Zangen stehen aktuell Paletten mit übriggebliebenen Dachziegel, Fliesen usw.
    ich will nicht jedes mal wenn man da was braucht über die Zangen balancieren müssen.

    Statik: Anfrage Statiker ist raus, wobei die Antwort schon länger auf sich warten läst.
    Mir ist klar das hier keiner ja sagen kann aber ggf. sieht jemand ja einen Grund nein zu sagen.
    Dann kann ich mir die Planung sparen.

    Erstgespräch mit dem Handwerker brachte folgende Aussage:

    Konterlattung mit 24x48mm Abstand 55cm und 25mm Bretter, man könnte auch "normale" Latten nehmen und dann geringeren Abstand.
    Konterlattung würde er auf die Zangen mit zwei Schrauben auf den Zangen fixieren
    Bretter würden ebenfalls mit zwei Schrauben auf die Konterlattung gebracht.
    Zwischen den Brettern ein Abstand von 1/2 cm und zu den Pfetten 2cm.
    Statiker braucht man nicht, passt schon - kein Problem :-/

    Was mich etwas wundert, er will schrauben! - Ich hatte mal gelesen Zimmerer (bzw. im Dachstuhl) wird nur genagelt.
    Auf Nachfrage war die Begründung das durch nageln ggf. Schäden an der Decke darunter auftreten könnten (z.B. Verspachtelungen der Gipskartondecke usw.)
    Spricht was gegen Schrauben?

    Nächstes Thema Latten und Bretter würde er unbehandelte nehmen, er hat bei mir auch angeboten ich könnte
    eigene Bretter bringen. Ich habe einen Wald und vorm Haus liegen noch 25 und 30 Bretter.
    Ich hatte eigentlich erwartet das man da impregnierte oder wenigstens wärmebehandeltes Holz verwendet.
    Man will sich ja keine Schädlinge in den Dachstuhl holen.
    Ist es wirklich ratsam unbehandeltes Holz in den Dachstuhl zu bringen? Ggf. wenigstens mit irgendwelchem Holzschutz streichen?
    Für Tips wäre ich dankbar.

    Herzlichen Dank
    Gonso

    PS: sollte ich die Fachbegriffe fals verwenden bitte ich das nachzusehen, hab die Begriffe soweit ich es zuordnen konnte aus dem Plan Entnommen.
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  2. Bretterboden auf kaltem Spitzboden

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  3. #2

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    Was will man da mit Konterbrettern? Warum den Belag nicht direkt auf die Zangenlage? Abstände so groß? Kann ich kaum glauben. Und ja, es gehört unbehandeltes Holz in das Haus nur in Ausnahmefällen sollte auf imprägniertes Holz gesetzt werden und das auch nur mit entsprechendem Nachweis der Erforderlichkeit.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Die Abstände der Zangen sind 80cm, dh. 72cm Zwischenraum zwischen den Sparren.

    Die Konterlatten hatte ich ins Spiel gebracht, zwischen den Zangen liegt ja die Glaswolle.
    Zum einen werden sich die Bretter ja leicht durchbiegen, da würde dann die Dämmung auf die Dampfsperre gedrückt?
    Zum anderen habe ich hier gelesen das man unter Brettern im kalten Spitzboden lieber etwas Luft lässt um Schimmel zu vermeiden.

    Bretter also so wie sie sind, nicht mit Biozid streichen - gut hab ich weniger Arbeit.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von gonso Beitrag anzeigen
    Die Abstände der Zangen sind 80cm, dh. 72cm Zwischenraum zwischen den Sparren.
    Dann verwerfe Deine Idee mal mit den "Konterlatten". Ressourcenverschwendung ist das. 24mm genügen hier für das Lagen von Kleingut. Alles andere sagt am Ende die Statik, was die Verkehrslasten angeht.

    Zum anderen habe ich hier gelesen das man unter Brettern im kalten Spitzboden lieber etwas Luft lässt um Schimmel zu vermeiden.
    Hier? Dann aber wohl eher nicht aus den Fingern eines Fachkundigen. Schwer vorstellbar, dass hier so ein "Stuss" stehen bliebe ohne entsprechenden Kommentar. Thermik in der waagerechten funktioniert nicht. Also ist der entstehenden Luftraum Sinn- und Zwecklos.

    Bretter also so wie sie sind, nicht mit Biozid streichen - gut hab ich weniger Arbeit.
    roh, und technisch getrocknet auf min. 20% HF, dann wird alles gut. Rauspund oder Fasebretter, wobei letzteres eher etwas für den sichtbaren Teil wäre.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    roh, und technisch getrocknet auf min. 20% HF, dann wird alles gut. Rauspund oder Fasebretter, wobei letzteres eher etwas für den sichtbaren Teil wäre.
    Dh. meine eigenen Bretter die zwar auch 3-5 Jahre getrocknet sind kann ich vergessen? oder müssten behandelt werden.

    Herzlichen Dank für deine Unterstützung,

    sorry hab jetzt schon etliches gelesen - kann gut sein das ich die Sache mit der Hinterlüftung und Abstand zur Dämmung wo anders gelesen hab.
    Vor Schimmel oder Schädlingen hab ich echt bammel. Nicht das mir da der Dachstul gammelt nur weil ich 30€ Latten gespart hab.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    hab heute die Antwort vom Statiker bekommen.
    Für das Eigengewicht samt Unterdecke wurden 100 kg/m²
    und für die Nutzlast zus. 100 kg/qm angenommen.

    Da an den Sparren/Zangen unten nichts hängt sollte das für die Nutzung als Lagerraum passen. Oder ist das zu wenig?

    Gruß&Dank
    Ich denke das sollte für die vorgesehene Nutzung ausreichen
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  9. #7

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    Konterlattung, Bretter auf 5mm Fuge setzen, dann hast du wenig Sorge das da jemals etwas schimmelt und dein Herz ist glücklich dank der Konterlattung ...
    Schrauben ist schon in Ordnung, Nägel sind weniger sinnvoll ausser es wird geschossen mit geriffelten Nägeln.
    Schrauben allerdings als Vollgewinde, nicht als Teilgewinde. Alles was glatt ist kann quietschen...
    Von Heco gibt es Dielenschrauben, die sind dafür perfekt geeignet.
    100 Kg ist als Zusatzlast ist wenig, da wirst du bei höherer Belastung schnell mal eine Durchbiegung feststellen können.
    Durchbrechen wird da wenig, vorher hängt da alles krumm
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  10. #8
    Themenstarter

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    Hallo, super danke!

    Was wäre denn eine höhere Belastung?
    Kiste mit Weihnachtsschmuck, Sonnenschirm (ohne Ständer), ein paar alte Motorrad sachen.
    Es kommt kein Schrank oder ähnliches drauf, eine Kiste hat maximal 30kg und 1/2m² - ansonsten kann die keiner Tragen.

    Bis 100kg/m² biegt sich nichts durch, oder hab ich das falsch verstanden.

    Gruß
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