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  1. #1
    mystdr
    Gast

    [Theorie] Aus verdichteten PET-Flaschen + WU-Beton weisse Wanne bauen.

    Ich interessire mich sehr für die neumodischen Ökobauweisen. Besonders die PET-Flaschen Wände/Häuser finde ich sehr interessant. Wer sich nicht damit beschäftigt hat: Mit Sand oder Erde verdichtete PET-Flaschen sind extrem stabil, können sehr hohe lasten tragen und Isolieren auch noch sehr gut. Das Plastik ist zudem noch wasserdicht. Meine überlegung ist: Wenn ein Keller aus PET-Flaschen und WU-Beton gebaut wird, müsste er komplett wasserdicht und somit als weisse Wanne fungieren können. Ist meine überlegung da Korrekt oder welche Anforderungen muss eine weisse Wanne noch haben? Ich bin leihe und mir geht es rein darum ob so etwas theoretisch machbar ist. Ich bin allerdings fest davon überzeugt das es funktionieren kann. Mit antworten wie nein geht nicht, geb ich mich nicht zufrieden ;P Eure antworten sollten daher schon etwas deteillieter/technischer sein. Ich hoffe ich kann mit diesem Thema eine interessante Disskussion anregen. ^-^
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  2. [Theorie] Aus verdichteten PET-Flaschen + WU-Beton weisse Wanne bauen.

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  3. #2

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    Was sollen wir denn da diskutieren??ß

    Du meinst sowas hier?:




    1) Was für ein Unfug. Ein zumindest 1* recyclebares Material sinnfrei in Wänden beerdigen ist per se und grundsätzlich gaga und in keiner Weise ökologisch, sondern simple Umweltverschmutzung!

    2) Was soll das in einem wasserdichten Keller??? Jede Fuge zwischen der PET-Hülle und dem Beton zwischen den Flaschen ist eine garantiert undichte Stelle.
    Wie bitte willst Du daraus eine weisse Wanne bauen. Es sei denn, eine Wanne muss für dich imm voll sein - dann ist das vielleicht ne Lösung.

    3) Wie willst DU das in einer Schalung einbauen???

    Fazit:
    Ökonomisch, ökologisch und technisch Blödsinn³
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  4. #3

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    Zitat Zitat von mystdr Beitrag anzeigen
    Wenn ein Keller aus PET-Flaschen und WU-Beton gebaut wird, müsste er komplett wasserdicht und somit als weisse Wanne fungieren können. Ist meine überlegung da Korrekt
    Nein, es sei denn es werden um jede Flasche herum Fubenbleche/Fugenbänder eingebaut.
    Durch die sehr glatte Oberfläche der PET-Flaschen in Kombination mit Schwinden + Kriechen des Betons und keiner Ribreitenbeschränkenden Bewehrung zwischen den Flaschen entstehen vieeele laufende Meter offene Fugen.

    So eine Haus ist wasserdicht -
    'rein gehts gut, raus geht's nicht.

    typischer Freitagfred
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  5. #4
    mystdr
    Gast
    Ja so ählich, aber ich stelle mir das für die weisse Wanne eher als innere Füllung vor. Ungefähr so: Beton, Stahlgitter, Flaschen, Stahlgittergitter, Beton. Das Ökologische daran ist das sie nicht recycelt werden müssen, recycling kostet schliesslich energie. Die Wände die daraus gebaut werden sind ausserdem extrem stabil und ergeben gut Isolierte Wände. Unterschätze die eigenschaften der der verdichtetet PET-Flaschen nicht! Das Zeug wird Bombensicher. Kunststoffe werden beim bauen schon seit ewigkeiten verwendet. Ausserdem spaart man sich die energie für das brennen von Zigelsteinen. Als kleiner test: verdichte Erde oder Sand in ein paar PET-Flaschen nimm dir ein paar Zigelsteine dazu und mach paar belstungs tests damit. Das ist krass was die PET-Flaschen aushalten.
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  6. #5

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    Mit dem Füllen der Flaschen erzeugst Du einen Verbundwerkstoff, weil Inhalt und Flasche nicht mehr getrennt werden können. Wenn das Haus mal angerissen wird hast Du Sondermüll!!
    Die Dämmung ist auch gleich Null sobald die Luft aus den Flaschen raus ist.
    Durch den fehlenden Verbund zwischen den Flaschen und dem Beton geht auch die Stabilität gegen Null.
    Gegentest: Schalung aufstellen, 1mx1m Grundfläche 30cm hoch. 8cm Beton + 1Lage Flaschen + 8cm Beton. Aushärten lassen, 2 Auflager mit 90cm Abstand herstellen, die Platte 'drauf und belasten. Vgl.: 20cm Stahlbeton mit Du14/15 # oben und unten + trittfeste Miwo-Dämmung. Das hält und dämmt.
    Danach kann man Stahl und Beton wieder trennen. Wie kriegst Du die verdichtete Erde aus den Flaschen???
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  7. #6

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    Hi,
    PET kann ohne Probleme zu fast 100% mit vertretbarem Energieaufwand recycelt werden. Bei PET-Flaschen ist man fast schon bei sortenreinem Rohmaterial. Wie will man den PET/Beton/Eisen-Schrabbel sinnvoll wiederverwenden. Solche Gemische kann man noch nicht mal zum Verfüllen von Tagebauen nehmen. Die weisen bei uns alles ab, was mit Kunststoffen durchsetzt ist. Das geht dann nur auf die Deponie (zu lustigen Preisen).

    Wozu sollte man sich in einer wasserdichten weißen Wanne haufenweise Fugen an undefinierten Stellen holen? Einige Ersteller sind schon mit dem Abdichten der Fugen an den Ecken und dem Übergang zur Bodenplatte überfordert.

    Wenn ich mir das Bild mit dem Flaschenhaus ansehe:
    * Wie sieht es mit dem Brandschutz aus? -> Kleines Küchenfeuer und die Bude stürzt ein.
    * Wer soll das in Deutschland mit dem PET-Pfand bezahlen?
    * Wie sieht es mit der UV-Beständigkeit aus?
    * Wer soll den Zeitaufwand für das Zusammenbasteln bezahlen?

    Ciao Christian
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  8. #7
    mystdr
    Gast
    Oder man packt die Flaschen in das Gitter und verdichtet erst dann die Flaschen und kippt den Zement drunter, drumherum und obendrauf.

    Die zweite Bauweise würde ich mir so vorstellen: Eine dünne Betonschicht, darauf die Flaschen welche in zwei Stahlgittern stecken, darauf dann den Rüttelbeton. Die Flaschen würden als abstandhalter für die Gitter dienen.

    @Olger MD Auch wenn unter und überhalb der Flaschen Beton ist? Die glatte Oberfläche hatte ich natürlich nicht einbedacht. Wie ist denn der verbund zwischen dem Zement und den Stahteilen? Gibt es dort auch ähnliche Problem wie sie mit den Flaschen auftreten würden?
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  9. #8

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    Krass ist nur der Mist, den Du erzählst. Eine mit Sand gefüllte Glasflasche ist mindestens genauso belastbar, also keine besondere PET-Eigenschaft, sondern eine formabhängige!
    • Die Energie, die beim Aufbereiten des PET beim Verbauen gespart wird, muss anderweitig für die Produktion dessen eingesetzt werden, was das nicht wiederverwendete PET ersetzen muss.
    • Die Wände, die mit PET-Flaschen hergestellt werden, sind entweder beim Abriss Sondermüll oder müssen aufwändig materialgetrennt werden, was auch VIEL Energie kostet. Ausserdem sind sie nach dem Rückbau keinesfalls mehr recyclebar, da verschmutzt!
    • Also sinnlos verballerter "Roh"stoff!
    • Bei Deiner angedachten Methode stellt sich die Frage - was sollen die PET-Flaschen da bringen. Die Wand wird bloß dicker. Weniger Beton brauchst Du dadurch nicht
    • Das Füllgut in den Falschen muss auch der Natur entnommen werden. Unökologisch und energieverbrauchend!



    Die Idee ist in Drittweltstaaten schon hirnrissig, aber bei uns einfach nur
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  10. #9

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    Zitat Zitat von mystdr Beitrag anzeigen
    Die glatte Oberfläche hatte ich natürlich nicht einbedacht. Wie ist denn der verbund zwischen dem Zement und den Stahteilen? Gibt es dort auch ähnliche Problem wie sie mit den Flaschen auftreten würden?
    Nein.
    Oberfläche des Stahls ist von "Natur aus" rauher.
    Duch Bewitterung (Luft+Luftfeuchtigkeit) während des Transportes und der Lagerung auf der Baustelle entsteht eine dünne Flugrostschicht, welche die Oberfläche noch raußer macht und außerdem hat Betonstahl Rippen. Such mal nach "BSt 500S" oder neu: "B500B" oder lies als Einstieg bei Wikipedia nach

    Weil es so gut funktioniert ist Bewehrungsstahl in eine Norm aufgenommen (ehemals DIN 488). Und weil das nicht nur in D so gut funktioniert gibt es inzwischen eine Euronorm (EN 10080).

    "Dein" Festigkeitstest funktioniert nur, weil Du Zugfestes Material außen und innen druckstabiles Material verwendest. Nimm ein Stahlrohr und fülle es mit Beton. zichfach fester und rezüklierbar ! Ist auch eine bewährte Bauweise. 3x Egon, Benny, Kjeld darft Du raten.
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  11. #10

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    und dann nicht vergessen, auch noch das Flaschenpfand zu rechnen...
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  12. #11

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    Ich sach nur knappe 40 Grad...😃
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  13. #12
    mystdr
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    @grubash Die Halbwertszeit der PET-Flaschen ist dafür bei 300 Jahren, d.h. der Beton geht kaputt befor was mit den PET-Flaschen passiert. Das entsorgen wäre da wirklich etwas problematisch, dafür ist die lange Haltbarkeit und Energie-erspaarniss aber top. Ev. kann man den Beton nach 50-100 Jahren ersetzen/flicken, da kenne ich mich leider nicht aus. Das Bild zeigt nur ein unfertiges unverputztes Haus. Für einen Brand müsste das Feuer dann erstmal durch den Putz durch. Dann ist da noch die Sand oder die Erdfüllung in den Flaschen. Ein PET-Haus brandtest wär aber sehr interessant. Holzhäuser sind da aber weitaus mehr gefärdet. Naja PET-Pfand ist preiswerter als Zwei Zigelsteine und die kommen nicht mal annähernd an das was die PET-Flaschen leisten ran. Laut google: PET ist UV Beständig und das aber nur durch massive Bestrahlung (Corona). Also sollte es da keine Probleme geben. Der aufwand die zu füllen ist natürlich enorm, deswegen werden derartige Häuser auch fast nur als eigenbau gemacht. Sind die Fugen denn auch beim Rüttelbeton ein problem? Da kenn ich mich leider nicht aus. Ich hab einige alte Bauweisen gesehen wo die Bodenplatte mit Steinen durchsetzt war. Hätte nicht gedacht das es derart problematisch ist.
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  14. #13

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    Wisst Ihr was:?
    So einen Verbund aus Beton, Polyethylenmaterial und noch ne Schicht Beton und allses in wasserdicht habe ich neulich bauen lassen.

    ABER:

    Beton = FD-Beton nach WHG mit Du 16/20 # plus Fugenbleche 300/2 aus 1.4571
    PE = Folie aus PE mit hoher Dichte 2mm stark für Dichtflächen nach WHG
    + Vlieseinlage 400g/m²
    auf Betonuntergrund
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hi,
    warum soll ich in einer Mauer PET verbauen? Wenn man die Flaschen vorher mühevoll mit Sand füllen muss kann man gleich den Sand mit Zement mischen und muss keinen PET-Müll in den Mauern versenken. Deine PET Flasche macht wenn nur theoretisch Sinn, wenn man sie leer verbaut. Bei allen anderen Anwendungen hast du nur teuren Plastemüll eingegossen. Da will ich aber dann auch nicht im Haus sein, wenn die Mauern mal Richtung Schmelzpunkt gehen.

    Beim Thema Ziegel sieht die Welt nicht besser aus. So über den Daumen gepeilt benötigt man für einen 36er Blockziegel als Ersatz 6 PET-Flaschen. 2 Euro Stein gegen 1,50 PET + SAND + Arbeit + zus. Arbeit beim Vermauern. Von zus. Kosten für einen bewehrten Putz will ich gar nicht reden.

    Was kommt noch? Atommüll als Wandheizung. Castoren als Wegebegleitheizung?

    Wenn der Urwaldmensch auf dem Bild die Hütte aus Stampflehm und Gräsern als Bewehrung gebaut hätte wäre das Ergebnis ökologisch ok. Ich sehe keinen Material- oder Zeitvorteil bei so einer Konstruktion.

    Ciao Christian
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  17. #15
    mystdr
    Gast
    @OLger MD Bei der Dämmung und der Stabilität beweisen Praxistest eindeutig das die PET-Flaschen besser als Zigelsteine sind. Die Isolierung soll sogar so gut sein das von -17,8°C bis 37,8°C man keine weitere Dämmung benötigt. Ich zweifle nicht daran das Beton + Stahl sehr viel stabiler sind. Die PET-Flaschen mit Stahl und Beton zu vergleichen ist wie Stahl und Beton mit Zigelsteinen zu vergleichen. Das macht kein sinn, die PET-Flaschen sind wie Zigelsteine anzusehen. Dafür ist die Isolier fähigkeit von Stahl + Beton nicht so gut wie Stahl + Beton + Pet-Flaschen.

    Ich sehe ein das die weisse Wanne mit PET-Flaschen zu strecken eher schlecht ist. Die trennung/entsorgung ist natürlich extem umständlich und zeitaufwändig, das war mir auch nicht so bewusst.

    Wie werden denn Zigelsteine und Beton voneinander getrennt? Wird da Zigel für zigel vom Beton getrennt? Oder wird das einfach zusammen abgerissen?
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