Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21
  1. #1

    Registriert seit
    11.2014
    Ort
    Leipzig
    Beruf
    IT
    Beiträge
    8

    Dachgeschosswohnung MFH // nicht winddicht // es zieht unterm GK

    Hallo

    zunächst die Situation zusammengefasst:
    MFH, 8 Wohnungen, saniert 2001 nach der damals "modernsten Energiesparverordnung" (Zitat Teilungserklärung ).
    Mein SE: DG-Maisonette über 2 Etagen.

    Soweit, so gut, es ist auch in Summe wohl auch wirklich gut gedämmt (merke ich auch jetzt im Sommer), allerdings gibt es ein Problem
    im Winter mit eiskalter Zugluft direkt unter dem Trockenbau, d.h. zwischen Dampfbremse und der Verkleidung nach innen.
    In diesem Zwischenraum ist NICHTS gedämmt!!

    Ich bin schon mit dem IR-Thermometer wie wild rumgerannt, die Kaltluft kommt wohl zu 90% direkt vom Drempel und vom "Übergang"
    der beiden Dachterassen zum Dach. Bei starkem Wind ist es um ein vielfaches schlimmer.

    Spirenzchen wie BDT oder irgendwelche "Komplettmaßnahmen" kann ich den anderen Eigentümern keinesfalls zumuten, bekomme ich nie im Leben durch.
    Es soll hier darum gehen, mein Sondereigentum mit einfachen Maßnahmen unter dem Trockenbau gegen die Kaltluft, die von unten nach oben
    strömt, zu schützen.

    Da es keinerlei Probleme mit Luftfeuchtigkeit gibt (im Winter Raumluftfeuchte immer unter 50%, kann da machen, ws ich will), sehe ich das Schimmelproblem
    zunächst mal unkritisch. Trotzdem würde ich diffusionsoffen rangehen.

    Eine besondere Schwachstelle scheint mir der Sockel (siehe Bild) zu sein, von dort strömt besonders viel Kaltluft nach oben.
    Direkt unterhalb befindet sich die andere Dachterasse, die nicht zu meinem SE gehört.

    Hat jemand gute Ideen? Mir schwebt u.a. folgendes vor: Ein primitives selbergemachtes Dämmsack-System, ich stopfe den Sockel mit
    entsprechenden Säcken aus und fülle diese mit Glaswolle. m.E. könnte dadurch der Kaltluftstrom gut unterbrochen werden und
    Kosten entstehen erstmal so gut wie keine.

    Ich würde auch alle anderen Hohlräume im Trockenbau durch die Steckdosen-Öffnungen (habe ich sehr viele) richtig gut
    mit Glaswolle stopfen. Ich habe das abgeschätzt und gehe davon aus, problemlos 8-12 Pakete Glaswolle in den ganzen
    Zwischenräumen GK-Dampfbremse und GK-Mauerwerk versenken zu können.
    Bringt das was oder rein chancenlos?

    Wie gesagt, was wichtig ist, es scheint ein reines Windproblem zu sein. Bei Windstille ist die Wohnung kuschelig warm.

    VG


    Bild:
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Dachgeschosswohnung MFH // nicht winddicht // es zieht unterm GK

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Trockenbau weg, alles korrekt anschließen, neuen GKT einbauen...
    Dürfte weniger Kostenintensiv sein als mit Mineralwolle alles zu stopfen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2014
    Ort
    Leipzig
    Beruf
    IT
    Beiträge
    8
    Hallo,

    danke für die Antwort. Habe ich schon drüber nachgedacht, wäre allerdings "sehr ungern".
    a) kann ich das nicht selber (das Gestopfe schon, Geduld hab' ich )
    b) würde ich dann meine Glasfasertapete mit verlieren.

    Was mir möglich wäre, nur den GK in dem Sockelbereich im Bild zu entfernen. Meinten Sie das?
    Weiterhin gehe ich davon aus, dass ich nicht alles anschließen / verkleben kann, da auch die WE unter mir (Dachterasse) betroffen ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    Schwarzenbruck / Nürnberg
    Beruf
    Trockenbaumeister
    Beiträge
    7,799
    zwischen Dampfbremse und der Verkleidung nach innen.
    In diesem Zwischenraum ist NICHTS gedämmt!!
    ja und?
    scheint ein reines Windproblem zu sein. Bei Windstille ist die Wohnung kuschelig warm.
    m.E. ist die luftdichte Ebene nicht luftdicht, das "Gestopfe" bringt dir gar nichts,


    auch wenn DU das Schimmelproblem unkritisch siehst, es wird dich irgendwann überrollen,

    Trockenbau weg, alles korrekt anschließen, neuen GKT einbauen...
    das ist die Lösung, auch wenn sie dir nicht gefällt
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    84104 Tegernbach
    Beruf
    Elektroinstallateur
    Beiträge
    4,343
    Es ist ja nicht nur das nervige zugluftproblem, du hast ja dadurch Luftströmungen die zu tauwasserausfall führen können. Und das kannst du durch ausstopfen nicht beseitigen!

    Grüsse
    Jonny
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    winddicht wird da nichts durch das nachträgliche gestopfe, sondern nur durch folien, die an den übergängen von trockenbau und massivbau sorgfältig verklebt werden müssen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Avatar von sniper
    Registriert seit
    04.2007
    Ort
    Kohlstädt
    Beruf
    All in One
    Beiträge
    1,301
    Zitat Zitat von marcb38 Beitrag anzeigen
    Spirenzchen wie BDT oder irgendwelche "Komplettmaßnahmen" kann ich den anderen Eigentümern keinesfalls zumuten, bekomme ich nie im Leben durch.
    Es soll hier darum gehen, mein Sondereigentum mit einfachen Maßnahmen unter dem Trockenbau gegen die Kaltluft, die von unten nach oben
    strömt, zu schützen.
    moin marc

    den gkb am drempel entfernen und dann einen bdt machen lassen ,die paar kröten bringen dich nicht um ,aber du weist dann was sache ist
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2014
    Ort
    Leipzig
    Beruf
    IT
    Beiträge
    8
    Also, vielen Dank für die Antworten!!!

    Aber es stimmt, es gefällt mir nicht (besonders). Definitiv richtig ist, dass die winddichte Ebene irgendwo nicht
    winddicht ist, aber die Erkenntnis nützt mir nichts - an die Stelle(n) werde ich nicht rankommen.
    Nicht, ohne in das Gemeinschaftseigentum einzugreifen, was ich nicht machen kann.

    So wie es aussieht, werde ich damit leben müssen? Es ist jetzt auch nicht sonstwie schlimm...

    Hat schon mal jemand so ein Gestopfe (auch wenn es stümper- und laienhaft ist) effektiv probiert?
    Mich interessiert halt, ob es wirklich GAR NICHTS bringt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    11.2009
    Ort
    Magdeburg
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    5,102
    Den Beweis, dass es GAR NICHTS bringt wird Dir keiner erbringen. Das Gestopfe ist jedenfalls keine den anerkannten Regeln der Technik entsprechende Verfahrensweise und kann deshalb von Fachleuten nicht gutgeheißen werden.

    Meinem Freund in Hamburg, dem die Elis in seiner ETW in den Drempeln überall die Folie zerstört hatten, hatte ich nach der siegreichen Schlacht gegen den Bauträger geraten, einfach erstmal in alle Steckdosen einen Stecker reinzustecken. Damit waren die schlimmsten Zuglufterscheinungen schon passé.
    Bis zu seinem Tod vor 5 Jahren waren keinerlei Kondensationsschäden und Schimmel festzustellen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    Zitat Zitat von marcb38 Beitrag anzeigen
    Also, vielen Dank für die Antworten!!! ..
    das nenn ich mal höflich.
    schade, dass du nur verstehst, was du verstehen willst.
    ich meine, gipser, #4, schreibt ziemlich deutlich - brauchst
    du mehr davon?

    ok..
    wenn du auf schimmel oder zumindest ein bisschen
    roulette stehst - leg doch einfach jutesäckchen gefüllt
    mit schafwolle davor. hilft zwar nicht gegen den mangel,
    ist aber ziemlich bio und tut nicht weh.
    ob und wann aus dem mangel ein schaden entsteht,
    weiss hier natürlich niemand. ich auch nicht. aber ich
    würd´s nicht riskieren, wegzugucken > wie sniper, #7
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    MFH, 8 Wohnungen, saniert 2001 nach der damals "modernsten Energiesparverordnung" (Zitat Teilungserklärung ).
    Es geht nicht um die Winddichtigkeit ( die liegt auf der Außenseite des Dachs = Unterspannbahn ), sonden um die Luftdichtheit nach ENEV ( öffentlich-rechtliche Anforderung ) und nach DIN 4108-7 ( bauphysikalische Anforderung zur Verhinderung von Wärmeproblemen ( ungewolltes Entweichen der erwärmten Raumluft ) und Kondensat- = Bauschäden usw.

    Die Zuglufterscheinungen sind nur die Folgen ( nicht aber die Ursache ) der fehlenden Luftdichtheit.

    Die Wohnung erfüllt die Anforderungen an die Luftdichtheit nach Deinen Angaben nicht, hat also in Bezug auf die in 2001 durchgeführte Sanierung einen anfänglichen Baumangel und zwar am Gemeinschaftseigentum, der luftdichten Ebene. Da die Gewährleistungsansprüche gegen den " Sanierer " verjährt sein dürften, hast Du gegen die 7 weiteren Wohnungseigentümer einen Anspruch auf Beseitigung des Baumangels. Sanieren muß also die WEG und zwar auf Gemeinschaftskosten.

    Dies sollte auf der nächsten Wohnungseigentümerversammlung zum TOP gemacht werden. Hierzu muß der TOP den übrigen Wohnungseigentümern unter Hinweis auf a.) den Baumangel und dessen nachteilgen Folgen für die gemeinschaftliche Bausubstanz und b.) in Bezug auf die rechtliche Verpflichtung nach dem Wohnungseigentumsgesetz erklärt werden, damit diese verstehen, das die Mangelbeseitigung Ihre Verpflichtung ist und sie schadensersatzpflichtig sind, falls sie die gemeinschaftliche Nachbesserungspflicht verweigern. Dies hat der Verwalter den Wohnungseigentümern zu vermitteln. Hierzu hat er gegebenenfalls vorab eigenen Sachverstand ( Privatgutachter ) hinzuziehen, um den ( gravierenden ! ) Mangel und die Berechtigung Deines Nachbesserungsanliegens zu klären. Macht er das nicht, ist er ebenfalls schadensersatzpflichtig.

    Wird die gemeinschaftliche Nachbesserung per Beschluß abgelehnt, muß hiergegen Anfechtungs- und Vornahmeklage erhoben werden.

    Ist leider im WEG-Recht so: Die Laien kaufen eine ETW und meinen, alles was nicht ihre Wohnung unmittelbar betrifft, sei nicht deren Aufgabe.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Um Erics Aussage noch ein wenig zu untermauern.

    Stell Dir mal vor, es gibt doch schon Kondensat und daraus resultierendes Wasser im Dämmaufbau aus Deinen Leckagen. (Du hast ja noch nicht nachgesehen.
    Jetzt stopfst Du irgendwie mit irgendwas die Hohlräume voll und der Luftzug ist soweit reduziert, das Du ihn nicht mehr fühlst (er aber sehr wohl noch da ist!)
    Jetzt passieren schlimmstenfalls zwei Dinge nacheinander. Mangels der starken Zugluftbelüftung Deiner Räume steigt dort die Rlf. Also Folge davon fällt weiterhin im Winter mehr Tauswasser an als den Sommer über verdunsten kann, weil zwar weniger Luftmenge gewechselt wird, diese aber feuchter ist.

    In 5 Jahren ist dann das Gebälk durch einen Pilz, der sich dank der Kondensatfeuchte fleissig am Holz gütlich tun konnte, der Dachstuhl derart geschädigt, dass dieser umfangreich saniert werden muss.

    Die WEG (deren Verwalter) beauftragt einen Architekten, der sieht sich die Sache an und stellt (wie auch immer) fest, dass a) die Leckage schon lange bestand und b) Du mit untauglichen Mitteln versucht hast, diese abzustellen statt sie der WEG zu melden.

    Der Architekt meldet dem Verwalter:
    Hätte an Stelle der Dämmstoffansammlung eine Sanierung der Luftundichtigkeiten stattgefunden, wären die Holzschäden mit geringem Aufwand und geringen Kosten saniert werden können. Der Veranlasser der Dämmstoffverstopfung ist mitverantwortlich für die Schäden., was macht der Verwalter?
    Er veranlasst eine Beweissicherung! Bestätigt die das Ergebnis, kommt die Preisfrage:
    Was macht der Verwalter?

    Genau - er geht zum Anwalt und verklagt DICH auf Erstattung der Sanierungskosten. Und das mit guten Erfolgsaussichten!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    01.2012
    Ort
    RLP
    Beruf
    Immobilienökonom
    Beiträge
    35
    in #11 und #12 fehlt noch ne Kleinigkeit.

    Der Schaden ist in der Abdichtungsebene definitiv im Gemeinschaftseigentum, soweit so gut

    aber zu klären wäre doch
    1. Gewährleistung evtl. doch noch vorhanden? versteckter Mangel?
    2. Es gab ausser der Baufirma sicher auch nen begleitenden Architekten.
    und der steht hier ebenfalls in der Pflicht, er nimmt schließlich die Gewerke ab.
    3. spätestens beim BlowerDoor Test hätte der Mangel doch auffallen müssen, wurde hier ebenfalls gemurkst?

    Auf jeden Fall liegt die Entscheidung der zu treffenden Sanierungsmaßnahmen, oder auch der Klageweg, bei der WEG.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    poelwick - gebaut und abgenommen wurde 2001. glaubst du, dass da noch jemand zur verantwortung gezogen werden kann?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2014
    Ort
    Leipzig
    Beruf
    IT
    Beiträge
    8
    Hallo zusammen, nochmal vielen Dank!

    Ich möchte aber gleich dem Schreiber, der meint, ich sei irgendwie beratungsresistent und lese nur, was ich lesen möchte,
    mal entgegnen, dass das keinesfalls so ist - ich suche nach praktikablen Lösungsmöglichkeiten.

    Danke damit an Eric und poelwick, die Sache mehr auf das WEG Recht zu beziehen (dahingehend bin ich wenigstens kein totaler Laie wie
    beim Baulichen): Natürlich kamen mir diese Gedanken auch schon. Ich habe bislang nur gezögert, meine Rechte dahingehend durchzusetzen,
    weil ich mich mit den anderen ET nicht überwerfen möchte. Aber ich nehme an, im Grunde habt Ihr recht und das wäre der zu gehende Weg.

    Einen Bauträger, der in die Haftung genommen werden könnte, gibt es nicht mehr (GmbH, gelöscht).

    Also wäre dann der Ablauf der: BDT machen lassen in meinem Sondereigentum, dass 75% des gesamten Dachgeschosses ausmacht?
    Oder für das gesamte MFH? Und damit TOP beantragen für die Eigentümerversammlung.... Naja die werden sich bedanken.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen