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Diese Perimterdämmung ist doch nicht fachmännisch, oder?

Diskutiere Diese Perimterdämmung ist doch nicht fachmännisch, oder? im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Diese Perimterdämmung ist doch nicht fachmännisch, oder?

    Hallo zusammen,

    das es im Dach-Unterforum so gut klappt, mache ich hier gleich weiter.

    Wir haben bei unserem Neubau vom Bauträger als Option zusätzlich eine Wärmedämmung an den Außenwänden des Kellergeschoss beauftragt und ich meine diese Dämmung ist nicht fachmännisch ausgeführt. Obwohl ich vor dem Verfüllen der Baugrube dies bemängelt habe, wurde trotzdem verfüllt. Ich bin der Meinung, dass dies keine Wärmedämmung d=8 cm WLG 035 ist und man die Perimterplatten mit Nut und Fuge nicht an Platten mit gerader Kante legen kann. Meine Sorge ist, dass nicht durchgehend 8 cm Dicke vorhanden sind und das Wasser hinter die Dämmung oder in die senkrechten Fugen der Dämmung läuft und die Dämmung dann überflüssig ist.

    Wie seht ihr das?

    Anbei auch ein paar Bilder.

    Vielen Dank schon mal vorab.

    cg_20150416_182440_resized.jpgcg_20150416_181945_resized.jpgcg_20150514_114439_resized.jpg
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  2. Diese Perimterdämmung ist doch nicht fachmännisch, oder?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von br2015 Beitrag anzeigen
    ich meine diese Dämmung ist nicht fachmännisch ausgeführt
    ich meine nicht nur diese Dämmung ...
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Ich führe z.Zt. einen Rechtsstreit, in dem es u.a. um Lücken in der Perimeterdämmung in ähnlicher Größe geht, die "unser" Privat-SV eindeutig für einen Mangel hält.

    Deshalb bin ich gespannt, was unsere technischen Experten zu diesem Thema sagen.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen
    Deshalb bin ich gespannt, was unsere technischen Experten zu diesem Thema sagen.
    DIN 18195-10 (2011-12):

    4.3.8 Schutzschichten aus Perimeterdämmplatten

    Schaumkunststoffplatten und Schaumglasplatten, die als Perimeterdämmung und zugleich als Schutzschicht der Abdichtung im erdberührten Bereich der Außenflächen von Bauwerken verwendet werden, müssen bauaufsichtlich zugelassen sein. Für die Anwendung im Bereich der DIN 18195-4 sind die Bestimmungen der DIN 4108-2 u beachten. Für die Anwendung im Bereich der DIN 18195-6 sind die Zulassungsbestimmungen zu beachten. Im Bereich drückenden Wassers sind die Platten an Wänden so zu verlegen, dass sie nicht von Wasser hinterlaufen oder umspült werden können. Schutzschichten aus Perimeterdämmung vor Außenwänden sind nur zulässig in Kombination mit Abdichtungen, die keine Einpressung erfordern.


    DIN 4108-2 (2013-02):

    5.2.2 Bauteile mit Abdichtungen

    Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes werden nur die raumseitigen Schichten bis zur Bauwerksabdichtung bzw. der Dachabdichtung berücksichtigt.
    Ausgenommen sind die Dämmsysteme folgender Konstruktionen, deren Dämmschichten zu berücksichtigen sind:

    - Wärmedämmsysteme als Umkehrdach ...


    - Wärmedämmsysteme als Perimeterdämmung (außen liegende Wärmedämmung erdberührender Gebäudeflächen, außer unter Gebäudegründungen) unter Verwendung von Dämmstoffplatten aus extrudergeschäumtem Polystyrolschaumstoff nach DIN EN 13164 und Schaumglas nach DIN EN 13167, in Verbindung mit DIN 4108-10, wenn die Perimeterdämmung nicht ständig im Grundwasser liegt. Langanhaltendes Stauwasser oder drückendes Wasser ist im Bereich der Dämmschicht zu vermeiden. Die Dämmplatten müssen dicht gestoßen im Verband verlegt werden und eben auf dem Untergrund aufliegen. (Die Platten aus Schaumglas sind miteinander vollfugig und an den Bauteilflächen großflächig mit einem Bitumenkleber zu verkleben. Die Oberfläche der verlegten, unbeschichteten Schaumglasplatten ist vollflächig mit einer bituminösen, frostbeständigen Deckbeschichtung zu versehen. Diese entfällt bei werkseitig beschichteten Platten, wenn es sich um eine mit Bitumen aufgebrachte Beschichtung handelt.) (Klammersetzung und Kursivsatz von mir, Skeptiker)

    Die Anforderungen der DIN 4108-10 werden meines Erachtens hier nicht erfüllt: Weder dicht gestossen, noch durchgängig im Verband verlegt.
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  6. #5

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    Ich muss hier mal einhaken:
    Bei uns war alles genauso, wie in der LV gewünscht, aber oberhalb des Füllkies gab es eine Stelle, wo Wasser zwischen Wand und Dämmung laufen konnte. Mich hat das völlig genervt, weil ich mir dachte, dass durch Bitumendickschicht und eine wW wohl kein Wasser dringen kann, aber im Rahmen der Wärmedämmung Wasser ja nicht positiv ist, zumal es umseitig sonst verspachtelt war.
    Unser Architekt meinte auf die Frage, wie ich diese Lücke schließen kann, dass dies völlig i.O. wäre, da das Wasser unten wieder rauslaufen und versickern könne - in der Tat habe ich nachgelesen, dass die Dämmung unter der Bodenplatte nur lose verlegt ist.

    Nun ist der Drops gelutscht, da die Wand nun nach oben dicht gemacht wurde mit der Sockeldämmung, aber was ist denn nun dran an der Aussage, dass Wasser, was oben reinfließt nach unten versickert (ganz unabhängig von Frost oder Wärmeleitwerten, da kann ich mir selber erklären, dass eine dauerhafte Nässe nicht zuträglich ist).
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  7. #6
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    Das scheint ja nicht so einfach zu sein.

    Kann ich denn wirklich die beiden Normen DIN 18195-10 und 4108-2 heranziehen oder müsste das in der Option so genau spezifiziert sein? Im Angebot für die Kellerdämmung, das wir angenommen haben, heißt es lediglich:

    An den Außenwänden des KG wird eine Wärmedämmung d=8 cm, WGL 035 angebracht, bis ca. Unterkante Decke über KG bzw. ca. 0,15 m unter der Pflasterung etc. ohne Nachweis nach Wärmeschutzverodnung
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  8. #7

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    Also unser "gerichtlich bestellter Gutachter" im Beweisverfahren sagte zu dem Thema - wir hatten das gleiche "Problem" - Lücken können mit Schaum geschlossen werden und ein hinter laufen der Platten ist nicht weiter schlimm und kann vernachlässigt werden. Zudem werden die Platten alleine durch den Erddruck so fest gegen die Wand gedrückt das da eh nichts mehr dahinter kommt. Ende der Beweisfrage!
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  9. #8
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    ...dann frage ich mich warum, es immer heißt, dass die Perimeterdämmung vollflächig verklebt werden muss. Wenn das so wäre, könnte ja kein Wasser dahinter laufen.
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  10. #9

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    Ob vollflächig verklebt oder nicht hängt aber auch vom Lastfall (Erdfeuchte,.....)ab!
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  11. #10

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    Also unsere wurde nur per Batzen angebracht (Lastfall 6) und es waren Lücken >2cm vorhanden. Dies wurde im Beweisverfahren auch behauptet aaaber der Gutachter sieht das anders. Es fand eine Bauteilöffnung statt (auch wegen anderen Gründen) und die Platten gingen kaum von der Wand ab. Lücken können mit Schaum geschlossen werden und ein Hinterläufen ist nicht zu befürchten - Ende. Auch wenn der Hersteller der Abdichtung vorschreibt das eine Dämmung immer vollflächig zu verkleben sei hat das nix zu heißen - ist nur eine EMPFEHLUNG. Das verkleben per Batzen kann auch gut funktionieren. Lücken nicht schlimm ... also, gut überlegen ob man das als "Mangel" sehen möchte. Drei Leute, vier Meinungen
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    ....DIN 18195-10 (2011-12) ... Schaumkunststoffplatten ... die als Perimeterdämmung und zugleich als Schutzschicht der Abdichtung im erdberührten Bereich der Außenflächen von Bauwerken verwendet werden, müssen bauaufsichtlich zugelassen sein. ...Für die Anwendung im Bereich der DIN 18195-6 sind die Zulassungsbestimmungen zu beachten.
    Da steht es doch in aller Deutlichkeit in der 18 195 - 10 -> "Zulassungsbestimmungen ... beachten"! Ich kenne keine Platte mit Zulassung ohne Verklebung. Und bei Verarbeitung abweichend von der Zulassung erlischt die Zulassung -> Mangel!


    mit skeptischen Grüßen!
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  13. #12

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    Per Batzen ist doch verklebt?

    Anderes Beispiel: Unsere Drainung hat nur zwei 100er Spülschächte (Kontrollschächte) und es "kann" auch so funktionieren laut Gutachter - DIN4095 muss nicht zwingend eingehalten werden. Auch die Drainrohre in BLAU (Strasil?) haben keine Zulassung für den Hochbau - ist egal - Wasser fließt auch durch die blauen - nur mit den gelben hätte er ein Problem gehabt --> kein Mangel! Und jetzt? Ich bin was "Mängel" angeht ziemlich angepisst weil jeder immer etwas anderes sagt ... was für den einen ein Mangel ist muss noch lange keiner sein. Gerade bei den Perimeterplatten war das ein Griff ins Klo. Bauschaum hat doch auch keine Zulassung für im Erdreich die Lücken zu füllen und ein gerichtlich bestellter Sachverstand sagt "Dat klappt!"
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  14. #13

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    achja, dem TE seine "Lücken" sind ja echt minimal ... ich hatte da schon fast bis 5cm Spalten. Kostet halt viel Bauschaum jetzt...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Siddy74 Beitrag anzeigen
    Auch wenn der Hersteller der Abdichtung vorschreibt das eine Dämmung immer vollflächig zu verkleben sei hat das nix zu heißen - ist nur eine EMPFEHLUNG.
    Nein, das ist falsch! Die abweichende Verarbeitung stellt als Abweichung von der DIBt-Zulassung einen Mangel dar. Vielleicht war die Beweisfrage suboptimal gestellt?
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  17. #15

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    Die DIN 18195 zieht hier mal ebenso wenig wie Schutzschichten. Ich sehe nur Beton.

    Wenn der Keller beheizt ist lund die Dämmung aus dem Grund notwendig ist eitet man das ganze anders ab. Nämlich über die Verpflichtung sämtliche vermeidbaren Wärmebrücken auch zu vermeiden. Dazu kommt wie richtig erwähnt die 4108 und die ENEV und die Zulssung der Dämmplatten sowie EInbauvorschriften der Hersteller.

    Im Weiteren kann hier nur Bodenfeuchte vorliegen ansonsten hätten die Dämmplatten gar nicht vewendet werden dürfen.
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