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Wozu ist ein Bauvorvertrag gut?

Diskutiere Wozu ist ein Bauvorvertrag gut? im Forum Bauvertrag auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wozu ist ein Bauvorvertrag gut?

    Moin,

    wir befinden uns in der Planungsendphase für unseren Hausbau. Das Gründstück ist fast sicher im Sack. Nun wollen wir mit unserer Bauberaterin, die letzten Details für das Haus besprechen und spobald, die Formalitäten mit der Gemeinde abgeschlossen sind, mit dem Bau loslegen lassen.

    Die Dame würde nun gern einen Bauvorvertrag mit uns machen, den wir, falls das mit dem Grundstück doch nicht klappt, problemlos kündigen können. Natürlich wäre da sauch kostenlos. Bei Recherche im netz habe ich nun herausbekommen ,dass diese Vertäge wohl immer/oft mit Kosten für den Bauherrn verbunden sind. Daher sehe ich eigentlich keinen Grund, einen Vorvertrag abzuschliessen. ich sehe nicht mal den Sinn für mich, so einen Vertrag abzuschliessen. Bringt mir ja nicht, oder habe ich dadurch irgendwelche Vorteile?

    Ich finde es auch etwas komisch, dass ein Unternehmen sowas anbietet. Wenn ein Vertrag problemlos ohne Kosten kündbar ist, ist er das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben steht.

    Gibt es da Erfahrungen zu?
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  2. Wozu ist ein Bauvorvertrag gut?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Lebski
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    Wozu ist ein Bauberater gut?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ich meine die Dame vom Bauträger, die uns was verkaufen will. Wozu die sonst gut ist, weiß ich nicht.
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  5. #4
    Lebski
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    Dann sieh dich mal nach eigen Fachleuten um:

    Eigener Bausachverständiger zur Qualitätssicherung und RA für den Vertrag. Beide sollten den Bauvertrag VOR Unterschrift prüfen.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Dann sieh dich mal nach eigen Fachleuten um:
    Eigener Bausachverständiger zur Qualitätssicherung und RA für den Vertrag. Beide sollten den Bauvertrag VOR Unterschrift prüfen.
    Den Rat kann ich nur unterstreichen.

    Wozu der Bauvorvertrag dient, den dir die Dame von der Hausbaufirma (ein "Bauträger" ist es nicht, weil ihr auf einem eigenen Grundstück baut) unterjubeln will, kann man erst beurteilen, wenn man den kompletten Text des Vorvertrags kennt. Lass dir doch den Vertragstext erstmal als Entwurf geben (aber nicht unterschreiben!), dann kannst du uns näheres dazu mitteilen.

    Wenn es heißt, dass du den Vertrag "jederzeit wieder kündigen" kannst, klingt das eher nach einem kompletten Bauvertrag mit einer Rücktrittklausel, den sie dir verharmlosend mit der Bezeichnung "Vorvertrag" schmackhaft machen will. Sie bekommt dafür dann i.d.R. eine Provision.

    Wenn das so wäre, wäre es aber eine recht unseriöse Vorgehensweise und zumindest bezüglich der Person dieser Dame wäre Vorsicht geboten bei dem, was sie euch mündlich verspricht ...
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  7. #6

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    So ein Vorvertrag ist eher ein bindender Vertrag, der eine Ausstiegsklausel drin hat.
    Z.B. Vorbehaltlich der Finanzierung, vorbehaltlich des Erwerbes des Grundstückes mit der Adresse sowieso, vorbehaltlich das es übermorgen grüne Tomaten bei penny gibt...

    Tritt das ein, ist der Vertrag bindend. Wenn nicht, dann ist der Vertrag hinfällig.
    Ich verstehe den Bauträger gut, ich habe solche Verträge selber auch abgeschlossen mit meinen Kunden.
    Der Kunde ist gebunden, man hat etwas mehr Planungssicherheit und auch mehr Lust, sich um den Kunden zu kümmern weil es keine vergebliche Ausgabe mehr ist sondern man verdient definitiv Geld...
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    So ein Vorvertrag ist eher ein bindender Vertrag, der eine Ausstiegsklausel drin hat.
    Ein Vorvertrag ist ein Vertrag, mit dem sich die Parteien zum späteren Abschluss eines Hauptvertrages verpflichten.

    Einen vollständigen Hausbauvertrag, der lediglich eine Rücktrittsklausel enthält, „Vorvertrag“ zu nennen, wäre eine unzutreffende Bezeichnung.

    Dann sollte die Baufirma das Kind auch beim Namen nennen, Tacheles reden und sagen, „wir bieten Ihnen einen Bauvertrag an, aber wir räumen Ihnen ein kostenlosen Rücktrittsrecht ein.“
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  9. #8

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    Kaufst du das Grundstück separat und vorab?
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  10. #9

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    klingt nach franchiser, wer macht den entwurf?
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  11. #10
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    Ich kaufe das Grundstück von der Gemeinde, vorbehaltlich wir werden uns preislich einig.

    Darf man hier Firmennamen nennen? Wir wollen mit einer Firma aus dem Kreis Cloppenburg bauen, schlüsselfertig. Die machen dann auch die Planungen und Architektenleistungen. In der nächsten Woche sprechen wir mit der Dame abschlißend unsere Wünsche durch. Mal sehen, ob sie dann wieder mit einem Vorvertrag anfängt.

    Einen Vertrag, egal ob Vorvertrag oder fester bauvertrag, in der Größenordnung des Festpreises werde ich ohne Rücksprache mit meinen Anwalt eh nicht unterschreiben. Dafür bin ich zu vorsichtig.
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  12. #11

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    mal ganz ehrlich: ein Vertrag, der zu nichts verpflichtet ist kein (sinnvoller) Vertrag. Verpflichtet Dich der Vetrag zu was auch immer sollest Du deine Pflichten und Risiken kennen und auch (scheinbare) Vorteile, die Dir der Vetrag bietet. Verpflichtet der Vertrag nur die Gegenseite zu etwas muß man sich ernsthaft fragen warum jemand soetwas anbieten und abschließen will.
    Im Regelfall will das Unternehmen Dich doch bei der Stange halten und dazu wird auch schon der ein oder andere juristische Fallstrick im Vertrag eingebaut sein. Ums kurz zu machen: ich würde den Vertrag nicht unterschreiben, wenn Due bereit bist einen endgültigen Vertrag abzuschließen wirst Du garantiert noch eine Hausbaufirma finden, die Dir einen Vertrag anbietet, der keine schlechteren Konditionen hat als der aktuelle.
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  13. #12

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    Sehe ich ebenso.
    Da Du das Grundstück separat erwirbst, hilft Dir ein Bauträger sowieso nicht (der baut keine Häuser auf fremden Grundstücken, sondern nur auf eigenen und verkauft diese dann samt Haus).
    Sei froh ob dieser Deiner Lage (sie gibt Dir eine wesentlich bessere Verhandlungsposition)!

    Ein wie auch immer gearteter Vorvertrag wäre also nicht zu Deinem Vorteil, sondern nur zu dem des Vertragspartners.
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  14. #13

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    Mal wieder mangels vernünftiger Auskünfte rate ich mal ganz kräftig:
    Ihr habt ein Grundstück in Aussicht, habt fleissig zu Hause Grundrisse gepinselt, seid mit den Plänen zu der Aussendienstlerin von SupaDupaHaus gegangen, die Dame hat Euren Grundriss sehr gelobt (klar, sie muss nix machen), hat noch drei Miniänderungen vorgenommen "Sonst ist der doch Super", hat eine Zahl in den Raum geworfen, die so klein ist, dass Ihr sie mit der Lupe suchen müsst und jetzt gehts daran, echte Pläne zu machen, die Umsetzbarkeit (z.B. Baurecht) zu prüfen usw.
    Bevor das passiert, sollt Ihr aber mal eben Euren Kaiser Willem und Eure Hermine unter ein Stück Papier setzen.

    OK - einerseits verständlich, denn alles, was Ihr ohne einen Vertrag an Leistungen von denen bekommt, dürft Ihr verwenden, aber müsst ggf. nichts zahlen.
    Das wollen die natürlich zu Recht nicht.
    Andererseits binden die Euch nicht bloß für die Planung, sondern auch, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, für den gesamten Bau.
    Ihr unterschreibt also einen Blnakoscheck für Euer Konto.
    Denn wenn Ihr unterschrieben habt, diktiert die Firma die Preise.
    Ups - 30 cm Mutterboden statt 20 wie im Vertrag = + 5.000
    Ups - Wasser im Baugrund = + 5.000 für die Baugrube
    Kniestock nur 30 statt 50 cm = + 2.500 Umplanungskosten
    usw usw

    Am Ende braucht Ihr keine Lupe mehr, um den Preis zu finden, sondern ein Fernglas, um das Ende der Mehrkosten erkennen zu können!
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  16. #14

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    Och Herr Dühlmeyer,

    dass Grundsätzlich jeder nur über einen Architekten bauen, ne Million im Köfferchen mitbringen und dem Architekten komplett freie Hand zur eigenen Entfaltung lassen sollte ist doch bekannt.
    Nur kann das nicht jeder. Es werden jedes Jahr tausende Häuser gebaut, ohne dass es ausschliesslich über nen Architekten geht.


    Nur mal so, die meisten Hausanbieter, egal ob massiv oder fertig, möchten vor abgabe eines angebots einen Bebauungsplan sehen und falls vorhanden ein grobes baugrundgutachten z.b. das die gemeinde erstellt hat.
    Diejenigen HausEr-/Hersteller, die bei mir in der Endrunde waren, kamen anhand meiner entwürfe, beim 2. Gespräch schon mit nem vorläufigen archtitekten enwurf. Da waren dann schon anhand der Daten (bei mir, Bebauungsplan und allgem. bodengutachten des baugebietes der gemeinde vorhanden, eigenes bodengutachten fürs grundstück wird dann bei der richtigen Planung gemacht), benötigte unterzüge, Änderungen an fenstern (vorschläge für bessere, effizientere Belichtung mit drin.
    Die meisten Dinge werden eh vorher schon geklärt z.B. Kniestock. In wie weit, Arbeiten, wie Erdarbeiten, vermessung, gutachten usw. mit drinnen sind, ergibt sich dann zum einen aus der BuL und dem Angebot. Und dass es bei der Bemusterung Aufpreise oder nachlässe gibt, sollte auch klar sein.

    Achja, je konkreter man seine Vorstellungen dem Vertriebler für das Angebot benennen kann, desto genauer wird das Angebot. wenn man natürlich, sich ein Angebot für ein 0815 kataloghaus machen lässt, muss man sich nicht wundern, wenn man nen saftigen Aufpreis zahlen muss, wenn man dann die mega-jaccuzi Badewanne mit design wachtischen, und goldenen Wasserhähnen will...
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  17. #15

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    Och Herr Dühlmeyer,

    dass Grundsätzlich jeder nur über einen Architekten bauen, ne Million im Köfferchen mitbringen und dem Architekten komplett freie Hand zur eigenen Entfaltung lassen sollte ist doch bekannt.
    Nur kann das nicht jeder. Es werden jedes Jahr tausende Häuser gebaut, ohne dass es ausschliesslich über nen Architekten geht.
    Hääää - wo habe ich geschrieben, dass der TE zum Architekten gehen soll???
    War das Wochenende nicht schön oder passte der Arbeitsbeginn heute morgen nicht, dass Sie hier einfach mal rumtrollen müssen???


    .... bei der Bemusterung Aufpreise oder nachlässe gibt, sollte auch klar sein.


    Ja klar, Sie kennen sich ja auch so gut aus auf dem Gebiet!
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