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  1. #1

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    Luft/Abgas-System am Abgaswärmetauscher Ölkessel

    Hallo,

    wir haben einen Ölkessel von Scheer mit dem Blautherm Duo Brenner. Jetzt könnte ich recht preiswert den Abgaswärmetauscher Ecodens bekommen. Nach Rücksprache mit unserem Schornsteinfeger sieht er grundsätzlich die Möglichkeit beides zu kombinieren, wenn bestimmte Anforderungen eingehalten werden.

    Unter Anderem möchte er allerdings, dass ich eine ständige Öffnung zum Freien habe, weil er möchte, dass der Wärmetauscher ständig mit Frischluft umspült wird. Grundsätzlich verstehe ich den Gedanken ja, kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dann alle/sehr viele Originale Brennwertgeräte auch ständig diese Öffnung zum Freien benötigen würden.

    Hinter dem Wärmetauscher würde ja das LAS verbaut werden, was dann ja hinterlüftet ist.

    Hat der Schorni jetzt Recht oder beziehen sich die Ausführungen der Feuerungsverordnung nur auf die Abgaswege hinter dem Wärmetauscher?

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.
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  2. Luft/Abgas-System am Abgaswärmetauscher Ölkessel

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  3. #2

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    keine Ahnung, warum der WT mit Frischluft umspült werden sollte, das ergibt hier keinen Sinn. Die Raumluft sollte kalt genug sein, und irgendwo her holt sich der Brenner ja auch seine Verbrennungsluft.

    Was mir Sorgen bereiten würde, wäre der Druckverlust. Der Brenner schafft mit dem kleinen Gebläse um die 30Pa, das reicht nicht für Wärmetauscher und Abgassystem, schon gar nicht bei einem Kaltstart. Deswegen haben solche Systeme normalerweise ein zusätzliches Gebläse zur Unterstützung. Ich betreibe eine ähnliche Anlage und nutze ein Gebläse am Schornsteinkopf mit dem ich das Abgassystem zuerst auf 25Pa bringe, bevor ich den Brenner einschalte. Selbst damit muss man bei der Einstellung des Brenners Vorsicht walten lassen damit er unter allen Bedingungen zuverlässig startet.
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  4. #3
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    Alles klar, das war schon mal recht hilfreich. Deshalb nutzt Scheer für seine Neugeräte vermutlich auch den Wärmetauscher von Atec mit dem Zusatzgebläse.
    Die Verbrennungsluft würde ich ja über das LAS zuführen. Ich strebe ja einen raumluftunabhängigen Betrieb an. Es macht ja keinen Sinn "1,3%" durch den WT zu sparen und dann 4-5% durch das ständig offene Fenster rauszublasen. (Die Werte sind jetzt fiktiv und gerade ausgedacht.)
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  5. #4
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    Jedes Abgassystem und jeder Ölkessel braucht ne Bauartzulassung.
    In dieser Bauartzulassung sind auch regelmäßig die möglichen Kombinationen und Bauformen z.B. raumluftabhängig oder raumluftunabhängig beschrieben.

    Wenn jetzt "irgendeinen" Abgaswärmetauscher der nicht aus dem System kommt und auch nicht entsprechend abgestimmt ist da ganz einfach dazwischen hängen willst gehts meistens mit dem raumluftunabhängigen Betrieb in die Hose.

    Der Schornsteinfeger möchte nichts ausser einer konformen Konstruktion entsprechend der/den Bauartzulassungen.
    Gibt ein Bauteil den raumluftunabhängigen Betrieb nicht her bleibt nur der raumluftabhängige Betrieb mit Zuluftöffnung über ....

    Zusatzgebläse brauchts nicht immer aber bei freier, zulässiger Kombination bleibt fürs Gesamtsystem die Verantwortung beim Veranlasser. Die einzelnen Hersteller wollen da im Störungsfall nicht wirklich was davon wissen, wenn die Kombination auf eigenes Risiko "gebaut" wurde.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Atomfred Beitrag anzeigen
    Die Verbrennungsluft würde ich ja über das LAS zuführen. Ich strebe ja einen raumluftunabhängigen Betrieb an.
    dann kommt dieser Druckverlust noch hinzu. Ich glaube nicht, dass der Brenner das ohne Unterstützung schafft, die Zahlen sprechen dagegen.

    Die WT gibt es mit Bauartzulassung und Konformitätserklärung, von dieser Seite also kein Problem. Schwierig wird es mit der Konformität des kompletten Systems, sprich der Heizungsanlage bzw. Wärmeerzeuger. Hier kann der Schorni eine Abnahme machen, aber die Kriterien die er anlegt beziehen sich mehr auf die Sicherheit des Systems, Betriebssicherheit spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Ob das Teil letztendlich auch Brennstoff einspart ist auch nicht von Interesse. Aber genau diese Punkte interessieren natürlich den Betreiber, wenn er schon eine Menge Geld auf den Tisch blättert.

    Neben einem STB überwache ich auch den "Schornsteinzug" im LAS und natürlich auch die Abgastemperatur. Weichen die Messwerte von den Auslegungswerten ab, dann geht die Kiste auf Störung. Sollte die Überwachung versagen, dann schlägt der STB zu. Bei einem externen WT muss/sollte ein ähnlicher Aufwand betrieben werden.

    Ob sich das wirklich lohnt? Bei meinem Brennwerter ist halt alles aufeinander abgestimmt, und selbst da muss man beim Einstellen höllisch aufpassen. Ruß ist ein absolutes No-Go, und zwar nicht nur bei vollem Heizbetrieb, sondern auch mal im Sommer wenn die Kiste nur alle paar Stunden mal startet, oder während der Übergangszeit, oder wenn sich durch Wind die Zugverhältnisse ändern (da ist das Gebläse ständig am Regeln), usw. usw.
    Zuviel optimiert, und die Kiste kippt um, dann ist Handarbeit angesagt. Je nachdem wie schnell man diesen mangelhaften Betrieb bemerkt bedeutet das ein paar Stündchen Kessel putzen, mit allem drum und dran.

    Je nach jährlichem Ölverbrauch und Optimierung würde ich mir gut überlegen, ob ich so etwas extern an einen "normalen" Kessel hänge. Das Einsparpotenzial ist überschaubar, und mal ein paar Tage im Winter nicht richtig aufgepasst und schon ist die Einsparung dahin.
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  7. #6
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    Also die Sicherheit und auch ein zuverlässiger Betrieb steht auch bei mir allen anderen Wünschen voran. Deshalb hab ich das ja auch vorher mit dem Schorni abgesprochen und nicht einfach drauf losgebaut.
    Dennoch muß man ja nicht immer gleich in die Taschen irgend welcher Verkäufer oder Konzerne arbeiten. Und zu einem Heizungsbauer brauch ich mit meinen Fragen nicht gehen. Und für 1200,-€ plus weitere Kosten bau ich mir jetzt nicht den WT von Atec ein. Das lohnt bei Weitem nicht. Ich könnte jetzt nur einen sehr guten gebrauchten Ecodens für unter 200€ kriegen. Da hab ich dann doch schon etwas mehr überlegt.
    Die Idee kam nur zustande, weil ich überlegte einen Schalldämpfer einzubauen, da der Heizreum direkt unter dem Wohnzimmer liegt und der Blaubrenner doch etwas lauter ist. Weiterhin wollte ich die Verrohrung mal wieder in vernünftige Bahnen lenken, da hier derzeit noch viel ungedämmt ist und noch etwas mehr Kleinkram.


    Aber wenn die Bedenken zu groß sind, dann lass ich das. Nur noch ne kurze Frage: Benötigen denn generell alle Ölbrennwertgeräte eine Öffnung ins Freie, damit der Wärmetauscher hinterlüftet ist? Halte ich ja irgendwie für sinnfrei, denn die Gefahr, dass Abgase austreten können, kann ja auch vom Kessel direkt kommen und der muß ja nicht hinterlüftet sein.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Atomfred Beitrag anzeigen
    Nur noch ne kurze Frage: Benötigen denn generell alle Ölbrennwertgeräte eine Öffnung ins Freie, damit der Wärmetauscher hinterlüftet ist? Halte ich ja irgendwie für sinnfrei, denn die Gefahr, dass Abgase austreten können, kann ja auch vom Kessel direkt kommen und der muß ja nicht hinterlüftet sein.
    Ich schließe mich Deiner Meinung an. Vielleicht hat der Schorni das was falsch interpretiert, oder es gibt ein Missverständnis, oder was weiß ich.

    da der Heizreum direkt unter dem Wohnzimmer liegt und der Blaubrenner doch etwas lauter ist.
    Das wundert mich ein wenig. Der von Dir genannte Brenner ist in meinen Augen extrem leise. Sicherlich nicht vergleichbar mit einem Gasbrennwerter, aber deutlich leiser als Raketenbrenner oder die alten Gelbbrenner. Wenn meiner akustische Signale von sich gibt, dann liegt meist etwas im Argen und es wird Zeit die Kiste bzw. deren Einstellungen zu überprüfen. Ansonsten höre ich das Teil in 3-5m Abstand so gut wie gar nicht mehr. Schallpegel habe ich deswegen auch noch nie gemessen.
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  9. #8
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    Ich denke mal, er betrachtet den WT als direkte Abgasleitung, welche dann nach der Feuerungsverordnung hinterlüftet sein muß.

    Unser Brenner ist soweit richtig gut eingestellt, zumindest, wenn die Werte stimmen. Das haben mir jetzt 2 Heizungsbauer und der Schorni bestätigt. Er fährt nur mit zuviel Leistung. (28-30kW bei 140qm) Das wird aber bei der Wartung vor der Heizperiode noch so weit es geht runtergeschraubt. Inwieweit sich das auf die Lautstärke auswirkt weiß ich nicht.
    Im Vergleich mit dem 1993er Gelbbrenner von meinem Vater ist unser deutlich lauter.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Atomfred Beitrag anzeigen
    Ich denke mal, er betrachtet den WT als direkte Abgasleitung, welche dann nach der Feuerungsverordnung hinterlüftet sein muß.
    Da ist er auf dem Holzweg. Das ist doch kein Schornstein.

    Zitat Zitat von Atomfred Beitrag anzeigen
    Er fährt nur mit zuviel Leistung. (28-30kW bei 140qm) Das wird aber bei der Wartung vor der Heizperiode noch so weit es geht runtergeschraubt. Inwieweit sich das auf die Lautstärke auswirkt weiß ich nicht.
    Das muss sich jemand anschauen der sich mit dem Brenner auskennt. Es gibt zig Bestückungsvarianten, aber das Teil muss später auch noch zum Kessel passen. Ist das sichergestellt, dann kann man ihn auch mit 10kW und darunter betreiben. Falls er auf 20kW-30kW einstellbar ist, dann dürfte das die Obergrenze für das vorhandene Gebläse sein. In diesem Fall braucht´s nur eine neue Mischeinrichtung und Düsenbestückung, und natürlich eine neue Einmessung. Sollte das große Gebläse bestückt sein dann kriegt man ihn bei geringer Heizleistung nicht richtig eingestellt, dann wäre der Umbau umfangreicher und teurer. Keine Ahnung wie verbastelt Dein Brenner ist.

    Ach ja, man sollte der Kiste auch einen ordentlichen Ölfilter gönnen.

    Ob sich ein Umbau wirklich lohnt? Das kann man aus der Ferne nicht beurteilen. Zuerst einmal sollte man die Heizlast kennen, oder zumindest anhand des Ölverbrauchs und eventuell zusätzlich verheizter Brennstoffe (Holz? Pellets? Kaminofen?) beurteilen. Dann muss man den Kessel unter die Lupe nehmen. Danach kann man entscheiden, ob es sinnvoll ist die Kiste mit geringerer Leistung zu fahren, und in welchem Leistungsbereich man sich bewegen sollte. Um längere Laufzeiten zu erreichen muss die Anlage stimmen, nicht nur der Brenner. Das Einsparpotenzial ist aber überschaubar. Irgendwann bewegt man sich in Bereichen in denen die Einsparungen im Rauschen untergehen.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Bei uns ist das kleine Gebläse RG130 verbaut. Mit der aktuellen Mischeinrichtung geht er runter bis auf 21 kW. Bei noch kleinerer Leistung war von Scheer auch ein kleinerer Kessel vorgesehen. Da werde ich aber keine Umbauten dran vornehmen.

    Gibt es das irgendwo schriftlich, dass der WT kein Teil der Abgasleitung oder ein Verbindungsstück ist. Das würde ich dem Schorni ja gerne mal unter die Nase halten. ;-) Ich hab jetzt schon mal die DIN und andere Regeln durchgearbeitet, aber nix konkretes gefunden. Wenn es nach ihm ginge, müßte ich für den Fall eines Umbaus auch den Abgasstutzen vom Kessel zum WT hinterlüftet.
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  13. #11

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    Zitat Zitat von Atomfred Beitrag anzeigen
    Bei uns ist das kleine Gebläse RG130 verbaut. Mit der aktuellen Mischeinrichtung geht er runter bis auf 21 kW. Bei noch kleinerer Leistung war von Scheer auch ein kleinerer Kessel vorgesehen. Da werde ich aber keine Umbauten dran vornehmen.
    Mit dem kleinen Gebläse ist das kein Problem.
    Wie weit man den Kessel deutlich unter Nennlast fahren kann, das muss man testen. Die Hersteller geben nicht umsonst einen Leistungsbereich an für den ein bestimmter Kessel geeignet ist. Meint man es zu gut mit dem Einsparen, dann darf man in kürzester Zeit den Kessel entsorgen.

    Zitat Zitat von Atomfred Beitrag anzeigen
    Gibt es das irgendwo schriftlich, dass der WT kein Teil der Abgasleitung oder ein Verbindungsstück ist.
    Damit kann ich jetzt nicht dienen, da müsste ich mich zuerst auf die Suche machen.
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