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Minihaus in erlaubter Maximalgröße für genehmigungsfr. Bauvorhaben / Pachtgrundstück

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  1. #1

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    Minihaus in erlaubter Maximalgröße für genehmigungsfr. Bauvorhaben / Pachtgrundstück

    Mahlzeit!

    Ich habe da eine Idee, und habe mich soweit informiert, dass ich morgen mal mit dem Bauamt reden wollte. Bevor ich da nun aber was falsches erzähle, wollte ich mal die Meinung von euch hören:

    - ich wil lein keines Grundstück pachten (<50 qm), welches ich hauptsächlich zum Anbau von Gemüse&Co nutzen will

    - auf das Grundstück wollte ich ein "Gartenhaus" bauen, welches ich ggf auch mal bewohnen darf. Also an WEs oder einfach auch mal Abends nach der Arbeit zum abschalten. Das ganze soll Außerhalb der Ortschaft erfolgen = ruhige Lage.

    - genehmigungsfrei sind Gebäude bis 30m³ umschlossenen Raumes (Hessen). D.h. ich darf mir da ein chickes, eckiges zweistöckiges Häuschen ohne Zwischendecke (oben="offenes" Schalfzimmer) mit etwa 7 m² Grundfläche und 4 m Höhe hinbauen.

    - die Genehmigungsfreiheit gilt nur für Gebäude ohne WC und Aufenthaltsräume

    - unter Aufenthaltsraum werden Räume >= 2,4 m Deckenhöhe verstanden - das würde hier ja nicht zutreffen, da Deckenhöhe = 2 m

    - falls dem nicht so ist (4m ohne Zwischendecke = > 2,4 m "Deckenhöhe": 14 m² Fläche mit 2 m Deckenhöhe = immer noch kein Aufenthaltsraum

    ....ist das soweit korrekt...? Oder muss hierfür sowieso eine Sondergenehmigung beantragt werden?
    Der Bauer bei dem ich nachher wegen des Grundstücks anfragen möchte, hat laut Satbild einen Gründstreifen von ca. 130 Metern länge. Am Anfang sein Hof, am Ende steht bereist ein Minihäuschen in der Ecke. Würde ich die andere Ecke pachten können, dann wären "da hinten" zwei Häuschen. Wäre sowas überhaupt möglich, dass man auf einem Grundstück mehrere Kleingebäude errichtet?

    Hier mal ein Bild vom Grundstück:
    Name:  grundstueck.jpg
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    Gruß
    Paul
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  2. Minihaus in erlaubter Maximalgröße für genehmigungsfr. Bauvorhaben / Pachtgrundstück

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  3. #2
    Avatar von saarplaner
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    Au Backe, da hast du aber so ziemlich alles falsch verstanden und falsch ausgelegt, was du in der HBO gelesen hast.

    Was ein Aufenthaltsraum ist, legt die jeweilige Landesbauordnung fest, evtl. auch Anlagen zu dieser. Das kann man nicht umgehen, indem man einfach nur 2m hohe Decken hat.

    Deine Rechnung geht aber sowieso nicht auf, weil zum umbauten Raum auch die Bodenplatte sowie die Dacheindeckung gehört (ebenso die Deckenkonstruktion).
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  4. #3

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    Ähm ... vergiss es. Außenbereich. Hier darf außer Ställen, Scheunen und Kirchen (zur Unterbringung der Schäfchen) GAR NIX gebaut werden. Und die auch nur, wenn sie ZWINGEND notwendig sind um einen landwirtschaftlichen Betrieb aufrecht zu erhalten.
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  5. #4
    Avatar von saarplaner
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    Stimmt, Taipan, Aussenbereich kommt noch erschwerend hinzu...
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  6. #5

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    ...und das Ganze auf einem 50m²Grundstück.
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  7. #6

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    Schlafzimmer? Das kannst Du vergessen.

    Eine Gartenhütte zum Unterstellen von Gartengeräten ist sicherlich kein Thema. Alles was darüber hinaus geht wird scheitern.
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  8. #7
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    Mhh..eigentlich dachte ich sogar dran, dass ich das durch einen ausgebauten Bauwagen erweitern könnte und dauerbewohnen...hier in der Umgebung ists anscheinend auch standard, dass dauerbewohnte Ferienhäuser seit über 20 Jahren geduldet werden
    Habe letzten Herbst beinahe eins gekauft, was aber am Abwasserproblem gescheitert ist. Haus hatte eine "Sickergrube", wie alle anderen Häusern auf 300 Metern Länge, da dort erst die Kanalisation begann). Da Wasserschutzgebiet (Stufe III oder so), durfte nicht mal eine aktive Kleinkläranlage hin...

    Ist mir schon klar, dass die Außenmaße in die 30 m³ einfließen. War ja nur grob gerechnet. Will ja auch keine 50 cm Mauern haben
    Dann also erstmal beim bauern fragen was das da eigentlich für nen Minihaus ist und wie er das genehmigbt bekommen hat..und Übermorgen dann mal mit Bauamt klären wie es denn aussieht mit nem Mini-"Gartenhaus" und ggf. "fahrbaren" Wohnwagen. Puh..
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  9. #8

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    Zitat Zitat von PauleKS Beitrag anzeigen
    Mhh..eigentlich dachte ich sogar dran, dass ich das durch einen ausgebauten Bauwagen erweitern könnte und dauerbewohnen...hier in der Umgebung ists anscheinend auch standard, dass dauerbewohnte Ferienhäuser seit über 20 Jahren geduldet werden
    Das gab es schon, und die Leute haben ganz dumm aus der Wäsche geschaut als die Abrissverfügung kam.

    Man darf nicht einmal einen Wohnwagen über längere Zeit irgendwo abstellen und diesen bewohnen. Gartengrundstücke sind nicht erschlossen und somit zum Bewohnen nicht geeignet. Das kriegt man bei keinem Bauamt durch.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Vergiss es. Das ist eine Schnapsidee, da lohnt sich der Zeitaufwand nicht, um überhaupt beim Bauamt nachzufragen.

    Auch Genehmigungsfreie Bauvorhaben müssen den öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften entsprechen, siehe hier:
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    § 54 Absatz 2 Hess. BauO
    „(2) Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen nach § 1 Abs. 1 Satz 2 müssen, auch soweit eine bauaufsichtliche Prüfung entfällt, den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen.“
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Das bedeutet, dass auch dein geplantes Häuschen die notwendigen Mindestabstände zu den Nachbargrenzen einhalten muss, dass es, da beheizt, der Energieeinsparverodnung entsprechen muss, dass Die Grundflächenzahl der BauNVO von 0,4 nicht überschritten werden darf und, vor allem, dass es verboten ist, solche Gebäude im Außenbereich zu errichten.
    Deine genehmigungsfreien Bauvorhaben, die du da zitierst, gibt es nämlich nur im Bereich von Bebauungsplänen, siehe hier:
    -----------------------------------------------------------------------------
    § 56 Absatz 2 Hess. BauO:
    (2) Vorhaben nach Abs. 1 sind baugenehmigungsfrei gestellt, wenn
    1.
    sie im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes im Sinne des § 30 Abs. 1 oder der §§ 12, 30 Abs. 2 des Baugesetzbuches liegen,
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich wette, dass das Grundstück nicht im Bereich eines B-planes liegt. Vielmehr handelt es sich um unbeplanten Außenbereich.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Gartengrundstücke

    Abgesehen davon, dass es wahrscheinlich noch nicht mal "Gartenland" sondern eher Grünland ist ... was es noch ne Ecke schwieriger macht. Selbst Getreide drauf zu setzen ist schon schwer ... aber ein Gebäude ... puh.
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  12. #11
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    Das mit dem gedultet habe ich vom Bauamt. Der sagte mir auch, dass keiner der Leute je einen Antrag zum Dauerbewohnen gestellt hat. Aber die lassen es, da fast das halbe Dorf aus Feiernhäuse bestand, und die sich den Abzug der Leute nicht leisten können

    Mmmh...ich will den Bauer trotzdem mal anfragen wie er das Gebäude da hin bekommen hat. Wie ihr oben sehen könnt, hat er auf seiner "Grünfläche" ganz link unten so ein Minigebäude. Die Grünfläche rechts davon (durch den Weg getrennt) ist für die Kühe. Links der Streifen in der ganzen länge bis zur Strasse im Norden ist ungenutzt - bis auf das kleine Haus. Das wird er wohl nicht einfach mal so da hin gebaut haben. Vielleicht hat er auch andere Fläche, auf welcher ggf. gebaut werden darf.
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  13. #12
    Baufuchs
    Gast
    Dauerbewohnte Ferienhäuser gibt's überall. Die Krux: Das Ferienhaus darf nicht der 1. Wohnsitz sein. Wird meist/oft dadurch umgangen, dass die Bewohner bei Freunden oder Bekannten gemeldet sind.

    Solche Ferienhäuser können aber nicht beliebig im Außenbereich errichtet werden, sondern i.d.R. in als "Sondergebiet Wochenendhäuser" ausgewiesenen Bereichen.

    Gleiches gilt für Deinen Bauwagen, der dürfte nur in Bereichen aufgestellt werden, die gem. Campingplatzverordnung Hessen dafür ausgewiesen sind.

    Vergiss das Ganze.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von PauleKS Beitrag anzeigen
    Das mit dem gedultet habe ich vom Bauamt. Der sagte mir auch, dass keiner der Leute je einen Antrag zum Dauerbewohnen gestellt hat. Aber die lassen es, da fast das halbe Dorf aus Feiernhäuse bestand, und die sich den Abzug der Leute nicht leisten können
    Nicht leisten können? Was hat eine Gemeinde von ein paar gedulteten Ferienhäusern? Nichts.

    Links der Streifen in der ganzen länge bis zur Strasse im Norden ist ungenutzt - bis auf das kleine Haus. Das wird er wohl nicht einfach mal so da hin gebaut haben.
    Was für ein "Haus"? Als Landwirt kann er eine Menge Gartenhäuser, Schuppen, etc. bauen. Das ist was ganz anderes als das was Du planst.
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  16. #14

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    Und wenn Du doch beim Bauamt vorsprichst: Kläre vorher mit dem Bauern ab ob das Minigebäude überhaupt genehmigt ist. Wenn nicht könntest Du unter Umständen beim Amt eine Welle lostreten die Du nicht mehr stoppen kannst, und dann bekommst Du das Grundstück vom Bauern sicherlicht NICHT.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von PauleKS Beitrag anzeigen
    Mmmh...ich will den Bauer trotzdem mal anfragen wie er das Gebäude da hin bekommen hat. Wie ihr oben sehen könnt, hat er auf seiner "Grünfläche" ganz link unten so ein Minigebäude. Die Grünfläche rechts davon (durch den Weg getrennt) ist für die Kühe. Links der Streifen in der ganzen länge bis zur Strasse im Norden ist ungenutzt - bis auf das kleine Haus. Das wird er wohl nicht einfach mal so da hin gebaut haben.
    wird er wohl doch
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