Werbepartner

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 36
  1. #1

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17

    Dacheindeckung Alternativen

    Hallo zusammen,

    ich benötige eure Entscheidungshilfe zur Erneuerung meines Scheunendachs:

    Die Scheune ist ca.10 Meter breit und ca. 12 Meter lang, die Eindeckung besteht aus Welleternit, liegt seit dem letzten Brand 1957 und ist an mehreren Stellen undicht. Flicken geht nicht mehr. Die Sparren sind weitestgehend in Ordnung, die Dachneigung beträgt 8°. Sparrenabstand 80 cm.

    Die Scheune wird nur als Abstellraum genutzt, keine Tiere, keine Futterlagerung. 100%ige Regendichtheit auch bei ungünstigem Wind und so ist also nicht zwingend erforderlich.


    Kriterien für die Entscheidung sind natürlich in erster Linie der Preis und die Dauerhaftigkeit, aber auch die Möglichkeit, die Eindeckung eventuell selbst vorzunehmen.

    Welches Material wird unter diesen Voraussetzungen von euch bevorzugt?

    Könnt ihr Angaben zu den ungefähr zu erwartenden Kosten pro qm (nur Eindeckung) machen?

    Wie wäre der jeweilige Dachaufbau zu wählen?


    Besten Dank im voraus,
    Berni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Dacheindeckung Alternativen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Die einfachste und kostengünstigste Lösung dürften wohl Trapezbleche sein. Bei den genannten Abmessungen sind das komplette Bahnen die sich zügig verlegen lassen. Das spart Geld weil die Montagekosten einen ordentlichen Brocken am Gesamtpreis ausmachen.

    Kosten sind schwer abschätzbar, Gerüst, Kran, Entsorgung der alten Platten, usw.

    Die Sparren sind weitestgehend in Ordnung,....
    Dieses Wort macht mich stutzig. Wurde das Dach bzw. der Dachstuhl schon begutachtet? Wenn hier noch Arbeiten anfallen, außer ein paar Latten, dann drückt das den Preis ganz schnell nach oben.

    Aufgrund der eher kleinen Fläche würde ich mal davon ausgehen, dass der Preis irgendwo zwischen 40,- €/m2 und 50,- €/m2 liegen könnte. Da hilft aber wirklich nur ein Angebot von einem lokalen Betrieb, denn aus der Ferne ist der Aufwand kaum abzuschätzen. Deswegen meine Preisabschätzung nicht als in Stein gemeiselt betrachten. Gerade wenn noch Arbeiten am Dachstuhl anfallen sind 50,- €/m2 ganz schnell Geschichte.

    Ach ja, das Thema "selbst eindecken" habe ich bewusst ignoriert. Bereits die Demontage der vorhandenen Eindeckung (Asbest) dürfte problematisch werden, und man kann auch bei einer einfachen Trapezblecheindeckung so viel falsch machen, dass es sich nicht wirklich lohnt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    10.2014
    Ort
    Emlichheim (Nds.)
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    322
    Was spricht gegen eine Neueindeckung mit Wellplaten aus Faserzement? (E....t ist eine Marke) Die sind heutztage natürlich Asbestfrei. Für einen versierten Heimwerker sind die durchaus selbst zu verlegen, allerdings nur mit geeigneten Sicherheitsmaßnahmen. So manch einer ist bei der Verlegung dieser Platten durchs fertige Dach gestürzt da diese nicht durchtrittssicher sind.
    Bei der Demontage der alten Platten natürlich beachten dass diese warscheinlich asbesthaltig sind.

    Und natürlich die Anmerkungen von R.B. beachten bzgl. der Dachkonstruktion.
    preise habe ich leider keine
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17
    Vielen Dank soweit schon mal.

    Natürlich orientiert man sich an dem, was man schon kennt, in meinem Fall die Wellplatten. Da ich nach Kyrill und zuletzt Niklas schon mal neue Faserzementplatten eingearbeitet habe kann ich sagen, dass ich die eigenhändige Verlegung als machbar ansehe.

    In den Anwendungsrichtlinien der einschlägigen Anbieter wird aber eine Dachneigung von mehr als 9° - 10° gefordert. Sollten also Dichtungsbänder eingelegt werden? Oder ist es wurscht, wenn bei extremen Verhältnissen Wasser durchgeht, solange es wieder wegtrocknen kann?

    Bisher war die Wassereindringung, bis auf die dem Alter geschuldeten Leckagen, nicht dramatisch.


    Bei Wellplatten wäre auch die Einarbeitung von Lichtplatten wenig aufwändig.


    Schalung + Bitumenbahnen oder Stehfalz wären ja auch noch Optionen. Wie ist die Meinung dazu?

    Bei Holzschalung und Bitumen habe ich die Befürchtung, dass es teurer wird und dass das Verschweißen dauerhaft nur funktioniert, wenn es ein Profi macht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    10.2013
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Dachdeckermeister, Gebäudeenergieberater
    Beiträge
    348
    Hallo,

    von den asbestfreien Wellplatten würde ich Abstand nehmen, qualitativ kommen die mit den asbesthaltigen nicht mit, was die Haltbarkeit angeht, preislich sind sie auch teurer, wie bspw. Trapezbleche und in diesem Neigungsbereich. Ich denke die kostengünstigste Variante ist das Trapezblech, aber hier entweder mit Unterspannbahn oder auf der Rückseite mit einem Anti-Kondensvlies beschichtet. Ich habe gerade ein ähnliches Objekt angefragt, hier Lagen die Preise frei Baustelle bei 12 €/m² mit Vlies auf der Rückseite und einer 50 my starken Farbbeschichtung. ( Stahltrapez )
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17
    Wie ist das denn mit der Geräuschentwicklung bei den Trapezblechen bei Regen? In der Scheune ist das egal, aber daran angebaut steht ein Wohnhaus und mein eigenes Wohnhaus ist auch nur 15 Meter entfernt?
    Im Netz liest man, dass es keine hohe Geräuschentwicklung geben soll.

    Gibt es da auch so Lichtplatten wie bei Welleternit?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    10.2013
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Dachdeckermeister, Gebäudeenergieberater
    Beiträge
    348
    Lichtplatten im Profil der Trapezbleche sind auch lieferbar, Schalltechnisch sind, wenn ein Wohnhaus direkt angebaut ist, evtl. besondere Vorkehrungen zu treffen ( Wandanschluß usw. ). Es kommt gerade bei Schall auch auf das persönliche Empfinden an, ich habe mal gelesen, dass Eindeckung aus Trapezblech bei Regen ca. 5 dB lauter sein sollen´, als Eindeckungen aus Faserzement/Asbestzement, hört sich nicht viel an, wer aber hier empfindlich ist, für den bricht bei Regen die Welt zusammen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17
    Ich glaube bei +10 dB spricht man von einer gefühlten Verdopplung der Lautstärke.
    Mein Haus steht weit genug weg, könnte aber für den Nachbarn problematisch sein.

    Ich habe gerade ein bischen Montageanleitungen gelesen, die Trapezblechanbieter verlangen auch 10° DN, die ich ja nicht habe.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    MoRüBe
    Gast
    Hohes Gesicht

    nee, Trapezbleche gehen bis 5°, das ist also problemlos machbar.

    Eigentlich geht auch nix anderes. Wenn der Hersteller 10° vorgibt, dann kannste hier nicht verlangen, daß jemand 8° gesundbetet.

    Zum Thema Schall: es gibt die ja mit Filz, das ist dann wieder ne andere Nummer, allerdings auch teurer.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17
    Na ja, Schalung mit Bitumenbahn gibt's noch. Oder diese Zink-Stehfalz Sache.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    MoRüBe
    Gast
    Darf ich die Anklage zitieren:

    Euer Wunsch war der Ursprung meines Gedankens :-)


    Zitat Zitat von Berni Stone Beitrag anzeigen

    Kriterien für die Entscheidung sind natürlich in erster Linie der Preis und die Dauerhaftigkeit, aber auch die Möglichkeit, die Eindeckung eventuell selbst vorzunehmen.

    Berni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17
    teuer?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Ich kenne keine billigere Lösung als Trapezbleche. Da kostet der ganze Kleinkram den man braucht bald mehr als die Bleche selbst.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2015
    Ort
    Köln
    Beruf
    Amtsanwalt
    Beiträge
    17
    Ok, wenn man es wirklich preiswert machen will, trotzdem aber dauerhaft, dann packt man Trapezblech drauf. Am besten die mit der Anti-Kondensatbeschichtung drauf, nehme ich an.

    Wo sind denn die Stärken der anderen Dacheindeckungen, wenn das Geld jetzt nicht die allerste Rolle spielen würde?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    04.2013
    Ort
    Heidelberg
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    31
    Hallo Berni,

    wie Du selbst geschrieben hast, wären doch Faserzement Wellplatten die einfachste Methode für eine Neueindeckung:
    - die UK muss nicht verändert werden (vorausgesetzt die ist i.O.; siehe Beitrag von R.B.)
    - du brauchst keine Anti-Kondensatbeschichtung (Faserzement kann mehr Feuchte aufnehmen als jede Anti-Kondensatbeschichtung)
    - um Schall brauchst du dich nicht kümmern (ich meine gehört zu haben dass man ab 6 dB von einer Verdoppelung spricht; bin aber hier kein Experte)
    - Wegen den Dichtungsprofilen eine Frage: hattest Du mit der bisherigen Wellplatteneindeckung ohne Dichtungsprofile Probleme?
    - Faserzement korrodiert oder rostet nicht
    - Einbau von Lichtwellplatten ist ganz einfach (am einfachsten Polycarbonat Doppelstegplatten; werden verlegt wie eine Wellplatte)
    - Du bekommst die passenden Formteile, die genau so einfach verlegt werden wie die Wellplatten

    Wegen der Selbstverlegung schließe ich mich R.B. an. Hier kann trotzdem viel falsch gemacht werden. Vor allem die fachgerechte Demontage und Entsorgung der AZ-Eindeckung ist nicht ganz ohne (TRGS-Sachkundenachweis, Bigbag zum verpacken, Anzeige der Arbeiten, ...)

    Gruß Sven
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen