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Beschädigungen bei Mängelbeseitigung

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  1. #1

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    Beschädigungen bei Mängelbeseitigung

    Guten Abend,

    mit unserer Baufirma haben wir einen Vertrag nach VOB/B. Einige Mängel wurden von uns gerügt. Der AN Macht sich nun an die Mängelbeseitigung.

    Bei der Mängelbeseitigung entstehen durch den AN aber leider Beschädigungen an Gewerken, die nicht Vertragsgegenstand zwischen AN und AG sind, sondern vom AG in Eigenleistung bzw. durch einen Dritten erbracht wurden.

    Worum handelt es sich jetzt?

    Um einen zusätzlichen Mangel kann es sich aus meiner Sicht nicht handeln, da die beschädigte Leistung ja nicht Vertragsgegenstand zwischen AN und AG war. Welche Handhabe habe ich um den AN für seine Schäden haftbar zu machen?

    Gruß
    Bernd
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  2. Beschädigungen bei Mängelbeseitigung

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  3. #2
    Lebski
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    Bearbeitungsschäden bzw Mängelbeseitigungsschäden. Anstpruch: Schadenersatz
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  4. #3

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    Das allgemeine Schadenersatzrecht nach BGB...?
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Bei der Mängelbeseitigung entstehen durch den AN aber leider Beschädigungen an Gewerken, die nicht Vertragsgegenstand zwischen AN und AG sind, sondern vom AG in Eigenleistung bzw. durch einen Dritten erbracht wurden.
    Also handelt es sich um notwendige Nacharbeiten im Zuge der Beseitigung des Mangels, deren ordnungsgemäße und fachgerechte Erledigung der Unternehmer im Zuge der Nacherfüllung ebenfalls schuldet, sei es selbst, wenn er dazu in der Lage ist, oder durch hierzu geeignete Dritte ( siehe BGH, Urteil vom 22.03.1979, VII ZR 142/78 ). Beispiel: Zur Beseitigung eines mangelhaft verlegten Rohrs muß die Wand aufgeschlagen werden ( = notwendige Vorarbeit ), anschließend muß das fehlerhafte Rohr entnommen und ein neues Rohr eingebaut werden ( = eigentliche Mangelbeseitigung ), danach muß die Wand wieder verputzt und angestrichen werden ( = notwendige Nacharbeit zur Wiederherstellung des vorherigen Zustands ).

    Das gehört alles zur Nacherfüllung und wird daher auch ohne Rücksicht auf ein etwaiges Verschulden geschuldet.

    Führt der Unternehmer die (mit-) geschuldete Nacharbeit nicht aus, hat der AG insoweit einen Aufwendungsersatzanspruch nach §§ 637, 635 Abs.2 BGB bzw. § 13 Nr. 5 Abs.2 VOB/B.

    Anderer Fall:

    Das fehlerhaft verlegte Rohr hat vor der Mangelbeseitigung auch noch zu einem Wasserschaden in der Wand im unterliegenden Geschoß geführt. Dann gehört dieser Schaden nicht zur Nacherfüllung, sondern ist nach §§ 634 Nr. 4, 280 Abs. 1 BGB zu ersetzen.
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