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Außenputz auf Farbe ?

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  1. #1

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    Außenputz auf Farbe ?

    Liebe Gemeinde,
    folgende Frage werfe ich, mit Bitte um Antworten, in die Runde:

    Mein Bj. 1960 Haus hat auf Hohlkammerziegel einen Außenputz. Dieser Putz ist ein häßlicher Strukturputz, sprich er hat so ca. 5 mm tiefe Rillen in unregelmäßigen Abständen und ist ca. 3 cm dick. Darüber wurde eine mir unbekannte weiße Farbe gestrichen. Es gibt eine Vielzahl von Haarrissen in der Farbe/dem Putz.
    Ich will das Haus nun neu verputzen (oder Teile davon), um diesen unfassbar häßlichen Putz glatt zu kriegen. Mit dem Kärcher bekomme ich die Farbe aber leider nicht ab. Nun ist guter Rat teuer. Also was tun ?
    - Grundierung und dann Verputzen ?
    - oder muss die Farbe muss definitiv runter ?
    - Das Haus soll weiter atmen also welche Grundierung und vor allen Dingen welchen Putz ?

    oder andere Ideen ?
    Besten Dank für eure Hilfe !
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  2. Außenputz auf Farbe ?

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  3. #2

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    Da muss ich mal ganz tief Luft holen

    Häuser atmen nicht!

    An sonsten - Farbe kann dran bleiben, denn wenn die Fassade neu geputzt wird, ist bei einem Haus von 1960 eine Dämmung unter Einhaltung der Mindestwerte der ENEV gesetzlich vorgeschrieben!
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  4. #3

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    der TE will einen zusätzlichen (Ausgleichs)Putz auf den alten drauf. EnEV greift in dem Falll nicht.
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  5. #4
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    Sehe ich auch so... Dämmpflicht ist hier definitiv nicht gegeben.... und Diffusionsoffen sollte das alles schon werden...
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  6. #5

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    Ich habe die fast gleiche Frage, deshalb schließe ich mich hier an:
    Eine Garage Bj 1950 ist total "gewölbt" verputzt, Dellen und Buckel bis zu 7 cm unterschied.
    Die Farbe geht mit Kärcher auch nicht ab, auch nicht mit Drahtbürste.
    Aber der Putz (keine Ahnung welcher) ansich ist super fest.
    Mir wurde vom Maler geraten einen lösemittelhaltigen Tiefgrund aufzutragen und dann mit Armierungsgewebe und Putzprofil zu verputzen.
    Ist das richtig?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    der TE will einen zusätzlichen (Ausgleichs)Putz auf den alten drauf. EnEV greift in dem Falll nicht.
    1. Außenwände
    Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Außenwände ersetzt oder erstmals eingebaut werden, sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 1 einzuhalten. Dies ist auch auf Außenwände anzuwenden, die in der Weise erneuert werden, dass bei einer bestehenden Wand
    a)auf der Außenseite Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder Verschalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden oder
    b)der Außenputz erneuert wird.
    Neuer Aussenputz = Nachrüstpflicht. Egal ob auf freigeschlagenes Mauerwerk oder als zweite Putzschicht!
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Neuer Aussenputz = Nachrüstpflicht. Egal ob auf freigeschlagenes Mauerwerk oder als zweite Putzschicht!
    Nein.

    Auslegung EnEV.
    http://www.bbsr-energieeinsparung.de...2051?nn=738208
    unter xx-2 Putzerneuerung
    http://www.bbsr-energieeinsparung.de...2051?nn=738208
    Frage 3:
    Gilt Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2013, wenn ein gerissener Putz mit einem neuen Überputz (ggf. unter Verwendung eines Armierungsgewebes) saniert oder wenn eine Sichtbetonfläche saniert und beschichtet wird?
    Antwort:
    a)Eine Erneuerung des Außenputzes im Sinne der Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2013 setzt begrifflich voraus, dass der bestehende Altputz abgeschlagen wird. Sogenannte „Putzreparaturen" (ggf. auch in Verbindung mit zusätzlichen Farb- oder Putzbeschichtungen), bei denen der bestehende Putz nicht abgeschlagen wird, sind deshalb keine Putzerneuerungen im Sinne von Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2013, sondern Instandsetzungsmaßnahmen für den bestehenden Putz.

    b) Gleiches gilt für die Instandsetzung geschädigter Betonflächen. Eine Reparatur geschädigter Stellen (nach den Richtlinien des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton) mit einer anschließenden Beschichtung der Betonoberfläche ist keine Putzerneuerung im Sinne der EnEV.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Neuer Aussenputz = Nachrüstpflicht. Egal ob auf freigeschlagenes Mauerwerk oder als zweite Putzschicht!
    das Stichwort ist "Erneuerung", da gab es Klärungsbedarf. Konsens ist, dass eine Erneuerung die Entfernung der alten Putzschicht voraussetzt, denn erst wenn das Alte entfernt ist, kann man erneuern, alles andere fällt noch unter Instandsetzung

    Ich halte diese Auslegung zwar für unsinnig, aber mich fragt ja keiner.
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  10. #9

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    Solange beim Putzanschlagen die Bagatellgrenze von 10% nicht überschritten zählt es auch nicht als Erneuerung.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ich halte diese Auslegung zwar für unsinnig...
    ich finde das sinnvoll. Genau für so Fälle wie der TE hat. Warum sollte man Leuten eine Dämmung (und alles was damit zusammenhängt) aufzwängen, nur weil man instandsetzt und mit einer 2.Schicht optisch saniert. Hier haben die Verantwortlichen weise gehandelt.
    Fragwürdiger finde ich eher, dass Architekten die Anwendung/Auslegung der EnEV nicht kennen. So eine Falschberatung kann mal richtig ins Geld gehen.
    Zum Thema an sich:
    Produktempfehlungen gibt es hier eh nicht, zudem wird wohl nur jemand vor Ort wirklich beurteilen können, ob/welche/wie Grundierung etc. sinnvoll ist.
    Aber evtl. sagt ja einer der Malerprofis hier noch was aus Erfahrung dazu.
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  12. #11
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    Und wenn es 10 x Vorschrift wäre. Dämmung kommt bei mir nicht drauf...
    Ja ein Malerprofi wäre toll.....
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Neuer Aussenputz = Nachrüstpflicht. Egal ob auf freigeschlagenes Mauerwerk oder als zweite Putzschicht!
    nee, ralf das ist so nicht richtig.
    putz auf putz geht immer.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    Hier haben die Verantwortlichen weise gehandelt.
    Einen Dreck haben die!
    Wenn die Fläche eine zweite Putzschicht bekommt, brauchts ein Gerüst, es braucht Leute, die die Fläche vorarbeiten, die den Putz auftragen usw.
    Die Mehrkosten einer Fassadendämmung, die gedübelt wird (also alle Vorarbeiten zur Sicherstellung der Haftung einspart), verursacht demgegenüber nur recht geringe Mehrkosten!

    Und Eigentum verpflichtet nun mal auch, schon zweimal, wenn sich die Mehrkosten in einem solchen Fall ja nun wirklich in relativ geringer Zeit amortisieren!

    Und das eine komplette zweite Lage Putz in ganzer Fläche des Gebäudes neu auf einen Bestandsputz aufzutragen, nicht unter die Vorgabe der EnEV fällt, dann eine Dämmung zu montieren, möchte ich mal belegt haben.
    Mit einem Urteil oder einer juristisch tragfähigen Unterlage!
    Und nicht mit den Auslegungen, die Zellstoff da zitiert, denn die sprechen nicht davon, dass eine komplette zweite Schicht aufgetragen wird, sondern von Reparaturen. Eine vollflächige Beschichtung einer gesamten Gebäudefassade als "Reparatur" zu subsummieren - das belege man mir!

    Für mich fällt DAS nämlich unter Anlage 3, 1. Punkt a
    auf der Außenseite Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder Verschalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden oder
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    ...."3.a) Eine Erneuerung des Außenputzes im Sinne der Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2013 setzt begrifflich voraus, dass der bestehende Altputz abgeschlagen wird. Sogenannte "Putzreparaturen" (ggf. auch in Verbindung mit zusätzlichen Farb- oder Putzbeschichtungen), bei denen der bestehende Putz nicht abgeschlagen wird, sind deshalb keine Putzerneuerungen im Sinne von Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2013, sondern Instandsetzungsmaß- nahmen für den bestehenden Putz."

    das gilt immer (noch).
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  17. #15

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