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  1. #1

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    Müssen neue Tonziegel so aussehen?

    Hallo zusammen, bin neu hier und habe die Hoffnung auf einige konstruktive Ideen zur weiteren Handhabung meines Problems.
    Vielleicht steckte der ein oder andere ja schon in selbiger Lage.

    Wir haben uns entschieden unser EFH von 1938 mit einem neuen Dach sowie Dämmung zu versehen. Hinter dieser Entscheidung stehe ich auch bis heute.
    Aber: Die Tonziegel die wir haben wollten wurden bei Anlieferung, da niemand vor Ort war, auch von niemanden abgenommen. Lieferschein also ohne Unterschrift. Nun hat uns er Dachdecker am Folgetag die Ziegel verlegt. Teilweise bei Regen.
    Als ich nach Hause komme stelle ich fest, dass nahezu alle Tonziegel an der selben Stelle Abschürfungen bzw. Kratzer vorweisen. Ich stelle mir nun die Frage, ob ich das überhaupt so abnehmen muss, bzw. ob ich auch darauf bestehen kann dass neue Ziegel verlegt werden. Das es sich hier um ein Naturprodukt handelt ist mir klar. Kleine optische Mängel, Abplatzungen usw. würde ich zu einem gewissen Grad ja akzeptieren. Aber so???
    Der Vertriebsleiter betroffenen Herstellers war letzte Tage unangekündigt da und hat sich das Dach angesehen. Er wollte mir weiß machen, daß ich mit einem Abstand von 8 Metern zur Fassade aufs Dach blicken müsse um dann den Schaden zu beurteilen. An diesem Tag konnte er natürlich nichts sehen.
    Ich sehe diese Flecken immer. Zugegebenermaßen hängt es aber wirklich vom Licht ab. Allerdings: Wenn ich ein Dachfenster öffne und rausschaue, sieht es immer grauenhaft aus. Egal ob bei Sonne, nasser Pfanne oder bedecktem Himmel. Auch für die erwähnten 8 m üblichem Betrachtungsabstand habe ich noch keine gesetzliche Grundlage gefunden.

    Momentan stehe ich da echt vor einem riesen Rätsel. Denn einen Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang bricht man ja auch nicht so einfach vom Zaun.
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  2. Müssen neue Tonziegel so aussehen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    SteveMartok
    Gast
    Sicher, dass es sich bei den zu sehenden hellen Spuren um Abschürfungen und Kratzer handelt?
    Ich kenne es so von meinen engobierten Dachpfannen, dass diese ganzen Punkte Abrieb von den ,,Füßchen" der nächten Pfanne sind, wenn diese auf den Paletten in 5er Paketen zusammengeschnürt und dann transportiert werden. Das geht nach einer Weile weg, kann man meist auch abwischen.

    Ich denke nicht, dass man da groß ne rechtliche Handhabe hat.
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  4. #3

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    Hallo Markus,

    das mit dem gebrauchsüblichen Abstand steht in der DIN EN 1304.
    Die Abschürfungen auf den Dachziegeln kommen von den Stapelpunkten, d.h. hier berühren sich die Dachziegel untereinander bei Verpackung und Transport.

    Da die Thematik bekannt ist, versuchen viele Hersteller die Stapelpunkte zu definieren, d.h. dorthin zu legen, wo es den kleinstmöglichen Schaden geben kann. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan. Es geht eigentlich nur bei Dachziegeln, welche noch in der Entwicklung sind, weil hier die Formen entsprechend ausgebildet werden müssen.

    Eine weitere Einflußgröße in der Ausbildung von Schürfstellen durch Stapelpunkte, ist die "Beschichtung" der Dachziegel. Glanzengoben oder Glasuren lassen i.d.R. keine Schürfstellen durch Stapelpunkte zurück.
    Manche Hersteller bringen auf der Unterseite der Dachziegel Gummierungen an, um den Effekt zu minimieren oder auszuschließen.

    Mit freundlichen Grüßen
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  5. #4
    Themenstarter

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    Anders kann ich mir die Entstehung dieser Flächen auch nicht erklären. Die Bündel waren mit lediglich einem Band geschnürt was natürlich beim Transport und Verladen einen gewissen Spielraum für Bewegungen läßt. Aber wegwischen läßt es sich nicht. Wir haben es versucht. Bei nicht ganz so deutlichen Abschürfungen konnte man es abschwächen. Geblieben sind die Kratzer aber dennoch. Der Vertriebsmensch des Herstellers meinte auch das seih normal und ich müsse damit leben.
    Ich kann und will das aber so nicht akzeptieren. Ich bestelle mir ja auch nicht einen Neuwagen und nehme den dann ab wenn er verkratzt ist. Ein Fliesenleger würde auch keine Fliesen verbauen wenn sie verkratzt sind. Das kann man mit jeder Menge Bespielen so weiter spielen. Warum sollte es also dann bei Tonpfannen keine Handhabe geben? Selbst unser Dachdecker ist der Meinung, dass diese Form der Beschädigungen wirklich zu krass wäre. Da hätte er noch nicht gesehen. Einer seiner anderen Kunden (mit gleicher PFanne) hat das wohl kürzlich auch bemängelt sich dann aber damit zufrieden gegeben.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Markus332 Beitrag anzeigen
    Selbst unser Dachdecker ist der Meinung, dass diese Form der Beschädigungen wirklich zu krass wäre.
    und warum hat er die Dachziegel überhaupt verlegt? Wenn er selbst der Meinung ist, dass dies so schlimm ist, dann hätte er doch gleich Stop rufen müssen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Die Frage habe ich auch gestellt. Angeblich hat es geregnet und es ist niemandem aufgefallen.
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  8. #7

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    Dein Dachdecker sollte sich hier vielleicht etwas zurückhalten.

    1. Wenn er der Meinung gewesen ist, daß ein Mangel vorliegt (z.B. Schürfstellen zu groß) dann hätte er das Dach nicht komplett eindecken dürfen
    und sofort den Hersteller verständigen müssen.

    2. Wenn er wenig oder keine Ahnung über die Produktion von Dachziegeln hat, dann kann er letztlich nur unzureichend beraten. Denn zwischen den
    Herstellern gibt es hier durchaus Unterschiede.

    3. Wenn die Beratung über die Wahl des Ziegelmodells, der Oberfläche, des Herstellers... vorher stattgefunden hätte, dann wären solche Dinge
    natürlich zur Sprache gekommen.
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  9. #8
    SteveMartok
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    Ja, alles schön und gut, die Frage ist nun, was erreicht man mit welchen Mitteln? Soll das Dach komplett neu? Wer garantiert, das die nächste Lieferung nicht genau dieselben Schäden aufweist? Oder soll es eine Entschädigung geben Informieren von Geld. Stelle ich mir alles nicht einfach vor.

    Zu den Dachpfannen habe ich mich schon vor Jahren gewandert, warum man da nicht ne kleine Schutzlage zwischen legt, Pappe, diese dünne Schaumfolie oder so. Da muss man nichts neu entwickeln!
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  10. #9
    SteveMartok
    Gast
    Ja, alles schön und gut, die Frage ist nun, was erreicht man mit welchen Mitteln? Soll das Dach komplett neu? Wer garantiert, dass die nächste Lieferung nicht genau dieselben Schäden aufweist? Oder soll es eine Entschädigung geben in Form von Geld. Stelle ich mir alles nicht einfach vor.

    Zu den Dachpfannen habe ich mich schon vor Jahren gewandert, warum man da nicht ne kleine Schutzlage zwischen legt, Pappe, diese dünne Schaumfolie oder so. Da muss man nichts neu entwickeln!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von SteveMartok Beitrag anzeigen
    Zu den Dachpfannen habe ich mich schon vor Jahren gewandert, warum man da nicht ne kleine Schutzlage zwischen legt, Pappe, diese dünne Schaumfolie oder so. Da muss man nichts neu entwickeln!
    ...ohne Worte...
    einfach mal angucken wie solche Anlagen (Ziegeleien) funktionieren
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ja, Ihr habt Recht. Viele Fragen, welche ich mir auch schon gestellt habe. Ich möchte lediglich ein neues Dach haben. In einer Ausführung wie ich es mir auch unter einem neuen Dach vorstelle. In diesem Fall konkret also nicht mit den Pfannen die nun aufliegen. Ob eine Neulieferung da eine Verbesserung bringt? Ich weiß es nicht, kann es mir aber auch nur schwer vorstellen. Eine Entschädigung interessiert mich überhaupt nicht. Ebenso wenig ein Preisnachlass. Die nächsten Jahrzehnte muss ich und auch alle anderen auf dieses Dach schauen. Da kann es nicht von Beginn an sch...e aussehen. Ist nebenbei keine gute Werbung für die Pfanne und ihren Hersteller, ebenso wenig für den ausführenden Dachdecker.
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  13. #12

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    mit dem dachdecker reden und er soll mit der reparaturfarbe einige ziegel als muster bearbeiten. dann schauen ob die reparaturstellen von unten noch sichtbar sind.
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  14. #13

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    Hallo Markus,

    für Dich selber tut es mir natürlich leid, wie die Sache gelaufen ist. Deine Argumentation kann ich verstehen.

    Als ehemaliger Mitarbeiter von Ziegeleien kenne ich solche Fälle zur Genüge.
    Natürlich gibt es immer Möglichkeiten, möchte diese hier aber nicht öffentlich machen.
    Über ein grundsätzliches Problem solltest Du Dir aber im Klaren sein.
    Selbst bei einer Kulanzregelung (etwas anderes ist nahezu ausgeschlossen) wirst Du keinen Wechsel des Herstellers erreichen können.
    Dazu habe ich ja bereits etwas geschrieben.
    Ich gehe davon aus, daß die Produktionsbedingungen bei diesem Modell keine anderen Qualitäten zulassen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von SteveMartok Beitrag anzeigen
    Zu den Dachpfannen habe ich mich schon vor Jahren gewandert, warum man da nicht ne kleine Schutzlage zwischen legt, Pappe, diese dünne Schaumfolie oder so. Da muss man nichts neu entwickeln!
    Mal abgesehen davon, dass der Erguss von Biber schon kommentiert wurde: Wer entsorgt den Spaß? Einfach mal überlegen, wie viel Müll bei einer normalen Lieferung schon anfällt. Holz/Pappe, Folie, KST-Bänder, Transportsicherungen von Formteilen usw. Jetzt soll zwischen jedem Ziegel/Stein noch mehr? Was dann in der Umgebung umherfliegt - bei Wind unsere Umwelt belastet, weil es am Ende nicht mal verrottet. Es bekommen doch ausreichend Hersteller hin ihre Ziegel sauber auf die Baustelle zu bekommen. Das mal Fehler in der Engobe/ Beschichtung sind ist ja nicht weiter tragisch und passiert wohl jedem Hersteller.

    Das da ist schon ein Armutszeugnis.

    @TS: Du hast geschrieben, die Ziegel wurden angeliefert ohne das jemand sie entgegen genommen hat. Wie sind die Dinger denn auf das Dach gekommen? Hat der DD einen eigenen Kran oder kam noch mal extra Jemand? Dachdeckerlift? Das wirklich jeder Ziegel macken hat ist schon echt sehr ungewöhnlich und spricht keinesfalls für die Produktion aber auch nicht für den DD, wenn es ihm bekannt ist und er dennoch weiter das Produkt verarbeitet.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Tja, was soll ich sagen? Anscheinend haben wirklich alle was an den Augen gehabt. Jede Pfanne wurde mindestens einmal von Menschenhand bewegt. Jetzt im Nachhinein stimmt mein DD und auch seine Jungs zu. Ja, es sieht nicht gut aus. Liegt auch nicht im normalen Bereich. Darüber bin ich stinksauer. Ist ja auch nicht so, dass wenigstens alle anderen Arbeitsschritte sofort gepasst hätten. Insgesamt haben die an unserem kleinen Dach 6 Wochen rumgewerkelt. Meistens nur zu zweit, was ich auch nicht verstehe. Nächste Woche kommt nochmal jemand von Seiten des Herstellers. Mal sehen was der dann sagt. Wahrscheinlich sieht der auch nichts!!!
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