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Bauvertrag Sittenwidrig

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  1. #1

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    Bauvertrag Sittenwidrig

    Hallo zusammen,

    ist es jemandem von euch schon einmal passiert, dass ein Bauvertrag sittenwiedrig war und ihr ihn deshalb gekündigt habt oder es zumindest hättet tun können? Kann man sich dann einfach einen neuen Bauträger suchen? Was ist mit den KfW Anträgen? Müssen diese dann erneuert werden, bzw. geht das überhaupt?
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  2. Bauvertrag Sittenwidrig

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  3. #2

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    Sittenwidrig? aha ich bin mal auf die Definition gespannt
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    einfach so kündigen und einen neuen vertrag abschliessen kann blutige nase geben .

    ohne korekte juristische vorgehensweise => anwalt hinzuziehen =, kann sowas ein böses erwachen nach sich ziehen . da sind ratschläge aus dem internet von nutzlos bis gefährlich


    tomtom , sowas gibt es .
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  5. #4

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    Allerdings schließt man mit einem Bauträger generell keinen Bauvertrag (Werkvertrag), sondern einen Kaufvertrag.

    Daher:
    Wie ist die tatsächliche Konstellation?
    Und was ist der konkrete Hintergrund der Frage?
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  6. #5

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    Vor oder nach der Unterschrift ?
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  7. #6

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    Welcher Unterschrift?
    Der unter Deinen jodelnden Jagdschein...?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von tomtom79 Beitrag anzeigen
    Sittenwidrig? aha ich bin mal auf die Definition gespannt
    Die Rechtsprechung zieht hierfür als Maßstab das „Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden“ heran, eine Formulierung des Reichsgerichtes Leipzig 1901[1][2] als auch des Bundesgerichtshofes (BGH) aus den 1950er Jahren [...]
    Zufrieden?

    Ein Vertrag, die sittenwidrig ist, muss nicht gekündigt werden, er ist nichtig.

    Bei einem Vertrag über wahrscheinlich mehrere 100.000€ sollte man sich vielleicht aber kompetent juristisch beraten lassen... und nicht auf Tipps ausm Netz hören.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von orren Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ist es jemandem von euch schon einmal passiert, dass ein Bauvertrag sittenwiedrig war und ihr ihn deshalb gekündigt habt oder es zumindest hättet tun können?
    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vertrag mit einem BT wider aller guten Sitten ist, geht gegen Null. Diese Verträge sind auf Punkt und Komma ausformuliert und geprüft, natürlich zugunsten des BT, aber kein RA wird so dämlich sein und seinem Mandanten einen Vertrag aufsetzen den man so leicht aushebeln kann. Evtl. hat man eine Chance, dass einzelne Formulierungen einer genaueren Überprüfung nicht standhalten, es gibt schließlich überall so eine Art Grauzone, aber damit ist der Vertrag noch lange nicht sittenwidrig.

    Sollte ein Vertrag in Gänze unwirksam sein, in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst, oder durch ein Gericht für unwirksam erklärt werden, dann hat sich natürlich auch das Thema KfW erledigt, denn die Anträge basieren ja auf dem urspünglich geplanten Haus bzw. dessen energetischen Eigenschaften, und dieses wird dann so ja nicht gebaut. Bei einem BT kommt ja hinzu, dass man auch das Grundstück verliert, und bei einem neuen Grundstück ist nicht sicher, ob man das ursprünglich geplante Traumhaus auch so bauen kann. Das bedeutet also, Reset auf Null. Neben der KfW steht dann natürlich auch die Finanzierung durch die Hausbank auf der Kippe, das ist klar.

    Um detaillierter antworten zu können bräuchte man jetzt mehr Infos zu Deinem "Fall", aber es wäre sowieso besser, wenn Du das mit einem Fachanwalt besprichst. Dieser kann den Vertrag prüfen und Dir genauer sagen, welche Möglichkeiten Du hast und mit welchen Risiken das verbunden ist.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Vielen Dank für Eure Hinweise. Wir werden uns juristischen Rat einholen. Hintergrund der Frage ist ganz einfach. Im nachhinein (nach der Unterschrift) haben wir einige Bauherren getroffen, welche auch mit diesem Buträger gebaut haben und es sind eklatante Mängel an den Bauten festgestellt worden. Die Beseitigung der Mängel erfolgt gar nicht bis sehr zögerlich. Wir haben von einem Bauingenieur erfahren, dass eben der Bauvertrag wegen einiger Passgen ungültig sein soll, aber er ist eben auch kein Jurist. Aus diesem Grund ist der Wunsch bei uns entstanden den Bauträger zu wechseln. Ist denke ich ein verständiger Hintergrund. Wir wollen schlielich nur einmal bauen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von orren Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Eure Hinweise. Wir werden uns juristischen Rat einholen. Hintergrund der Frage ist ganz einfach. Im nachhinein (nach der Unterschrift) haben wir einige Bauherren getroffen, welche auch mit diesem Buträger gebaut haben und es sind eklatante Mängel an den Bauten festgestellt worden. Die Beseitigung der Mängel erfolgt gar nicht bis sehr zögerlich.
    Das wäre kein Grund Deinen Vertrag mit dem BT zu kündigen, solche Dinge hättest Du vorher in Erfahrung bringen müssen. Bisher kam es ja noch nicht einmal zum ersten Spatenstich, wer weiß, vielleicht baut dieser BT ja gerade bei Euch ein Traumhaus. Wo es keinen Mangel gibt da kann man auch nicht dagegen vorgehen.

    Wegen einzelner Passagen wird sicherlich nicht der komplette Vertrag ungültig. Aber auch hier musst Du Dir selbst an die Nase fassen, denn anscheinend hast Du den Vertrag vor Unterschrift nicht prüfen lassen. Wenn Du jetzt aus dem Vertrag aussteigen möchtest, dann solltest Du dich schon einmal darauf einstellen, dass das richtig teuer wird.

    Nebenbei bemerkt, handelt es sich wirklich um einen Bauträger? Wem gehört das Grundstück?

    Was Du machen kannst, der Vertrag sollte schleunigst durch einen Fachanwalt geprüft werden. Ich gehe aber davon aus, dass Du keine Chance mehr hast diesen Vertrag zu widerrufen oder zu kündigen, einzelne Passagen machen noch nicht den kompletten Vertrag ungültig. Trotzdem solltest Du endlich mal Deine Position kennen, denn ich habe den Eindruck, dass Du keine Ahnung hast was Du da unterschrieben hast.

    Wenn Du Bedenken hinsichtlich der Bauqualität hast, dann solltest Du einen externen Sachverstand einschalten der den Bau begleitet. Das kann natürlich bei einem BT-Vertrag etwas schwierig werden, denn schließlich gehört ihm Grundstück und Haus bis Du alles bezahlt hast. Bis dahin ist er der Hausherr und kann auch festlegen, wer die Baustelle betreten darf und wer nicht. Je nach Vertragsgestaltung hast Du hier also nicht einmal die Möglichkeit während der Bauphase einzugreifen, und bei der Endabnahme sieht man halt nur noch das was oberflächlich sichtbar ist. Aber auch hier gilt, zuerst Vertrag prüfen lassen.

    d.h. ALLE Unterlagen zusammenstellen und ab damit zu einem Fachanwalt. Bitte nicht zu einem Anwalt der das zwischen einem Nachbarschaftsstreit und 2 Ehescheidungen erledigt, dafür ist die Materie zu komplex und es steht zu viel Geld auf dem Spiel.
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  12. #11
    wasweissich
    Gast
    Einige passagen ....
    Ein bauing .....

    Einfach kündigen .....

    Das kann/wird ohne anwalt eine böse bauchlandug geben.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    Einige passagen ....
    Ein bauing .....
    Vielleicht war es robocos SV der gratis arbeitet.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von SirSydom Beitrag anzeigen
    Zufrieden?

    Ein Vertrag, die sittenwidrig ist, muss nicht gekündigt werden, er ist nichtig.

    .
    Ich kenne die Definition, aber ich wollte eher wissen was der TE als Sittenwidrig in seinem Vertrag sieht! und er hat es ja damit begründet das er von Baumängel erfahren hat.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    ... Wir haben von einem Bauingenieur erfahren, dass eben der Bauvertrag wegen einiger Passgen ungültig sein soll ...
    .. das ist ja ein ganz besonderer "PVC" ...
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  17. #15
    Baufuchs
    Gast
    Baumängel an anderen Baustellen eines BU rechtfertigen wohl nicht, einen Vertrag zu kündigen. (ist wie: Kumpel Franz ist mit seinem VW auf die Nase gefallen, nun will ich meinen geschlossenen Kaufvertrag über einen VW wg. Sittenwidrigkeit kündigen). Merkste was??

    Und wenn ein Bauing. erklärt "Vertrag ist wg. einiger Klauseln sittenwidrig" zeigt das nur, dass der von der Juristerei keine/wenig Ahnung hat.
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