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Kosten Zirkulation

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  1. #1

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    Kosten Zirkulation

    Hallo!
    Wir würden gerne an allen Zapfstellen sofort heißes Wasser entnehmen können und liebäugeln daher mit einer Zirkulationspumpe. Leider sollen die mit einem beachtlichen Energieverbrauch verbunden sein (sowohl durch Heizwasser-Abkühlung als auch durch den Stromverbrauch der Pumpe).

    Ich habe leider gar keine Ahnung, wie hoch die Kosten etwa sein könnten und ich weiß, dass ist eine sehr allgemeine und kaum zu beantwortende Frage. Eine sehr grobe Schätzung in Euro/Jahr würde mir genügen. Handelt sich der zusätzliche Energieverbrauch eher um 50, 150, 300, 500 Euro/Jahr?

    Es handelt sich um einen Neubau, Heizung im Keller, Zapfstellen in allen drei Geschossen (etwa 7 WW-Zapfstellen).

    Vielen Dank für eine Schätzung und alle Tips in diesem Zusammenhang!

    Kajjo
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  2. Kosten Zirkulation

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  3. #2

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    Hallo Kajjo,

    ich denke die Frage kann niemand seriös beantworten. Dafür gibt es zuviele Unbekannte die man nicht einmal richtig abschätzen kann.
    Beispielsweise die Laufzeit der Pumpe, tägliche Wasserentnahme.

    Für den Fall hilft nur Lesen in der Glaskugel.

    Rechnet man einmal nur den Stromverbrauch, dann kommt eine 25W Pumpe bei 16 Stunden Laufzeit (06:00 - 22:00 Uhr) auf 400Wh, also grob 6,8Ct. pro Tag. Macht also fast 25,- EUR pro Jahr.

    Zudem kühlt natürlich das WW aus, was aber auch von der Leitungslänge und der Dämmung der Leitungen abhängt. Wie hoch die Verluste in Euro sind hängt zudem noch vom Wirkungsgrad und Art der WW-Aufbereitung ab. Da können pro Tag auch 2,3 oder 4kWh den Bach runtergehen und schon sind wieder 20,30,40 oder gar 50Ct. pro Tag weg.

    Tja, und dann reden wir über 100,- EUR oder 200,- EUR pro Jahr, aber wie gesagt....das stammt aus meiner Glaskugel.

    Ich favorisiere daher eine bedarfsgerechte Steuerung der Zirk.pumpe, also so Dinge wie Zirk.24, Zirkomat oder zumindest eine Bastellösung die auf Bedarf reagiert. Damit wird ein unnötiges Auskühlen des WW deutlich reduziert und der Strombedarf der Pumpe spielt auch nur noch eine untergeordnete Rolle.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,
    vielen Dank für die Antwort! Ja, ich weiß, solche allgemeine Frage ist nicht pauschal beantwortbar. Aber das hat mir schon etwas geholfen.

    Ich dachte schon an eine Zirkulationspumpe mit Thermostat-Steuerung, Wochentagszeitschaltuhr und eventuell zusätzlicher Aktivierung per Lichtschalter. Die Leitungen werden natürlich gedämmt. Dennoch bleibt halt die Frage, wieviel Heizenergieverlust man da wirklich in Kauf nimmt...

    Kannst Du bestimmte Modelle besonders empfehlen? Oder neutraler, auf welche Merkmale sollte man besonders achten? Verursachen solche Dinger auch Geräusch oder pumpen die so langsam, dass das nichts ausmacht?

    Grüße,
    Kajjo
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  5. #4
    jasveznam
    Gast
    Hallo Kajjo,
    ich stand vor dem gleichen Problem. Habe jetzt eine Wochenzeitschaltuhr mit 20 Schaltzeiten am Tag. Die werden so programmiert, daß man zu der Zeit warmes Wasser an den Zapfstellen hat, wie es benötigt wird - z.B.: Wecker klingelt um 7 Uhr - dann lässt man die Pumpe für ca. 2 Minuten laufen - das reicht aus.
    Wenn du noch nen zusätzlichen Schalter irgendwo anbringst, wo er Zentral liegt, reicht auch ein Zeitrelais mit 2 min. Schaltzeit. Verluste hin oder her - willst Du Komfort oder Komweg;-)) ?
    Die Kosten zum Aufheizen des erkalteten Wassers halten sich im (bezahlbaren) Rahmen...
    Ach ja, von meiner Pumpe (Vortex mit 25W) hör' ich gar nix.
    Gruß Heiko
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  6. #5

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    Zirk.pumpe ist leise!

    Hallo Kajjo,

    eine Zirk.pumpe hört man normalerweise nicht, vorausgesetzt sie ist nicht defekt und die WW Installation wurde korrekt ausgeführt. Bei der Installation achtet der HB normalerweise schon darauf, daß keine Schallübertragung stattfindet.

    Nun, zu den Verlusten kann man ohne Vorgaben wirklich nicht viel sagen. Also hier ein Beispiel in Kurzform.

    Angenommen Deine WW Leitung hat ca. 20m, mittelmäßige Dämmung, der Temperaturverlust beträgt 3K, Entnahmetemperatur 50°C, Druckverlust 10mbar/m, dann kommen wir auf einen Wärmeverlust von etwa 220W, bei 16 Stunden Laufzeit also ca. 3,5kWh. Pro Stunde werden fast 70Liter umgewälzt. Man kann nun beliebig mit den Zahlen jonglieren, beispielsweise sehr gut dämmen, dann kann man den Wärmeverlust noch einmal nahezu halbieren, die Zirk.leitung muss natürlich passend dimensioniert sein usw.

    Müsste ich nun die 3,5kWh beispielsweise elektrisch erzeugen (Heizstab o.ä.), dann kann man zuerst einmal 1:1 rechnen, und bei 17Ct/kWh kostet mich die Zirkulation also fast 60Ct pro Tag zzgl. die o.g. 6,8Ct Strombedarf für die Zirk.pumpe, macht fast schon 70Ct/Tag. So, und jetzt müßte man noch wissen wie hoch die Speicherverluste sind.

    Schwieriger wird´s wenn ich die WW-Aufbereitung mit einem Öl-, Gas-, Pelletkessel oder einer WP mache. Hier kommen noch Verluste durch die Aufbereitung, Aufheizen des Kessels, usw. dazu. Da geht der "Wirkungsgrad" drastisch in den Keller. Bei einem alten Öler geht sicherlich 1 Liter Öl durch den Schornstein nur um die 3,5kWh WW-Verluste zu ersetzen.

    Das sind aber alles Rechenbeispiele, keiner weiß wie Deine Installation aussieht, außer Deinem HB der das installiert hat (oder installieren soll).

    Was man aber eindeutig erkennen kann -> Faktor "Zeit".

    Reduziere ich die Laufzeit der Zirk.pumpe, dann reduzieren sich auch die Verluste durch Auskühlen. Deswegen läuft meine Zirk.pumpe nur dann wenn sie wirklich gebraucht wird. Das spart Strom und es kann nur die Menge Wasser auskühlen die noch in der Leitung verbleibt. So liegen die Kosten für die Zirkulation sicherlich deutlich unter 10Ct./Tag.

    Gruß
    Ralf
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