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  1. #1

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    Kamera zur Eingangsüberwachung

    Ich möchte bei meinem Neubau anstelle einer Haustürsprech-/videoanlage eine Außenkamera zur Eingangsüberwachung installieren.
    Ich benötige keine Sprechanlage; möchte aber bei Bedarf sehen wer vor der Türe steht. Eine ständige Aufzeichung des Außenbereichs benötige ich auch nicht.
    Videotürstationen der bekannten Klingelanlagenhersteller sind mir zu teuer.
    Kamera soll (möglichst unauffällig) in der Eingangsüberdachung angebracht werden (ähnlich wie Deckenspots).
    Über iphone/ipad soll bei Bedarf nachgesehn werden können wer vor der Türe steht.

    Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
    Was gibt es hier zu beachten?
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  2. Kamera zur Eingangsüberwachung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das was du suchst ist eine Outdoor IP Kamera. Diese benötigen nur einen Stromanschluss. Der Rest kann über Wlan erfolgen.
    Das dürfte sogar relativ günstig zu erstellen sein. Solche Kameras kosten ca. 100 bis 200€. Je nach Qualität.
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  4. #3

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    Es gibt günstige IP-Kameras, wenn die Voraussetzungen dafür vorhanden sind, wäre das vielleicht eine Alternative. Nachteil, bis man das Bild auf seinem I-Pad hat, vergehen einige lange Sekunden. Wenn das IPhone o.ä. dann auch noch schläft und zuerst aufgeweckt werden muss, ist der Gast schon längst wieder verschwunden bis das Bild auf dem "Monitor" erscheint.

    Ob man diese Kamera unbedingt in der Decke unterbringen sollte, das würde ich mir gut überlegen. Ich denke mal Du möchtest auch Gesichter erkennen, und das ist bei einem steilen Winkel von oben nicht oder nur sehr schwer möglich.
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  5. #4

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    Was gibt es hier zu beachten?
    Öffentliche Bereiche dürfen nicht gefilmt werden, und auf deinem Grundstück ist auf die Kameraüberwachung hinzuweisen

    Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
    Einfache Dome IP Kameras gehen ab 100/150€ los, zzgl. der Kosten für die Strom und oder LAN Versorgung.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    .....und auf deinem Grundstück ist auf die Kameraüberwachung hinzuweisen
    Wobei eine Kamera die nur aktiv ist wenn jemand vor der Tür steht und läutet, wohl kaum unter "Kameraüberwachung" läuft. Sonst müsste an jedem Haus an die Türsprechstation ein entsprechender Hinweis geklebt werden.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    *schnipp*.. und auf deinem Grundstück ist auf die Kameraüberwachung hinzuweisen
    Gibt es dafür mal einen Link, der die rechtliche Grundlage dafür liefert?
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  8. #7

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    Gerne:

    http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__6b.html

    Hier die Erläuterungen dazu;
    https://www.datenschutzzentrum.de/video/videpriv.htm#5c

    Auch reine Kamera-Monitor-Systeme, bei denen es zwar zu einer Datenerhebung, regelmäßig aber nicht zu einer darauf folgenden Speicherung kommt, fallen unter § 6b BDSG. Dadurch, dass der Gesetzgeber die Datenerhebung als eigenständige Verarbeitungsphase mit eigenen materiellen Erfordernissen ausgestaltet hat, ist die spätere Datenspeicherung nicht mehr Voraussetzung für die Gesetzesanwendung. Dass dies auch vom Gesetzgeber so gesehen wurde, ergibt sich ausdrücklich aus der Gesetzesbegründung.
    Die Regelung gilt nur für öffentlich zugängliche Räume. Dabei ist unerheblich, ob diese überdacht sind oder sich unter freiem Himmel befinden, ob ein Privater oder eine öffentliche Stelle Eigentümer ist bzw. die Verfügungsbefugnis besitzt, ob ein Hausrecht besteht oder nicht. Relevant ist nur, dass die Räume entweder für den öffentlichen Verkehr gewidmet worden sind oder dazu dienen, von unbestimmten Personen genutzt bzw. betreten zu werden
    Ob eine offene Einfahrt unter öffentlich zugänglichen Raum fällt kann ich nicht genaus sagen (meiner Meinung nach ja), aber gerade die Türkamers die ja meistens den Bürgersteig oder die Straße vor dem Haus mit erfassen müssten so eigentlich kenntlich gemacht werden.
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  9. #8

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    Hinweisschilder sind dann nicht erforderlich, wenn die Kamera sofort als solche zu erkennen ist. Beispielsweise im Türbereich wenn nur dieser Bereich erfasst wird und die Kamera direkt neben der Tür hängt und somit sichtbar ist. Interessant wird es wenn die Kamera eine private Fläche abdeckt, die aber öffentlich zugänglich ist. Dann könnte es sein, dass Fahrzeuge und Personen bereits erfasst werden, und erkennbar sind, obwohl sie noch keine Möglichkeit hatten selbst die Kamera zu erkennen.

    Im Eingangsbeitrag war ja von einer "in der Decke" versteckten Kamera die Rede, somit wäre hier wohl eine Hinweispflicht gegeben.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von kernm23 Beitrag anzeigen
    Ich möchte bei meinem Neubau anstelle einer Haustürsprech-/videoanlage eine Außenkamera zur Eingangsüberwachung installieren.
    Ich benötige keine Sprechanlage; möchte aber bei Bedarf sehen wer vor der Türe steht. Eine ständige Aufzeichung des Außenbereichs benötige ich auch nicht.
    Videotürstationen der bekannten Klingelanlagenhersteller sind mir zu teuer.
    Kamera soll (möglichst unauffällig) in der Eingangsüberdachung angebracht werden (ähnlich wie Deckenspots).
    Über iphone/ipad soll bei Bedarf nachgesehn werden können wer vor der Türe steht.

    Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
    Was gibt es hier zu beachten?
    Benötigst du eine Türöffnerfunktion über interne Sprechstelle oder Mobilteil? Wenn ja würde ich eine Türsprechanlage mit Bus-Verkabelung und IP-Schnittstelle vorsehen. Türsprechstelle nur als Audioausführung und eine abgesetze Dome-Kamera im Deckenbereich.
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  11. #10

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    Danke an Boergi und R.B.
    Manchmal wünscht man sich, nicht nachgefragt zu haben.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    Gerne:

    http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__6b.html

    Hier die Erläuterungen dazu;
    https://www.datenschutzzentrum.de/video/videpriv.htm#5c





    Ob eine offene Einfahrt unter öffentlich zugänglichen Raum fällt kann ich nicht genaus sagen (meiner Meinung nach ja), aber gerade die Türkamers die ja meistens den Bürgersteig oder die Straße vor dem Haus mit erfassen müssten so eigentlich kenntlich gemacht werden.
    Du beziehst Dich auf öffentlichen Raum. Dein Grundstück ist kein öffentlicher Raum! Dein Eingang auch nicht. Die Strasse schon.

    Deine Auffahrt ist jetzt aber nicht Dein Eingang vor der Haustür? Was willst Du denn jetzt??
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Kriminelle Beitrag anzeigen
    Du beziehst Dich auf öffentlichen Raum. Dein Grundstück ist kein öffentlicher Raum! Dein Eingang auch nicht. Die Strasse schon.

    Deine Auffahrt ist jetzt aber nicht Dein Eingang vor der Haustür? Was willst Du denn jetzt??
    Ersetze "öffentlicher Raum" durch "öffentlich zugänglich" dann wird´s klar. Der Zugang zum Haus der auch von Fremden genutzt wird (genutzt werden muss, beispielsweise Briefträger) wird so behandelt wie der öffentliche Raum. Mein Vorgarten ist hingegen kein öffentlicher Raum, da nicht frei zugänglich. Der Bereich direkt vor der Haustür ist eine Grauzone. Hier wird eine Kamera die nur auf manuellen Eingriff reagiert (Türklingel aktiviert die Kamera, automatisches Abschalten, keine Speicherung der Bilder) so bewertet als wenn man selbst durch das Fenster schauen würde, also quasi eine Art Verlängerung der Augen. Eine Kamera die aufzeichnet, evtl. die Daten auch noch über das Internet zur Verfügung stellt, muss gut sichtbar (für jeden erkennbar) sein, ansonsten ist ein Hinweisschild angebracht.

    Nebenbei bemerkt, auch Kameras innerhalb meines Gebäudes, oder Kameras die nur meinen Privatbereich (Garten o.ä.) überwachen, können problematisch sein, beispielsweise wenn Gäste kommen und diese nicht darüber informiert sind, dass im bzw. um das Haus herum die Personen aufgezeichnet werden.

    Letztendlich geht es darum, dass fremde Personen (dazu zählen auch Freunde, Bekannte, Verwandte) auf die Überwachung hingewiesen werden und somit selbst entscheiden können, ob sie diesen Bereich betreten.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Nebenbei bemerkt, auch Kameras innerhalb meines Gebäudes, oder Kameras die nur meinen Privatbereich (Garten o.ä.) überwachen, können problematisch sein, beispielsweise wenn Gäste kommen und diese nicht darüber informiert sind, dass im bzw. um das Haus herum die Personen aufgezeichnet werden..
    Definitiv nicht erfasst von § 6b BDSG ist die Videoüberwachung als persönliche oder familiäre Tätigkeit.
    Die Regelung gilt nur für öffentlich zugängliche Räume.
    Nicht öffentlich zugänglich sind private Wohnungen sowie nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmte Betriebsräume, also z.B. Werkshallen oder Büros

    zitiert aus: https://www.datenschutzzentrum.de/video/videpriv.htm
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Definitiv nicht erfasst von § 6b BDSG ist die Videoüberwachung als persönliche oder familiäre Tätigkeit.
    Die Regelung gilt nur für öffentlich zugängliche Räume.
    Nicht öffentlich zugänglich sind private Wohnungen sowie nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmte Betriebsräume, also z.B. Werkshallen oder Büros

    zitiert aus: https://www.datenschutzzentrum.de/video/videpriv.htm
    Da gibt es ein schönes pdf vom LDI NRW, da solltest Du mal nachlesen.

    In Kurzform, Du darfst auch im Privatbereich Deine Gäste nicht heimlich filmen, ja noch nicht einmal Deine Familienmitglieder. Hier überwiegt das schutzwürdige Interesse des Betroffenen, wobei es auch egal ist ob es sich dabei um Kinder oder Erwachsene handelt. Du brauchst dafür die Zustimmung der Betroffenen, was voraussetzt, dass diese entsprechend informiert sind. Hierzu genügt, dass die Kameras für jeden erkenntlich sind, hilflsweise ein Hinweisschild. Wenn dann Gäste freiwillig zu Dir zu Besuch kommen, akzeptieren sie stillschweigend, dass sie auch in Deinem privaten Bereich gefilmt werden können. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, denn trotz Zustimmung darfst Du sie nicht überall in Deinem privaten Bereich filmen (Bsp.: Schlafzimmer, Toilette o.ä.)

    Aus Deinem link:
    Bei nicht öffentlich zugänglichen Bereichen kann das Hausrecht den Einsatz von Videoüberwachung praktisch sehr weitgehend rechtfertigen. Selbstverständlich kann auch insofern bzgl. Dritter ein unzulässiger Rechtseingriff vorliegen, was z.B. bei verdeckten Aufnahmen oder bei Eingriffen in besonders geschützte persönliche Bereiche (z.B. Intimsphäre) regelmäßig der Fall ist. Die geltenden Normen zum Schutz des Rechtes am eigenen Bild bzw. des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes im Privatrecht (v.a. §§ 823, 1004 BGB) dürften aber angesichts der überschaubaren Zahl der Betroffenen und der zumeist eindeutig erkennbaren Identität des Inhabers des Hausrechtes ausreichen.
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  17. #15

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    Ja und dein Zitat bezieht sich auf heimliches Filmen in intimen Bereichen. Das so etwas nicht zulässig ist versteht sich von selbst und dein PDF sagt auch nichts anderes.
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