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Luftinfiltration durch Gebäudehülle

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  1. #1

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    Luftinfiltration durch Gebäudehülle

    Liebe Leute,

    ich hätte eine Frage wegen Luftinfiltration(durch Gebäudehülle)der Gebäude, die zu den verschiedenen Baualtersklassen(also von 1 bis 5) gehören.

    Für meine Masterarbeit simuliere ich diese 6 Gebäude und muss einen Pauschalwert für die konstante Luftinfiltration durch Gebäudehülle ins Simulationstool eingeben. Ich habe die Berechnung nach DIN 18599 gemacht und da in den Gebäude keine mechanische Lüftung gibt, habe ich die Vereinfachung benutz, die nach DIN:

    (0,07 x Druckdifferenz bei 50Pa) berechnet werden soll. Daraus hat sich folgende konstante Luftinfiltrationen ergeben:

    Baujahr/ Luftinfiltration[1/h]/ Druckdifferenz(bei 50 Pa)[1/h]
    1864 / 0,28/ 4
    1958 / 0,21/ 3
    1970 / 0,21/ 3
    1982/ 0,14/ 2
    1990/ 0,14/ 2
    2003/ 0,11/ 1,5

    Was denken sie darüber? Sind sie realistisch oder habe ich irgendeinen Fehler gemacht? Vielen Dank im Voraus,
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  2. Luftinfiltration durch Gebäudehülle

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  3. #2

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    es wird wohl nicht die Druckdifferenz bei 50Pa gemeint sein. Diese wäre nämlich konstant 50Pa...
    vermutlich eher die Leckageluftströmung...?

    Sind die Gebäude alle von der gleichen Größe, gleichartige Bauweise und gleichartige Nutzung?

    Was ist eigentlich die Fragestellung? Die Entwicklung der Luftdichtheit über verschiedene Baualtersklassen?
    Was ist überhaupt mit "Baualtersklassen (also von 1 bis 5)" gemeint?
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  4. #3
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    genau, es tut mir leid, dass ich es falsch äußert habe. meine frage ist ob die Leckageluftströmungen stimmen? Baualtersklassen wurden nach IWU definiert und Gebäude haben unterschiedliche Bauweise. Mir ist nur die Außenwand ausschlaggebend, da die anderen Wände sind adiabat angenommen.(keiner Wärmefluss)
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  5. #4

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    Bei den reinen Wänden wird das in allen genannten Altersklassen annähernd Null sein (bei Massivbauten).
    Den Unterschied machen Außentüren und vor allem Fenster!
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  6. #5

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    Unterschiedliche Bauweisen werden sich nur schlecht vergleichen lassen. So gab es im 19 Jahrhundert noch jede Menge Fachwerkhäuser und auch Massivhäuser.
    das soll in einen Topf geworfen werden? Wenn ja, denke ich nicht, dass da ein aussagekräftiges Ergebnis rauskommt.


    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Bei den reinen Wänden wird das in allen genannten Altersklassen annähernd Null sein (bei Massivbauten).

    Den Unterschied machen Außentüren und vor allem Fenster!
    ... und die Dachkonstruktion/oberste Geschoßdecke sowie Trennwände und Innentüren zu unbeheizten Räumen: regelmäßig ist der Abschluss zum kalten Dachboden nur eine Bretterwand mit undichter Tür drin, ebenso zum Keller.

    Die Außenwände selbst können bei Massivbauten mit hinreichender Genauigkeit bei allen genannten Baualtersklassen als Luftdicht angenommen werden, sofern es sich um verputzte Massivwände handelt.
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  7. #6
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    also vielen Dank für die Antworten und Interesse, es wäre dann sinnvoll zu sagen je neuer das Gebäude ist desto dichter ist es, da die Fensterkonstruktion besser im vergleich zu den älteren Gebäuden. Kann man dann eine nachvollziehbare Verschlechterung machen?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Unterschiedliche Bauweisen werden sich nur schlecht vergleichen lassen. So gab es im 19 Jahrhundert noch jede Menge Fachwerkhäuser und auch Massivhäuser.
    das soll in einen Topf geworfen werden? Wenn ja, denke ich nicht, dass da ein aussagekräftiges Ergebnis rauskommt.
    So sieht es aus!
    Und auch im 20.Jhd. gab es ab und an Zeiten, wo (notgedrungen) überwiegend Holzhäuser erstellt wurden...

    ... und die Dachkonstruktion/oberste Geschoßdecke sowie Trennwände und Innentüren zu unbeheizten Räumen: regelmäßig ist der Abschluss zum kalten Dachboden nur eine Bretterwand mit undichter Tür drin, ebenso zum Keller.
    Sehr richtig!
    Anfangs sprach der TE auch noch von Außenhülle, aber dann schränkte er (unsinnigerweise, wie auch ich finde) auf die Außenwände ein. Darauf war dann meine Antwort bezogen.

    Die Außenwände selbst können bei Massivbauten mit hinreichender Genauigkeit bei allen genannten Baualtersklassen als Luftdicht angenommen werden, sofern es sich um verputzte Massivwände handelt.
    Meine Rede.

    Ich fürchte, hier wird wieder einmal mittels unzulässig vereinfachender Annahmen die Grundlage für zukünftige Fehlentscheidungen per "Tool" gelegt.
    Solch ein Niveau mag für den "Junggesellen" reichnen. Bei einem angehenden "Meister" erwarte ich mehr!
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  10. #8

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    Zitat Zitat von aeolus Beitrag anzeigen
    es wäre dann sinnvoll zu sagen je neuer das Gebäude ist desto dichter ist es, da die Fensterkonstruktion besser im vergleich zu den älteren Gebäuden.
    Das träfe nur zu, wenn jedes Gebäude noch die Fenster, Türen und ggf. Innenaufteilung aus seiner Erbauungszeit hätte. Dies ist jedoch heute höchst selten der Fall!
    Daher sollte man ein besseres Kriterium (z.B. Jahr des Einbau der Masse der vorhandenen Fenster) wählen.

    Kann man dann eine nachvollziehbare Verschlechterung machen?
    Diesen Satz verstehe ich nicht. Mag aber an mir liegen...
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  11. #9

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    dürfen wir noch erfahren, was eigentlich die Fragestellung der Arbeit ist...?


    diese Tabelle wünschte ich mir auch noch erläutert:
    Zitat Zitat von aeolus Beitrag anzeigen
    Baujahr/ Luftinfiltration[1/h]/ Druckdifferenz(bei 50 Pa)[1/h]
    1864 / 0,28/ 4
    1958 / 0,21/ 3
    1970 / 0,21/ 3
    1982/ 0,14/ 2
    1990/ 0,14/ 2
    2003/ 0,11/ 1,5
    wie entstand die Festlegung dieser Jahreszahlen, was steckt da dahinter, dass man z.B. 1864 und nicht 1865 oder 1870 wählte. Oder 1958? 1970? 2003?
    Waren diese Zahlen vorgegeben oder sind diese frei wählbar?
    Wenn frei wählbar, würde ich andere Zahlen wählen und diese an ein paar "Einschnitten" festmachen: z.B. 1. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg, Nachkriegszeit (Aufbau), Wirtschaftswunderzeit, Ölkrisen, 1. Wärmeschutzverordnung, 2. Wärmeschutzverordnung, WSVO 1995, EnEV 2002 etc.
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