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  1. #1

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    Auswertung Bodengutachten - unzufrieden!

    Guten Abend Experten. Derzeit bin ich ein wenig ratlos und weiß irgendwie nicht mehr so richtig weiter. Ich habe mittlerweile 2 Bodengutachten auf unserem Grundstück vornehmen lassen.

    Das 1. Gutachten im Februar, wonach drin stand, dass um das Haus herum Frostschürzen 1,10m Frostschürzen verbaut werden müssen über die KEINE lasten abgetragen werden dürfen. Die Gründung könne mit einem Schotterbett mit 50cm Stärke erfolgen. Hier meckerte der Statiker und Architekt bezüglich der Frostschürzen.

    Statiker: Wie sollen die Lasten sonst abgetragen werden? Die streuen anscheinend um 45° rechts und links aus, sodass IMMER Lasten auf die Frostschürzen fallen.

    Architekt: Das geht auch anders, Frostschürzen hätte er in unserer Region noch nie verbauen müssen, er schlägt vor neues Bodengutachten und mit 80cm F1 Z0 Material zu Gründen und das Ganze mit einen Geotextil zu schützen.

    Also gut, 2. Bodengutachten in Auftrag gegeben. Ergebnis war, Kann auf Frostschürze verzichtet werden. Gründungsvorschlag 1,50m tief und nochmal 1,50m rings um das Bauwerk. Somit kommen derzeit 420m³ F1 Z0 Material zusammen mit allem drum und dran 30.000€ für den "Bodenaustausch".

    Architekt: Ist zufrieden, denn auf der Auffüllung kann nicht gegründet werden
    Statiker: Ebenfalls zufrieden, er kann gemütlich seine Lasten abtragen
    Bauherr: Nicht zufrieden, denn 30.000€ Material im Erdreich verabschieden ist

    Jetzt stelle ich mir die Frage, was ich machen soll... die Frostschürzen in Verbindung mit den 50cm Bettungspolster wird sicherlich günstiger kommen.
    Allerdings argumentiert nun Architekt mit dem Thema "Gründung auf Auffüllmaterial nicht möglich" und Statiker mit "Lastabtragung"

    Was ist denn nun mit diesem Ergebnis der Sondierung. Hat jemand Erfahrung? Ist diese Auffüllung im Bild wirklich der letzte Dreck?

    Die UK Bodenplatte liegt bei 95,62, quasi 40cm über der Messhöhe, dadurch das Material noch aufgefüllt wird.

    Ich hoffe hier kann mir jemand Licht ins Dunkle bringen.

    Vielen Dank und einen schönen Abend.

    sondierung.JPG
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  2. Auswertung Bodengutachten - unzufrieden!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Und so schlägt es der Architekt nun vor:

    Gründung_150.jpg
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  4. #3

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    Gut, beurteilen kann es hier abschließend keiner - dafür wären erst einmal die Gutachten erforderlich.

    Aber, die Frage sei vorab erlaubt: Du bist sicher, dass es sich wirklich um einen Statiker und einen Architekten handelt ... so mit Abschluss und mehr als 2 Wochen Berufserfahrung ???

    Sollten die anderen Sondierergebnisse den dokumentierten entsprechen, würde ich die Problematik mal als "Firlefnanz" einstufen.
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  5. #4
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    Hallo Gast vS,
    ja ich bin mir ziemlich sicher dass es sich dabei um Personen mit Abschluss handeln )
    Was meinst Du mit Firlefnanz? Übertrieben durch die Herren? Die Erdbauer haben selbstverständlich allesamt nachgefragt ob wir uns sicher mit den Massen sind.

    Wenn ich mir die ganzen anderen Erdarbeiten hier im Neubaugebiet anschaue, dann wurden lediglich 50cm abgeschoben um 90-100cm mit Naturmaterial aufgeschottert.
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  6. #5

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    hallo
    rammprotokoll gibts auch?

    gruss aus de pfalz
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  7. #6
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    Guten Morgen Gunther, anbei das Rammprotokoll

    rammprotokoll.jpg

    rammprotokoll 2.JPG

    6 BAUGRUNDBEURTEILUNG
    6.1 Untergrundaufbau
    In beiden RKS wurden 0,8 m mächtige Auffüllungen in Form von schwach schluffigen
    Kiesen und Sanden erschlossen, die nach den Schlagzahlen der Rammsondierung
    nach DIN EN ISO 22476-2 (DPH 1) überwiegend mitteldicht gelagert sind.
    Im Liegenden der Auffüllungen stehen bis in 1,5 m (RKS 1) bzw. 1,6 m Tiefe (RKS 2)
    enggestufte Sande lockerer Lagerung und sandige, schwach tonige - tonige Schluffe
    weicher - steifer und steifer Konsistenz in Wechsellagerung an. Bis zur Endteufe folgen
    enggestufte Sande mit zunächst lockerer, ab rd. 3 m Tiefe mitteldichter Lagerung.
    Die erschlossenen Erdstoffe wurden bis in rd. 1 m - 1,5 m Tiefe im Wesentlichen als
    erdfeucht, im Liegenden als nass angesprochen (vgl. Anlage 3).
    Abgesehen von sehr untergeordnet vorhandenen organischen Bestandteilen in den
    Auffüllungen (vgl. Anlage 3) wurden am Bohrgut keine weiteren visuellen und/oder
    geruchlichen Auffälligkeiten festgestellt.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Stevie82 Beitrag anzeigen
    Und so schlägt es der Architekt nun vor:

    Gründung_150.jpg
    mit dem detail kann niemand etwas anfangen - zu einer zeichnerischen darstellung gehören auch ein paar beschreibende worte, wenn der planverfasser schon nicht die gängigen schraffuren beherrscht.
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  9. #8
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    nunja er schreibt ja rein, gemäß RKS
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  10. #9

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    und in RKS finde ich die angaben zur stahlbetonsohlplatte, zur dämmung, zur abdichtung, zur auffüllung und zur verdichtung?
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  11. #10

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    nach den dürftigen, vorliegenden Ergebnissen halte ich einen Aushub bis 1,5 m - mindestens - für groben Unfug (sofern kein Hochhaus etc. gebaut werden soll) ... hilft dir aber auch nicht wirklich weiter, weil ich hier keine gründungstechnische Beurteilung vornehmen werde.

    Obwohl, sind demnächst in Viernheim - möchtest du ein 3. Bodengutachten ???

    nein, im Ernst: der vorliegende Vorschlag ist gründungstechnisch nicht erforderlich und so gar nicht nicht wirtschaftlich !!
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  12. #11
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    Hallo Gast vS,

    vielen Dank für diese Erkenntnisse. Ein 3. Bodengutachten wäre sicherlich günstiger als das was derzeit rausgekommen ist.
    So fängt das bauen schon einmal spassig an. Ist ja das Geld vom lieben Bauherrn...

    @rolf -> 30cm WU Platte mit 12cm Styrodur (drunter). Abdichtung siehe http://www.bauexpertenforum.de/showt...atte-Mauerwerk

    Baugrubensohle planieren
    Baugrubensohle nach dem Aushub planieren. Ausführung
    unmittelbar vor dem Einbringen der Sauberkeitsschicht
    als planebene Fläche, mit höchstens +/- 2 cm
    Höhendifferenz auf eine Länge von 5,0 m, einschl. des
    Verdichtens mit geeignetem Gerät, falls im
    Baugrundgutachten nicht untersagt. Überschüssiges
    Material entsorgen.
    Bodenklasse : 3-5
    Verdichtungsgrad : DPr 103 %
    Filterschicht,Geotextil,horizontal
    Filterschicht aus Geotextil GAK 3 für horizontale
    Flächen unter Bettungspolster einbringen.
    Unterste Lage des Bettungspolster ist mit einen
    ca. 1,00m breiten Streifen Geotextil einzuschlagen.
    Gewicht : 150 g/m²
    Frostschutzschicht mit Güteüberwachung F1
    aus frostunempflindlichem Material, Z0 Material aus
    Kiese aus der Rheinebene oder gebrochenes
    Hartsteinmaterial lagenweise max. 30cm verdichtet,
    herstellen.
    Bereich : unter Bodenplate
    Natursteinschotter mit Körnung : 32/45 mm
    Verdichtungsgrad : Ev2 >= 60MN/m² Evd >=30MN/m²
    4 dynamische Lastplattendruckversuche durch einen
    unabhängen Prüfer gem. Bodengutachtenist sind im
    EP zu berücksichtigen.
    Schichtdicke : 150 cm
    Hinterfüllung von Bauwerken (um Bodenplatte)
    mit seitlich lagerndem Aushubmaterial,
    profilgerecht einbauen und lagenweise verdichten.
    Transportweite : bis 50 m
    Bodenklasse : 3 - 5
    Tiefe : bis 1,0 m
    Verdichtungsgrad DPr. : 103
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Hallo und Guten Abend,

    das ganze scheint ein "Happy End" zu bekommen. Der 1. Bodengutachter hat sich der Sache noch einmal angenommen und nach RS mit Kollegen scheint es nun doch ohne Frostschürzen zu gehen.
    Folgenden Gründungsempfehlung hat er nun ausgesprochen:

    gründung neu.jpg

    Gegenüber dem 2. Bodengutachten schreibt er:

    Die aufgefüllten Sande und Kiese im Baufeld müssen nicht vollständig ausgetauscht werden, so wie in Ihrer Anfrage dargestellt. Die o. g. Angaben zur Stärke sind ausreichend. Je tiefer in den Baugrund mit Erdarbeiten eingegriffen wird, desto erheblicher wird der Eingriff in den Grundwasserschwankungsbereich (vgl. Kap. 6.3.6 im Baugrundgutachten). Um eine kostenintensive Wasserhaltung zu vermeiden, empfehlen wir die Minimierung solcher Eingriffe, sowie die Ausführung der Erdarbeiten während einer trockenen, stabilen Witterungsperiode.
    Was haltet Ihr hiervon? Ist es sinnvoll die Frostschicht bis OKG zu führen? Oder sollte ich lieber 9cm tiefer gründen, sodass ich anstelle von 15cm von FFB <-> OKG auf 24cm komme.

    Vielen Dank im Voraus.

    Steve
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  15. #13
    Themenstarter

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    versehentlicher doppeltpost.
    Ich bekomme das Bild nicht vergrößert, obwohl es in Real größer ist?
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