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  1. #1

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    Wärmepumpe mit passiver Kühlung -> Raumthermostat

    Hallo zusammen,

    Bei meinem Neubau (EFH, 180 m²) wurde eine Wärmepumpe mit Erdsonden eingebaut. In den Räumen sind ganz normale Raumthermostat mit einer Skala von 1-6 verbaut.
    Nun hat sich herausgestellt dass mein Installateur eine Wärmepumpe ohne passive Kühlfunktion eingebaut hat obwohl das anders angedacht war. Das ganze ist entstanden durch ein nicht eindeutiges LV, aber das ist ein anderes Thema. Hier habe ich eine vernünftige Einigung mit dem Installateur getroffen, der mir die passive Kühlfunktion jetzt nachrüstet

    Meine eigentliche Frage zielt ab auf die Raumthermostate. Es gibt ja solche die eine Umschaltfunktion auf Kühlung haben. Diese sind allerdings nicht verbaut und die gibt es auch nicht in meinem Schalterprogramm. Jetzt wurde mir gesagt, das ganze funktioniert auch mit den einfachen Thermostaten, indem ich die einfach ganz aufdrehe und der WP sage dass sie kühlen soll (automatisiert oder von Hand, je nach dem).
    Laut Aussage des Technikers sollten die Raumthermostate so eingestellt sein, dass diese wenn die auf der höchsten Stufe stehen bis ca. 30°C Raumthemperatur das Stellventil am Verteiler öffnen. Da es im Haus normalerweise nicht über 30°C wird sollte auf diese Weise auch die Öffnung der Stellventile bei Kühlung funktionieren.

    Hat jemand Erfahrung mit dieser Konstellation? Funktioniert das?

    Wenn ja wäre das super, wenn nein bedeutet das dass ich 1. neue Thermostate brauche, die 2. nicht in den Schalterrahmen passen und daher 3. dann daneben Aufputz gemacht werden müssen, was dann 4. bedeutet dass ich einen offenen Platz im Schalterrahmen habe (Tapete ist schon fertig) und 5. sich die Frage stellt ob die Verkabelung überhaupt reicht und 6. das ganze ziemlich teuer wird.
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  2. Wärmepumpe mit passiver Kühlung -> Raumthermostat

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  3. #2

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    Wenn die Thermostate komplett auf gedreht sind, werden die Stellantriebe ständig geöffnet sein, so dass man die Heizflächen zum Kühlen einsetzen kann. Es ist darauf zu achten, dass die Heiz-/Kühlwassertemperatur nicht zu niedrig wird, um Kondensatbildung am Boden zu vermeiden.
    Die Regelung ist dann außer Kraft gesetzt, man muss also mit der Kühlwassertemperatur ein wenig spielen. Andererseits ist die Kühlleistung solcher Flächen sowieso überschaubar, so dass man nicht unbedingt eine echte "Raum-Regelung" benötigt.
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  4. #3
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    OK, danke. Sollte also funktionieren. Das mit der Kondensatbildung ist mir klar, aber trotzdem ein wichtiger Hinweis.
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  5. #4

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    Man muss halt für den Kühlfall ein bisschen optimieren. Bitte solche Kühllösungen nicht mit einer echten Klimatisierung/Klimaanlage verwechseln. Man kann damit die Erwärmung der Räume ein bisschen ausbremsen, die Raumtemperatur in gewissen Grenzen begrenzen, aber nicht wirklich kühlen. Die für eine echte Klimatisierung notwendige Kühlleistung könnte man über die FBH nicht in den Raum bringen. Es sollte aber ausreichen um zu verhindern, dass die RT beispielsweise über 26°C steigt (o.ä., je nach Auslegung).
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  6. #5
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    Das ich hier keinen Ersatz für eine vollwertige Klimaanlage habe ist mir klar. Es geht mir genau darum die wenigen Temperaturspitzen im Sommer etwas abzufangen. Der Hauptanteil an einer geringen Aufheizung muß natürlich der Sonnenschutz liefern, heißt dann im Sommer die Rolläden runter. In Kombination mit der KWL erhoffe ich mir halt dass ich die Raumtemperatur in erträglichem Maß halten kann. Eine vollwertige Klimatisierung ist mir dann doch zuviel des guten (auch energietechnisch gesehen)
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