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Ursache kurzlebige AGL?

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  1. #1

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    Ursache kurzlebige AGL?

    Nach der Erneuerung einer Elektroanlage in einer ETW beklagt die Bewohnerin das "Durchbrennen" der von ihr in zwei Korridoren als Deckenleuchten eingesetzten AGL Glühlampen. An diesen hängt sie sehr und im Leuchtengeschäft sei ihr gesagt worden Ursache hierfür könnten nur unzulässig starke Spannungsschwankungen in der neuen Anlage sein. Die AGL halten anscheinend tatsächlich nur wenige Stunden. Bei anderen Leuchtmitteln innerhalb der selben Unterverteilung wurde das Problem bisher nicht festgestellt.

    Der gerügte Elektromeister als Neuerrichter sieht die Ursache einerseits in schlechter Fertigungsqualität oder Überalterung der Glühlampen, andererseits in durch die Neuinstallation abgenommenen Spannungsverlusten.

    Was meinen die Fachkundigen?
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  2. Ursache kurzlebige AGL?

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  3. #2

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    Wenn die Kundin noch einen Vorrat aus früheren Zeiten hat, könnte die Nennspannung eine Rolle spielen. Früher wurden die Lampen ja für 225 V gefertigt und heute messe ich an der Steckdose bereits Spannungen von 238 V.
    Schwankungen nach unten dürften Glühlampen nichts ausmachen, aber nach oben vertragen sie nicht allzuviel Abweichung. Wenn die dann schon durch Erschütterung vorgeschädigt sind, geht es umso schneller.

    Zu prüfen wäre natürlich noch eine unzulässige Spannungsschwankung durch einen wandernden Sternpunkt, aber das wird in einer Neuanlage kaum passieren.
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  4. #3

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    Ich bin geneigt dem Elektromeister zuzustimmen, nur das mit der Überalterung würde ich hier nicht gelten lassen.

    Hängt sonst noch etwas auf den Lichtkreisen?

    Bei Leuchtmitteln ist es immer schwierig die Ursache für einen Ausfall konkret zu bestimmen. Spannungsschwankungen stecken sie meist klaglos weg, Spannungsüberhöhungen sind da schon gefährlicher. Solche Spannungsspitzen können beispielsweise entstehen, wenn auf dem gleichen Kreis noch andere Verbraucher mit einer hohen Anschlussleistung hängen, und diese hart ein- und ausgeschaltet werden. Solche Geräte sind heute aber eher selten zu finden.

    Was "Glühlampen" zu schaffen macht ist eine höhere Netzspannung, dadurch kann sich die Lebensdauer drastisch verkürzen. In Gebieten mit hohem PV Anteil bewegt sich die Netzspannung heutzutage eher am oberen Limit, im Vergleich zu früher. Das sorgt automatisch für mehr Stress bei den Glühlampen. Wenn nun durch die neue Installation die Spannungsverluste noch einmal deutlich reduziert wurden, kann es schon sein, dass die Lampe nicht lange überlebt. Eine Lebensdauer von wenigen Stunden macht mich aber stutzig.

    Frage: Passiert das vorzugweise beim Einschalten oder auch während des normalen Betriebs?
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  5. #4
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Frage: Passiert das vorzugweise beim Einschalten oder auch während des normalen Betriebs?
    Dazu habe ich nachgefragt, auch nach der genauen Lebensdauer und dem Verbrauch der jeweiligen Leuchten. Kann eine niedrige Wattzahl der Leuchtmittel (hohe sind ja kaum noch erhältlich) zu Verschärfung des Problems beitragen?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Kann eine niedrige Wattzahl der Leuchtmittel (hohe sind ja kaum noch erhältlich) zu Verschärfung des Problems beitragen?
    Kann ich mir jetzt nur schwer vorstellen. Wir reden ja nicht über Differenzen von mehreren hundert Watt, sondern über beispielsweise 75W zu 60W o.ä.
    Bis sich hier Spannungsschwankungen bemerkbar machen, müssten schon viele hundert Watt geschaltet werden (vorausgesetzt die installation war/ist in Ordnung). Mir wäre auch nicht bekannt, dass eine 60W Glühlampe empfindlicher wäre als eine 75W, dafür sind die Unterschiede zu gering.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    ... habe ich nachgefragt, auch nach der genauen Lebensdauer ...
    4 von 5 Leuchtmittel fielen nacheinander nach ca. 50 - 70 Stunden Leuchtdauer aus, geschaltet wurde jeweils ein gutes Dutzend Mal. Zwei der vier Ausfälle waren als einige Sekunden (ca. 30 - 90) nach dem Einschalten erinnerlich.
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  8. #7

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    Was mir gerade so durch den Kopf ging, wurden auch Lichtschalter o.ä. gewechselt? Stromstoßschalter? Ich hatte mal einen, mit dem konnte man fast jeden Verbraucher killen.

    Was man noch machen könnte, Netzüberwachung über einen Zeitraum von ein paar Tagen, und zwar nur den relevanten Lichtkreis. Vielleicht sieht man daduch irgendwelche Anomalien.
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  9. #8

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    Netzanalyse sollte eigentlich jeder Elektriker durchführen können- einfach den Errichter mal auf die kurzlebigkeit der Leuchtmittel hinweisen, spannungserhöhungen wirken sich extrem auf die Lebensdauer aus!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    4 von 5 Leuchtmittel fielen nacheinander nach ca. 50 - 70 Stunden Leuchtdauer aus, geschaltet wurde jeweils ein gutes Dutzend Mal. Zwei der vier Ausfälle waren als einige Sekunden (ca. 30 - 90) nach dem Einschalten erinnerlich.
    Dann sind sie wohl nicht während des Einschaltens ausgefallen, damit können wir Spannungsspitzen aufgrund des Schalters bzw. Schaltvorgangs ausschließen.
    Entweder es kommt anderweitig etwas auf die Leitung, oder Netzspannung sehr hoch, oder die Leuchtmittel taugen wirklich nichts.
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  11. #10

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    Und es liegt nicht an der Fassung? Hatte es schon mehr als einmal, das die Fassung das Blech des Gewindes beim andrehen beschädigt hat, und die Lampe ihr Vakuum verloren hat.

    Ansonsten: Warum gibt der Elektriker ihr nicht einfach 1-2 Marken-Lampen mit, um zu schauen ob dies das Problem löst?
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  12. #11

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    Ich würde es auch mal mit neuen Halogenlampen in E 27 Birnen versuchen. Als die Glühlampen völlig sinnfrei von der EU verboten wurden, wurde so ziemlich alles aus irgendwelchen Kellern gekramt, was halbwegs nach Glühobst aussah. Mag also gut sein, dass da noch 220V Birnen verbaut werden.
    Lass Dir doch mal die Verpackungen zeigen und frag, ob das auch die Originalverpackungen sind. Ältere Leute verwenden dir Schachteln oft mehrfach, auch für gebrauchte Birnen, die sie anderswo ausgebaut haben (Lampentausch) O-Ton - Die sind doch noch gut, Junge. Die heb ich auf.
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  13. #12
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    Es handelt sich um mehrere baugleiche Leuchten. Die Leuchtmittel wurden vor wenigen Wochen als neu im Fachhandel verkauft. Der hatte sie wegen exotischer Fassung extra bestellen müssen. Mehr lässt sich momentan nicht feststellen. Anders als ursprünglich von mir geschrieben handelt es sich dich nicht um Decken-, sondern um Stehleuchten. Das Problem trat an zwei völlig getrennten Unterverteilern auf, nachdem eine neue der Leuchten im kalten Zustand an einen anderen Unterverteiler umgesetzt wurden. Die Wohnung hat infolge Zusammenlegung zwei getrennte Zählerstromkreise.
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  14. #13

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    Exotische Fassung?
    Handelt es sich überhaupt um Leuchtmittel die direkt am Netz betrieben werden? oder steckt da noch was anderes in den Leuchten?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Exotische Fassung?
    Handelt es sich überhaupt um Leuchtmittel die direkt am Netz betrieben werden? oder steckt da noch was anderes in den Leuchten?
    Es koennte sich auch um Bajonettfassungen handeln, wie sie in der Grande Nation ueblich sind.
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  17. #15
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    Zitat Zitat von karo1170 Beitrag anzeigen
    Es koennte sich auch um Bajonettfassungen handeln, wie sie in der Grande Nation ueblich sind.
    So ist es. Die sind schon für 230 V gedacht, wobei hmmmm. Werde ich sicherheitshalber nächste Woche prüfen, man weiß ja nie. Die Stehlampen selbst habe ich noch nicht gesehen. Angeblich bekommt der Händler die Leuchtmittel jetzt kostenlos getauscht. Mysteriös!


    mit skeptischen Grüßen!
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