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Balkonhandlauf Verschraubung

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  1. #1

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    Balkonhandlauf Verschraubung

    Folgende Situation:
    Es gibt ein Balkongeländer, bei dem der Handlauf (Flaches Nadelholzbrett mit angerundeten Kanten) zwei 45° Knicke hat. An diesen Knicken sind die verschiedenen Abschnitte des Handlauf miteinander seitlich verschraubt, damit die Übergänge trotz Verwindungen plan bleiben.
    Optisch ist das keine schöne Lösung.

    Jedoch stellt sich die Frage, ob es technisch unbedenklich ist oder es sich um einen Mangel handelt oder nicht?
    Muss der gesamte Handlauf ausgetauscht werden und zB eine verdeckte Verbindung zwischen den Abschnitten hergestellt werden?
    Gibt es dazu irgendwelche Vorschriften?
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  2. Balkonhandlauf Verschraubung

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  3. #2

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    Halleluja, was für ein Grobmotoriker war denn hier am Werk?

    hast Du ein Bild vom kompletten Geländer?
    Wie stark ist der Handlauf?
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  4. #3

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    1) Was sagen Detailplanung und LV zur Ausbildung der Eckverbindung?
    2) Also zumindest die Schraube, die oben schon das Brett gespalten hat (Bild 2), ist ein Mangel, das geschädigte Brett muss ausgetauscht werden, da auch bei Versetzen der Schraube der Riss zu (noch) schnellerem Eindringen von Feuchte ins Holz führt und dieses eher zerstört werden wird.

    Ein lackiertes waagerechtes (in beide Richtungen) Brett als oberster Abschluß eines bewitterten Bauteils ist so oder so für meine Begriffe eine Fehlplanung, weil es eine noch begrenztere Lebensdauer als ein lasiertes oder unbehandeltes Brett hat.
    An sich gehören da so gar keine frei bewitterten Holzteile hin!
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  5. #4

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    Verzinkte raus, VA-Schraube rein, etwas versenken, ausfüllen/ spachteln, schleifen, streichen - wo ist das Problem? Wie sonst sollte der Verbund hergestellt werden? Über Holzverbindungen? Waren die ausgeschrieben?
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  6. #5

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    Kalle - ich halte - neben der armseeligen Ausführung der Verschraubung - das Brett per se für ungeeignet, weil zu dünn!
    Ausserdem ist die Frage, ob die Ecke statisch für die Ableitung von Anpralllasten gebraucht wird.

    Ach ja - gespalten wurde das Brett auch schon vom Schraubenkopf - nicht gesenkt!
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  7. #6

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    Egal was ausgeschrieben war, eine Schraube die das Brett spaltet war sicherlich nicht ausgeschrieben. Das Ding wird nicht alt, da hätte er auch gleich einen Sparrennagel rein klopfen können, die Halbwertszeit wäre vergleichbar gewesen.

    Flachdübel, von mir aus auch mit einem kleinen Blech von unten, aber so schmerzfrei eine Schraube rein hauen, da blutet einem ja das Herz.
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  8. #7
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    Hier war ein Bauträger am Werk, dementsprechend gibt es keine Detailplanung für solche Punkte.
    Das ein Teil getauscht werden muss, weil es zudem beschädigt ist, steht außer Frage.
    Wie gesagt, ganz grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man so eine Ausführung hinnehmen muss,
    bzw auf welche Vorschriften/ Normen man sich bei einer Mängelanzeige beziehen kann.
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  9. #8

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    du musst bei einer mängelanzeige keine din/en zitieren. zeig den mangel an, der unternehmer muss nachweisen, dass die konstruktion nach din oder en trallala mangelfrei ist. kann er das nicht, muss er korrigieren.

    ist die konstruktion innen oder außen?
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Kalle - ich halte - neben der armseeligen Ausführung der Verschraubung - das Brett per se für ungeeignet, weil zu dünn!
    Ausserdem ist die Frage, ob die Ecke statisch für die Ableitung von Anpralllasten gebraucht wird.

    Ach ja - gespalten wurde das Brett auch schon vom Schraubenkopf - nicht gesenkt!
    Das es glücklichere Resultate gäbe steht wohl außer Frage. Das es aber in 3 Jahren durchgefault ist bezweifel ich mal. Wird wohl schon seine Zeit überleben - mit oder ohne Farbe. Das "technische" im Sinne von Lasten mag ich nicht beurteilen wollen - weil Ahnungslosigkeit und so
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  12. #10
    Avatar von Flocke
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    Es gibt bei dieser Ausführung gleich mehrere Mängel.
    -Es wurde nicht vorgebohrt............ Jede beanspruchte Schraubverbindung muß vorgebohrt werden
    -Es wurde ein falsches Verbindungsmittel gewählt..........Alle sichtbaren Schrauben sind min in VA auszuführen(nicht sichtbar min verzinkt)
    -Die Randabstände wurden augenscheinlich nicht eingehalten...........Die Schrauben sitzen zu dicht am Rand


    Die Ausführung hat wohl jemand noch auf die schnelle vor der Abnahme erledigt. Vorbohren sollte bei so etwas eigentlich selbstverständlich sein. Ich selber mache vorher immer ein Sackloch mit dem Forstnerbohrer und schließe nach den Schrauben das Loch mit einem Konusplätchen. So splittrige Verbindungen haben bei einem Handlauf nichts verloren. Verletzungsgefahr
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