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Unterbrochenen Betoniervorgang Kellerwand fortsetzen

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  1. #1

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    Unterbrochenen Betoniervorgang Kellerwand fortsetzen

    Hallo zusammen,

    auf meiner Baustelle sollte heute der erste Abschnitt der Kellerwände betoniert werden. Leider kam es direkt beim Beginn des betonierens zu einem mittelschweren Arbeitsunfall, so daß nicht mehr weiter betoniert wurde.

    Wie es dem Verunfallten derzeit geht weiß ich leider derzeit nicht, sind wohl mehrere (Bein)brüche.

    Jetzt ist es aber halt so, daß am Anfang des Betonierabschnitts über eine Strecke von ca. 1 Meter etwa 20cm Beton in der Schalung liegt, Fugenband is folglich zubetoniert.

    Einfach so weiterbetonieren geht ja eher nicht, wie seht ihr das, wie sollte eurer Meinung nach das korrekte Vorgehen sein? Schalung abbauen, Beton wegstemmen und versuchen das Fugenband zu reinigen?

    Viele Grüße,
    Martin
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  2. Unterbrochenen Betoniervorgang Kellerwand fortsetzen

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  3. #2
    Lebski
    Gast
    So in etwa.

    Aber zuerst die Arbeitssicherheit auf der Baustelle gewährleisten! Der Unfall wird ja wohl einen Grund gehabt haben.
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  4. #3

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    wenn beton noch frisch ist, lässt es sich sehr gut wegstemmen...
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  5. #4

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    Vorsicht, es muss nicht funktionieren!!! Das hängt vom Material des Fugenbands ab. Bei Gummibändern mag das gehen, bei den beschichteten Stahlbändern meist nicht. Da darf ja auch die Schutzfolie erst kurz vor dem Betonieren abgezogen werden.
    Und das ist keine Schikane oder so, sondern hängt damit zusammen, dass Stellen, die schon mit Beton Kontakt hatten, nicht mehr hinterlaufsicher mit frischem Beton Verbindung aufnehmen!

    Also bitte den Fugenbandhersteller unbedingt und mit schriftlicher Aussage ins Boot holen!!!
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  6. #5

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    Fax an die BG, Problem kurz schildern und fragen, ob die Schalung und die Abstützungen morgen zurückgebaut werden können. Könnte sein, dass ein Mitarbeiter vor Ort kommen möchte wegen Schadenaufnahme / Protokollierung des Unfalles. Abbau der Schalung könnte u.U. Beweismittelvernichtung sein. Gleichzeitig auf die Dringlichkeit wegen der Betonerhärtung drängen.

    Nach dem Stemmen die Fuge gründlich reinigen.

    Sicherheitsvorkehrungen prüfen.
    Falls VOB-Vertrag: Hinweis an die Baufirma wg. Nebenleistung nach DIN 18299 Abs. 4.1.4
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  7. #6
    Themenstarter

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    Es handelt sich um ein Kunex Fugenband aus PVC, falls jemand damit schon Erfahrungen hat. Schutzfolie war da keine drauf als es geliefert wurde.

    BG muss man dann morgen mal anrufen. Polizei hat den Unfall aufgenommen falls das was zur Sache tut.

    Zur Arbeitssicherheit kann ich so nix sagen, ich war nicht vor Ort. Da steht halt ein Gerüst aus Gerüstböcken und Bohlen. Es war wohl so daß die Betonpumpe beim Beginn des Pumpens nix gebracht hat, und dann plötzlich ein Schwung kam und der Rüssel dann ausgeschlagen und den Arbeiter vom Gerüst geschlagen hat. Fällt sowas unter "Unternehmerrisiko" oder bestehen hier evtl Ansprüche des Unternehmers gegen den Betonlieferanten?

    Für den Mehraufwand der jetzt für eine fachgerechte Sanierung entsteht muß ICH ja nicht aufkommen, sehe ich das richtig?

    Anbei noch ein Bild, soweit es möglich war in die Schalung hineinzufotografieren

    Name:  20151111_073304.jpg
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  8. #7
    Inkognito
    Gast
    Das soll eine weiße Wanne werden? Ich hätte jetzt angenommen, dass dann mehr Stahl da drin ist und die Fugenbleche sich überlappen bzw aneinander vorbei geführt werden und nicht stumpf stoßen. Zur Entsorgung überzähliger Schlangen will ich jetzt gar nix sagen...
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  9. #8
    Themenstarter

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    naja, es sind Fugenbänder und überlappen tun sich die ja. Links im Bild zu sehen. Wo siehst du einen Stumpfstoß? Es sind PVC-Bänder und keine Bleche.

    Was meinst du mit überzähligen Schlangen? Das Fugenband?
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  10. #9
    Inkognito
    Gast
    Ach, jetzt, ich hatte das für Schlangen gehalten

    http://www.maxfrank.com/media/img/in...ge-n-600px.jpg

    Dann sind diese "Bleche" wohl... Schalungsanker mit hohem Wassereindringwiderstand? Ich kann das irgendwie immer noch nicht zuordnen.

    Wobei, da fällt mir auf, U-Bügel, die dafür sorgen dass die Mattenlagen den richtigen Abstand voneinander haben, die fehlen auf dem Foto. Und nochmal, die Menge an Bewehrung aus Rissbreitenbegrenzung finde ich zu überschaubar, bis wohin steht denn das Wasser an?
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  11. #10
    Themenstarter

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    Ah, verstehe!

    Ich kann immer noch nicht zuordnen wo Du Bleche siehst, kannst Du mir das im Bild vielleicht mal kennzeichnen? Die Spannhülsen für die Schalungsanker sind laut Rohbauer druckwasserdicht.

    Abstandshalter zwichen den Matten untereinander sind verbaut, links im Bild kann mans erahnen. Mir ist bewußt dass das Foto nicht perfekt ist, aber in die dunkle Schalung fotografieren ist leider nicht ganz einfach.

    Anstehendes Wasser gibts keins, das Wasser steht derzeit ca. nen halben Meter unter der Bodenplatte. Aber das kann ja auch mal zeitweise steigen.
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  12. #11
    Themenstarter

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    heute wurde durch den Rohbauer der frische Beton vorsichtig und sorgfältig weggestemmt und das Fugenband gereinigt. Beschädigt wurde das Band nicht und laut technischem Support des Fugenbandherstellers ist das Vorgehen so in Ordnung.

    Anschließend wurde ohne Zwischenfälle betoniert.
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  13. #12
    Inkognito
    Gast
    So, nochmals: Die Menge des verbauten Stahls passt meines Erachtens nicht zu einer weißen Wanne. Damit lässt sich die Rissbreite nicht eng genug bregrenzen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    ich hab nirgends was von einer weißen Wanne geschrieben...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Inkognito
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    Wozu denn sonst das Fugenband? Und druckwasserdichte Spannhülsen?
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  17. #15

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    Ach Inkogni, eine weisse Wanne muss auch nicht zwingend mehr Bewehrung haben als ein "normaler" Betonkeller.
    Es sind die Risse auf Breiten < 0,2 mm zu begrenzen. Das kann man über Bewehrung erreichen, aber auch über andere Methoden.
    Das Konzept dazu ist zu planen und in der Statik zu berücksichtigen.
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